Vorlesen lassen
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Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Es kommt als Letztes aus dem größten Ei — groß und grau statt klein und gelb. Schwimmen kann es dafür von Anfang an besser als alle anderen: gerade und ruhig, mit den Beinchen von selbst im Takt.
Fast alle. Eine alte Ente beißt es in den Nacken, die Hühner hacken nach ihm, das Fütterungsmädchen stößt es beiseite, und sogar die eigenen Geschwister wünschen es der Katze. Am meisten wehtut der Satz der Mutter: „Wärest du nur weit fort von hier.“
Der Kater fragt, ob es schnurren kann, die Henne, ob es Eier legen kann. Weil es beides nicht kann, soll es den Schnabel halten — und sitzt still in der Ecke.
Es schwimmt unaufhörlich, damit das Loch im Eis offen bleibt. Am Ende ist es zu müde und friert fest, bis ein Bauer das Eis mit seinem Holzschuh aufschlägt und es mit nach Hause nimmt.
Sein eigenes Spiegelbild — keinen grauen, plumpen Vogel mehr, sondern einen Schwan mit weißen Federn und einem langen, geschwungenen Hals. Es war die ganze Zeit einer; nur hat es das niemand erkennen können, es selbst am allerwenigsten.
Band 5 – Ein Erfinderprinz beim Drachenrennen
Beim großen Drachenrennen gewinnt nicht der Schnellste, sondern der mit der besseren Idee. In Band 5 mischt sich ein Erfinder ein – für Kinder, die wissen wollen, wie Dinge funktionieren.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €In einem Satz: Ein graues Küken, das anders aussieht als seine Geschwister, wird von allen fortgejagt, übersteht Jäger, eine fremde Hütte und einen harten Winter — und erkennt im Frühling im Wasser, dass es nie eine hässliche Ente, sondern immer schon ein Schwan war.
Auf einem alten Hof brütet eine Ente ihre Eier aus. Ein Ei nach dem anderen knackt, nur das größte bleibt liegen. Als es endlich aufgeht, purzelt ein großes graues Junges heraus, das überhaupt nicht aussieht wie die anderen. Schwimmen kann es allerdings besonders gut. Auf dem Entenhof beißt es gleich eine alte Ente in den Nacken: Es sei zu groß und zu sonderbar und gehöre hier nicht her. Von da an hacken die Hühner nach ihm, das Fütterungsmädchen stößt es beiseite, und sogar die eigenen Geschwister wünschen es der Katze. Als zuletzt auch die Mutter sagt, es solle nur weit fort von hier sein, flattert das Entlein über den Zaun und läuft davon.
Im Moor lassen die wilden Enten es liegen, solange es niemanden aus der Familie heiraten will. Dann krachen Schüsse, Jagdhunde springen durch das Schilf, und ein großer Hund steckt die Schnauze bis dicht an das Entlein heran — und läuft weiter, ohne zuzuschnappen. Selbst darin sieht das Entlein noch einen Beweis für seine Hässlichkeit. In einer windschiefen Hütte lebt eine alte Frau mit Kater und Henne, die wissen wollen, ob es Eier legen oder schnurren kann. Weil es beides nicht kann, soll es den Schnabel halten. Als die Sehnsucht nach Wasser und weitem Himmel über es kommt, sagt die Henne, das komme nur vom Nichtstun — und das Entlein zieht wieder hinaus.
Der Winter wird so kalt, dass es unaufhörlich schwimmen muss, damit das Loch im Eis offen bleibt. Am Ende friert es fest, bis ein Bauer das Eis aufschlägt und es mit nach Hause nimmt. Aus der warmen Stube flieht es erschrocken durch Milchtopf und Mehltonne hinaus in den Schnee und liegt den Rest des Winters im Schilf. Im Frühling sind seine Flügel kräftig geworden. Es fliegt zu einem Teich, auf dem drei weiße Schwäne schwimmen, und senkt den Kopf — bereit, fortgejagt zu werden. Im Wasser sieht es sein Spiegelbild: einen Schwan. Die drei heißen es willkommen, Kinder am Ufer rufen, der Neue sei der allerschönste. Es ist nicht stolz, sondern einfach nur froh.
Unsere Fassung folgt dem Märchen von Hans Christian Andersen (1843) in moderner, vorlesefreundlicher Sprache.
Diese Geschichte hat eine lange traurige Mitte. Das ist kein Fehler, sondern der Grund, warum das Ende wirkt – aber es hilft, wenn ein Kind vorher weiß, dass es gut ausgeht. Sagen Sie es ruhig vorher. Die Spannung liegt nicht im Ob, sondern im Wie. Beim Vorlesen lohnt es sich, die Schimpfwörter der anderen Tiere nicht zu betonen; sie wirken auch leise.
Hans Christian Andersen veröffentlichte „Den grimme ælling" 1843 in Dänemark. Er hat sie als seine persönlichste Geschichte bezeichnet: Andersen war als Kind arm, groß, unbeholfen und wurde ausgelacht – und wurde später der berühmteste Erzähler seines Landes.
Anders als bei den Brüdern Grimm ist das kein aufgezeichnetes Volksmärchen, sondern ein Kunstmärchen: ausgedacht, geschrieben, mit einem Autor dahinter. Deshalb hat es auch keine Moral am Schluss, sondern ein Bild.
Weiter mit Die kleine Meerjungfrau, Die Prinzessin auf der Erbse und Der standhafte Zinnsoldat – alle drei von Andersen. Danach: Gute-Nacht-Geschichten oder alle 274 Kindergeschichten.
Ein graues Küken wird von allen ausgelacht, zieht allein durch Herbst und Winter und entdeckt im Frühling im Wasser, dass es ein Schwan ist.
Ab etwa vier Jahren. Die traurige Mitte ist lang – es hilft, vorher zu sagen, dass es gut endet.
Etwa zehn Minuten.
Von Hans Christian Andersen, Dänemark 1843. Es ist ein Kunstmärchen, kein Volksmärchen.
Dass niemand danach beurteilt werden sollte, wie er in eine Gruppe passt, in die er gar nicht gehört. Das Entlein war nie eine schlechte Ente – es war ein Schwan.
Ja, kostenlos unter der Geschichte, ohne Anmeldung.