Die mutigen Entdecker des Regenbogens

Die mutigen Entdecker des Regenbogens

Sarah und Ben, zwei unzertrennliche Freunde mit einer unstillbaren Lust auf Abenteuer, saßen an einem sonnigen Nachmittag im Schatten eines alten Baumes. Während sie ihre Brote aßen, erzählte ihnen Oma Lily, die weiseste und gütigste alte Dame im Dorf, von einer geheimnisvollen Legende. Ihre Augen glänzten vor Aufregung, als sie von einem verborgenen Schatz sprach, der am Ende des Regenbogens warte, bewacht von den alten Geistern des Lichts und der Farben.

Sarahs Augen leuchteten wie Sterne am Nachthimmel, und Ben fragte aufgeregt: „Ein echter Schatz? Am Ende des Regenbogens?“ „Ja, mein Kind. Aber es ist eine Reise, die noch niemand zu Ende gebracht hat. Viele haben es versucht, doch der Regenbogen ist ein schlauer Geselle. Er verschwindet oft, bevor man sein Ende erreichen kann“, erklärte Oma Lily mit einem geheimnisvollen Schmunzeln.

Das war alles, was Sarah und Ben hören mussten. Ihre Herzen sprangen vor Aufregung, und ohne einen Moment zu zögern, beschlossen sie, sich auf die Suche nach dem Schatz am Ende des Regenbogens zu machen. Sie packten ihre Rucksäcke mit allem Nötigen – ein paar Sandwiches, eine Wasserflasche, eine Taschenlampe und natürlich eine Karte des nahegelegenen Waldes, den sie durchqueren mussten. „Warte, Sarah! Wir brauchen noch einen Kompass. Wir wollen doch nicht im Wald verloren gehen“, sagte Ben, während er einen alten, aber zuverlässigen Kompass in seinen Rucksack steckte.

Mit einem Lächeln verabschiedeten sie sich von Oma Lily, die ihnen noch ein geheimnisvolles Lächeln schenkte. „Seid mutig, meine Kinder. Und vergesst nicht: Der Weg ist genauso wichtig wie das Ziel“, rief sie ihnen nach.

Sarah und Ben, voller Tatendrang, ließen das Dorf hinter sich und traten auf eine weite, grüne Wiese. Der Regenbogen leuchtete mit klaren Farben in der Ferne. „Siehst du den Regenbogen, Ben? Er wartet auf uns“, rief Sarah, ihre Augen funkelnd vor Freude. Ben nickte, packte ihre Hand fester und zusammen rannten sie los, das leuchtende Band am Himmel als ihr Ziel.

Die mutigen Entdecker des Regenbogens – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 13 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
  • Zuletzt überarbeitet: 7. September 2026

Hier beginnt die Geschichte

Bald stießen sie auf einen Bach. Er war breit und das Wasser plätscherte fröhlich über die Steine. „Keine Brücke weit und breit“, murmelte Ben. Aber Sarah fand schnell eine Lösung. „Wir können über diese großen Steine springen“, sagte sie mutig. Und so taten sie es, von Stein zu Stein, bis sie sicher auf der anderen Seite ankamen.

Weiter ging die Reise, vorbei an blühenden Blumenfeldern, die die Luft mit süßem Duft erfüllten. Doch dann, im dichten Wald, erreichten sie eine steile Schlucht. Ben zögerte. „Das sieht gefährlich aus“, sagte er leise. Sarah sah sich um und entdeckte einen umgefallenen Baum, der über die Schlucht ragte. „Wir können darüber balancieren!“ Ihr Mut gab Ben Kraft. Hand in Hand, sehr vorsichtig, schafften sie auch diese Hürde.

Nachdem sie den Wald hinter sich gelassen hatten, eröffnete sich vor ihnen eine Hügellandschaft. Jeder Hügel schien höher als der andere, doch ihr Ziel war klar in Sicht. „Wir sind fast da, Ben. Lass uns nicht aufgeben!“ Mit erneuerter Energie erklommen sie jeden Hügel, spürten den Wind in ihren Haaren und die Sonne auf ihrer Haut.
Die mutigen Entdecker des Regenbogens Zwischendurch nahmen sie sich Momente, um die Schönheit um sie herum zu bewundern. Ein Reh beobachtete sie neugierig aus der Ferne, und Schmetterlinge umtanzten sie, als wollten sie die beiden ermutigen. „Die Natur ist so schön“, flüsterte Sarah. Ben nickte zustimmend. Sie fühlten beide, wie besonders dieser Tag war.

