Weihnachten auf dem Bauernhof

Weihnachten auf dem Bauernhof

Anja konnte es kaum erwarten, endlich bei Oma und Opa auf dem Bauernhof anzukommen. Die Fahrt durch die verschneite Landschaft kam ihr endlos vor, doch als das Auto in den Hof einbog, war die Aufregung riesig. Der Bauernhof sah aus wie in einem Wintermärchen. Die Dächer waren mit einer dicken Schneedecke überzogen und aus den Schornsteinen kräuselte sich gemütlich der Rauch. Oma Lotte und Opa Hans standen schon an der Tür und begrüßten Anja mit einer herzlichen Umarmung. „Willkommen auf dem Bauernhof, meine Kleine!“, sagte Opa und nahm Anja an der Hand. Gemeinsam stapften sie durch den knirschenden Schnee in Richtung des festlich geschmückten Bauernhauses. Überall hingen Tannenzweige und bunte Lichter, die den Hof in ein warmes Licht tauchten. Anja war überwältigt von der weihnachtlichen Stimmung und konnte es kaum erwarten, die kommenden Tage mit ihren Großeltern auf dem zauberhaften Bauernhof zu verbringen.

In der gemütlichen Küche duftete es bereits verführerisch nach Zimt und Vanille. Oma Lotte hatte schon alles vorbereitet, um mit Anja Weihnachtsplätzchen zu backen. „Schau mal, Anja, hier haben wir verschiedene Ausstechförmchen. Such dir deine Lieblingsformen aus!“, sagte Oma und zeigte auf die Sterne, Tannenbäume und Herzen. Anja entschied sich für die Sterne und begann begeistert, den Teig auszurollen. Oma streute etwas Mehl auf die Arbeitsfläche und zeigte Anja, wie man die Förmchen richtig ausstechen konnte.

Bald war die Küche erfüllt von fröhlichem Lachen und dem Duft frisch gebackener Plätzchen. Anja hatte Mehl auf der Nase und kicherte, als Oma ihr liebevoll über die Wange strich. Gemeinsam verzierten sie die Plätzchen mit bunten Streuseln und Zuckerguss. Anja war ganz vertieft in ihre Aufgabe und zeigte stolz auf ihre kunstvoll dekorierten Sterne.

Weihnachten auf dem Bauernhof – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 11 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
  • Zuletzt überarbeitet: 7. September 2026

Hier beginnt die Geschichte

Als die erste Ladung Plätzchen im Ofen war, wurde der Duft noch intensiver. Anja schnupperte begeistert und konnte es kaum erwarten, die leckeren Kekse zu probieren. Oma öffnete den Ofen und holte das Blech mit den goldbraunen Plätzchen heraus. „Vorsicht, sie sind noch heiß!“, warnte sie, doch Anja konnte nicht widerstehen und stibitzte sich einen noch warmen Stern. „Mmh, die sind so lecker, Oma!“, schwärmte sie mit vollem Mund. Oma lächelte zufrieden und freute sich, dass sie Anja mit dem gemeinsamen Plätzchenbacken eine solche Freude bereiten konnte. Der Duft der frisch gebackenen Plätzchen zog durch das ganze Haus und lockte schließlich auch Opa Hans in die Küche, der sich begeistert ein paar der köstlichen Kekse nahm.

Am nächsten Morgen wachte Anja voller Vorfreude auf. Heute würde sie zusammen mit Opa Hans den perfekten Weihnachtsbaum für das Fest aussuchen. Nach einem gemütlichen Frühstück machten sich die beiden dick eingepackt auf den Weg in den verschneiten Wald. Anja hüpfte aufgeregt durch den knirschenden Schnee und bestaunte die glitzernden Eiszapfen an den Ästen.
Weihnachten auf dem Bauernhof Schon bald erreichten sie die Lichtung mit den Tannenbäumen. Anja staunte über die vielen Bäume, die sich vor ihr aufragten. „Such dir den schönsten aus, mein Schatz“, ermunterte Opa Hans sie liebevoll. Anja nahm die Aufgabe sehr ernst und begutachtete jeden Baum ganz genau. Einige waren ihr zu groß, andere hatten kahle Stellen oder schief gewachsene Äste.

Plötzlich entdeckte sie die perfekte Tanne, schlank und gleichmäßig gewachsen, mit sattgrünen Nadeln. „Opa, der ist es!“, rief Anja begeistert. Opa Hans nickte anerkennend und machte sich daran, den Baum fachmännisch zu fällen. Anja half ihm, die Äste zusammenzubinden und den Baum auf den alten Holzschlitten zu hieven.

Auf dem Rückweg zum Bauernhof erzählte Opa Hans Anja Geschichten aus seiner Kindheit und wie er früher selbst immer den Weihnachtsbaum ausgesucht hatte. Anja lauschte gebannt und stellte sich vor, wie Opa als kleiner Junge durch den Wald gestapft war.
Weihnachten auf dem Bauernhof Als sie den Hof erreichten, kam ihnen Oma Lotte schon entgegen. „Na, habt ihr ein schönes Exemplar gefunden?“, fragte sie und strahlte, als sie den prächtigen Baum auf dem Schlitten sah. Gemeinsam schmückten sie den Traktor mit Tannenzweigen und bunten Schleifen und machten sich daran, den Weihnachtsbaum zur festlich dekorierten Scheune zu bringen, wo er bis zum Heiligabend auf seinen großen Auftritt warten würde. Anja war überglücklich und konnte es kaum erwarten, den geschmückten Baum in seiner vollen Pracht zu sehen.

