Der Bär und der Honigtopf

Der Bär und der Honigtopf

Zusammenfassung: Der Bär und der Honigtopf in drei Stichpunkten

Der Bär Bruno findet im Wald einen Topf voll Honig, der sich jeden Tag magisch wieder auffüllt.

Obwohl Bruno unendlich viel Honig besitzt, ist der kleine Bär nicht glücklich.

Bruno lernte, dass wahrhaftiges Glück nicht im alleinigen Besitz liegt, sondern darin, seine Freude mit anderen zu teilen und gemeinsam zu erleben.

Der Bär und der Honigtopf – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 4 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab 4 Jahren, zum Selberlesen ab etwa 7
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
  • Zuletzt überarbeitet: 7. September 2026

Hier beginnt die Fabel

In einem großen grünen Wald lebte einst ein kleiner Bär namens Bruno. Bruno war ein sehr glücklicher kleiner Bär, denn er besaß einen großen, süßen Honigtopf, der sich wie durch Magie immer wieder von selbst auffüllte. Er konnte sein Glück kaum fassen und beschloss, seinen geheimen Fund für sich zu behalten, damit er den ganzen köstlichen Honig allein verspeisen konnte. Der Bär und der Honigtopf Tag für Tag schlich Bruno sich heimlich zu seinem Versteck und naschte von seinem Honig. Aber mit jedem Tag, den er allein mit seinem Honig verbrachte, fühlte er sich weniger glücklich über seinen Fund. Irgendetwas fehlte ihm, aber er wusste nicht genau, was es war. Der Bär und der Honigtopf Eines Tages begegnete Bruno seinem Freund, dem unschuldigen Lamm Bellyn. Bellyn bemerkte sofort, dass sein Freund Bruno nicht so fröhlich war wie sonst und fragte ihn: „Bruno, mein Freund, was bedrückt dich so? Du siehst aus, als hättest du die ganze Welt, aber kein Lächeln auf den Lippen.“

Bruno zögerte einen Moment. Dann entschied er sich aber, Bellyn von seinem geheimen Honigtopf zu erzählen. „Ach Bellyn“, seufzte Bruno traurig. „Ich habe tief im Wald etwas gefunden. Einen Topf voller Honig! Jeden Tag, wenn ich zum Topf gehe, füllt er sich magisch auf. Ich habe so viel Honig wie ich möchte, aber trotzdem bin ich traurig.“
Der Bär und der Honigtopf Bellyn hörte aufmerksam zu und sagte dann: „Bruno, du hast einen wunderbaren Schatz gefunden, aber hast du schon mal darüber nachgedacht, ihn mit den anderen Tieren des Waldes zu teilen?“

Bruno war zunächst überrascht über Bellyns Worte, begann jedoch, darüber nachzudenken. „Das ist eine hervorragende Idee, Bellyn. Ich möchte alle einladen, um gemeinsam mit mir Honig zu essen.“ Bellyn blökte vor Freude über Brunos Worte. Gemeinsam machten sich der Bär und das Lamm auf, um ihre Freundinnen und Freunde zu einem großen Honigfest einzuladen.

Als sich die Tiere am nächsten Tag auf der Lichtung des Waldes zusammenfanden, um gemeinsam vom Honig zu kosten, sah Bruno die strahlenden Gesichter seiner Freunde, hörte ihr Lachen und spürte eine Wärme in seinem Herzen, die er noch nie zuvor gefühlt hatte. Während er seine Freunde beobachtete, die genüsslich vom Honig naschten, bemerkte Bruno, was ihm gefehlt hatte: Seine Freude mit anderen zu teilen.
Was ist die Moral von „Der Bär und der Honigtopf?“

Die Fabel zeigt, wie schön es ist, mit anderen zu teilen. Der Bär Bruno lernt, dass Dinge, die einem Freude bringen, einen erst wirklich erfüllen, wenn man diese mit anderen teilt. Das wahre Glück liegt nicht nur in der Befriedigung der eigenen Bedürfnisse, sondern darin, andere ebenfalls glücklich zu machen. Geteilte Freude ist schließlich die beste Freude.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Was besitzt der kleine Bär Bruno, und was ist daran besonders?

    Er hat einen großen, süßen Honigtopf tief im Wald gefunden. Das Wunderbare daran ist: Der Topf füllt sich wie durch Magie jeden Tag wieder von selbst auf.

