Frido, der schüchterne Frosch

Frido, der schüchterne Frosch

In einem stillen, verborgenen Teil des Waldes, wo die Sonnenstrahlen sanft durch die dichten Baumkronen fielen und das Wasser des Teiches ruhig glänzte, lebte ein junger Frosch namens Frido.

Frido war nicht wie die anderen Frösche. Während die anderen ihre Tage damit verbrachten, laut zu quaken und weite Sprünge über die Seerosen zu machen, saß Frido meist allein auf seinem Lieblingsstein und blickte träumerisch auf die glitzernde Oberfläche des Wassers. Frido hatte einen Traum. Er wollte am großen Gesangswettbewerb des Teiches teilnehmen, einem Ereignis, das nur einmal im Jahr stattfand und bei dem alle Tiere des Waldes zusammenkamen, um die musikalischen Talente der Frösche zu bewundern.

Doch Frido hatte ein Problem. So sehr er auch davon träumte, auf der Bühne zu stehen und sein Lied zu singen, so sehr fürchtete er sich auch davor. Er hatte Angst, vor anderen zu singen. Dieses Gefühl kroch tief in seinem kleinen Froschherzen und hielt ihn davon ab, seinen Traum zu verwirklichen.

Eines Tages, als Frido wie gewohnt auf seinem Stein saß und die ruhige Schönheit des Teiches betrachtete, kam seine beste Freundin, Lina, eine lebendige Libelle mit schillernden Flügeln, zu ihm geflogen. „Frido, warum singst du nie mit uns?”, fragte sie neugierig, während sie neben ihm herumschwirrte.

Frido blickte zu Boden. „Ich ... ich habe Angst”, gestand er leise.

„Aber warum?”, fragte Lina, sich neben ihm niederlassend. „Deine Stimme ist wunderschön. Ich habe dich heimlich singen hören.”

Frido, der schüchterne Frosch – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 10 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
  • Zuletzt überarbeitet: 7. September 2026

Hier beginnt die Geschichte

Frido fühlte sich bei Linas Worten ein wenig besser, aber seine Furcht verschwand dadurch nicht. „Ich fürchte mich vor den Blicken. Was, wenn ich einen Fehler mache? Was, wenn alle über mich lachen?”

Lina kicherte etwas und schüttelte den Kopf. „Frido, jeder macht Fehler. Aber es ist deine Stimme, die zählt. Dein Lied und dein Talent! Wir, deine Freunde, werden immer für dich da sein, egal was passiert.”

Fridos Augen leuchteten bei Linas Worten ein wenig auf. Es war ein kleiner Funken Hoffnung, der in seiner Brust zu wachsen begann. Vielleicht, nur vielleicht, könnte er seinen Traum doch verwirklichen. Doch dafür musste er noch ein wenig üben, um alle zu verzaubern.

Die Tage vergingen, und der Gesangswettbewerb rückte immer näher. Frido verbrachte jede freie Minute damit, heimlich zu üben, oft unter der Anleitung von Lina und den anderen Libellen, die ihn ermutigten und ihm halfen, sein Selbstvertrauen zu stärken. Je öfter er sein Lied übte, desto sicherer und mutiger wurde er. Er begann sich auf den Wettbewerb zu freuen.
Frido, der schüchterne Frosch Doch während Frido lernte, seine Unsicherheit vor seinen Freunden zu überwinden, wusste er, dass der wahre Test noch bevorstand: der Moment, in dem er vor allen Tieren des Waldes stehen und sein Lied quaken würde. Die Vorstellung allein ließ sein Herz schneller schlagen. Doch mit der Ermutigung seiner Freunde, die farbenfrohen Libellen, begann Frido, der junge, schüchterne Frosch, langsam, aber sicher seine Angst zu überwinden.

Die Libellen, um ihn schwebend und tanzend, wurden nicht müde, ihm Geschichten von Mut und Selbstvertrauen zu erzählen.

„Siehst du, Frido”, summte Maya, die mutigste unter ihnen, „jeder von uns hatte Angst zu fliegen, bis wir es einfach versuchten. Und schau uns jetzt an!” Sie drehte einen Looping in der Luft und lachte vergnügt auf.

Frido lauschte fasziniert. „Aber wie habt ihr das gemacht? Ich meine, wie habt ihr diese Furcht überwunden?”

„Mit Geduld, Übung und einer Menge Glauben an uns selbst", antwortete Maya munter. „Und genau das wirst du auch tun. Wir werden dir dabei helfen.”
Frido, der schüchterne Frosch „Stell dir vor, wie deine Musik die Herzen der Zuhörer erreicht“, flüsterte Zara leise, eine junge Libelle, deren Flügel im sanften Schimmern von Blau und Lila erstrahlten.

