Der Mondhase und die Sternenlichter

Der Mondhase und die Sternenlichter

In einem kleinen, gemütlichen Bau lebte ein junger Hase namens Hoppel. Hoppel war kein gewöhnlicher Hase. Er hatte große, neugierige Augen, die im Dunkeln leuchteten, und lange Ohren, mit denen er die leisesten Geräusche hören konnte. Eines Abends, als Hoppel aus seinem Bau hüpfte, bemerkte er etwas Seltsames. Der Mond schien nicht so hell wie sonst. „Was ist nur mit dem Mond los?“, fragte sich Hoppel und beschloss, dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Er dachte an all die Geschichten, die seine Großmutter ihm erzählt hatte – Geschichten von mutigen Hasen und magischen Abenteuern. Vielleicht, dachte Hoppel, beginnt heute Nacht mein eigenes Abenteuer.

Mit einem Sprung voller Entschlossenheit machte er sich auf den Weg, um das Rätsel zu lösen. Er hatte gehört, dass der Mond die Nacht behütet, und jetzt brauchte der Mond seine Hilfe. Hoppel spürte eine Verantwortung, die größer war als alles, was er je zuvor gefühlt hatte. Er wollte nicht nur für den Mond da sein, sondern für alle, die die Nacht unter seinem sanften Schein verbrachten. Seine Schritte waren fest und zielgerichtet, als würde jede Bewegung ihn näher an sein Ziel bringen.

Der Mondhase und die Sternenlichter – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 9 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
  • Zuletzt überarbeitet: 7. September 2026

