Die fliegende Fritten-Fabrik

Die fliegende Fritten-Fabrik

In der kleinen Stadt Knusperhausen gab es eine ganz besondere Fabrik. Es war die fliegende Fritten-Fabrik! Niemand wusste genau, wie sie fliegen konnte, aber jeden Tag um Punkt zwölf schwebte sie hoch in den Himmel und ließ goldene Fritten regnen.

Tim und seine beste Freundin Lena waren fasziniert von der Fritten-Fabrik. Jeden Tag nach der Schule rannten sie zum Marktplatz, um die Fritten zu fangen, die vom Himmel fielen. „Es ist wie ein Wunder!“, rief Lena jedes Mal.

Eines Tages beschlossen Tim und Lena, das Geheimnis der fliegenden Fabrik zu lüften. „Wir müssen herausfinden, wie sie fliegt!“, sagte Tim entschlossen. Lena nickte. „Vielleicht gibt es ja einen magischen Motor!“

Die fliegende Fritten-Fabrik – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 8 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
  • Zuletzt überarbeitet: 7. September 2026

Hier beginnt die Geschichte

Mit einem Fernglas und einer Karte ausgestattet, machten sie sich auf den Weg zur Fabrik. Als sie näher kamen, hörten sie ein seltsames Brummen und Gackern. „Hörst du das? Es klingt wie eine lachende Gans!“, sagte Lena verwundert.

Vorsichtig schlichen sie um die Fabrik herum und entdeckten eine kleine Tür, die halb offen stand. Sie warfen einen Blick hinein und sahen etwas Unglaubliches. Im Inneren der Fabrik gab es ein riesiges Trampolin, auf dem eine Schar lustiger Gänse sprang. Jedes Mal, wenn eine Gans nach oben sprang, pustete sie kräftig, und die Fabrik hob ein bisschen ab.

Tim und Lena mussten lachen. „Die Gänse sind das Geheimnis! Sie bringen die Fabrik zum Fliegen!“, flüsterte Tim. Lena kicherte. „Fliegende Gänse, die Fritten machen, das ist verrückt!“
Die fliegende Fritten-Fabrik
Plötzlich sprang eine der Gänse zu hoch und stieß gegen einen Hebel an der Wand. „Quack!“, machte die Gans überrascht. Die Fabrik begann stärker zu brummen und hob schneller ab als gewöhnlich.

Tim und Lena sahen zu, wie die Fabrik höher und höher in den Himmel stieg. „Oh nein! Sie fliegt weg!“, rief Lena. Die Kinder wussten, dass sie etwas tun mussten, um die Fabrik zurückzuholen.

„Wir müssen die Gänse beruhigen!“, sagte Tim. „Vielleicht können sie die Fabrik sicher landen lassen.“ Lena nickte, und zusammen entwickelten sie einen Plan, um die Fabrik und die Gänse wieder sicher auf den Boden zu bekommen.
Die fliegende Fritten-Fabrik Plötzlich entdeckte Lena ein paar alte Maiskolben am Boden und sie hatte eine Idee. „Gänse lieben Mais! Lass uns die Maiskolben benutzen, um sie zu beruhigen“, schlug sie vor. Sie schnappten sich ein paar der Kolben und warfen sie mutig in die Fabrik. Wie erwartet, begannen die Gänse, interessiert zu schnattern und sprangen vom Trampolin herunter, um den Mais zu picken.

Mit jeder Gans, die das Trampolin verließ, kam die Fabrik dem Boden wieder näher. „Es funktioniert!“, rief Lena erfreut. Doch gerade als die letzte Gans das Trampolin verließ und die Fabrik auf dem Boden aufsetzte, passierte etwas Unerwartetes.

Eine der Gänse, die besonders gierig war, pickte so heftig auf einen Maiskolben, dass sie versehentlich gegen einen weiteren Hebel stieß. Plötzlich starteten überall in der Fabrik Maschinen, die lauter und schneller als zuvor arbeiteten.

Tim und Lena sahen sich entsetzt an, als die Fabrik begann, Fritten in doppelter Geschwindigkeit zu produzieren. Fritten schossen aus den Maschinen wie Feuerwerk, flogen durch die Luft und fielen in wasserfallartigen Strömen aus den Fenstern.