„Genau! Sie werden beeindruckt von dir sein“, fügte Lina hinzu. „Komm, wir üben noch ein paar Töne!“

Zusammen mit Lina, Zara und Maya übte Frido weiter, die Töne richtig zu quaken. Da die Libellen viel herumgekommen waren, wussten sie, wie die Töne klingen mussten.

Mit jeder Übung entwickelte Frido sein Lied weiter. Zwar bebte seine Stimme anfänglich noch vor Unsicherheit, doch mit der Zeit gewann sie an Kraft und Zuversicht. Er wurde immer besser und es zeigte sich, dass das ganze harte Training erfolgreich war.

Eines Abends, als die Sonne gerade hinter den Bäumen verschwand und den Teich in ein goldenes Licht tauchte, bat Frido seine Freunde, ihm zuzuhören. „Ich glaube, ich bin bereit, euch mein Lied zu zeigen”, sagte er aufgeregt und die Libellen jubelten vor Freude.

Die Libellen versammelten sich um ihn, ihre Augen leuchteten vor Erwartung. Frido nahm einen tiefen Atemzug und begann zu singen. Seine Stimme war anfangs kaum mehr als ein Flüstern, doch mit jeder Note gewann sie an Kraft. Das Quaken von dem schüchternen Frosch klang wunderbar und zog die Libellen in den Bann.

Als er endete, war es einen Moment lang still. Dann brach ein begeistertes Summen und Jauchzen aus.
Frido, der schüchterne Frosch „Frido, das war wunderschön!”, rief Maya aus. „Du hast deine eigene Stimme gefunden und sie ist wunderschön.”

Frido wurde rot vor Verlegenheit und gluckst leise auf. „Danke euch allen, ohne eure Unterstützung wäre mir das nie gelungen“, drückte er seine Dankbarkeit für die großartige Hilfe seiner Freunde aus. Er war sich sicher, dass er sich stets auf die Libellen verlassen konnte. Denn dafür waren wahre Freunde da.

Am Tag des großen Gesangswettbewerbs war der Teichrand mit Tieren aus allen Ecken des Waldes gefüllt. Die Sonne tauchte die Szene in ein warmes, glänzendes Licht und eine aufgeregte Stille breitete sich aus, als Frido, der junge, schüchterne Frosch, an der Reihe war.

Mit zittrigen Beinen trat er vor, blickte in die Menge und dann zu seinen Freunden, den farbenfrohen Libellen, die ihm ermutigende Blicke zuwarfen.

„Du kannst das, Frido!“, rief Maya und klatschte kurz. Mit einem tiefen Atemzug fand Frido den Mut, den er brauchte, hob den Kopf und begann sein Lied zu quaken.

Seine Stimme wurde schnell mutiger und er klang nicht wie der schüchterne Frosch. Die Melodie, die er mithilfe seiner Freunde entwickelt hatte, hallte über den Teich und berührte jedes Tier. Sogar die vielen bunten Vögel, die vorbeigekommen waren, lauschten Frido voller Bewunderung. Die anderen Frösche waren ebenso beeindruckt.

„Ist das wirklich Frido?“, fragte einer ganz verblüfft.
„Ja und hör mal, wie er singen kann“, antwortete ein kleiner Frosch aufgeregt.

Nachdem Frido sein Stück beendet hatte, brach der Applaus los, laut und herzlich, als die Tiere des Waldes ihre Anerkennung zeigten. Frido konnte es kaum glauben. Die Furcht, die einst so groß in ihm gewesen war, war wie weggeblasen.

„Du warst unglaublich, Frido!“, rief Luna, als sie und die anderen Libellen zu ihm flogen, um ihn zu umschwärmen.

„Ich ... ich habe es wirklich getan?“, fragte Frido, seine Augen weit und ungläubig.

„Ja, das hast du“, antworteten seine Freunde wie aus einem Munde.

Nicht nur, dass Frido den Wettbewerb gewann, er gewann auch die Herzen aller Zuhörer. Sein Erfolg war nicht nur ein Sieg für ihn, sondern ein Triumph der Freundschaft, des Mutes und der Selbstentdeckung.

Später am Abend, als die Feierlichkeiten in vollem Gange waren, fand Frido einen ruhigen Moment am Rande des Teiches. Er blickte auf das Wasser, das nun im Mondlicht funkelte, und dachte über den langen Weg nach, den er zurückgelegt hatte. Endlich hatte er den Mut gefunden, mit seiner Stimme zu glänzen.

