Mias magische Schlittenfahrt

Mias magische Schlittenfahrt

Es war einmal ein aufgewecktes, siebenjähriges Mädchen namens Mia. Sie lebte mit ihren Eltern, Emma und Tom, und ihrem jüngeren Bruder, dem fünfjährigen Lukas, in einem gemütlichen Haus am Rande einer kleinen Stadt. Mia hatte lange, lockige braune Haare, funkelnde grüne Augen und ein ansteckendes Lächeln.

Die Vorweihnachtszeit war Mias Lieblingszeit im Jahr. Sobald der erste Schnee fiel und die Straßen mit glitzernden Lichterketten geschmückt wurden, war Mia voller Vorfreude. Sie liebte es, mit ihrer Familie den Weihnachtsbaum auszusuchen und ihn mit bunten Kugeln, Sternen und Strohsternen zu schmücken. Mia und Lukas halfen ihrer Mutter beim Plätzchenbacken und sangen fröhlich Weihnachtslieder, während der Duft von Zimt und Vanille das ganze Haus erfüllte. Abends saß die Familie oft zusammen, trank heißen Kakao und las Weihnachtsgeschichten.

Eines verschneiten Nachmittags, als Mia ihrer Mutter beim Aufräumen half, entdeckte sie eine verborgene Luke zur Dachkammer. Neugierig kletterte sie die knarrenden Stufen hinauf und betrat den geheimnisvollen Dachboden. Staubige Sonnenstrahlen fielen durch ein kleines Fenster und tauchten den Raum in ein sanftes Licht. Mia sah sich staunend um und entdeckte alte Koffer, vergilbte Bücher und vergessene Spielsachen.

Mias magische Schlittenfahrt – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 12 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
  • Zuletzt überarbeitet: 7. September 2026

Hier beginnt die Geschichte

Ihr Blick fiel auf etwas, das unter einer staubigen Decke verborgen war. Vorsichtig zog sie die Decke beiseite und zum Vorschein kam ein alter hölzerner Schlitten. Er war wunderschön gearbeitet, mit geschwungenen Kufen und einer reich verzierten Rückenlehne. Auf dem Sitz lag eine weiche, rote Samtdecke. Mia strich ehrfürchtig über das glänzende Holz. Sie spürte, dass dieser Schlitten etwas Besonderes war, fast so, als würde er ein Geheimnis in sich tragen. Mit leuchtenden Augen beschloss Mia, den geheimnisvollen Schlitten mit nach unten zu nehmen und ihn behutsam zu putzen.

In der Nacht vor Weihnachten lag Mia hellwach in ihrem Bett, den Kopf voller Gedanken an den geheimnisvollen Schlitten. Als sie endlich einschlief, fand sie sich in einem Traum wieder, in dem der Schlitten sie zu rufen schien. Sie sah ihn, glitzernd und funkelnd, vor sich stehen, als würde er darauf warten, dass sie einsteigt.
Mias magische Schlittenfahrt Plötzlich erwachte Mia und hörte ein leises Klingeln, das von draußen zu kommen schien. Sie schlich zum Fenster und traute ihren Augen kaum: Der alte Schlitten stand mitten im Garten, von einem magischen Licht umgeben. Schneeflocken tanzten um ihn herum, und die Kufen schimmerten wie poliertes Silber. Wie von einer unsichtbaren Kraft angezogen, lief Mia nach draußen. Der Schlitten öffnete seine Tür und eine sanfte Stimme flüsterte: „Komm, Mia, steig ein. Eine wunderbare Reise erwartet dich.“ Ohne zu zögern, kletterte Mia in den Schlitten, bereit für das Abenteuer ihres Lebens.

