Ein Tag bei Oma

Ein Tag bei Oma

An einem hellen, sonnigen Morgen erwachten Marie und Martin mit kribbelnden Nasen und einem leisen Husten. Sie rieben sich die Augen und blickten aus dem Fenster, wo die ersten Sonnenstrahlen versprachen, dass es ein wunderschöner Tag werden würde. Doch anstatt sich auf einen Tag voller Spiele und Abenteuer im Kindergarten zu freuen, fühlten sich die Geschwister alles andere als munter.

„Mama, ich glaube, ich bin krank”, murmelte Martin, als seine Mutter ins Zimmer kam, um nach ihm und seiner Schwester zu sehen.

„Oh, mein Schatz, lass mich mal fühlen”, sagte sie besorgt und legte ihm eine Hand auf die Stirn. „Du scheinst ein wenig Fieber zu haben. Und wie geht es dir, Marie?”

„Ich fühle mich auch nicht gut, Mama”, antwortete Marie mit leiser Stimme.

Ihre Mutter seufzte leise. Sie musste zur Arbeit und der Gedanke, ihre kranken Kinder allein zu Hause zu lassen, bereitete ihr Sorge. Doch dann kam ihr eine Idee. „Ich weiß, wer heute auf euch aufpassen könnte”, sagte sie und ein Lächeln lag auf ihren Lippen.

Wenige Minuten später griff sie zum Telefon und wählte eine Nummer, die sie auswendig kannte.

„Hallo, Mama? Könntest du heute auf Marie und Martin aufpassen? Sie sind ein wenig erkältet und können nicht in den Kindergarten.”

Ein Tag bei Oma – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 10 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
  • Zuletzt überarbeitet: 7. September 2026

Hier beginnt die Geschichte

Auf der anderen Seite der Leitung war eine freudige, warme Stimme zu hören. „Natürlich, mein Schatz. Ich hole die beiden gleich ab. Mach dir keine Sorgen um die Kinder, ich kümmere mich um alles.”

Marie und Martin, die das Gespräch mit halbem Ohr verfolgten, lächelten bei dem Gedanken, den Tag mit ihrer Oma zu verbringen. Omas Haus war ein Ort voller Wunder und Geschichten und obwohl sie sich nicht wohlfühlten, hellte die Aussicht, den Tag dort zu verbringen, ihre Stimmung auf.

„Mama, wird Oma uns ihre berühmten Pfannkuchen zum Frühstück machen?”, fragte Martin, seine Augen leuchteten bei dem Gedanken an die süße Leckerei.

„Und wird sie uns Geschichten erzählen?”, fügte Marie hinzu, ihre Stimme schwach, aber voller Vorfreude.

„Ich bin sicher, sie wird”, antwortete ihre Mutter, während sie die beiden zärtlich in den Arm nahm. „Oma weiß genau, wie sie euch beiden ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.”
Ein Tag bei Oma Kurze Zeit später hörten sie, wie ein Auto in die Einfahrt fuhr. Oma war da! Die beiden Geschwister schlüpften in ihre Schuhe und ihre Jacken, um nach draußen zu ihrer Großmutter zu stürmen.

„Meine Lieben, seid ihr bereit für einen Tag voller Spaß mit eurer Oma?”, empfing ihre Großmutter die beiden Geschwister und drückte sie.

Marie und Martin konnten nicht anders, als zu lächeln. Auch wenn sie sich nicht gesund fühlten, wussten sie, dass dieser Tag bei Oma etwas ganz Besonderes werden würde. Sie verabschiedeten sich von ihrer Mutter und stiegen in das Auto ihrer Großmutter. Der Tag konnte beginnen!

In Omas gemütlicher Küche begann der Tag mit einem besonderen Frühstück. „Was haltet ihr von frisch gebackenen Pfannkuchen mit ein bisschen Honig und geschnittenen Äpfeln?”, schlug Oma vor, während Marie und Martin begeistert nickten. Zusammen rührten sie den Teig und während die Pfannkuchen in der Pfanne tanzten, erzählte Oma Geschichten von früher, als sie selbst noch ein kleines Mädchen war. Marie und Martin hingen an ihren Lippen, vergaßen ihre Erkältung für einen Moment und lachten über die lustigen Abenteuer ihrer Großmutter.
Ein Tag bei Oma Nach dem Frühstück machten es sich die drei auf dem Sofa bequem. Oma holte ein dickes, altes Märchenbuch hervor, dessen Seiten weich vom vielen Blättern waren. „Dieses Buch hat schon eure Mutter geliebt, als sie so alt war wie ihr jetzt”, begann Oma und schlug die erste Seite auf, um den Geschwistern eine Geschichte vorzulesen. Ihre Stimme war beruhigend, die Marie und Martin in ferne Königreiche entführte, wo tapfere Helden und magische Kreaturen lebten. Draußen wehte der Wind, aber im Wohnzimmer herrschte eine warme, kuschelige Atmosphäre.

