Der kleine Tannenbaum

Der kleine Tannenbaum

Es war einmal ein kleiner Tannenbaum, der tief im Herzen eines verschneiten Waldes stand. Seine dunkelgrünen Nadeln glitzerten im Licht der Wintersonne und seine Äste reckten sich dem Himmel entgegen. Doch obwohl der kleine Tannenbaum von einer atemberaubenden Schönheit umgeben war, fühlte er sich oft einsam und unbedeutend.

Ringsherum ragten die anderen Bäume in die Höhe, mächtige Eichen und stolze Fichten, die den kleinen Tannenbaum überragten. Ihre prächtigen Kronen schienen den Himmel zu berühren, während der Tannenbaum sich klein und unscheinbar fühlte. „Wer wird mich jemals bemerken?“, seufzte er traurig. „Ich bin so winzig im Vergleich zu den anderen Bäumen. Niemand wird mich sehen oder gar bewundern.“

Tag für Tag stand der kleine Tannenbaum zwischen den anderen Bäumen und sehnte sich danach, einen besonderen Zweck zu erfüllen. Er träumte davon, eines Tages groß und stark zu sein, doch in seinem Herzen fühlte er sich klein und schwach. Während die anderen Bäume im Wind rauschten und ihre Geschichten erzählten, stand der kleine Tannenbaum still und lauschte. Er hoffte, dass auch er eines Tages eine besondere Aufgabe finden würde, die seinem Leben Sinn und Freude schenken könnte.

Im Wald, in dem der kleine Tannenbaum lebte, wohnten viele verschiedene Tiere, jedes mit einer eigenen einzigartigen Persönlichkeit. Da war die weise alte Eule, die in der Höhle einer knorrigen Eiche lebte. Sie war bekannt für ihre klugen Ratschläge und ihre Fähigkeit, auch in den dunkelsten Nächten den Weg zu finden. Der flinke Hase, der immer einen Scherz auf den Lippen hatte, hüpfte fröhlich durch das Unterholz und brachte die anderen Tiere mit seinen lustigen Geschichten zum Lachen. Das sanfte Reh mit seinem weichen, braunen Fell war ein guter Freund für alle Waldbewohner und hatte immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen.

Als der Winter näher rückte und die ersten Schneeflocken vom Himmel fielen, begannen die Tiere aufgeregt über die bevorstehende Weihnachtsfeier zu sprechen. „Wir brauchen einen besonderen Ort für unsere Feier“, sagte die Eule nachdenklich. „Einen Ort, an dem wir alle zusammenkommen und die Magie von Weihnachten spüren können.“ Der Hase nickte zustimmend und fügte hinzu: „Und wir brauchen einen wunderschönen Weihnachtsbaum, den wir schmücken können! Er soll der Mittelpunkt unserer Feier sein.“

Der kleine Tannenbaum – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 13 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
  • Zuletzt überarbeitet: 7. September 2026

Hier beginnt die Geschichte

Die Tiere machten sich auf die Suche nach dem perfekten Baum. Sie streiften durch den Wald, begutachteten jeden Baum und überlegten, ob er wohl der Richtige sein könnte. Einige Bäume waren zu groß und andere zu klein. Manche hatten zu wenige Äste oder schienen nicht kräftig genug zu sein, um den Schmuck zu tragen. Die Suche erwies sich als schwieriger als gedacht und die Tiere wurden langsam müde und entmutigt. „Vielleicht gibt es keinen perfekten Baum für uns“, seufzte der Hase. Doch die weise Eule ließ sich nicht entmutigen. „Lasst uns weitersuchen, meine Freunde“, sagte sie. „Ich bin sicher, irgendwo in diesem Wald wartet der richtige Baum darauf, von uns gefunden zu werden.“ Und so setzten die Tiere ihre Suche fort, erfüllt von der Hoffnung, dass sie bald den perfekten Weihnachtsbaum finden würden.