In der festlich geschmückten Scheune versammelte sich die ganze Familie zum Adventskranz binden. Oma Lotte hatte bereits alles vorbereitet: frische Tannenzweige, rote Kerzen, Strohsterne und bunte Bänder lagen auf dem großen Holztisch bereit. Anja half begeistert dabei, die Zweige zu einer schönen Kranzform zusammenzufügen. Opa Hans zeigte ihr, wie man die Enden geschickt mit Draht umwickelte, damit alles schön fest saß.

Als der Kranz fertig geflochten war, durfte Anja die vier roten Kerzen in die dafür vorgesehenen Halter stecken. Mit größter Sorgfalt platzierte sie jede Kerze und achtete darauf, dass sie gerade stand. Oma Lotte steuerte die letzten Dekorationen bei und band die bunten Bänder an den Kranz. Gemeinsam trugen sie das Kunstwerk in die Mitte der Scheune und platzierten es auf einem geschmückten Tisch.

Opa Hans entzündete die erste Kerze und ein warmes Licht erfüllte den Raum. Die Familie versammelte sich um den Kranz und Anja durfte das erste Weihnachtslied anstimmen. Alle sangen fröhlich mit und die Stimmung wurde immer besinnlicher. Oma Lotte begann, eine Geschichte von früher zu erzählen, als sie selbst noch ein kleines Mädchen war und mit ihren Geschwistern Adventskränze gebastelt hatte. Anja lauschte gebannt und stellte sich vor, wie aufregend Weihnachten damals gewesen sein musste.
Weihnachten auf dem Bauernhof Opa Hans stimmte schließlich noch ein Lied an und alle sangen gemeinsam „Kling, Glöckchen, klingelingeling“. Die Scheune war erfüllt von Musik, Lachen und dem Duft von Tannengrün und Kerzenwachs. Anja fühlte eine wohlige Wärme in ihrem Herzen und war dankbar, diese besonderen Momente mit ihrer Familie teilen zu dürfen.

Endlich war der Heiligabend gekommen. Die Scheune erstrahlte im festlichen Glanz, geschmückt mit Tannengirlanden, Strohsternen und dem prächtigen Weihnachtsbaum, den Anja und Opa Hans gemeinsam ausgesucht hatten. In einer Ecke stand die Krippe mit Ochs und Esel, nur das Christkind fehlte noch. Die Tiere im Stall schienen die besondere Stimmung zu spüren und waren ganz ruhig, als würden sie andächtig auf das große Ereignis warten.

Die ganze Familie versammelte sich zum Weihnachtsessen in der Scheune. Oma Lotte hatte köstlichen Braten, Klöße und Rotkohl zubereitet und alle ließen es sich gemeinsam mit den Tieren schmecken. Anja fütterte behutsam die Kaninchen und streichelte sanft das weiche Fell der Schafe. Die Kühe muhten leise, als wollten sie auch ein frohes Fest wünschen. Es war ein einzigartiges Gefühl, Weihnachten zusammen mit den Tieren zu feiern.
Nach dem Essen war es Zeit für Anjas großen Auftritt. Opa Hans überreichte ihr feierlich das Christkind, eine kleine Holzfigur, die in weiche Tücher gewickelt war. Mit leuchtenden Augen und voller Ehrfurcht trug Anja das Christkind zur Krippe und legte es behutsam hinein. In diesem Moment begann der Weihnachtszauber: Die Kerzen am Baum entzündeten sich wie von Geisterhand und tauchten die Scheune in ein warmes, goldenes Licht. Anja strahlte vor Glück und schmiegte sich an Oma Lotte.

Gemeinsam stimmten sie „Stille Nacht“ an und ihre Stimmen erfüllten die Scheune mit der Botschaft von Frieden und Liebe. Anja spürte, wie sich eine wohlige Wärme in ihrem Herzen ausbreitete. Hier, im Kreis ihrer Familie und der geliebten Tiere, wurde ihr bewusst, was Weihnachten wirklich bedeutete. Es waren nicht die Geschenke, sondern die Nähe zueinander. Mit glänzenden Augen blickte sie auf die Krippe und wusste, dass sie diesen zauberhaften Moment nie vergessen würde.

Die Weihnachtstage auf dem Bauernhof vergingen wie im Flug. Anja genoss jede Minute des Beisammenseins, der weihnachtlichen Bräuche und der einzigartigen Atmosphäre. Als der Moment des Abschieds gekommen war, umarmte sie Oma Lotte und Opa Hans ganz fest. „Das war das schönste Weihnachtsfest überhaupt!“, sagte Anja mit einem glücklichen Lächeln. Oma und Opa strahlten. „Nächstes Jahr feiern wir wieder gemeinsam hier auf dem Bauernhof“, versprach Opa Hans. Anja nickte begeistert. Der Weihnachtszauber des Bauernhofs hatte sich tief in ihr Herz geschlichen. Sie konnte es kaum erwarten, bis es endlich wieder Weihnachten war.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Wie sieht der Bauernhof aus, als Anja ankommt?