Hier beginnt die Geschichte

Während er durch das dichte Gras hüpfte und die kühle Nachtluft seine Nase kitzelte, traf Hoppel auf Frau Eule. „Guten Abend, Frau Eule“, rief Hoppel. „Können Sie mir sagen, warum der Mond heute Nacht nicht leuchtet?“ Frau Eule drehte ihren Kopf und antwortete mit weiser Stimme: „Oh, junger Hase, der Mond kann nicht leuchten, weil seine Sternenlichter verloren gegangen sind. Ohne sie ist er dunkel und allein.“ Hoppels Augen weiteten sich. „Sternenlichter? Verloren gegangen? Was können wir tun, um zu helfen?“ „Wenn du mutig und klug bist, kleiner Hase, kannst du vielleicht die Sternenlichter finden und zum Mond zurückbringen“, sagte Frau Eule. Hoppel fühlte sich plötzlich sehr wichtig. „Ich werde mein Bestes geben, Frau Eule“, versprach er. Er spürte, wie ein Abenteuer begann – ein Abenteuer, das ihn durch die dunkelste Nacht führen würde. Frau Eule nickte anerkennend und flatterte davon. Hoppel wusste, dass er keine Zeit zu verlieren hatte. Sein Herz schlug vor Aufregung und auch ein wenig vor Angst, aber die Entschlossenheit trieb ihn voran. Er wusste, dass er auf seiner Reise mutig und schlau sein musste. Der Mondhase und die Sternenlichter Mit einem Funken Entschlossenheit in seinen Augen machte sich Hoppel auf die abenteuerliche Reise. Er wusste, er war klein, aber sein Herz war groß und sein Geist entschlossen. Bald traf er auf Herrn Fuchs, der im Mondschein sein Fell putzte. „Herr Fuchs, ich suche die Sternenlichter, um dem Mond zu helfen. Haben Sie sie vielleicht gesehen?“, fragte Hoppel hoffnungsvoll. Herr Fuchs schaute neugierig auf. „Ah, die Sternenlichter. Ich habe gehört, sie sind in den tiefen Wald geflogen. Aber sei vorsichtig, kleiner Hase, der Wald ist voller Geheimnisse.“ Hoppel nickte, sein Herz pochte vor Aufregung und ein wenig Angst. „Danke, Herr Fuchs. Ich werde vorsichtig sein.“ – und mit diesen Worten sprang er mutig in Richtung des dunklen Waldes. Der Fuchs beobachtete ihn, ein Lächeln im Gesicht, beeindruckt von dem Mut des kleinen Hasen. Hoppel fühlte sich ermutigt. Er war bereit, sich den Herausforderungen zu stellen. Er wusste, dass der Weg gefährlich sein könnte, aber der Wunsch, den Mond zu retten, ließ ihn jede Furcht überwinden. Seine Entschlossenheit wurde stärker mit jedem Schritt, den er in den geheimnisvollen Wald setzte. Der Mondhase und die Sternenlichter Hoppel dankte Herrn Fuchs und hüpfte tiefer in den Wald hinein. Dort, unter dem dichten Blätterdach, war es dunkler. Aber Hoppels Augen gewöhnten sich schnell. Plötzlich hörte er ein sanftes Flüstern. Es war die Stimme von Frau Libelle, die im Mondlicht tanzte. „Hoppel, suchst du die Sternenlichter? Ich kann dir den Weg zeigen, aber wir müssen leise sein. Die alten Bäume schlafen, und wir wollen sie nicht wecken.“ Hoppel war beeindruckt von der Schönheit der Libelle, deren Flügel im Mondlicht schimmerten wie das Licht selbst. „Ja, Frau Libelle, ich suche die Sternenlichter. Bitte führen Sie mich zu ihnen.“ Mit einem Nicken führte Frau Libelle Hoppel durch den Wald, ihre Flügel hinterließen eine Spur von funkelndem Staub. Hoppel folgte ihr, gespannt auf das, was vor ihnen lag. Der Mondhase und die Sternenlichter Gemeinsam, Schritt für Schritt, folgten Hoppel und Frau Libelle dem sanften Leuchten, das durch die Blätter blitzte. Nach einer Weile erreichten sie eine kleine Lichtung, wo die Sternenlichter spielten. Aber oh Schreck! Sie waren in einem Netz gefangen, das zwischen zwei Bäumen hing. „Wie können wir sie befreien?“, flüsterte Hoppel. „Wir müssen zusammenarbeiten“, summte Frau Libelle. „Ich kann fliegen und das Netz von oben lösen, während du von unten ziehst.“ Hoppel stimmte zu, und zusammen gaben sie ihr Bestes. Die Arbeit erforderte Geduld und Vorsicht, doch ihr Einsatz zahlte sich aus. Schließlich löste sich das Netz, und die Sternenlichter waren frei. Sie umkreisten Hoppel und Frau Libelle in dankbarer Freude, bevor sie zum Himmel emporstiegen. Die Befreiung der Sternenlichter war ein magischer Moment, in dem Hoppel spürte, wie wichtig seine Mission war. Er fühlte eine tiefe Verbindung zum Himmel und zur Erde, als er die Lichter befreite. „Wir haben es geschafft, Frau Libelle! Der Mond kann jetzt wieder leuchten.“ Die beiden schauten hinauf, wie der Mond langsam seine volle Pracht zurückerlangte, und wussten, dass sie etwas Wunderbares vollbracht hatten. Der Mond schien nun heller als je zuvor, ein Zeichen ihrer gemeinsamen Anstrengung und des Triumphs der Freundschaft über die Dunkelheit. Als Hoppel den Rückweg antrat, fühlte er sich nicht mehr so klein. Er hatte eine wichtige Aufgabe erfüllt und Freunde im Wald gefunden. Frau Eule, Herr Fuchs und Frau Libelle waren stolz auf ihn. Als er seinen Bau erreichte, war der Mond heller denn je. Hoppel legte sich hin und blickte durch den Eingang seines Baus hinauf zum leuchtenden Mond. „Gute Nacht, Mond“, flüsterte er. „Danke, dass du für uns alle leuchtest.“ Und während er da lag, fühlte er eine tiefe Zufriedenheit in seinem Herzen, die nur aus dem Wissen kommt, Gutes getan zu haben. Er schlief ein mit dem Gedanken, dass jeder, egal wie klein, einen großen Unterschied in der Welt machen kann.