Die Kinder konnten nicht anders, als zu lachen, als sie den Anblick der fliegenden Fritten sahen. „Wir haben jetzt eine Fritten-Fontäne!“, lachte Tim. Doch sie wussten, sie mussten die Maschinen stoppen, bevor die ganze Stadt von den Fritten überflutet wurde.
Die fliegende Fritten-Fabrik Sie warfen sich einen letzten entschlossenen Blick zu, bevor sie mutig in die Fabrik stürmten. Lena wich einigen verwirrten Gänsen aus und fand schließlich ein großes rotes Rad, das aussah wie ein Steuerrad. „Vielleicht können wir damit die Maschinen steuern!“, rief sie. Sie drehte kräftig daran, und langsam begannen die Maschinen langsamer zu werden.

Endlich hörten die Fritten auf, durch die Luft zu fliegen. Die Gänse, jetzt satt und zufrieden, schnatterten gemütlich und schienen froh zu sein, dass der Spuk vorbei war.

Tim und Lena atmeten erleichtert auf. „Das war knapp!“, sagte Tim und legte einen Arm um Lena. Er war ganz schön aus der Puste.

Nachdem Tim und Lena die fliegende Fritten-Fabrik sicher auf den Marktplatz von Knusperhausen zurückgebracht hatten, waren sie die Helden des Tages. Die Bewohner des Städtchens versammelten sich um die Fabrik, um die beiden zu feiern und natürlich, um einige der frisch gefallenen Fritten zu genießen.

"Das war eine großartige Rettungsaktion!", sagte der Bürgermeister, während er sich eine Handvoll goldener Fritten schnappte. "Wie können wir euch danken?"

Tim und Lena sahen sich an und lächelten. "Nun, wir haben eine Idee", sagte Lena. "Wie wäre es, wenn wir einen Tag in der Woche zum offiziellen Fritten-Tag machen? Jeder kann kommen und sehen, wie die Fabrik funktioniert – und natürlich Fritten essen!"
Der Bürgermeister lachte. "Das ist eine wunderbare Idee! Und was haltet ihr davon, wenn wir auch einen speziellen Tag für die Gänse einrichten? Sie sind schließlich die wahren Helden, die unsere Fabrik zum Fliegen bringen!"

Tim und Lena nickten begeistert. Sie waren froh, dass die Gänse die Anerkennung bekamen, die sie verdienten.

Jeden Mittwoch, dem nun offiziellen Fritten-Tag, strömten nun Menschen aus der ganzen Umgebung herbei, um die Fabrik in Aktion zu sehen und die köstlichen Fritten zu probieren. Die Gänse erhielten ihren eigenen Ehrentag, den "Gänse-Glück-Tag", an dem sie mit extra Maiskolben verwöhnt wurden und die Kinder Spiele rund um die Fabrik veranstalten durften.

Tim und Lena wurden zu regelmäßigen Helfern in der Fabrik. Sie lernten alles über die Produktion der Fritten und die Pflege der Gänse. Sie halfen sogar dabei, die Maschinen zu verbessern, damit keine weiteren Unfälle passieren konnten.

Tim und Lena fühlten sich glücklicher denn je. Ihre Abenteuer in der fliegenden Fritten-Fabrik hatten nicht nur den Tag gerettet, sondern auch ihre Gemeinschaft enger zusammengebracht.

Und während die Sonne über Knusperhausen unterging, glitzerten die goldenen Fritten im Licht. Tim und Lena saßen am Rand des Marktplatzes, aßen Fritten und planten ihr nächstes großes Abenteuer.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Was macht die Fabrik in Knusperhausen jeden Tag um Punkt zwölf?

    Sie schwebt hoch in den Himmel und lässt goldene Fritten regnen. Tim und Lena rennen nach der Schule zum Marktplatz, um sie zu fangen. „Es ist wie ein Wunder!“, ruft Lena jedes Mal.

  2. 2Was entdecken die beiden durch die halb offene Tür?

    Ein riesiges Trampolin, auf dem eine Schar lustiger Gänse springt. Jedes Mal, wenn eine Gans nach oben springt, pustet sie kräftig — und die Fabrik hebt ein bisschen ab. Das ist also das Geheimnis.