Mit jedem Schritt, den sie dem Regenbogen näherkamen, wuchs ihre Aufregung. Sie hatten Flüsse überquert, Schluchten überwunden und Hügel erklommen. Jedes Hindernis machte sie stärker, jedes Wunder der Natur ließ ihr Herz höherschlagen. Sarah und Ben wussten: Egal was sie am Ende des Regenbogens finden würden, diese Reise würden sie nie vergessen.

Als Sarah und Ben den nächsten Hügel erklommen, hörten sie plötzlich fröhliches Lachen und Gesang. Neugierig folgten sie den Klängen und fanden eine Gruppe von Kindern, die um ein Lagerfeuer tanzten. Ihre bunten Kleider leuchteten fast so schön wie der Regenbogen selbst.
Die mutigen Entdecker des Regenbogens „Hallo! Wer seid ihr?“, rief Sarah ihnen zu. Die Kinder hielten inne und ein Junge mit einem breiten Lächeln trat vor. „Wir sind die Regenbogenforscher! Wir suchen den Schatz am Ende des Regenbogens.“

Ben und Sarah schauten sich an, ihre Augen strahlten vor Freude. Sie hatten Freunde gefunden, die ihren Traum teilten! Sie setzten sich zu den anderen Kindern und tauschten Geschichten aus. Ein Mädchen namens Mia erzählte, wie sie einmal einem Fuchs gefolgt war, in der Hoffnung, er würde sie zum Schatz führen. „Aber alles, was ich fand, war eine wunderschöne Blumenwiese“, lachte sie. „Und wir haben einen Berg überquert, der so hoch war, dass wir die Wolken berühren konnten“, erzählte Ben stolz. Die Kinder hörten gespannt zu und staunten über die Abenteuer der anderen.

Als es dunkel wurde, halfen sie einander, Zelte aufzuschlagen, und sammelten Holz für das Lagerfeuer. Zusammen sangen sie Lieder und erzählten sich Geschichten bis tief in die Nacht. Die Sterne am Himmel funkelten, als wollten sie sich an ihrem Glück beteiligen.

Erschöpft schliefen Sarah und Ben ein, umgeben von ihren neuen Freunden, sicher und geborgen unter dem funkelnden Sternenhimmel. Sie wussten: Was am nächsten Tag auch kommen mag, die Reise hatte ihnen bereits mehr gegeben, als sie je erwartet hatten.

Am nächsten Morgen weckten die Vögel Sarah und Ben mit ihrem fröhlichen Gesang. Die beiden Freunde, jetzt Teil einer größeren Gruppe von Regenbogenforschern, packten ihre Sachen und setzten ihre Reise fort. Der Regenbogen leuchtete am Himmel heller denn je, als wollten die Farben ihnen den Weg weisen.

Ihre erste Herausforderung des Tages war ein dichter, dunkler Wald, dessen Bäume so hoch waren, dass sie den Himmel verdeckten. „Es sieht so gruselig aus“, flüsterte ein kleineres Kind ängstlich. Sarah nahm seine Hand. „Keine Sorge, wir passen aufeinander auf. Gemeinsam schaffen wir das!“
Die mutigen Entdecker des Regenbogens Während sie tiefer in den Wald vordrangen, stießen sie auf einen reißenden Fluss. Das Wasser strömte schnell und die Idee, ihn zu überqueren, schien unmöglich. Doch Ben, der immer praktisch dachte, schlug vor, ein Floß zu bauen. „Mit den Ästen und Lianen hier können wir sicher auf die andere Seite kommen.“ Gemeinsam sammelten sie Materialien und arbeiteten Hand in Hand, bis ihr Floß bereit war. Ihre gemeinsame Anstrengung und Kreativität machten das Unmögliche möglich.