Die Nacht verging, und als der Morgen kam, war die Welt ein wenig heller. Hoppel hatte gelernt, dass selbst der kleinste Hase einen großen Unterschied machen kann, wenn er mutig ist und Freunde hat, die ihm helfen. Er hatte gelernt, dass es wichtig ist, anderen zu helfen und gemeinsam Probleme zu lösen. Und so, inmitten der friedlichen Stille des Waldes, träumte Hoppel von neuen Abenteuern, sicher in dem Wissen, dass er und seine Freunde immer da sein würden, um aufeinander aufzupassen. Die Sonne stieg höher, und mit ihr stieg auch Hoppels Vorfreude auf alles, was noch kommen mag.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Was fällt Hoppel eines Abends vor seinem Bau auf?

    Der Mond scheint nicht so hell wie sonst. „Was ist nur mit dem Mond los?“, fragt Hoppel sich und beschließt, dem Geheimnis auf den Grund zu gehen — vielleicht, denkt er, beginnt heute Nacht sein eigenes Abenteuer.

  2. 2Was erklärt ihm Frau Eule?

    Der Mond kann nicht leuchten, weil seine Sternenlichter verloren gegangen sind; ohne sie ist er dunkel und allein. Und wenn Hoppel mutig und klug ist, kann er sie vielleicht finden und zurückbringen.

  3. 3Was rät Herr Fuchs dem kleinen Hasen?

    Er habe gehört, die Sternenlichter seien in den tiefen Wald geflogen. Aber Hoppel solle vorsichtig sein, denn der Wald sei voller Geheimnisse. Danach schaut der Fuchs ihm nach, ein Lächeln im Gesicht, beeindruckt vom Mut des kleinen Hasen.

  4. 4Warum müssen Hoppel und Frau Libelle im Wald leise sein?

    Weil die alten Bäume schlafen und nicht geweckt werden sollen. Frau Libelle führt ihn unter dem dichten Blätterdach hindurch, und ihre Flügel hinterlassen dabei eine Spur von funkelndem Staub.

  5. 5Wie befreien die beiden die Sternenlichter?

    Auf einer kleinen Lichtung hängen die Lichter in einem Netz zwischen zwei Bäumen. Frau Libelle löst das Netz von oben, während Hoppel von unten zieht. Schließlich sind die Lichter frei, umkreisen die beiden dankbar und steigen zum Himmel — und der Mond leuchtet heller als je zuvor.

Wörter aus der Geschichte

Bau
die Wohnung eines Hasen unter der Erde
Blätterdach
die Blätter der Bäume, die oben alles zudecken wie ein Dach
Lichtung
eine offene Stelle im Wald, wo keine Bäume stehen
Libelle
ein schlankes Insekt mit vier durchsichtigen Flügeln
Sternenlichter
die kleinen Lichter, die in dieser Geschichte den Mond leuchten lassen

Zum Weitererzählen

  • Hoppel ist klein und geht trotzdem los. Was gibt jemandem Mut?
  • Drei Tiere helfen ihm nacheinander. Wen würdest du unterwegs um Rat fragen?
  • Frau Libelle löst das Netz von oben, Hoppel zieht von unten. Was geht nur zu zweit und allein gar nicht?
  • Wenn du den Mond etwas fragen dürftest, bevor du einschläfst — was wäre es?
Wenn heute nach oben geschaut wurde

Band 2 – Die schwebende Stadt

Wer bei dieser Geschichte in den Himmel geschaut hat, ist in Band 2 richtig: Emil und Henry finden eine alte Karte und steigen zu einer Stadt hinauf, die über den Wolken hängt.

Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €

Der Mondhase und die Sternenlichter vorlesen – so wird der Abend rund

Hoppel bemerkt, dass der Mond nicht richtig leuchtet, und geht der Sache nach – eine Geschichte über Aufmerksamkeit, verpackt in eine Nachtwanderung. Sie eignet sich gut für Abende, an denen man vorher gemeinsam aus dem Fenster geschaut hat. Beim Vorlesen kann man die Frage „Was ist nur mit dem Mond los?" ruhig einmal in den Raum stellen und raten lassen, bevor es weitergeht.

Warum „Der Mondhase und die Sternenlichter" zum Einschlafen passt

Die Geschichte spielt nachts und ist trotzdem nicht unheimlich: Hoppel ist neugierig, nicht ängstlich, und trifft nur Freunde. Der Wald ist hier ein sicherer Ort.