Während die Tiere den Wald durchstreiften, entdeckte das aufmerksame Reh plötzlich den kleinen Tannenbaum, der abseits der anderen Bäume stand. „Seht mal, Freunde!“, rief das Reh aufgeregt. „Wie wäre es mit diesem hübschen kleinen Tannenbaum hier? Die anderen Tiere versammelten sich um den Baum und betrachteten ihn eingehend.
Der kleine Tannenbaum Die Eule flog näher heran und musterte den Tannenbaum mit ihren klugen Augen. „Hmmm, er ist zwar klein, aber er hat eine schöne Form und dichte Zweige“, bemerkte sie nachdenklich. Der Hase hüpfte um den Baum herum und fügte hinzu: „Ja, aber er hat nicht viele Äste. Ob wir genug Platz für all unseren Schmuck haben werden?“

Das Reh legte den Kopf schief und lächelte. „Ich glaube, er ist perfekt. Gerade weil er so klein ist, können wir ihm mit unserem Schmuck eine ganz besondere Bedeutung verleihen. Er mag sich jetzt noch unscheinbar fühlen, aber wenn wir ihn liebevoll dekorieren, wird er der schönste Weihnachtsbaum im ganzen Wald sein!“

Die Tiere dachten einen Moment lang über die Worte des Rehs nach. Schließlich nickte die Eule zustimmend. „Du hast Recht. Dieser kleine Tannenbaum hat ein gutes Herz, und mit unserer Hilfe wird er strahlen. Lasst uns ihn zu unserem Weihnachtsbaum machen!“
Der kleine Tannenbaum Der kleine Tannenbaum, der die Worte der Tiere gehört hatte, konnte sein Glück kaum fassen. Freudentränen glitzerten in seinen Nadeln, als er spürte, wie die Einsamkeit von ihm abfiel. Endlich hatte er eine Aufgabe gefunden, die ihm Freude schenken würde. Mit Begeisterung stimmten die Tiere zu, den kleinen Tannenbaum zu schmücken und ihn zum Mittelpunkt ihrer Weihnachtsfeier zu machen. Von diesem Moment an wusste der kleine Tannenbaum, dass er nie wieder einsam sein würde, denn er hatte wahre Freunde gefunden, die ihn so akzeptierten und liebten, wie er war.

Mit großer Begeisterung machten sich die Tiere daran, den kleinen Tannenbaum zu schmücken. Die Eule flog durch den Wald und sammelte glitzernde Eiszapfen, die sie vorsichtig an den Zweigen befestigte. Sie achtete darauf, dass jeder Zapfen im Licht der Wintersonne funkelte und den Baum zum Strahlen brachte. Der Hase hüpfte geschickt von Ast zu Ast und verteilte bunte Beeren, die er zu langen Girlanden aufgefädelt hatte. Die leuchtenden Farben der Beeren bildeten einen wunderschönen Kontrast zu den dunkelgrünen Nadeln des Tannenbaums.

Das Reh hatte eine besondere Überraschung vorbereitet. Es hatte das weichste Moos gesammelt, das es im Wald finden konnte und drapierte es behutsam zwischen den Zweigen. Das Moos schimmerte in sanften Grüntönen und verlieh dem Baum eine zauberhafte, natürliche Schönheit. Andere Tiere gesellten sich dazu und brachten ihre eigenen Gaben: glänzende Steine, die wie Sterne funkelten, duftende Tannenzapfen und sogar eine Kette aus goldenen Nüssen.

Der kleine Tannenbaum war überwältigt von all der Aufmerksamkeit und Fürsorge, die ihm zuteilwurde. Jedes Schmuckstück, das an seinen Zweigen hing, war ein Zeichen der Liebe und Wertschätzung seiner neuen Freunde. „Ich kann es kaum glauben“, flüsterte er ergriffen. „Noch nie hat sich jemand so viel Mühe gegeben, um mich schön zu machen. Ich fühle mich so besonders und geliebt.“

Die Tiere lächelten und arbeiteten weiter an ihrem Meisterwerk. „Du bist besonders, kleiner Tannenbaum“, sagte das Reh sanft. „Du hast ein gutes Herz und verdienst all die Liebe und Aufmerksamkeit, die wir dir schenken können.“ Die Eule nickte zustimmend und fügte hinzu: „Jeder von uns ist einzigartig und wertvoll, genau wie du. Gemeinsam werden wir ein unvergessliches Weihnachtsfest feiern.“
Der kleine Tannenbaum Der kleine Tannenbaum strahlte vor Glück. Die Worte seiner Freunde berührten ihn zutiefst und erfüllten ihn mit einer nie gekannten Wärme. Er spürte, wie die Einsamkeit und die Unsicherheit von ihm abfielen und einer tiefen Dankbarkeit und Freude wichen. „Ich danke euch allen von ganzem Herzen“, sagte er mit zitternder Stimme. „Ihr habt mir gezeigt, was wahre Freundschaft bedeutet. Ich verspreche, dass ich immer für euch da sein werde, so wie ihr für mich da seid.“

Als der Heilige Abend endlich gekommen war, versammelten sich die Tiere des Waldes voller Vorfreude um den geschmückten Tannenbaum. Sie trugen festliche Kränze auf ihren Köpfen und warme Schals um ihre Hälse, die sie vor der Winterkälte schützten. Ihre Augen funkelten im Schein der Sterne und spiegelten die Aufregung und Freude wider, die sie empfanden.

