Die Biene und die Elster

Die Biene und die Elster

Zusammenfassung: „Die Biene und die Elster“ in drei Stichpunkten:

Die verträumte Elster Elli liebt glänzende, farbige Dinge und lebt nicht weit von einem Bienennest entfernt, wo sie die fleißigen Bienen gerne beobachtet.

Eines Tages fragt Elli eine der Bienen, Bella, wie sie ihren Bienenstock so ordentlich hält. Ellis Nest ist nämlich zu unordentlich, um all die Schätze darin zu finden und ihren Freunden zu zeigen. Also bietet ihr Bella Hilfe an.

Elli lernt nicht nur, wie weit sie mit Ordnung in ihrem Nest kommen kann, sondern auch, wie viel einfacher es ist, Freunde in ein ordentliches Nest einzuladen.

Die Biene und die Elster – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 4 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab 4 Jahren, zum Selberlesen ab etwa 7
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
  • Zuletzt überarbeitet: 7. September 2026

Hier beginnt die Fabel

In einem warmen, kleinen Wald, wo jeden Frühling ein Meer aus bunten Blumen erblüht und die Bäume in den Himmel ragten, lebte die verträumte Elster Elli. Sie sammelte jeden Tag fleißig ihre Lieblingsschätze – alles, was bunt war und glänzte. So trug sie verlorenen Schmuck, Knöpfe, Blüten und vieles mehr in ihr Nest, nachdem sie diese lange bestaunt hatte- Die Biene und die Elster Wen Elli ebenso gerne beobachtete, waren ihre Nachbarn, die Bienen. Diese flogen auch fleißig durch den Wald und hatten nun im Frühling viel für ihren Bienenstock und die Blumen zu tun. Unter ihnen kannte Elli die Biene Bella, die den Stock besonders ordentlich hielt. Der Bienenstock war stets sauber und jede Wabe war präzise gefüllt, sodass kein Tropfen Honig überlief. Die Biene und die Elster Bella konnte Elli stets die Schätze und Arbeit ihres Bienenstocks zeigen. Doch Elli hatte sich noch nie getraut, Bella zu sich einzuladen, weil ihr Nest nicht so schön aussah.

Eines Tages, als Bella gerade Pollen sammelte, flog Elli heran. Neugierig beobachtete sie, wie ordentlich Bella arbeitete.

„Hallo Bella!“, rief Elli fröhlich. „Immer arbeitest und sammelst du so fleißig und doch sieht alles ordentlich bei dir aus! Wie machst du das nur?“

Bella lächelte. „Hallo Elli! Ordnung ist einfach ein Teil meines Lebens und wir haben unsere vielen Waben und Gänge dafür. So können meine Schwestern und ich schnell und einfach finden, was wir brauchen.“

Elli kicherte verlegen. „Bei mir zu Hause herrscht reines Chaos, aber ich fand es bisher eigentlich ganz charmant. Ich verliere aber ständig meine Sachen und kann sie keinem zeigen.“

„Vielleicht könnte ich dir helfen, etwas Ordnung in dein Nest zu bringen?“, bot Bella an. „Es ist wirklich einfacher, wenn man ein System hat.“
Die Biene und die Elster „Das wäre wundervoll!“, rief Elli erleichtert aus und führte Bella zu ihrem Nest.

Dort angekommen staunte Bella nicht schlecht über das Durcheinander. „Nun, es ist kein Bienenstock, aber hier lässt sich einiges machen. Lass uns anfangen!“, sagte sie munter.

Es stimmte, dass Elli keine Waben wie die Bienen hatte. Doch Bella fand mit ihr einen Weg, Zweige, Federn und Schätze so zu sortieren, dass Elli damit zurechtkam. Glitzerndes kam in eine Ecke, Knöpfe in kleinen Mulden im Nest verteilt und die Blumen dekorierten nun das ganze Nest in regelmäßigen Abständen.

Während sie arbeiteten, erklärte Bella: „Selbst wenn du nicht wie wir lebst, kannst du deine Lieblingsstücke viel schneller finden, wenn du ihnen einen Platz gibst. Und dein Nest sieht trotzdem so schön aus, wie du es willst!“

Elli sah, wovon Bella sprach, und half eifrig mit. Nach einigen Stunden war das Nest nicht wiederzuerkennen. Alles hatte seinen Platz, und Elli war begeistert.

„Oh Bella, ich danke dir! Jetzt kann ich dir endlich alles zeigen, was ich gesammelt habe, wie diese Blüten!“

Mit Bellas Hilfe hatte Elli aber nicht nur ihr Nest aufgeräumt. Sie konnte jetzt selbst jederzeit alle ihre schätze bewundern und hatte noch viel öfter Besuch von Bella und ihren Schwestern. Immerhin wussten diese inzwischen auch, wie schön Ellis Blumen waren und wo diese bewundert werden konnten.
Die Moral der Fabel „Die Biene und die Elster“:

Die Fabel „Die Biene und die Elster“ zeigt, dass Ordnung ein wichtiger Bestandteil des Lebens ist. Einerseits kann man so schnell und einfach finden, was man braucht, aber man hat auch einen genauen Überblick über alle eigenen „Schätze“ zu Hause. Außerdem hat Elli herausgefunden, dass Freunde beim Aufräumen helfen können und nicht jeder die gleiche Ordnung braucht, um seine Sachen gut zu sortieren.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Was sammelt die Elster Elli jeden Tag in ihr Nest?

