Lena und das Osterkörbchen

Lena und das Osterkörbchen

Es war einmal ein kleines Mädchen namens Lena, das mit seiner Familie in einem großen Dorf zwischen einem dichten Wald und großen, weiten Feldern lebte. Lena war ein fröhliches Kind und liebte es, die Stunden draußen zu verbringen und die Natur und alle Tiere um sie herum zu beobachten. Besonders mochte sie die Osterzeit, denn dann gab es überall bunte Eier, Süßigkeiten und fröhliche Feiern im Dorf. Ihre Eltern hatten ihr erzählt, dass der Osterhase jedes Jahr durch den Wald hoppelte und dort für alle Kinder kleine Geschenke versteckte.

Eines sonnigen Frühlingsmorgens, als die Vögel zwitscherten und die Blumen in voller Blüte standen, machte sich Lena auf den Weg in den Wald. Sie trug ihr eigenes kleines Körbchen bei sich, um vielleicht ein paar bunte Eier zu finden, die der Osterhase versteckt hatte.

„Mama, Papa, ich gehe in den Wald, um nach Ostereiern zu suchen!“, rief sie fröhlich und rannte hinaus, bevor ihre Eltern etwas sagen konnten.

Draußen herrschte eine einladende Wärme warm, und der Wald war ruhig und friedlich. Die Sonnenstrahlen fielen hier und da durch das dichte Blätterdach und warfen tanzende Schatten auf den Waldboden. Immer wieder sprangen oder flogen Tiere über die Schatten und fügten ihre eigenen hinzu. Lena hüpfte vergnügt über die moosigen Pfade und summte ein Lied, das sie von ihrer Großmutter gelernt hatte.

Lena und das Osterkörbchen – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 9 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
  • Zuletzt überarbeitet: 7. September 2026

Hier beginnt die Geschichte

Sie hatte bereits an ein paar Stellen bereits bunte Eier finden können, aber Lena füllte ihr Körbchen auch mit bunten Blumen und hübschen Steinen. Als sie die moosigen Pfade entlanglief, erspähte sie etwas Glänzendes im Unterholz. Lena war sofort neugierig und versuchte, an den Glanz zu kommen. Sie schob vorsichtig die Zweige zur Seite, dabei musste sie aufpassen, dass sie ihre Hose nicht an den Zweigen kaputt machte. Als sie sich weit genug in das Unterholz gekämpft hatte, entdeckte Lena ein kleines, unscheinbares Körbchen. Es war einfach geflochten und schien schon etwas älter zu sein. Das Körbchen war mit zarten, kaum noch erkennbaren Mustern verziert, die aussahen wie Blumen.

„Wie hübsch!“, dachte Lena und hob das Körbchen vorsichtig auf. „Wem das wohl gehört?“
Lena und das Osterkörbchen Lange Zeit fand Lena niemand anderes im Wald, dem das alte Körbchen gehören könnte. Als sie einen großen Stein fand, setzte sie sich auf ihn und betrachtete ihren Fund genauer. Der Korb war erstaunlich leicht und duftete nach frischen Blumen. „Vielleicht hat es der Osterhase verloren“, überlegte Lena. Der Korb war größer als ihr eigenes Körbchen – so viel größer, dass sie es in den Korb legen konnte.

Lena nutzte die Zeit, um sich ein wenig auszuruhen und ihre anderen Schätze erneut zu betrachten. Die farbigen Blüten und Eier, aber auch die funkelnden Steine. Viele von ihnen waren lustig geformt und Lena wusste, dass Felix, ihr bester Freund, sie besonders gemocht hätte. Normalerweise wäre sie mit Felix zu Ostern in den Wald gegangen. Die beiden hatten immer viel Spaß beim Suchen gehabt und konnten Stunden draußen verbringen. Felix war aber letztes Jahr umgezogen und wohnte jetzt in einer Stadt. Sie schrieben sich manchmal Briefe, aber Lena hatte ihn leider seit dem Umzug nicht mehr gesehen.
Lena und das Osterkörbchen „Ich wünschte, Felix könnte diese Steine sehen“, seufzte Lena und rollte einen der Steine in ihrem Körbchen herum. Als sie das sagte, fiel ihr auf, wie der größere Korb anfing zu schimmern.