  3. 3Wodurch gerät die Fabrik außer Kontrolle?

    Eine der Gänse springt zu hoch und stößt gegen einen Hebel an der Wand. „Quack!“, macht die Gans überrascht. Die Fabrik brummt stärker und steigt schneller als gewöhnlich in den Himmel.

  4. 4Mit welcher Idee holen Tim und Lena die Fabrik wieder herunter?

    Lena entdeckt alte Maiskolben am Boden, und Gänse lieben Mais. Sie werfen die Kolben in die Fabrik, die Gänse springen zum Picken vom Trampolin — und mit jeder Gans, die aufhört, kommt die Fabrik dem Boden näher.

  5. 5Wie stoppen sie zum Schluss die Maschinen, die Fritten wie ein Wasserfall ausspucken?

    Lena findet ein großes rotes Rad, das aussieht wie ein Steuerrad, und dreht kräftig daran. Langsam werden die Maschinen langsamer, bis keine Fritten mehr durch die Luft fliegen — und die satten Gänse schnattern gemütlich.

Wörter aus der Geschichte

Fernglas
ein Gerät zum Durchschauen, mit dem weit Entferntes ganz nah aussieht
Hebel
ein Griff an einer Maschine, den man umlegt, damit etwas passiert
Maiskolben
der dicke gelbe Kolben, an dem die Maiskörner sitzen
Steuerrad
ein großes rundes Rad, mit dem man etwas lenkt
schnattern
das laute Geräusch, das Gänse machen, wenn sie durcheinanderrufen

Zum Weitererzählen

  • In Knusperhausen gibt es jetzt einen Fritten-Tag und einen Gänse-Glück-Tag. Welchen Tag würdest du für deinen Ort erfinden?
  • Der Bürgermeister nennt die Gänse die wahren Helden. Findest du das auch?
  • Am Anfang weiß niemand, wie die Fabrik fliegt. Was hättest du vermutet, bevor Tim und Lena hineingeschaut haben?
  • Wenn bei dir etwas vom Himmel regnen dürfte — was wäre das?
Für Kinder, die wissen wollen, wie etwas funktioniert

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Die fliegende Fritten-Fabrik vorlesen – so wird der Abend rund

Eine Fabrik, die um Punkt zwölf abhebt und Fritten regnen lässt – das ist Unsinn im besten Sinn, und Kinder lieben ihn. Die Geschichte ist eher lustig als ruhig, also gut als vorletzte des Abends. Beim Vorlesen kann man die Uhrzeit zum Ritual machen: einmal gemeinsam bis zwölf zählen, bevor die Fabrik abhebt. Danach wird es zum Glück von allein leiser.

Warum „Die fliegende Fritten-Fabrik" zum Einschlafen passt

Es gibt keinen Bösewicht und keinen Verlust – ein Problem taucht auf und wird gemeinsam gelöst. Die Geschichte bleibt durchgehend fröhlich.

Der Schluss ist ein Sonnenuntergang: Tim und Lena sitzen am Rand des Marktplatzes und planen das nächste Abenteuer. Ein zufriedenes Ende, auch wenn die Geschichte insgesamt eher munter macht als müde.

Wenn „Die fliegende Fritten-Fabrik" gefallen hat

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Häufige Fragen zu Die fliegende Fritten-Fabrik

Worum geht es in „Die fliegende Fritten-Fabrik"?

In Knusperhausen hebt jeden Mittag um zwölf eine Fabrik ab und lässt goldene Fritten regnen. Tim und Lena sind jeden Tag dabei – bis etwas schiefgeht.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Etwa acht Minuten.

Ist die Geschichte für den Abend geeignet?

Sie ist eher lustig als ruhig – gut als vorletzte Geschichte, für die allerletzte nehmen Sie besser eine leisere.

Ab welchem Alter eignet sie sich?

Ab etwa vier Jahren. Es gibt keinen Bösewicht und keinen Verlust.

Gibt es die Geschichte als PDF?

Ja, kostenlos und ohne Anmeldung unter der Geschichte.

Gibt es eine Hörfassung?

Ja, direkt auf der Seite.

Download als PDF

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