    Alles, was bunt ist und glänzt: verlorenen Schmuck, Knöpfe, Blüten und vieles mehr. Erst bestaunt sie ihre Funde lange, dann trägt sie sie nach Hause.

  2. 2Warum hat Elli sich noch nie getraut, Bella zu sich einzuladen?

    Weil ihr Nest nicht so schön aussieht. Bella kann ihr immer den sauberen Bienenstock zeigen, doch Elli findet ihr eigenes Durcheinander zu unordentlich zum Herzeigen.

  3. 3Wie erklärt Bella, warum bei ihr alles so ordentlich ist?

    Ordnung gehört einfach zu ihrem Leben, und die Bienen haben ihre vielen Waben und Gänge dafür. So finden sie und ihre Schwestern schnell und einfach, was sie brauchen.

  4. 4Wie sortieren die beiden Ellis Schätze im Nest?

    Waben wie die Bienen hat Elli ja nicht. Also kommt das Glitzernde in eine Ecke, die Knöpfe in kleine Mulden, und die Blumen schmücken das ganze Nest in regelmäßigen Abständen.

  5. 5Was ändert sich für Elli, nachdem das Nest aufgeräumt ist?

    Sie kann ihre Schätze endlich jederzeit selbst bewundern und auch herzeigen. Und sie bekommt viel öfter Besuch von Bella und ihren Schwestern, die nun wissen, wo Ellis schöne Blumen zu finden sind.

Wörter aus der Geschichte

Elster
ein schwarz-weißer Vogel, der gern glänzende Dinge sammelt
Bienenstock
das Zuhause, in dem viele Bienen zusammenleben und ihren Honig lagern
Wabe
eine der kleinen Kammern aus Wachs im Bienenstock, in die der Honig kommt
Pollen
das feine gelbe Blütenmehl, das die Bienen von den Blumen holen
Mulden
kleine Vertiefungen, also flache Kuhlen, in denen etwas liegen bleibt

Zum Weitererzählen

  • Warum findet Elli ihr Chaos am Anfang eigentlich ganz charmant?
  • Wie könnte eine Ordnung aussehen, die zu einer Elster passt und nicht zu einer Biene?
  • Woran merkst du in der Geschichte, dass Bella eine gute Freundin ist?
  • Welchen Schatz von dir würdest du am liebsten herzeigen, wenn Besuch kommt?
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Die Biene und die Elster vorlesen – worauf es ankommt

Elli sammelt gern und findet nichts wieder – ein Zustand, den viele Kinderzimmer teilen. Die Fabel moralisiert nicht darüber, sondern lässt die Biene zeigen, wie ein Bienenstock geordnet ist. Und sie endet mit einem klugen Zusatz: Nicht jeder braucht dieselbe Ordnung. Wer beim Vorlesen darauf hinaus will, dass endlich aufgeräumt wird, sollte diesen Satz besonders deutlich lesen.

Die Moral von „Die Biene und die Elster"

„Ordnung ist das halbe Leben." Die Fabel begründet es praktisch: Elli will ihre Schätze zeigen und kann es nicht, weil sie sie nicht findet. Ordnung ist hier kein Selbstzweck, sondern die Voraussetzung dafür, etwas mit anderen zu teilen.

Der Schluss relativiert das Sprichwort dann bewusst: Elli übernimmt nicht das System der Bienen, sondern baut ihr eigenes. Das ist die brauchbarere Lehre – Ordnung muss zu dem passen, der sie hält.

Diese Fabel im Unterricht

Vier Minuten, ein alltagsnahes Thema, ein bekanntes Sprichwort mit Einschränkung – geeignet ab Klasse 2. Aufgabe: Für drei Dinge im eigenen Ranzen oder Zimmer einen festen Platz festlegen und nach einer Woche prüfen, ob es geklappt hat.

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Häufige Fragen zu Die Biene und die Elster

Worum geht es in „Die Biene und die Elster"?

Die Elster Elli sammelt glänzende Dinge, findet in ihrem unordentlichen Nest aber nichts wieder. Die Biene Bella zeigt ihr, wie ein Bienenstock geordnet ist – und Elli baut sich ihr eigenes System.

Was ist die Moral der Fabel?

„Ordnung ist das halbe Leben." Mit einer wichtigen Einschränkung: Jeder braucht die Ordnung, die zu ihm passt.

Wofür stehen Biene und Elster in Fabeln?

Die Biene für Fleiß und Organisation, die Elster für Sammelleidenschaft und Unruhe.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Etwa vier Minuten.

Für welche Klassenstufe eignet sich die Fabel?

Ab Klasse 2 – gut geeignet, wenn im Klassenzimmer oder zu Hause über Ordnung gesprochen wird.

Kann ich die Fabel kostenlos ausdrucken?

Ja, als PDF unter der Fabel, ohne Anmeldung.

Download als PDF

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