„Ich bin so stolz auf dich, Frido“, sagte Luna, die sich zu ihm gesellte. „Du hast gezeigt, dass du alles erreichen kannst, wenn du nur an dich glaubst.“

Frido lächelte. „Ich hätte es nie ohne euch geschafft. Ihr habt mir gezeigt, was es heißt, mutig zu sein.“

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Warum sitzt Frido lieber allein auf seinem Lieblingsstein, während die anderen Frösche quaken und springen?

    Frido träumt davon, beim großen Gesangswettbewerb des Teiches zu singen. Aber er hat Angst davor, vor anderen zu singen, und dieses Gefühl hält ihn zurück.

  2. 2Was sagt Lina, die Libelle, als Frido ihr seine Angst gesteht?

    Sie sagt, seine Stimme sei wunderschön — sie habe ihn heimlich singen hören. Und dass jeder mal Fehler macht, seine Freunde aber immer für ihn da sind, egal was passiert.

  3. 3Wie hilft Maya, die mutigste der Libellen, dem kleinen Frosch?

    Sie erzählt ihm, dass auch die Libellen Angst vorm Fliegen hatten, bis sie es einfach versuchten. Dabei dreht sie einen Looping in der Luft und lacht. Mit Geduld, Übung und Glauben an sich selbst, sagt sie, schafft er es auch.

  4. 4Was passiert, als Frido seinen Freundinnen zum ersten Mal sein ganzes Lied vorsingt?

    Seine Stimme ist anfangs kaum mehr als ein Flüstern, doch mit jeder Note wird sie kräftiger. Als er endet, ist es kurz ganz still — dann brechen die Libellen in begeistertes Summen und Jauchzen aus.

  5. 5Wie geht der große Gesangswettbewerb am Teich aus?

    Frido tritt mit zittrigen Beinen vor, hebt den Kopf und quakt sein Lied. Sogar die vorbeigekommenen Vögel lauschen. Am Ende bricht der Applaus los, und Frido gewinnt nicht nur den Wettbewerb, sondern auch die Herzen aller Zuhörer.

Wörter aus der Geschichte

Libelle
ein schlankes Insekt mit durchsichtigen Flügeln, das gern über Wasser schwirrt
Seerosen
große runde Blätter mit Blüten, die auf dem Wasser schwimmen
Gesangswettbewerb
ein Fest, bei dem alle singen und man schaut, wer am schönsten singt
Verlegenheit
das warme, verlegene Gefühl, wenn einen alle loben und man rot wird
Applaus
das laute Klatschen, mit dem viele Zuhörer zeigen, dass es ihnen gefallen hat

Zum Weitererzählen

  • Frido übt zuerst nur heimlich. Warum ist es leichter, etwas allein zu üben als vor anderen?
  • Lina sagt, jeder macht Fehler. Was könnte man tun, wenn man beim Singen mittendrin steckenbleibt?
  • Woran merkt man eigentlich, dass jemand ein guter Freund ist?
  • Wenn du bei so einem Wettbewerb am Teich auftreten würdest — was würdest du vorführen?
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Frido, der schüchterne Frosch vorlesen – so wird der Abend rund

Frido sitzt lieber allein auf seinem Stein, während die anderen laut quaken und weit springen. Für stille Kinder ist er eine Figur zum Wiedererkennen – und die Geschichte verlangt nicht von ihm, ein anderer zu werden. Zehn Minuten, mit einem ruhigen Teich als Kulisse. Beim Vorlesen darf man die lauten Frösche wirklich laut machen; der Kontrast zu Frido trägt die ganze Geschichte.

Warum „Frido, der schüchterne Frosch" zum Einschlafen passt

Niemand lacht Frido aus, niemand zwingt ihn. Die Geschichte hat keinen Gegner, nur einen Frosch, der sich etwas traut, weil andere an ihn glauben.

Der Schluss ist ein Dank: Frido sagt, er hätte es ohne die anderen nie geschafft. Ein warmes, gemeinschaftliches Ende, mit dem sich der Abend gut schließen lässt.

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Häufige Fragen zu Frido, der schüchterne Frosch

Worum geht es in „Frido, der schüchterne Frosch"?

Während die anderen Frösche laut quaken und weit springen, sitzt Frido lieber still auf seinem Lieblingsstein. Mit Hilfe seiner Freunde traut er sich schließlich, seine Stimme zu zeigen.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Etwa zehn Minuten.

Für welche Kinder passt sie besonders?

Für stille Kinder. Frido muss kein anderer werden – er traut sich nur etwas, weil andere an ihn glauben.

Ab welchem Alter eignet sie sich?

Ab etwa vier Jahren.

Wird Frido ausgelacht?

Nein. Es gibt keinen Gegner in dieser Geschichte.

Gibt es die Geschichte als PDF?

Ja, kostenlos und ohne Anmeldung unter der Geschichte.

Download als PDF

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