    Wie in einem Wintermärchen: Die Dächer liegen unter einer dicken Schneedecke, aus den Schornsteinen kräuselt sich der Rauch, und überall hängen Tannenzweige und bunte Lichter. Oma Lotte und Opa Hans stehen schon an der Tür.

  2. 2Was backen Anja und Oma Lotte, und wofür entscheidet Anja sich?

    Sie backen Weihnachtsplätzchen. Oma zeigt ihr die Ausstechförmchen — Sterne, Tannenbäume und Herzen —, und Anja wählt die Sterne. Später verzieren sie alles mit bunten Streuseln und Zuckerguss.

  3. 3Wie suchen Anja und Opa Hans den Weihnachtsbaum aus?

    Dick eingepackt stapfen sie in den verschneiten Wald bis zu einer Lichtung. Anja nimmt die Aufgabe sehr ernst: Manche Bäume sind ihr zu groß, andere haben kahle Stellen oder schiefe Äste. Dann entdeckt sie eine schlanke, gleichmäßig gewachsene Tanne mit sattgrünen Nadeln.

  4. 4Was passiert beim Kranzbinden in der Scheune?

    Opa Hans zeigt Anja, wie man die Enden der Zweige mit Draht umwickelt, damit alles fest sitzt. Anja steckt die vier roten Kerzen sorgfältig in die Halter, Opa entzündet die erste, und Anja darf das erste Weihnachtslied anstimmen.

  5. 5Was ist an Heiligabend Anjas großer Auftritt?

    Opa Hans überreicht ihr feierlich das Christkind, eine kleine Holzfigur in weiche Tücher gewickelt. Anja trägt es zur Krippe und legt es behutsam hinein — und in diesem Moment entzünden sich die Kerzen am Baum wie von Geisterhand.

Wörter aus der Geschichte

Ausstechförmchen
kleine Formen aus Blech, mit denen man Figuren aus dem Teig sticht
Zuckerguss
eine süße weiße Masse, die man über Kekse streicht und die hart wird
Lichtung
eine freie Stelle mitten im Wald, wo keine großen Bäume stehen
Strohsterne
kleine Sterne, die aus gelben Halmen geflochten sind
Krippe
der nachgebaute kleine Stall, den man zu Weihnachten aufstellt

Zum Weitererzählen

  • Anja stibitzt einen noch warmen Stern, obwohl Oma warnt. Hättest du gewartet?
  • Anja begutachtet jeden Baum ganz genau. Woran erkennt man deiner Meinung nach den schönsten?
  • Die Familie isst an Heiligabend in der Scheune, zusammen mit den Tieren. Wie fändest du das?
  • Wenn du ein paar Tage auf so einem Bauernhof wärst — welches Tier würdest du zuerst besuchen?
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Weihnachten auf dem Bauernhof vorlesen – so wird der Abend rund

Die Anfahrt kommt Anja endlos vor – ein Gefühl, das jedes Kind auf dem Weg zu den Großeltern kennt. Dann ein Hof wie im Wintermärchen: Schneedächer, Rauch aus dem Schornstein. Elf Minuten mit viel Wärme und wenig Handlung. Wenn Sie über die Feiertage selbst zu Besuch fahren, ist das die passende Geschichte für den Abend davor.

Warum „Weihnachten auf dem Bauernhof" zum Einschlafen passt

Es gibt keinen Konflikt und keine Bedrohung – die Geschichte lebt von Wärme, Tieren und Familie. Für Heiligabend-Aufregung ist das ein gutes Gegengewicht.

Der Schluss ist ein Versprechen: Nächstes Jahr feiern wir wieder zusammen hier. Ein ruhiges, sicheres Ende, das den Abend mit einer Vorfreude statt mit einem Abschied beschließt.

Wenn „Weihnachten auf dem Bauernhof" gefallen hat

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Häufige Fragen zu Weihnachten auf dem Bauernhof

Worum geht es in „Weihnachten auf dem Bauernhof"?

Anja fährt über die Feiertage zu Oma Lotte und Opa Hans auf den verschneiten Bauernhof – und erlebt ein Weihnachten mit Tieren, Wärme und Familie.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Etwa elf Minuten.

Ab welchem Alter eignet sie sich?

Ab etwa vier Jahren. Es gibt keinen Konflikt und keine Bedrohung.

Wann passt sie am besten?

Am Abend, bevor Sie selbst zu Großeltern oder Verwandten fahren.

Ist sie ruhig genug für den Advent?

Ja. Sie lebt von Wärme statt von Spannung – ein gutes Gegengewicht zur Aufregung vor Heiligabend.

Gibt es die Geschichte als PDF?

Ja, kostenlos und ohne Anmeldung unter der Geschichte.

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