Als sie den kleinen Tannenbaum erblickten, der in seiner vollen Pracht erstrahlte, hielten sie inne und staunten. „Oh, wie wunderschön er ist!“, riefen sie wie aus einem Munde. Der Baum stand stolz und glücklich inmitten der Lichtung, seine Zweige bogen sich sanft unter dem Gewicht des liebevoll arrangierten Schmucks. Die Eiszapfen glitzerten wie Diamanten im Mondlicht, und die bunten Beeren leuchteten in satten Farben. Das weiche Moos schimmerte geheimnisvoll und verlieh dem Baum eine märchenhafte Ausstrahlung.

Die Tiere bildeten einen Kreis um den Tannenbaum und begannen, Weihnachtslieder zu singen. Ihre Stimmen erfüllten die klare Winterluft und vermischten sich zu einer harmonischen Melodie. Sie tanzten und hüpften ausgelassen um den Baum herum, lachten und freuten sich über das gelungene Fest. Der kleine Tannenbaum strahlte vor Glück, denn er spürte die Liebe und Wärme, die von seinen Freunden ausging.
Später ließen sich die Tiere im Schnee nieder und tauschten Geschenke aus, die sie füreinander vorbereitet hatten. Sie erzählten sich Geschichten von vergangenen Weihnachtsfesten und teilten ihre Hoffnungen und Träume für die Zukunft. Der kleine Tannenbaum lauschte aufmerksam und fühlte sich als ein wichtiger Teil dieser Gemeinschaft. Er war dankbar für seine neuen Freunde und für die besondere Rolle, die er an diesem Weihnachtsabend spielen durfte.

Die Feier dauerte bis tief in die Nacht hinein und der kleine Tannenbaum wünschte sich, dass dieser magische Moment niemals enden würde. Er wusste, dass die Erinnerung an dieses Weihnachtsfest für immer in seinem Herzen weiterleben würde, genauso wie die Liebe und Verbundenheit, die er mit seinen Freunden teilte.

Als die Feier zu Ende ging und die Tiere sich auf den Weg nach Hause machten, blickte der kleine Tannenbaum auf die glücklichen Gesichter seiner Freunde. In diesem Moment erkannte er, dass er alles hatte, was er sich je gewünscht hatte. Er war nicht mehr einsam oder unbedeutend, sondern ein geschätzter und geliebter Teil der Waldgemeinschaft.

Mit Tränen der Dankbarkeit in den Augen wandte sich der kleine Tannenbaum an die Tiere. "Ich danke euch von ganzem Herzen", sagte er mit zitternder Stimme. Die Tiere lächelten und umarmten den kleinen Tannenbaum. Sie waren erfüllt von Freude und Zufriedenheit, denn sie hatten nicht nur ein wundervolles Weihnachtsfest gefeiert, sondern auch einem Freund geholfen, sein wahres Potenzial zu erkennen.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Warum fühlt sich der kleine Tannenbaum einsam und unbedeutend?

    Ringsherum ragen mächtige Eichen und stolze Fichten in die Höhe und überragen ihn. „Wer wird mich jemals bemerken?“, seufzt er. „Ich bin so winzig im Vergleich zu den anderen Bäumen.“

  2. 2Was suchen die Tiere, als der Winter näher rückt?

    Sie planen eine Weihnachtsfeier und brauchen dafür einen besonderen Ort und einen wunderschönen Weihnachtsbaum zum Schmücken, der der Mittelpunkt der Feier sein soll. Doch die Suche ist schwieriger als gedacht — die Bäume sind zu groß, zu klein oder haben zu wenige Äste.

  3. 3Wer entdeckt den kleinen Tannenbaum, und was sagt das Reh über ihn?