Der letzte Absatz zeigt Hoppel schlafend und träumend, in dem sicheren Wissen, dass seine Freunde da sind. Wer diesen Satz zum Schluss langsam liest, endet mit Geborgenheit statt mit Abenteuer.

Wenn „Der Mondhase und die Sternenlichter" gefallen hat

Weiter mit Der verlorene Stern und die Mondfee, Lina und die Mondblume und Die Katze, die den Mond einfangen wollte. Mehr über den Nachthimmel: Sternengeschichten. Alles Weitere: alle 274 Kindergeschichten.

Häufige Fragen zu Der Mondhase und die Sternenlichter

Worum geht es in „Der Mondhase und die Sternenlichter"?

Der junge Hase Hoppel bemerkt eines Abends, dass der Mond nicht richtig leuchtet, und macht sich mit seinen Freunden auf, um herauszufinden warum.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Etwa neun Minuten.

Ist die nächtliche Wanderung unheimlich?

Nein. Hoppel ist neugierig statt ängstlich und trifft nur Freunde – der Wald ist hier ein sicherer Ort.

Ab welchem Alter eignet sie sich?

Ab etwa vier Jahren.

Eignet sie sich zum Einschlafen?

Ja. Der Schluss zeigt Hoppel schlafend und träumend, im Wissen, dass seine Freunde aufeinander aufpassen.

Gibt es die Geschichte als PDF?

Ja, kostenlos unter der Geschichte, ohne Anmeldung.

Download als PDF

Morgen Abend weiterlesen? Ritter Emil und Zauberer Henry gibt es gedruckt – sechs Bände zum Vorlesen ab vier Jahren, alle sechs zusammen 79,00 € statt 90,00 €.

Noch mehr Geschichten für heute Abend

Diese Geschichte ist eine von 214 kostenlosen Gute-Nacht-Geschichten auf emhema.de – alle zum Vorlesen und als PDF zum Ausdrucken.

  • Den 23. mit Kugelschreiber eingetragen

    Der längste Dezember

    7 Minuten Vorlesezeit

    Im Jahr, in dem Mattea zwölf wird, dauert der Dezember gefühlt neun Wochen. Es liegt daran, dass ihr Vater seit August in einer anderen Stadt arbeitet und erst am 23. kommt. Die drei...

  • Drei Wochen alt und über der Heizung

    Der Kranz, der zu früh brannte

    4 Minuten Vorlesezeit

    Am vierten Advent brennen vier Kerzen auf einem Kranz, der seit drei Wochen auf der Heizung steht. Als alle kurz in der Küche sind, fängt er an zu brennen. Was dann passiert, dauert ...

  • Neunzig Minuten, immer gleich

    Der zweite Advent bei Frau Kroll

    4 Minuten Vorlesezeit

    Jedes Jahr am zweiten Advent besucht Familie Doric die Nachbarin von gegenüber, und jedes Jahr findet Elin das schrecklich. In diesem Jahr fällt der Besuch aus, weil Frau Kroll im Kr...

  • Der Dezember ist der längste Monat

    Warten ist ein Beruf

    4 Minuten Vorlesezeit

    Am 2. Dezember erklärt Jost, dass Warten das Schlimmste sei, was es gibt. Sein Onkel, der bei der Bahn arbeitet, widerspricht ihm. Er zeigt ihm etwas, das Jost danach vier Wochen lan...

  • Der Kranz steht in der Mitte

    Das Wachs auf dem Tisch

    3 Minuten Vorlesezeit

    Am dritten Advent kippt eine Kerze um, und auf dem Esstisch liegt ein Fleck aus rotem Wachs. Der Tisch gehört der Familie seit vier Generationen. Was danach passiert, ist deutlich we...

  • Sechs Sorten auf dem Tisch

    Die Plätzchen, die keiner mochte

    3 Minuten Vorlesezeit

    Jedes Jahr backt Oma Rethmeier Anisplätzchen, und jedes Jahr isst sie niemand. In diesem Jahr sagt es ihr jemand. Was dann passiert, hätte niemand vorhergesehen.