Lena war sich zunächst nicht sicher, ob nur das Sonnenlicht anders auf den Korb gefallen war. Doch nein: Er leuchtete! Das Licht breitete sich plötzlich aus, sodass sich Lena schnell die Augen zuhalten musste. Doch als sie sie wieder öffnete, staunte sie nicht schlecht.

Felix, ihr bester Freund, stand nun vor ihr im Wald und sah sich erschrocken um. „Lena?“, sagte er verwundert, war aber auch unglaublich glücklich als er sie sah. „Ich bin wieder hier!“, rief er, als er verstand, wohin er gebracht wurde.

Lena, die sich nun auch von ihrem Schreck erholt hatte, umarmte Felix und freute sich riesig. „Das ist unglaublich!“ sagte sie. „Das Körbchen hat mir meinen Wunsch erfüllt!“

„Welchen Wunsch?“, fragte Felix und Lena lächelte breit.
Lena und das Osterkörbchen „Hier,“ sagte sie und suchte die schönsten und lustigsten Steine aus ihrem Korb. „Die habe ich heute im Wald gefunden und ich habe mir gewünscht, dass du sie sehen kannst.“

„Der sieht ja aus wie eine Echse!“, rief Felix erstaunt und die beiden Freunde hatten sich viel zu erzählen. Sie verbrachten den ganzen Tag im Wald, spielten Verstecken und sammelten noch mehr bunte Blumen und Steine und was sie sonst noch Interessantes finden konnten. Sie erzählten sich Geschichten, die der andere verpasst hatte und lachten viel. Doch als der Abend näherkam, musste Felix zurück nach Hause.

„Ich wünsche mir, dass du wieder hier wohnst,“ sagte Lena traurig und warf einen kurzen Blick zum alten Korb. Doch dieses Mal passierte nichts – er trug einfach das, was Felix gefunden hatte.

„Das würde ich auch gerne,“ antwortete Felix traurig. „Aber meine Familie lebt jetzt weit weg und ich kann nicht immer so lange verschwunden bleiben.“

Lena wurde nachdenklich. „Vielleicht kann das Körbchen noch mehr helfen“, sagte sie. „ Du kannst ihn ja mitnehmen und dir etwas wünschen. Dann kann ich dich ja vielleicht besuchen!“

„Das können wir versuchen“, stimmte Felix zu. „Ich probiere morgen etwas aus. Wenn es funktioniert, sehen wir uns bald wieder.“
Die beiden verabschiedeten sich voneinander und Lena sah, wie Felix sich nach Hause wünschte. Am nächsten Tag schaffte Felix es tatsächlich, Lena zu sich zu wünschen und die beiden konnten noch einen weiteren Tag miteinander verbringen. Doch mit jedem Wunsch dauerte es länger, bis dieser vom Korb erfüllt wurde. Als sich Lena und Felix zu Ostern getroffen hatten und Felix wieder nach Hause geschickt werden musste, fürchteten beide, dass der Korb gar nicht mehr funktionierte. Nach dem dritten Versuch, sich Felix zurück nach Hause zu wünschen, funktionierte es endlich und Lena sah ihren besten Freund in dem hellen Licht verschwinden.

Lena entschied jedoch, das magische Osterkörbchen vorerst sicher zu verstecken und Felix einen Brief zu schreiben, wo sie ihm genau das erklärte. Vielleicht musste der Korb sich ausruhen oder er funktionierte nicht immer – vielleicht nur zu Ostern. Lena ging tief in den Wald und fand eine alte Eiche mit einer versteckten Höhle. Dort legte sie den Korb hinein und bedeckte es mit Moos und Blättern.

„Hier wird es sicher sein,“ sagte sie und kehrte nach Hause zurück.

Die Tage vergingen, und das Dorf blieb weiterhin ein ruhiger Ort. Lena war froh, dass sie den magischen Osterkorb gefunden hatte und es mit Felix teilen konnte. Obwohl sie das Körbchen nicht mehr bei sich trug, wusste sie, dass es stets in ihrer Nähe war.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Was nimmt Lena mit in den Wald, und wonach sucht sie dort?