Als das Floß fertig war, bestiegen sie es vorsichtig und paddelten mit selbstgemachten Rudern über den Fluss. Das Wasser spritzte, als wäre es erfreut über ihre Entschlossenheit. Auf der anderen Seite angekommen, jubelten sie vor Freude und Stolz über das, was sie gemeinsam erreicht hatten.

Doch der Wald hielt noch eine Überraschung bereit: Ein riesiger Berg, der so plötzlich vor ihnen auftauchte, dass sie kurz den Atem anhielten. „Das sieht nach einer echten Herausforderung aus“, sagte Ben, sein Blick fest auf den Gipfel gerichtet. Doch Sarah, die nie den Mut verlor, lächelte nur. „Ein Abenteuer wäre kein Abenteuer ohne ein paar Berge, die es zu erklimmen gilt.“

Mit vereinten Kräften begannen sie den Aufstieg. Sie halfen einander über steile Pfade und trösteten diejenigen, die müde wurden. Als sie den Gipfel erreichten, wurden sie mit einer Aussicht belohnt, die ihnen den Atem raubte. Der Regenbogen, jetzt zum Greifen nah, strahlte in voller Pracht.

„Wir haben es geschafft“, sagte Sarah atemlos vor Bewunderung. Ben legte seinen Arm um ihre Schultern. „Ja, das haben wir. Zusammen!“

Nach einem langen, erfüllten Tag voller Abenteuer und neuer Freundschaften standen Sarah und Ben schließlich da, wo der Himmel den Boden zu küssen schien – am vermeintlichen Ende des Regenbogens. Ihre Augen weiteten sich vor Staunen, denn vor ihnen breitete sich ein Feld aus, das in allen Farben des Regenbogens leuchtete. Blumen, soweit das Auge reichte. Jede einzelne Blüte schimmerte im Licht, als wäre sie aus den Farben des Regenbogens selbst gewachsen.
Sarah, deren Augen mit Freudentränen glänzten, drehte sich zu Ben und den anderen Kindern um. „Vielleicht“, sagte sie sanft, „ist das hier unser Schatz. Nicht Gold oder Juwelen, sondern dieser Moment, dieser Ort, die Freundschaften, die wir geschlossen haben, und all die Abenteuer, die wir erlebt haben.“

Die Kinder nickten, ein stilles Einverständnis unter ihnen. Sie setzten sich mitten in das Blumenmeer, ließen die Farben und den Duft auf sich wirken. Sie erzählten sich Geschichten, lachten und planten schon ihr nächstes Abenteuer.

Als die Sonne begann, sich dem Horizont zu neigen, und der Regenbogen langsam seine Farben an den Abendhimmel zurückgab, wussten Sarah und Ben, dass es Zeit war, nach Hause zurückzukehren. Der Rückweg erschien ihnen leichter, als wäre jede Blume, jeder Baum, ein Freund, der ihnen zum Abschied winkte. Als sie ins Dorf zurückkehrten, wurden sie von ihren Familien und Freunden mit offenen Armen empfangen. Die Geschichten ihrer Reise füllten den Abend, und jedes Wort, jede Erzählung, brachte die Augen der Zuhörer zum Leuchten.

Als Sarah und Ben in ihren Betten lagen, wussten sie, dass sie einen Schatz gefunden hatten, der weit über das hinausging, was sie sich je vorgestellt hatten. Es war nicht das Ende des Regenbogens, das zählte, sondern die Reise selbst: Die Freundschaften, die sie geschlossen hatten, und die Erlebnisse, die sie für immer in ihren Herzen tragen würden.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Was erzählt Oma Lily den beiden Freunden?

    Sie erzählt von einer geheimnisvollen Legende: Am Ende des Regenbogens warte ein verborgener Schatz, bewacht von den alten Geistern des Lichts und der Farben. Niemand habe die Reise je zu Ende gebracht, denn der Regenbogen sei ein schlauer Geselle.

  2. 2Wie kommen Sarah und Ben über den Bach und über die Schlucht?

    Über den Bach springen sie von Stein zu Stein. An der steilen Schlucht zögert Ben, doch Sarah entdeckt einen umgefallenen Baum, der darüber ragt — Hand in Hand balancieren sie vorsichtig hinüber.