Sobald Mia im Schlitten saß, hob dieser sanft vom Boden ab und gewann schnell an Höhe. Sie flog über die schneebedeckten Dächer ihrer Stadt hinweg, vorbei an funkelnden Sternen und dem silbern schimmernden Mond. Der Wind strich sanft durch Mias Haare, während eine wohlige Wärme sie umhüllte, die von der weichen Samtdecke auszugehen schien.
Mias magische Schlittenfahrt Der Schlitten flog immer höher und bald konnte Mia die Erde unter sich sehen, die wie eine leuchtende Kugel in der Dunkelheit schwebte. Farbenfrohe Nordlichter tanzten am Himmel und tauchten die Landschaft in ein magisches Licht. Unter ihnen erstreckten sich endlose, glitzernde Schneelandschaften, durchzogen von tiefblauen Flüssen und kristallklaren Seen.

Schließlich tauchte am Horizont ein prächtiges Eisschloss auf, das im Licht unzähliger Kerzen und Fackeln funkelte. Der Schlitten verlangsamte seine Fahrt und landete sanft vor einem großen, reich verzierten Tor. Mia stieg aus und sah sich staunend um. Überall wuselten kleine Elfen in bunten Gewändern umher, die eifrig damit beschäftigt waren, Geschenke zu verpacken und Spielzeug herzustellen. Eine besonders freundlich aussehende Elfe mit einem Lächeln, das so warm war wie die Sonne, kam auf Mia zu und begrüßte sie herzlich: „Willkommen am Nordpol, Mia! Wir haben dich schon erwartet.“

Die freundliche Elfe stellte sich als Tina vor und führte Mia in die Weihnachtswerkstatt. Als sie eintraten, blieb Mia vor Staunen der Mund offen stehen. Die Werkstatt war ein riesiger, festlich geschmückter Raum, erfüllt vom Duft nach Zimt, Tannennadeln und Lebkuchen. Unzählige Kerzen und bunte Lichterketten tauchten alles in ein warmes, goldenes Licht.

Überall waren Elfen damit beschäftigt, Spielzeug herzustellen und Geschenke zu verpacken. An einem langen Tisch saßen Elfen, die mit größter Sorgfalt Puppen schneiderten, Stofftiere nähten und Holzfiguren bemalten. In einer Ecke stapelten sich Schaukelpferde, Puppenwagen und Bauklötze in allen Farben und Formen. An der Wand hingen Regale voller Bücher mit glitzernden Einbänden und kuscheliger Teddybären mit roten Schleifen.

Tina erklärte Mia, dass jedes Spielzeug und jedes Geschenk mit viel Liebe und Sorgfalt hergestellt wird, damit es den Kindern auf der ganzen Welt Freude bereiten konnte. Mia war tief berührt von der Hingabe und dem Einsatz der Elfen.
Mias magische Schlittenfahrt „Möchtest du uns helfen, Mia?“, fragte Tina und zwinkerte ihr zu. Mia nickte begeistert und Tina führte sie zu einem Tisch, auf dem unzählige Bänder, Schleifen und glitzerndes Geschenkpapier lagen. Gemeinsam machten sie sich daran, Geschenke einzupacken. Mia wählte für jedes Geschenk das schönste Papier und die farblich passenden Bänder aus. Sie hatte großen Spaß daran, gemeinsam mit den Elfen zu arbeiten und war stolz darauf, wie hübsch die fertigen Päckchen aussahen.

Die Zeit verging wie im Flug und Mia bemerkte gar nicht, wie viele Geschenke sie schon verpackt hatte. Sie war so glücklich und dankbar, dass sie einen Teil zu diesem besonderen Weihnachtszauber beitragen durfte.

Als sie gerade das letzte Geschenk verpackt hatten, kam Tina mit einer besonderen Bitte auf Mia zu. „Wir haben ein Geschenk für ein Kind, das in diesem Jahr besonders traurig ist und dringend etwas Freude und Trost braucht“, erklärte die Elfe. „Aber wir sind uns nicht sicher, was das perfekte Geschenk für dieses Kind sein könnte. Kannst du uns helfen, es zu finden?“

Mia war gerührt von der Aufgabe und nickte eifrig. Sie machte sich auf die Suche in der Werkstatt, fest entschlossen, das ideale Geschenk zu finden. Sie sah wunderschöne Puppen und kuschelige Stofftiere, aber irgendwie schien nichts das Richtige zu sein. Gerade als sie die Hoffnung fast aufgegeben hatte, entdeckte sie in einer Ecke einen kleinen Teddybären mit einem flauschigen, goldbraunen Fell und einer roten Schleife um den Hals. Der Bär hatte so treue, glänzende Augen und sah so lieb und tröstlich aus, dass Mia sofort wusste, dass er das perfekte Geschenk war.

