Vorlesen lassen
Die ganze Geschichte zum Anhören, kostenlos und ohne Anmeldung.
Alle Geschichten gibt es auch als Podcast – kostenlos, ohne Werbung, jeden Abend eine neue.
Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Weil es abends neben dem Herd in der Asche schläft — dort ist es am wärmsten — und davon immer staubig aussieht. Die Stiefschwestern nennen es deshalb so. Es ist ein Spottname, kein richtiger.
Den beiden Schwestern schöne Kleider und Perlen. Aschenputtel hat sich den ersten Zweig gewünscht, der dem Vater auf dem Heimweg an den Hut stößt — es wird ein Haselzweig.
Die Vögel. Auf den Ruf „die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“ kommen zwei weiße Täubchen und alle Vöglein unter dem Himmel und picken, bis alles wieder in der Schüssel liegt — in weniger als einer Stunde.
Von einem weißen Vöglein im Haselbaum auf dem Grab der Mutter. Auf den Spruch „Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich“ wirft es Gold und Silber herunter — am dritten Abend dazu Schuhe aus reinem Gold.
Die zwei Täubchen rufen ihm vom Haselbaum zu, der Fuß sei zu groß und die rechte Braut sitze noch daheim. Bei der älteren Schwester passt die große Zehe nicht in den Schuh, bei der jüngeren die Ferse.
Band 2 – Die schwebende Stadt
In Band 2 führt eine alte Karte die beiden hinauf zu einer Stadt, die über den Wolken hängt. Luna kommt hier dazu – und der erste richtige Gegenspieler der Reihe.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €In einem Satz: Ein Mädchen, das nach dem Tod der Mutter von Stiefmutter und Stiefschwestern zur Magd gemacht wird, bekommt von einem Vogel im Haselbaum drei Festkleider, tanzt drei Abende mit dem Königssohn und wird am Ende an Schuh und Gesicht als die rechte Braut erkannt.
Eine sterbende Mutter rät ihrer Tochter, fromm und gut zu bleiben. Das Mädchen geht jeden Tag an ihr Grab. Im Frühling heiratet der Vater erneut, und die neue Frau bringt zwei Töchter mit — hübsch von Gesicht, böse von Herzen. Sie nehmen dem Kind die Kleider weg, geben ihm einen grauen Kittel und hölzerne Schuhe und schicken es in die Küche. Es muss vor Tag aufstehen, Wasser tragen, Feuer machen, kochen und waschen, schläft neben dem Herd in der Asche und heißt deshalb nur noch Aschenputtel. Von der Messe bringt der Vater den Schwestern Kleider und Perlen mit, Aschenputtel aber den Haselzweig, der ihm auf dem Heimweg an den Hut gestoßen ist. Auf dem Grab wächst daraus ein Baum, in dem ein weißes Vöglein sitzt und jeden Wunsch erfüllt.
Der König lädt zu einem dreitägigen Fest, auf dem sich sein Sohn eine Braut aussuchen soll. Als Aschenputtel mitgehen will, schüttet die Stiefmutter Linsen in die Asche und setzt eine Frist. Aschenputtel ruft die Tauben, die in weniger als einer Stunde alles auslesen — mitgehen darf es trotzdem nicht. Da geht es zum Haselbaum und ruft: „Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich.“ Der Vogel wirft ihm ein Kleid aus Gold und Silber herunter. Auf dem Fest tanzt der Königssohn nur mit ihm und sagt zu jedem, der es abholen will: „Das ist meine Tänzerin.“ Am Abend entwischt es in den Taubenschlag, am zweiten Tag auf einen Birnbaum, legt die Kleider aufs Grab zurück und liegt längst wieder in der Asche.
Am dritten Abend lässt der Königssohn die Treppe mit Pech bestreichen, und der goldene Schuh bleibt kleben. Er reitet damit von Haus zu Haus. Die älteste Schwester zwängt den Fuß hinein, obwohl die große Zehe nicht passt — die Mutter drückt nach und sagt, als Königin müsse sie ohnehin nicht mehr laufen. Bei der zweiten ist es die Ferse. Beide Male rufen die Täubchen vom Haselbaum, der Fuß sei zu groß und die rechte Braut sitze noch daheim. Erst Aschenputtel passt der Schuh wie gegossen — und als es aufsteht und der Königssohn ihm ins Gesicht sieht, erkennt er das Mädchen der drei Abende. Die zwei Täubchen setzen sich ihm links und rechts auf die Schultern.
Unsere Fassung folgt der Erzählung der Brüder Grimm (1812) in moderner, vorlesefreundlicher Sprache.
Aschenputtel ist ein Märchen über Ungerechtigkeit, und Kinder spüren das sofort. Sie ärgern sich über die Stiefschwestern, lange bevor sie verstehen, worum es beim Ball geht. Beim Vorlesen hilft es, die drei Ballnächte deutlich zu trennen – „das war der erste Abend" – damit das Wiederkommen seine Wirkung behält. Das Aussortieren der Linsen aus der Asche eignet sich gut zum Mitmachen: einfach mitzählen lassen.
Aschenputtel ist Nummer 21 in den „Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm. Die international bekanntere Variante heißt Cinderella und stammt von Charles Perrault, Frankreich 1697 – dort gibt es die gute Fee, den Kürbis und den Glasschuh.
Bei den Brüdern Grimm gibt es all das nicht: Statt einer Fee hilft ein Haselbaum am Grab der Mutter, statt einer Kutsche gibt es weiße Tauben, und der Schuh ist golden. Wer beide Fassungen kennenlernen möchte, findet die französische bei uns als Der kleine Glasschuh.
Passend weiter: Der kleine Glasschuh, Dornröschen und Schneewittchen. Alles Weitere findest du unter alle 274 Kindergeschichten, für den Abend danach: Gute-Nacht-Geschichten.
Fast. Aschenputtel ist die deutsche Fassung der Brüder Grimm, Cinderella die französische von Charles Perrault aus dem Jahr 1697. Bei Perrault helfen eine Fee und ein Glasschuh, bei Grimm ein Haselbaum und ein goldener Schuh.
Weil der Glasschuh aus der französischen Fassung stammt. Die Brüder Grimm haben eine deutsche Erzählung aufgeschrieben, in der der Pantoffel aus Gold ist.
Ab etwa vier Jahren. Die Stelle, an der die Stiefschwestern sich verletzen, um in den Schuh zu passen, haben wir in unserer Fassung entschärft.
Etwa zehn Minuten, ohne Pausen für Fragen und Bilder.
Ja, direkt unter der Geschichte – ohne Anmeldung, zum Ausdrucken oder Mitnehmen.
Dass Freundlichkeit sich lohnt, auch wenn sie lange niemand bemerkt – und dass man sich nicht kleiner machen muss, als man ist, damit etwas passt.
Von den Brüdern Grimm, Kinder- und Hausmärchen Nummer 21, ab 1812. Die ältere französische Fassung „Cendrillon“ schrieb Charles Perrault 1697 auf.