    Ihr eigenes kleines Körbchen. Sie will bunte Eier finden, die der Osterhase versteckt hat — und sammelt unterwegs auch Blumen und hübsche Steine ein.

  2. 2Was entdeckt Lena im Unterholz, als sie etwas Glänzendes sieht?

    Ein kleines, unscheinbares Körbchen, einfach geflochten und schon etwas älter. Auf ihm sind kaum noch erkennbare Muster wie Blumen. Es ist erstaunlich leicht und duftet nach frischen Blumen.

  3. 3Was passiert, als Lena seufzt, sie wünschte, Felix könnte die Steine sehen?

    Der große Korb fängt an zu schimmern, dann leuchtet er so hell, dass Lena die Augen zuhalten muss. Als sie sie wieder öffnet, steht Felix vor ihr im Wald.

  4. 4Warum machen sich Lena und Felix später Sorgen um den Korb?

    Mit jedem Wunsch dauert es länger, bis der Korb ihn erfüllt. Zu Ostern klappt es erst beim dritten Versuch, Felix wieder nach Hause zu wünschen — die beiden fürchten schon, der Korb funktioniere gar nicht mehr.

  5. 5Wo bringt Lena das magische Körbchen am Ende hin?

    Tief in den Wald, zu einer alten Eiche mit einer versteckten Höhle. Dort legt sie den Korb hinein und bedeckt ihn mit Moos und Blättern. Felix schreibt sie einen Brief und erklärt ihm alles.

Wörter aus der Geschichte

Unterholz
die niedrigen Büsche und Zweige zwischen den Bäumen
geflochten
aus dünnen Zweigen zusammengeflochten, so wie ein Korb gemacht wird
Blätterdach
die vielen Blätter oben in den Bäumen, die den Wald beschatten
Eiche
ein sehr großer alter Baum, an dem Eicheln wachsen
Echse
ein kleines flinkes Tier mit Schuppen und langem Schwanz

Zum Weitererzählen

  • Lena rennt los, bevor ihre Eltern etwas sagen können. War das eine gute Idee?
  • Der Korb erfüllt nur manche Wünsche und wird immer langsamer. Woran könnte das liegen?
  • Lena vermisst Felix, weil er weggezogen ist. Wie kann man mit jemandem befreundet bleiben, der weit weg wohnt?
  • Wenn du einen Wunschkorb hättest, der nur einmal im Jahr funktioniert — wofür würdest du ihn aufheben?
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Lena und das Osterkörbchen vorlesen – so wird der Abend rund

Lena kennt die Geschichte vom magischen Osterkörbchen aus den Erzählungen ihrer Eltern – und findet es dann wirklich. Diese Konstruktion mag ich, weil sie das Erzählen selbst zum Teil der Geschichte macht. Neun Minuten, viel Wald und Frühling. Wer beim Vorlesen die Stelle betont, an der Lena teilt statt behält, hat den Kern getroffen.

Warum „Lena und das Osterkörbchen" zum Einschlafen passt

Es gibt keinen Gegner und keine Bedrohung. Die einzige Frage ist, ob es das Körbchen wirklich gibt – und das klärt sich freundlich.

Der Schluss ist ruhig und leicht wehmütig: Lena trägt das Körbchen nicht mehr bei sich, weiß aber, dass es in der Nähe ist. Ein zufriedenes Ende ohne Aufregung.

Wenn „Lena und das Osterkörbchen" gefallen hat

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Häufige Fragen zu Lena und das Osterkörbchen

Worum geht es in „Lena und das Osterkörbchen"?

Lenas Eltern haben ihr von einem magischen Osterkörbchen erzählt. Eines Frühlings findet sie es wirklich – und teilt es mit ihrem Freund Felix.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Etwa neun Minuten.

Ab welchem Alter eignet sie sich?

Ab etwa vier Jahren. Es gibt keinen Gegner und keine Bedrohung.

Passt sie zu Ostern?

Ja, sie spielt in der Osterzeit zwischen Wald und Feldern und gehört zu unseren Ostergeschichten.

Worum geht es im Kern?

Ums Teilen – und darum, dass Geschichten, die Eltern erzählen, manchmal wahr sind.

Gibt es die Geschichte als PDF?

Ja, kostenlos und ohne Anmeldung unter der Geschichte.

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