Das Reh und der Pfau

Das Reh und der Pfau

Zusammenfassung: „Das Reh und der Pfau“ in drei Stichpunkten:

Das Reh Rita ist sehr neugierig und eifrig. Eines Tages findet sie am Fluss eine schillernde Feder, die dem Pfau Paul gehören muss. Als Rita zu ihm geht und die Feder zurückgibt, fragt sie ihn, wie seine Federn so schön sein könnten.

Paul sagt, dass die Federn ein Geschenk der Natur wären und er sie nicht selbst machte. Auf Ritas Enttäuschung hin ergänzt er, dass sie mit dem, was sie bereits hat, bestimmt auch Schönes machen kann.

Rita denkt ein wenig über diese Worte nach und beginnt, sich ihren eigenen bunten Kranz zu basteln. Mit diesem zeigt sie nicht nur, wie schön ihr Werk ist, sondern auch, wie wertvoll es durch die eigene Arbeit ist.

Das Reh und der Pfau – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 4 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab 4 Jahren, zum Selberlesen ab etwa 7
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
  • Zuletzt überarbeitet: 7. September 2026

Hier beginnt die Fabel

In einem lichten, warmen Wald, der dicht an einem grünen Feld wuchs, lebte das junge Reh Rita. Sie war überall für ihre Neugier und ihren Eifer bekannt und versuchte stets, etwas Neues zu lernen. Zwischen dem Wald und dem Feld floss zudem ein kleiner, klarer Bach, an dem Rita gerne spazieren ging. Als sie dies eines sonnigen Nachmittags tat, bemerkte sie etwas Schillerndes im Wasser und fischte es hinaus. Es war eine bunte, lange und prächtige Feder, die bestimmt dem Pfau, Paul, gehörte. Seine Federn schimmerten in allen Farben des Regenbogens, und wenn er sie spannte, bewunderten alle Tiere seine Schönheit. Das Reh und der Pfau Neugierig, wie sie war, beschloss Rita, Paul zu besuchen und mehr über diese wunderschöne Feder zu erfahren. Als sie den prächtigen Pfau fand, sprang sie aufgeregt umher. „Hallo Paul! Ich habe eine deiner Federn gefunden. Sie ist so schön! Kannst du mir zeigen, wie man so etwas herstellt?“, fragte Rita mit leuchtenden Augen.

Paul, geschmeichelt von der Bewunderung, aber auch ein wenig überheblich, antwortete: „Oh, liebe Rita, diese Federn sind ein Geschenk der Natur. Ich kann sie nicht herstellen. Sie wachsen einfach an mir. Sie sind ein Zeichen meiner Schönheit und Eleganz.“
Das Reh und der Pfau „Gibt es denn nichts, was ich selbst tun könnte, das genauso schön ist?“, fragte Rita, nun ein wenig entmutigt.

Nachdenklich schwenkte Paul seinen Kopf und sagte schließlich: „Vielleicht gibt es etwas, das du selbst erschaffen kannst. Ich arbeite mit dem, was mir gegeben ist – vielleicht kannst du dasselbe tun.“

Rita nickte eifrig und sprang davon, um etwas Eigenes zu schaffen. Tage und Nächte verbrachte das junge Reh damit, aus Blättern, Zweigen und Blumen etwas Schönes zu basteln. Es arbeitete hart und mit viel Hingabe und scheiterte ein paar Male.

Doch endlich hatte Rita nach ein paar Tagen einen bunten und wunderschönen Kranz aus Blumen und Blättern geflochten, den sie stolz auf ihrem Kopf trug. Als die anderen Tiere ihr Kunstwerk im Wald und auf der Wiese sahen, staunten sie über Ritas Geschick und Mühe. Sie sammelten sich um das junge Reh und das selbstgemachte Schmuckstück.
Das Reh und der Pfau Paul beobachtete dies alles und war überrascht, wenn auch ein wenig beschämt. Er hatte die Fähigkeiten seiner Freundin unterschätzt und sich zu überheblich aufgeführt. Deshalb kam er zu Rita und sagte: „Rita, du hast mich eines Besseren belehrt. Dein Schmuck ist in der Tat einzigartig! Wahre Schönheit kann auch durch eigene Arbeit und Kreativität entstehen.“

Rita lächelte freudig und antwortete: „Danke, Paul! Ich bin stolz auf mein Werk. Zum einen, weil es schön geworden ist, und zum anderen, weil ich es selbst gemacht habe.“
Die Moral der Fabel „Das Reh und der Pfau“:

In der Fabel „Das Reh und der Pfau“ geht es um die Moral: „Selbstgemacht ist zweimal wertvoll.“ Es mag sein, dass jeder auf natürliche Art bestimmte Fähigkeiten oder Schönheiten hat. Doch wer sich etwas selbst beibringen oder erschaffen kann, hat nicht nur Schönheit, die man bewundern kann, sondern auch ein neues Talent, das dem Werk noch mehr Wert gibt.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Was fischt Rita an einem sonnigen Nachmittag aus dem Bach?