  3. 3Wen treffen die beiden hinter dem nächsten Hügel?

    Sie hören Lachen und Gesang und finden eine Gruppe Kinder, die um ein Lagerfeuer tanzen. „Wir sind die Regenbogenforscher“, sagt ein Junge — sie suchen denselben Schatz. Am Abend bauen alle zusammen Zelte auf.

  4. 4Wie überqueren sie den reißenden Fluss im dunklen Wald?

    Ben, der immer praktisch denkt, schlägt vor, ein Floß zu bauen. Gemeinsam sammeln sie Äste und Lianen, und als das Floß fertig ist, paddeln sie mit selbstgemachten Rudern hinüber.

  5. 5Was finden sie am Ende des Regenbogens?

    Kein Gold, sondern ein Feld voller Blumen in allen Regenbogenfarben, so weit das Auge reicht. Sarah sagt, vielleicht sei genau das ihr Schatz: dieser Moment, dieser Ort und die Freundschaften, die sie geschlossen haben.

Wörter aus der Geschichte

Legende
eine alte Geschichte, die weitererzählt wird und vielleicht wahr ist
Kompass
ein kleines Gerät mit einer Nadel, die immer nach Norden zeigt
Schlucht
ein tiefer, enger Spalt zwischen zwei Felsseiten
Floß
ein flaches Boot aus zusammengebundenen Stämmen oder Ästen
Lianen
lange, biegsame Pflanzenstränge, die an Bäumen herunterhängen

Zum Weitererzählen

  • Oma Lily sagt: Der Weg ist genauso wichtig wie das Ziel. Was meint sie damit?
  • Ben zögert an der Schlucht, Sarah geht voran. Wer von beiden bist du eher?
  • Was hättest du am Ende des Regenbogens gern gefunden?
  • Wenn du morgen zu einer Entdeckungsreise aufbrechen dürftest — wen würdest du mitnehmen?
Wenn heute nach oben geschaut wurde

Band 2 – Die schwebende Stadt

Wer bei dieser Geschichte in den Himmel geschaut hat, ist in Band 2 richtig: Emil und Henry finden eine alte Karte und steigen zu einer Stadt hinauf, die über den Wolken hängt.

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Die mutigen Entdecker des Regenbogens vorlesen – so wird der Abend rund

Die Geschichte beginnt damit, dass eine alte Frau eine Legende erzählt – das ist die schönste Rahmung, die eine Vorlesegeschichte haben kann, weil sie genau das tut, was Sie gerade tun. Dreizehn Minuten, also ein Abend, an dem Zeit ist, oder zwei. Teilen Sie, sobald die beiden aufbrechen. Der Schluss dreht die Schatzsuche um und macht die Reise zum Schatz.

Warum „Die mutigen Entdecker des Regenbogens" zum Einschlafen passt

Trotz „Geistern des Lichts" gibt es keine gruselige Stelle – sie bewachen etwas, sie bedrohen niemanden. Die Geschichte ist ein Abenteuer ohne Angst.

Der Schluss ist ausdrücklich versöhnlich: Nicht das Ende des Regenbogens zählte, sondern die Reise, die Freundschaft und die Erlebnisse. Ein guter Gedanke zum Abschluss eines Tages.

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Häufige Fragen zu Die mutigen Entdecker des Regenbogens

Worum geht es in „Die mutigen Entdecker des Regenbogens"?

Oma Lily erzählt Sarah und Ben von einem Schatz am Ende des Regenbogens. Die beiden machen sich auf die Suche – und finden etwas anderes, als sie erwartet haben.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Etwa dreizehn Minuten. Gut teilbar an der Stelle, an der die beiden aufbrechen.

Ab welchem Alter eignet sie sich?

Ab etwa fünf Jahren.

Sind die „Geister des Lichts" gruselig?

Nein. Sie bewachen etwas, sie bedrohen niemanden – es gibt keine Schreckmomente.

Was ist die Botschaft?

Dass nicht das Ziel zählt, sondern die Reise – die Freundschaften und die Erlebnisse unterwegs.

Gibt es die Geschichte als PDF?

Ja, kostenlos und ohne Anmeldung unter der Geschichte.

Download als PDF

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