Sie nahm den Teddybären behutsam in die Arme und brachte ihn zu Tina. Die Elfe strahlte, als sie den Bären sah. „Oh Mia, du hast den perfekten Begleiter für das einsame Kind gefunden!“, rief sie aus. „Mit diesem treuen Freund an seiner Seite wird es bestimmt wieder lächeln können.“ Mia war glücklich und stolz, dass sie helfen konnte und hoffte, dass der kleine Bär seinem neuen Besitzer viel Freude und Trost spenden würde.

Es war Zeit für Mia, nach Hause zurückzukehren. Mit Tränen in den Augen verabschiedete sie sich von Tina und den anderen Elfen. Sie versprach, sie im nächsten Jahr wieder zu besuchen und umarmte jeden von ihnen zum Abschied. Mia stieg in den Schlitten, der sich sanft in die Luft erhob. Sie flogen durch den Sternenhimmel und Mia landete sicher zurück in ihrem warmen Zuhause.
Am Weihnachtsmorgen erwachte Mia voller Vorfreude. Als sie sich in ihrem Bett aufsetzte, entdeckte sie ein geheimnisvolles Geschenk auf ihrem Nachttisch. Mit zitternden Händen öffnete sie die Schleife und wickelte das glänzende Papier ab. Zum Vorschein kam der kleine Teddybär mit dem flauschigen, goldbraunen Fell und der roten Schleife um den Hals. Genau der Bär, den sie in der Weihnachtswerkstatt für das traurige Kind ausgesucht hatte.

Überglücklich drückte Mia den Bären an ihr Herz. In diesem Moment wurde ihr klar, dass ihre wunderbare Reise zum Nordpol keine Traumfantasie gewesen war, sondern tatsächlich stattgefunden hatte. Der Teddybär war der Beweis dafür, dass Wunder wahr werden können, wenn man fest genug an sie glaubt. Mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht beschloss Mia, den Zauber der Weihnacht für immer in ihrem Herzen zu bewahren.

Mia rannte aufgeregt die Treppe hinunter, den Teddybären fest an sich gedrückt. Ihre Familie saß bereits am Frühstückstisch und bestaunte die vielen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Mit leuchtenden Augen erzählte Mia ihnen von ihrer unglaublichen Reise zum Nordpol, von den fleißigen Elfen und dem besonderen Geschenk, das sie für das traurige Kind ausgesucht hatte. Ihre Eltern und Lukas hörten gespannt zu und staunten über Mias Erlebnisse.

Die Weihnachtsfeier war erfüllt von Lachen, köstlichem Essen und der Freude über die vielen Geschenke. Mia strahlte den ganzen Tag über und wusste, dass sie dieses Weihnachtsfest nie vergessen würde. Sie nahm sich vor, die Erinnerung an ihre magische Reise für immer in ihrem Herzen zu bewahren und jedes Jahr aufs Neue den Zauber der Weihnacht zu spüren.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Was entdeckt Mia auf dem Dachboden?

    Unter einer staubigen Decke steht ein alter hölzerner Schlitten mit geschwungenen Kufen und einer reich verzierten Rückenlehne. Auf dem Sitz liegt eine weiche, rote Samtdecke. Mia spürt sofort, dass dieser Schlitten ein Geheimnis in sich trägt.

  2. 2Was passiert in der Nacht vor Weihnachten?

    Mia hört ein leises Klingeln, schleicht ans Fenster und sieht den Schlitten mitten im Garten stehen, von einem magischen Licht umgeben. Eine sanfte Stimme flüstert: „Komm, Mia, steig ein. Eine wunderbare Reise erwartet dich.“

  3. 3Wohin fliegt der Schlitten, und wer empfängt Mia dort?