  2. 2Warum erzählt Bruno zuerst niemandem von seinem Fund?

    Er beschließt, das Versteck geheim zu halten, damit er den ganzen köstlichen Honig allein verspeisen kann. Tag für Tag schleicht er sich heimlich dorthin.

  3. 3Was merkt Bruno, während er Tag für Tag allein nascht?

    Mit jedem Tag freut er sich weniger über seinen Fund. Irgendetwas fehlt ihm, aber er weiß gar nicht genau, was es ist.

  4. 4Was rät ihm sein Freund Bellyn?

    Bellyn hört aufmerksam zu und fragt, ob Bruno schon einmal daran gedacht habe, den Schatz mit den anderen Tieren des Waldes zu teilen. Bruno ist zuerst überrascht, findet die Idee dann aber hervorragend.

  5. 5Was passiert auf der Lichtung, und was fühlt Bruno dabei?

    Alle Tiere kommen zusammen und kosten vom Honig. Bruno sieht die strahlenden Gesichter, hört das Lachen und spürt eine Wärme im Herzen, die er noch nie zuvor gefühlt hat.

Wörter aus der Geschichte

Lichtung
eine freie Stelle mitten im Wald, wo keine Bäume stehen
blökte
rief laut, so wie Schafe und Lämmer rufen
naschte
aß heimlich kleine Happen von etwas Süßem
köstlich
ganz besonders lecker
bedrückt
traurig macht und schwer auf dem Herzen liegt

Zum Weitererzählen

  • Woran merkt Bellyn sofort, dass mit seinem Freund etwas nicht stimmt?
  • Bruno hat unendlich viel Honig und ist trotzdem traurig. Wie kann das sein?
  • Wen hätte Bruno zum Honigfest noch alles einladen können?
  • Was teilst du am allerliebsten, und mit wem?
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Der Bär und der Honigtopf vorlesen – worauf es ankommt

Bruno hat alles, was er sich wünschen kann, und ist trotzdem unglücklich – das ist für Kinder zunächst unverständlich und genau deshalb eine gute Frage für danach. Der Topf füllt sich von selbst wieder auf, es gibt also keinen Mangel, kein Teilen aus Not. Bruno teilt, weil ihm allein etwas fehlt. Diesen Unterschied lohnt es sich beim Vorlesen stehen zu lassen, ohne ihn zu erklären.

Die Moral von „Der Bär und der Honigtopf"

„Geteilte Freude ist doppelte Freude." Die Fabel dreht das übliche Teilen-Motiv um: Bruno gibt nichts ab, weil jemand anderes Not leidet, sondern weil ihm selbst etwas fehlt.

Damit beantwortet sie eine Frage, die Kinder wirklich stellen: Warum soll ich abgeben, wenn ich genug habe? Die Antwort der Fabel ist keine moralische Pflicht, sondern eine Beobachtung – allein schmeckt es schlechter.

Diese Fabel im Unterricht

Mit vier Minuten die kürzeste Fabel der Sammlung und damit gut für eine kurze Einheit ab Klasse 1 oder 2. Aufgabe: Zwei Bilder malen – Bruno allein am Topf und Bruno mit den anderen – und darunter je einen Satz schreiben, wie er sich fühlt.

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Häufige Fragen zu Der Bär und der Honigtopf

Worum geht es in „Der Bär und der Honigtopf"?

Der Bär Bruno besitzt einen Honigtopf, der sich immer wieder von selbst füllt – und ist trotzdem nicht glücklich. Erst als er den Honig mit den anderen Tieren teilt, ändert sich das.

Was ist die Moral der Fabel?

„Geteilte Freude ist doppelte Freude." Besitz allein macht nicht zufrieden.

Ab welchem Alter eignet sich die Fabel?

Ab etwa drei bis vier Jahren zum Vorlesen. Sie ist kurz, freundlich und kommt ohne Angst aus.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Etwa vier Minuten – die kürzeste Fabel auf emhema.de.

Warum teilt Bruno, obwohl er genug hat?

Weil ihm allein etwas fehlt, nicht weil die anderen Not leiden. Genau das macht die Fabel für Kinder interessant.

Gibt es die Fabel kostenlos als PDF?

Ja, unter der Fabel, ohne Anmeldung.

Download als PDF

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