Der Bär, der den Schlaf verlor

Der Bär, der den Schlaf verlor

Es war einmal ein Bär namens Bruno, der einfach nicht einschlafen konnte. Während alle anderen Tiere im Wald tief und fest in ihren Betten schlummerten, wälzte sich Bruno hin und her, zählte die Sterne und seufzte tief. Er hatte alles versucht: von warmer Milch mit Honig bis hin zu Schäfchenzählen, doch nichts half. In seiner Verzweiflung beschloss Bruno, auf eine Reise zu gehen, um den Schlaf zu finden. Er packte seinen kleinen Rucksack mit allem, was er brauchen könnte und machte sich in der kühlen Nachtluft auf den Weg.

Nicht lange, nachdem er losgegangen war, traf Bruno auf eine Eule, die auf einem Ast saß und ein Buch las. „Guten Abend, Eule. Ich kann nicht schlafen. Was machst du, um einzuschlafen?“, fragte Bruno neugierig.

Die Eule blickte von ihrem Buch auf und antwortete: „Oh, ich lese Geschichten, die mich zur Ruhe bringen und müde machen. Warum versuchst du es nicht auch?“

Bruno dachte darüber nach und nickte. „Das könnte ich versuchen. Vielen Dank, Eule!“, sagte er und setzte seine Reise fort, während er über die Geschichten nachdachte, die er sich erzählen könnte.

Der Bär, der den Schlaf verlor – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 10 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
  • Zuletzt überarbeitet: 7. September 2026

Hier beginnt die Geschichte

Als der Morgen dämmerte, traf Bruno auf einen Frosch, der am Ufer eines Teiches saß und meditierte. Guten Morgen, Frosch. Ich suche den Schlaf. Was machst du, um einzuschlafen?“, fragte Bruno.

Der Frosch öffnete ein Auge und antwortete: „Ich meditiere. Das hilft mir, alle Sorgen loszulassen und friedlich einzuschlafen. Vielleicht solltest du das auch versuchen.“

Bruno nickte. „Das klingt nach einer guten Idee. Ich danke dir, Frosch!“, sagte er und hüpfte weiter, während er versuchte, seinen Geist zu beruhigen, so wie es der Frosch ihm gezeigt hatte.

Am nächsten Tag traf Bruno auf eine Gruppe von Schafen, die gerade dabei waren, sich für ein Nickerchen zusammen zu kuscheln. „Hallo, Schafe. Ich kann nicht schlafen. Was macht ihr, um einzuschlafen?“, fragte Bruno.
Der Bär, der den Schlaf verlor Die Schafe blickten zu ihm auf und eines antwortete: „Wir kuscheln uns zusammen und zählen uns gegenseitig. Das Wärmegefühl macht uns schläfrig. Möchtest du es versuchen?“

Bruno schüttelte den Kopf und lachte. „Ich glaube, ich bin ein bisschen zu groß, um mich zu euch zu kuscheln, aber danke für den Vorschlag!“, sagte er und machte sich wieder auf den Weg.

Als die Sonne unterging, begegnete Bruno einem Kätzchen, das sich gerade zum Schlafen bereit machte. „Guten Abend, Kätzchen. Ich suche nach Wegen, um einzuschlafen. Was machst du dafür?“, fragte Bruno.

Das Kätzchen gähnte und streckte sich. „Ich schnurre mich in den Schlaf. Das beruhigende Geräusch und das Gefühl helfen mir, schnell einzuschlafen“, antwortete es.

Bruno lächelte. „Das klingt wunderbar, aber ich kann nicht schnurren. Trotzdem danke ich dir“, sagte er und setzte seine Reise fort.
Der Bär, der den Schlaf verlor Nach vielen weiteren Begegnungen und Versuchen, die Vorschläge der Tiere umzusetzen, fühlte sich Bruno müder und müder. Schließlich, als der Mond hoch am Himmel stand und die Sterne funkelten, fand Bruno einen ruhigen Platz unter einem großen Baum. Er dachte über all die Ratschläge nach, die er erhalten hatte und beschloss, ein wenig von jedem zu versuchen: Er erzählte sich eine Geschichte, stellte sich vor, wie er sich zu den Schafen kuschelte und versuchte, ein Lied zu singen.

Bevor er es wusste, fielen Bruno die Augen zu und er schlief tief und fest ein. In dieser Nacht träumte er von all den freundlichen Tieren, die er auf seiner Reise getroffen hatte. Im Traum besuchte er noch einmal jeden seiner neuen Freunde und dankte ihnen.