    Sie bemerkt etwas Schillerndes im Wasser und holt es heraus. Es ist eine bunte, lange und prächtige Feder, die bestimmt dem Pfau Paul gehört.

  2. 2Was möchte Rita von Paul wissen, als sie ihn besucht?

    Sie springt aufgeregt umher und fragt mit leuchtenden Augen, ob er ihr zeigen kann, wie man so eine schöne Feder herstellt.

  3. 3Was antwortet Paul ihr?

    Er sagt, die Federn seien ein Geschenk der Natur, er könne sie gar nicht herstellen, sie wüchsen einfach an ihm. Dabei ist er ein wenig überheblich, weil er sich über Ritas Bewunderung freut.

  4. 4Was macht Rita, nachdem Paul sie ermutigt hat, etwas Eigenes zu schaffen?

    Sie springt eifrig davon und flicht ein paar Tage lang aus Blumen und Blättern einen bunten Kranz — den sie am Ende stolz auf dem Kopf trägt.

  5. 5Was sagt Paul am Ende zu Rita?

    Er kommt zu ihr und gibt zu: „Rita, du hast mich eines Besseren belehrt.“ Ihr Schmuck sei einzigartig, denn wahre Schönheit könne auch durch eigene Arbeit entstehen.

Wörter aus der Geschichte

Kranz
ein Ring aus Blumen und Blättern, den man auf dem Kopf tragen kann
geflochten
lauter Halme und Zweige kunstvoll ineinander gelegt
überheblich
wenn jemand tut, als wäre er besser als alle anderen
geschmeichelt
stolz und froh, weil einen jemand gelobt hat
Schmuckstück
etwas Schönes, das man trägt, damit es hübsch aussieht

Zum Weitererzählen

  • Warum ist Rita erst entmutigt, als Paul sagt, dass seine Federn einfach so wachsen?
  • Rita scheitert ein paar Mal, bevor der Kranz gelingt. Was hilft ihr wohl, trotzdem weiterzumachen?
  • Paul ist am Schluss ein wenig beschämt. Was würde er beim nächsten Mal vielleicht anders sagen?
  • Was würdest du am liebsten einmal selbst herstellen, und woraus?
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Das Reh und der Pfau vorlesen – worauf es ankommt

Der Pfau ist in Fabeln fast immer eitel. Hier nicht: Paul gibt offen zu, dass er für seine Federn nichts kann, und schickt Rita damit zu etwas Eigenem. Das ist ein ungewöhnlich großzügiger Pfau und ein guter Anlass, nach dem Vorlesen darüber zu sprechen, worauf man eigentlich stolz sein kann – auf das, was man hat, oder auf das, was man gemacht hat.

Die Moral von „Das Reh und der Pfau"

„Selbstgemacht ist zweimal wertvoll." Pauls Federn sind schön, aber geschenkt. Ritas Kranz ist schön und erarbeitet – und deshalb hat sie am Ende zwei Dinge: ein hübsches Werk und ein neues Können.

Die Fabel wertet dabei niemanden ab. Sie sagt nicht, dass natürliche Schönheit nichts wert sei, sondern dass Selbstgemachtes etwas hinzufügt, das man nicht verlieren kann.

Diese Fabel im Unterricht

Vier Minuten, zwei Figuren, ein Sprichwort, das sich fast von selbst formuliert – gut ab Klasse 2. Aufgabe: Selbst einen Kranz oder ein kleines Werk basteln und in zwei Sätzen aufschreiben, was daran schön ist und was man dabei gelernt hat.

Wenn „Das Reh und der Pfau" gefallen hat

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Häufige Fragen zu Das Reh und der Pfau

Worum geht es in „Das Reh und der Pfau"?

Das Reh Rita bringt dem Pfau Paul eine verlorene Feder zurück und bewundert sein Gefieder. Paul erklärt, dass er dafür nichts kann – und Rita bastelt sich daraufhin einen eigenen bunten Kranz.

Was ist die Moral der Fabel?

„Selbstgemacht ist zweimal wertvoll." Wer etwas selbst schafft, hat nicht nur das Werk, sondern auch das Können.

Wofür steht der Pfau in Fabeln?

Normalerweise für Eitelkeit. In dieser Fabel ist er ausnahmsweise bescheiden und gibt zu, dass seine Schönheit ein Geschenk der Natur ist.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Etwa vier Minuten.

Für welche Klassenstufe eignet sich die Fabel?

Ab Klasse 2, besonders für das Thema Stolz und Selbermachen.

Kann ich die Fabel kostenlos ausdrucken?

Ja, als PDF unter der Fabel, ohne Anmeldung.

Download als PDF

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