Als der Mittag näher rückte, verkündete Oma, dass es Zeit für ihre Spezial-Gemüsesuppe sei.

„Diese Suppe hat magische Kräfte”, zwinkerte sie den Kindern zu. „Sie kann jede Erkältung vertreiben.”

Marie und Martin halfen beim Gemüseschneiden, auch wenn ihre Schnitte nicht perfekt waren. Oma lobte sie dennoch für ihre Bemühungen. Während die Suppe auf dem Herd köchelte, erfüllte ihr Duft das ganze Haus und weckte den Appetit der Kinder.

Nach dem Mittagessen war es Zeit für Omas Lieblingsbrettspiele. Sie holte „Die Reise zum Zauberberg” und „Das geheimnisvolle Labyrinth der Feen” aus dem Schrank. Oma erklärte die Regeln und bald waren alle vertieft in die Spiele.

Martin gelang es als Erster, den Zauberberg zu erreichen, was ihn zum strahlenden Sieger machte. „Oma, du bist dran, ins Labyrinth zu gehen”, rief Marie, und ihre Großmutter, die so tat, als wäre ihre Spielfigur in großer Not, brachte alle zum Lachen. Ihre gemeinsame Zeit verging wie im Flug, da sie so viel Spaß zusammen hatten.
Ein Tag bei Oma Zwischen den Spielen nippten sie an Tee mit Honig, den ihre Großmutter mit Geduld zubereitet hatte. „Dieser Tee wärmt nicht nur den Körper, sondern macht euch auch schnell wieder gesund”, sagte sie, während sie gemeinsam unter einer großen Decke saßen und draußen der Regen leise gegen die Fensterscheiben prasselte.

Am Abend holte ihre Mutter Marie und Martin wieder ab. Die beiden waren glücklich von dem wunderbaren Tag bei ihrer Großmutter. Sie haben viele gesunde Gerichte gegessen und viel Tee getrunken. Die Geschwister fielen abends erschöpft ins Bett nach diesem ereignisreichen Tag und hofften, dass sie schnell wieder gesund werden.

Als der nächste Morgen anbrach, wurden Marie und Martin von dem Klingeln des Weckers geweckt. Sie öffneten ihre Augen und blickten sich mit einem Lächeln an. Fast gleichzeitig sprangen sie aus ihren Betten, bereit für den neuen Tag. Ihr Lachen erfüllte das Haus, ein schönes Echo des vergangenen Tages.

„Mama, wir fühlen uns wieder gut!”, rief Marie, als sie in die Küche lief, wo ihre Mutter gerade das Frühstück vorbereitete.

„Das ist wunderbar zu hören”, sagte ihre Mutter, ihr Gesicht hell erleuchtet von einem strahlenden Lächeln. „Es scheint, als hätte Omas Magie wieder einmal gewirkt.”

Martin, der vor Energie so sprudelte, fügte hinzu: „Oma hat uns gesagt, dass ihre Gemüsesuppe und der Tee magische Kräfte haben. Wir haben den ganzen Tag Spiele gespielt und Geschichten gehört!”
„Oma ist die Beste”, sagte Marie und nahm sich einen Apfel vom Tisch. Ihre Augen glänzten bei dem Gedanken an den gestrigen Tag.

Während sie ihre Rucksäcke für den Kindergarten packten, plapperten Marie und Martin aufgeregt über all die Dinge, die sie ihren Freunden erzählen wollten. „Ich werde ihnen von Omas magischer Suppe erzählen”, sagte Martin und zog sich seine Jacke an.

„Und ich erzähle von den Märchen, die sie uns vorgelesen hat”, fügte Marie hinzu, während sie ihren Rucksack schloss.

Ihre Mutter beobachtete sie dabei und lächelte. Sie war wirklich dankbar für die Unterstützung, die sie von ihrer eigenen Mutter erfuhr. „Vergesst nicht, Oma später anzurufen und ihr zu danken”, erinnerte sie die Kinder, die eifrig nickten.

„Natürlich werden wir das“, kam es wie im Chor von den beiden und sie lachten munter auf. Ihre Mutter öffnete die Haustür, um die beiden zum Kindergarten zu bringen, wo ihre Freunde sie schon freudig erwarteten. Auch ihre Freunde hatten viel zu erzählen. Marie und Martin stand ein aufregender Tag im Kindergarten bevor.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Warum können Marie und Martin an diesem Morgen nicht in den Kindergarten?