Als Bruno am nächsten Morgen erwachte, fühlte er sich frischer und ausgeruhter als je zuvor. Er streckte sich genüsslich unter dem warmen Sonnenlicht und konnte es kaum glauben, dass er endlich den Schlaf gefunden hatte, nach dem er sich so gesehnt hatte. Mit einem glücklichen Seufzer packte er seinen kleinen Rucksack und machte sich auf den Weg zurück nach Hause, begleitet von der sanften Melodie der Vögel und dem Rauschen der Blätter im Wind.
Der Bär, der den Schlaf verlor Auf dem Weg begegnete er erneut der Eule, dem Frosch, den Schafen und dem Kätzchen. Jedem erzählte er von seiner erfolgreichen Nacht und wie ihre Ratschläge ihm geholfen hatten. Die Tiere freuten sich mit Bruno und waren stolz darauf, dass sie ihm helfen konnten.

Als Bruno wieder zu Hause ankam, erwartete ihn seine Familie mit offenen Armen. Sie hatten sich Sorgen gemacht, als er in der Nacht weggegangen war, aber jetzt strahlten ihre Gesichter vor Freude, ihn wohlbehalten und ausgeruht zu sehen. Bruno erzählte ihnen von seiner Abenteuerreise und den Tieren, die er getroffen hatte und wie jeder von ihnen ihm einen kleinen Hinweis darauf gab, wie er einschlafen konnte.

In den folgenden Nächten fand Bruno heraus, dass er nicht mehr jede Nacht all die verschiedenen Methoden anwenden musste, die er auf seiner Reise gelernt hatte. Stattdessen entdeckte er, dass die Erinnerung an seine Reise und die Freundschaften, die er geschlossen hatte, genug waren, um ihn in einen friedlichen Schlaf zu wiegen.

Eines Nachts, als das Mondlicht sanft durch die Bäume des Waldes schimmerte, hörte Bruno ein leises Schluchzen. Neugierig und immer bereit zu helfen, folgte er dem Klang, bis er eine kleine Igel-Dame fand, die sich in einer Ecke zusammengerollt hatte. „Guten Abend, kleiner Igel. Warum bist du so traurig?“, fragte Bruno sanft.

Der Igel blickte auf, seine kleinen Augen funkelten traurig im Mondlicht. „Ich kann nicht schlafen“, schluchzte er. „Ich habe alles versucht, aber nichts hilft. Ich bin so müde.“
Bruno lächelte mitfühlend und setzte sich neben den Igel. „Ich verstehe, wie du dich fühlst. Ich hatte einmal dasselbe Problem. Aber ich habe auf meiner Reise viele Tiere getroffen, die mir geholfen haben. Vielleicht kann ich dir auch helfen.“

Bruno begann, dem Igel von der Eule zu erzählen, die Geschichten las, vom Frosch, der meditierte, von den Schafen, die sich gegenseitig zählten und vom Kätzchen, das sich in den Schlaf schnurrte. Mit jeder Geschichte, die Bruno teilte, entspannte sich der kleine Igel mehr und mehr.

Dann erzählte Bruno von seiner eigenen Lösung: einer Mischung aus allen Ratschlägen, die er erhalten hatte. „Und weißt du, was das Wichtigste ist?“, fragte Bruno. „Es ist die Erinnerung an die schönen Erlebnisse aus unserem Tag. Manchmal ist es das beruhigendste Schlaflied.“

Der Igel hörte interessiert zu und nickte schließlich langsam. „Vielleicht könnte ich es mit einer Geschichte versuchen. Eine, die du mir erzählst?“, fragte er hoffnungsvoll.

Bruno lächelte breit und begann, eine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte von einem kleinen Igel, der auf magische Abenteuer ging und dabei viele Freunde fand. Während er erzählte, schaute er zu, wie der Igel gähnte, sich entspannte und schließlich, noch bevor die Geschichte zu Ende war, sanft einschlief.

Bruno deckte den Igel vorsichtig mit ein paar Blättern zu, um sicherzustellen, dass er warm blieb und machte sich dann leise auf den Weg zurück. Und so lebte Bruno glücklich und ausgeruht in seinem Wald. Ab und zu, wenn er merkte, dass ein anderes Tier Schwierigkeiten hatte einzuschlafen, erzählte er von seiner Reise und den weisen Tieren, die er getroffen hatte.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Was hat Bruno alles probiert, bevor er auf Reisen geht?

    Er hat sich hin und her gewälzt, die Sterne gezählt und tief geseufzt. Warme Milch mit Honig hat er versucht und Schäfchenzählen — nichts half. Also packt er seinen kleinen Rucksack und macht sich in der kühlen Nachtluft auf den Weg.

