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Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Weil es nichts kann. Der Jäger nickt nur, die Dame spielt ein einziges Lied, und schon am zweiten Tag ist die Harfensaite gerissen und dem Männchen der Arm abgefallen. Da packen sie alles zurück in die Kiste und laufen in den Wald.
Aus Moos baut es ein Schloss mit Zinnen und Toren, aus Kieseln macht es Spielsteine, die wie Edelsteine funkeln, und aus zwei Grashalmen eine Flöte. Es ruft, und die Rehe kommen; es singt, und die Vögel setzen sich ihm auf die Hand.
Weil der Feind seiner Mutter frei herumläuft: Pepser, der Gnomenkönig. Er war einmal Minister am Hof der Königin und wurde davongejagt — seitdem sucht er das Kind.
In eine große, dicke Fliege. Als Hauslehrer Magister Tinte sitzt er im Wald auf einem Ast und summt hinter den Kindern her — und im Garten schnappt er nach Bienen.
Felix stellt sich vor ihn hin und ruft so laut er kann: „Ich kenne dich, Pepser!“ Im selben Augenblick sitzt statt des Lehrers eine katzengroße Fliege auf dem Gartentisch. Christlieb schlägt mit dem Besen nach ihr — und sie ist für immer fort.
Band 3 – Die Zeitreise zu den Dinosauriern
Ein Amulett bringt Emil, Henry und Luna in eine Landschaft, die es so nur vor Millionen Jahren gab. Mit Tieren, die es wirklich gegeben hat, und ihren richtigen Namen.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €In einem Satz: Zwei arme Geschwister finden im Wald hinter ihrem Haus ein geheimnisvolles Kind, das aus Moos und Kieseln Wunder macht — und müssen es verteidigen, als sich der Gnomenkönig Pepser als ihr Hauslehrer bei ihnen einschleicht.
Felix und Christlieb wachsen in einem kleinen, undichten Haus in Brakelheim auf. Reich sind ihre Eltern nicht, aber hinter dem Haus fängt der Wald an, und der gehört den beiden ganz allein. Eines Tages kommt der reiche Vetter aus der Stadt zu Besuch und bringt eine Kiste voller feinem Spielzeug mit: einen nickenden Jäger, eine Dame mit Harfe, ein sich verbeugendes Männchen. Nur anfassen dürfen die Kinder es kaum. Schon am zweiten Tag ist die Harfensaite gerissen und dem Männchen der Arm abgefallen. Da packen sie alles zurück in die Kiste und laufen hinaus — und finden auf einer sonnigen Lichtung ein Kind, das sie noch nie gesehen haben.
Das fremde Kind baut aus Moos ein Schloss mit Zinnen, macht aus Kieseln funkelnde Spielsteine und aus zwei Grashalmen eine Flöte. Es ruft, und die Rehe kommen; es singt, und die Vögel setzen sich ihm auf die Hand; ein Schwarm goldener Käfer hebt Christlieb hoch und trägt sie über die Wiese. Von da an kommt es jeden Morgen. Seine Mutter sei eine Königin, erzählt es, aber heim dürfe es nicht, solange ihr Feind frei herumläuft: Pepser, der Gnomenkönig, der sich am liebsten in eine große Fliege verwandelt. Kurz darauf bringt der Vater einen Hauslehrer ins Haus — Magister Tinte, klein, dick, schwarz gekleidet. Der Wald ist vorbei, und wenn die Kinder doch hinausdürfen, sitzt er schon auf einem Ast und summt hinter ihnen her.
„Solange ihr keine Angst vor ihm habt, kann er euch nichts tun“, flüstert das fremde Kind. Am nächsten Morgen schnappt der Magister im Garten nach Bienen — da stellt Felix sich vor ihn hin und ruft: „Ich kenne dich, Pepser!“ Sofort sitzt statt des Lehrers eine katzengroße Fliege auf dem Gartentisch, Christlieb schlägt mit dem Besen nach ihr, und sie ist für immer fort. Doch das fremde Kind ist getroffen worden und muss heim zu seiner Mutter. Im Herbst stirbt der Vater, das Haus geht verloren, und die Familie zieht in die Stadt. Am letzten Abend erscheint das Kind noch einmal hell zwischen den Stämmen: „Ihr habt mich nicht vergessen. Dann habt ihr auch nichts verloren.“
Unsere Fassung folgt der Erzählung von E. T. A. Hoffmann (1817) in moderner, vorlesefreundlicher Sprache.
Hoffmanns Geschichte ist leiser als die meisten Märchen: Es gibt keinen Kampf und keine Rettung in letzter Sekunde, sondern zwei Kinder, die im Wald etwas finden, das die Erwachsenen nicht sehen. Genau das macht sie beim Vorlesen so gut – man muss nichts steigern. Die schönste Stelle ist die mit dem teuren Spielzeug, das kaputtgeht: Kinder verstehen sofort, warum das nicht schlimm ist.
E. T. A. Hoffmann veröffentlichte „Das fremde Kind" 1817 als Teil seiner Sammlung „Die Serapionsbrüder". Hoffmann war Jurist, Komponist und Zeichner – und schrieb nebenbei die unheimlichsten und zugleich wärmsten Kindergeschichten seiner Zeit.
Wie „Der Nussknacker und der Mäusekönig", das ein Jahr früher erschien, gehört sie zu den Kunstmärchen der Romantik: erfunden, nicht gesammelt, und mit einem deutlichen Standpunkt – hier dem, dass Fantasie mehr wert ist als gekauftes Spielzeug.
Weiter mit Der Nussknacker und der Mäusekönig und Klein Zaches genannt Zinnober, beide ebenfalls von E. T. A. Hoffmann. Für den Abend danach: Gute-Nacht-Geschichten. Alles Weitere: alle 274 Kindergeschichten.
Zwei Geschwister bekommen von reichen Verwandten teures Spielzeug, das schnell kaputtgeht – und finden im Wald ein Kind, mit dem sich alles in Spiel verwandeln lässt.
Von E. T. A. Hoffmann, 1817 erschienen in der Sammlung „Die Serapionsbrüder".
Ab etwa vier Jahren. Sie kommt ohne Schreckmomente aus und eignet sich gut für ruhige Abende.
Etwa sieben Minuten.
Nein, obwohl es oft in einem Atemzug mit dem Nussknacker genannt wird. Es spielt im Sommer, draußen im Wald.
Ja, unter der Geschichte, ohne Anmeldung zum Ausdrucken.