    Das aufmerksame Reh sieht ihn abseits der anderen Bäume stehen. Es legt den Kopf schief und sagt, gerade weil er so klein ist, könne man ihm mit dem Schmuck eine ganz besondere Bedeutung geben — liebevoll dekoriert werde er der schönste Weihnachtsbaum im ganzen Wald.

  4. 4Womit schmücken die Tiere den Baum?

    Die Eule sammelt glitzernde Eiszapfen, der Hase fädelt bunte Beeren zu langen Girlanden auf, und das Reh drapiert das weichste Moos zwischen die Zweige. Andere Tiere bringen glänzende Steine, duftende Tannenzapfen und sogar eine Kette aus goldenen Nüssen.

  5. 5Wie feiern die Tiere am Heiligen Abend?

    Sie kommen mit festlichen Kränzen auf den Köpfen und warmen Schals um die Hälse, bilden einen Kreis um den Baum und singen Weihnachtslieder. Später lassen sie sich im Schnee nieder, tauschen Geschenke aus und erzählen sich Geschichten von früheren Weihnachtsfesten.

Wörter aus der Geschichte

Fichten
hohe spitze Nadelbäume, die im Wald wachsen
Unterholz
die niedrigen Büsche und Zweige unten im Wald
Eiszapfen
spitze Stäbe aus Eis, die von Zweigen oder Dächern hängen
Girlanden
lange Ketten zum Schmücken, aufgefädelt aus vielen kleinen Dingen
Lichtung
eine offene Stelle mitten im Wald, wo keine Bäume stehen

Zum Weitererzählen

  • Am Anfang glaubt der Tannenbaum, ihn werde nie jemand bemerken. Was hättest du ihm gesagt?
  • Der Hase findet ihn zu klein, das Reh findet ihn genau richtig. Warum sehen die beiden denselben Baum so verschieden?
  • Jedes Tier bringt etwas anderes zum Schmücken mit. Was sagt das über die Tiere?
  • Wenn du einen Baum im Wald schmücken dürftest — was würdest du an seine Zweige hängen?
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Der kleine Tannenbaum vorlesen – so wird der Abend rund

Mit dreizehn Minuten ist das die längste Geschichte dieser Sammlung – planen Sie zwei Abende ein oder einen, an dem Zeit ist. Der kleine Tannenbaum hält sich für unbedeutend, weil alle um ihn herum größer sind; dieses Gefühl kennen Kinder mit älteren Geschwistern sehr genau. Die traurige Mitte ist ausgehalten, nicht abgekürzt. Wer beim Vorlesen weiß, dass es gut ausgeht, kann das vorher ruhig verraten – die Wirkung liegt im Wie, nicht im Ob.

Warum „Der kleine Tannenbaum" zum Einschlafen passt

Die Geschichte hat keinen Gegenspieler – der kleine Tannenbaum leidet an einem Gefühl, nicht an jemandem. Deshalb bleibt sie trotz der traurigen Mitte für den Abend geeignet.

Der Schluss ist eine Umarmung im Wortsinn: Die Tiere feiern mit ihm und danken ihm. Es endet mit Freude und Zufriedenheit, nicht mit einem Ereignis – und damit in einer Stimmung, die man gut mit ins Bett nimmt.

Wenn „Der kleine Tannenbaum" gefallen hat

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Häufige Fragen zu Der kleine Tannenbaum

Worum geht es in „Der kleine Tannenbaum"?

Ein kleiner Tannenbaum fühlt sich zwischen mächtigen Eichen und Fichten unbedeutend – bis die Waldtiere ihn zu Weihnachten schmücken und ihm zeigen, was in ihm steckt.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Etwa dreizehn Minuten – die längste Geschichte bei uns. Sie lässt sich gut auf zwei Abende teilen.

Ab welchem Alter eignet sie sich?

Ab etwa vier Jahren. Die traurige Mitte ist lang – es hilft, vorher zu sagen, dass es gut ausgeht.

Für welche Kinder passt sie besonders?

Für Kinder mit älteren Geschwistern. Das Gefühl, zwischen Größeren nicht zu zählen, ist das Thema der Geschichte.

Ist es eine Weihnachtsgeschichte?

Ja, sie spielt im verschneiten Wald und endet mit einem Weihnachtsfest unter Tieren.

Gibt es die Geschichte als PDF?

Ja, kostenlos und ohne Anmeldung unter der Geschichte.

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