  2. 2Was raten ihm die Eule und der Frosch?

    Die Eule sitzt mit einem Buch auf einem Ast und sagt, sie lese Geschichten, die sie zur Ruhe bringen. Der Frosch sitzt am Ufer eines Teiches und meditiert, um alle Sorgen loszulassen.

  3. 3Warum kann Bruno die Tipps der Schafe und des Kätzchens nicht übernehmen?

    Die Schafe kuscheln sich zusammen und zählen sich gegenseitig — dafür ist Bruno ein bisschen zu groß, und er lacht darüber. Und schnurren wie das Kätzchen kann er auch nicht.

  4. 4Wie schläft Bruno schließlich doch ein?

    Unter einem großen Baum, als der Mond hoch am Himmel steht. Er nimmt von jedem Rat ein wenig: Er erzählt sich eine Geschichte, stellt sich vor, wie er sich zu den Schafen kuschelt, und versucht ein Lied zu singen. Bevor er es weiß, fallen ihm die Augen zu.

  5. 5Was macht Bruno, als er nachts das leise Schluchzen der kleinen Igel-Dame hört?

    Er setzt sich neben sie und erzählt von der Eule, vom Frosch, von den Schafen und vom Kätzchen. Dann erzählt er eine Geschichte von einem kleinen Igel, der Freunde findet — und noch bevor sie zu Ende ist, schläft der Igel ein. Bruno deckt ihn vorsichtig mit ein paar Blättern zu.

Wörter aus der Geschichte

schlummerten
schliefen ganz ruhig und friedlich
Schäfchenzählen
im Kopf ein Schaf nach dem anderen zählen, damit man müde wird
meditierte
saß ganz still da und wurde innen ruhig
Nickerchen
ein kurzer Schlaf zwischendurch
Schluchzen
das Weinen, bei dem der Atem immer wieder stockt

Zum Weitererzählen

  • Bruno fragt jedes Tier, was es zum Einschlafen macht. Wen würdest du fragen?
  • Am Ende hilft ihm eine Mischung aus allen Ratschlägen. Welcher davon gefällt dir am besten?
  • Warum tut es dem kleinen Igel wohl gut, dass Bruno ihm eine Geschichte erzählt, statt ihm etwas zu erklären?
  • Was hilft dir, wenn du abends nicht einschlafen kannst?
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Der Bär, der den Schlaf verlor vorlesen – so wird der Abend rund

Bruno hat alles versucht – warme Milch, Schäfchenzählen – und nichts hilft. Kinder, die selbst schlecht einschlafen, hören diese Geschichte anders als alle anderen: Hier ist einer, dem es genauso geht, und er wird nicht dafür ausgelacht. Beim Vorlesen lohnt es sich, die Ratschläge der Tiere einzeln stehen zu lassen und nach jedem eine kleine Pause zu machen. Am Ende hilft Bruno selbst einem Igel beim Einschlafen – die schönste Stelle der Geschichte.

Warum „Der Bär, der den Schlaf verlor" zum Einschlafen passt

Das Thema der Geschichte ist das Einschlafen selbst – und sie behandelt es, ohne zu belehren. Niemand sagt Bruno, er solle sich zusammenreißen; alle geben ihm etwas mit.

Der Schluss dreht die Rolle um: Bruno deckt einen Igel mit Blättern zu, damit der es warm hat, und geht leise nach Hause. Wer nach dieser Stelle aufhört zu lesen, endet mit dem Bild von jemandem, der für einen anderen sorgt – ein guter letzter Gedanke.

Wenn „Der Bär, der den Schlaf verlor" gefallen hat

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Häufige Fragen zu Der Bär, der den Schlaf verlor

Worum geht es in „Der Bär, der den Schlaf verlor"?

Der Bär Bruno kann nicht einschlafen und zieht nachts los, um den Schlaf zu suchen. Unterwegs geben ihm die Tiere ihre Ratschläge mit – und am Ende hilft er selbst einem Igel beim Einschlafen.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Etwa zehn Minuten.

Hilft die Geschichte Kindern, die schlecht einschlafen?

Sie belehrt nicht, sondern zeigt jemanden, dem es genauso geht. Für viele Kinder wirkt das entlastend – und die Ratschläge der Tiere lassen sich hinterher gemeinsam durchgehen.

Ab welchem Alter eignet sie sich?

Ab etwa vier Jahren.

Ist die nächtliche Wanderung unheimlich?

Nein. Bruno trifft nur freundliche Tiere, es passiert nichts Bedrohliches.

Gibt es die Geschichte als PDF?

Ja, kostenlos unter der Geschichte, ohne Anmeldung.

Download als PDF

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