    Sie wachen mit kribbelnden Nasen und einem leisen Husten auf. Die Mutter fühlt Martin die Stirn und merkt, dass er ein wenig Fieber hat, und Marie fühlt sich auch nicht gut.

  2. 2Wer passt an diesem Tag auf die beiden auf, und wie kommt es dazu?

    Die Mutter muss zur Arbeit und ruft eine Nummer an, die sie auswendig kennt: die von Oma. Die sagt sofort zu — sie holt die beiden gleich ab, und die Mutter soll sich keine Sorgen machen.

  3. 3Womit beginnt der Tag in Omas gemütlicher Küche?

    Mit frisch gebackenen Pfannkuchen mit ein bisschen Honig und geschnittenen Äpfeln. Sie rühren gemeinsam den Teig, und während die Pfannkuchen in der Pfanne tanzen, erzählt Oma von früher, als sie selbst noch ein kleines Mädchen war.

  4. 4Was ist das Besondere an dem alten Märchenbuch, das Oma vom Sofa aus vorliest?

    Seine Seiten sind weich vom vielen Blättern, und Oma sagt: „Dieses Buch hat schon eure Mutter geliebt, als sie so alt war wie ihr jetzt.“ Draußen weht der Wind, drinnen ist es warm und kuschelig.

  5. 5Was erzählen Marie und Martin am nächsten Morgen ihren Freunden?

    Martin will von Omas magischer Suppe erzählen, Marie von den Märchen, die vorgelesen wurden. Beide fühlen sich wieder gut, und die Mutter sagt, es scheine, als hätte Omas Magie wieder einmal gewirkt.

Wörter aus der Geschichte

Fieber
wenn der Körper wärmer wird als sonst, weil man krank ist
erkältet
wenn die Nase läuft und der Hals kratzt
Pfannkuchen
flache weiche Fladen aus Teig, in der Pfanne gebacken
Märchenbuch
ein Buch voller alter Geschichten von Helden und Zauberwesen
Labyrinth
ein Weg mit vielen Abzweigungen, in dem man sich leicht verirrt

Zum Weitererzählen

  • Oma sagt, ihre Gemüsesuppe habe magische Kräfte. Was glaubst du — was hilft wirklich, wenn man krank ist?
  • Warum tut Oma beim Spielen so, als wäre ihre Figur in großer Not?
  • Die Mutter erinnert die Kinder daran, Oma später anzurufen und danke zu sagen. Wie hättest du dich bedankt?
  • Wenn du einen ganzen Tag zu Hause bleiben müsstest, weil du krank bist — wie sähe der schönste Krankentag aus?
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Ein Tag bei Oma vorlesen – so wird der Abend rund

Marie und Martin wachen krank auf und können nicht in den Kindergarten – eine Situation, die jedes Kind kennt und meistens als Verlust erlebt. Die Geschichte dreht das um, ohne das Kranksein schönzureden. Wenn Ihr Kind gerade selbst erkältet ist, ist das die passende Geschichte für diesen Abend. Zehn Minuten, mit einem ruhigen, häuslichen Ton, der gut leise gelesen wird.

Warum „Ein Tag bei Oma" zum Einschlafen passt

Es passiert nichts Aufregendes, und genau das ist die Stärke: ein häuslicher Tag, warm erzählt. Für Kinder, die selbst erkältet sind, ist das angenehmer als jedes Abenteuer.

Der Schluss zeigt beide wieder gesund auf dem Weg in den Kindergarten, wo die Freunde warten. Ein rundes, alltägliches Ende, das das Kranksein als vorübergehend zeigt.

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Häufige Fragen zu Ein Tag bei Oma

Worum geht es in „Ein Tag bei Oma"?

Marie und Martin wachen erkältet auf und können nicht in den Kindergarten. Stattdessen verbringen sie den Tag bei ihrer Oma – und er wird schöner als gedacht.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Etwa zehn Minuten.

Wann passt sie besonders?

Wenn Ihr Kind gerade selbst krank zu Hause ist. Die Geschichte redet das Kranksein nicht schön, macht aber etwas Gutes daraus.

Ab welchem Alter eignet sie sich?

Ab etwa vier Jahren.

Ist die Geschichte aufregend?

Nein, und das ist ihre Stärke – ein warm erzählter häuslicher Tag ohne Abenteuer.

Gibt es die Geschichte als PDF?

Ja, kostenlos und ohne Anmeldung unter der Geschichte.

Download als PDF

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