    Er fliegt über Dächer, Sterne und tanzende Nordlichter bis zu einem prächtigen Eisschloss am Nordpol. Dort begrüßt sie eine freundliche Elfe namens Tina: „Willkommen am Nordpol, Mia! Wir haben dich schon erwartet.“

  4. 4Welche besondere Bitte hat Tina an Mia?

    Die Elfen suchen ein Geschenk für ein Kind, das in diesem Jahr besonders traurig ist, und wissen nicht, was das Richtige wäre. Mia sucht die ganze Werkstatt ab und findet in einer Ecke einen kleinen Teddybären mit goldbraunem Fell und roter Schleife.

  5. 5Was findet Mia am Weihnachtsmorgen auf ihrem Nachttisch?

    Ein Geschenk — und darin liegt genau der Teddybär, den sie in der Weihnachtswerkstatt für das traurige Kind ausgesucht hatte. Da weiß Mia, dass die Reise zum Nordpol wirklich stattgefunden hat.

Wörter aus der Geschichte

Luke
eine kleine Klapptür in der Decke oder im Boden
Dachkammer
ein kleiner Raum ganz oben unter dem Dach
Kufen
die schmalen Leisten unten am Schlitten, auf denen er über den Schnee gleitet
Samtdecke
eine Decke aus Samt, einem sehr weichen Stoff
Nordlichter
bunte Lichter, die im hohen Norden am Nachthimmel tanzen

Zum Weitererzählen

  • Warum sucht Mia so lange nach dem richtigen Geschenk, statt einfach das erste zu nehmen?
  • Was wäre für dich ein Geschenk, das jemanden wieder lächeln lässt?
  • Auf dem Dachboden liegen alte Koffer und vergessene Spielsachen. Was würdest du dort gern finden?
  • Wenn ein Schlitten heute Nacht vor deinem Fenster stehen würde — wohin sollte er dich bringen?
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Band 2 – Die schwebende Stadt

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Mias magische Schlittenfahrt vorlesen – so wird der Abend rund

Mia ist sieben, ihr Bruder Lukas fünf – eine Konstellation, die viele Familien wiedererkennen. Der Anfang ist reine Vorweihnachtszeit: erster Schnee, geschmückte Straßen. Zwölf Minuten, gut auf zwei Abende teilbar an der Stelle, an der die Fahrt beginnt. Für Dezemberabende mit aufgedrehten Kindern ist der ruhige zweite Teil hilfreich.

Warum „Mias magische Schlittenfahrt" zum Einschlafen passt

Es gibt keine Bedrohung – die Fahrt ist ein Geschenk, keine Prüfung. Die Geschichte wird gegen Ende ruhiger und wärmer.

Der Schluss ist ein Vorsatz: Mia will die Erinnerung an diese Reise für immer bewahren. Ein zufriedenes Ende ohne offene Fragen – gut, um danach das Licht auszumachen.

Wenn „Mias magische Schlittenfahrt" gefallen hat

Weiter mit Lena und der Weihnachtsstern, Weihnachten auf dem Bauernhof und Der Schneemann, der Weihnachten rettete. Alles zum Fest: Weihnachtsgeschichten. Alles Weitere: alle 274 Kindergeschichten.

Häufige Fragen zu Mias magische Schlittenfahrt

Worum geht es in „Mias magische Schlittenfahrt"?

Die siebenjährige Mia liebt die Vorweihnachtszeit. Als der erste Schnee fällt, beginnt eine Schlittenfahrt, die anders verläuft als geplant.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Etwa zwölf Minuten. Gut teilbar an der Stelle, an der die Fahrt beginnt.

Ab welchem Alter eignet sie sich?

Ab etwa vier Jahren. Es gibt keine Bedrohung – die Fahrt ist ein Geschenk, keine Prüfung.

Passt sie in den Advent?

Ja. Der Anfang ist reine Vorweihnachtszeit mit erstem Schnee und geschmückten Straßen.

Für welche Familien passt sie besonders?

Für Familien mit zwei Kindern – Mia ist sieben, ihr Bruder Lukas fünf.

Gibt es die Geschichte als PDF?

Ja, kostenlos und ohne Anmeldung unter der Geschichte.

Download als PDF

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