Vorlesen lassen
Die ganze Geschichte zum Anhören, kostenlos und ohne Anmeldung.
Alle Geschichten gibt es auch als Podcast – kostenlos, ohne Werbung, jeden Abend eine neue.
Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Nur durch einen Berg aus Reisbrei. Hans isst sich drei Tage lang hindurch — der Berg riecht nach Zimt — und purzelt dann auf eine Wiese, die nach Vanille duftet.
Die Häuser sind aus Pfefferkuchen, die Dachziegel aus Schokolade, die Fenster aus Zuckerglas. Mitten hindurch läuft ein Bach aus Milch, und gebackene Fische hüpfen von selbst ans Ufer.
Wer am längsten geschlafen hat. Der König sitzt auf einem Thron aus Marzipan — Faulheit ist dort keine Schande, sondern die höchste Auszeichnung.
Weil er eines Morgens nicht mehr weiß, wie seine Mutter aussieht, wenn sie lacht. Gegen dieses Gefühl hilft im Schlaraffenland nichts — kein Kuchen und kein Milchbach.
Einen ganz gewöhnlichen Weidenkorb. Er wird nie leer — aber nur so lange, wie Hans teilt, was er herausnimmt. Zu Hause stellt er ihn mitten ins Dorf.
Band 5 – Ein Erfinderprinz beim Drachenrennen
Beim großen Drachenrennen gewinnt nicht der Schnellste, sondern der mit der besseren Idee. In Band 5 mischt sich ein Erfinder ein – für Kinder, die wissen wollen, wie Dinge funktionieren.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €In einem Satz: Ein Junge isst sich durch einen Berg aus Reisbrei in das Land, in dem niemand arbeitet — und geht Jahre später freiwillig wieder heim.
In einem armen Dorf, in dem der Winter lang und die Suppe dünn ist, wohnt Hans. Am liebsten hört er die Geschichten der alten Leute vom Schlaraffenland: Dort fliegen gebratene Tauben einem in den Mund, Bäche führen Milch, Zäune sind aus Bratwurst, und wer arbeitet, macht sich unbeliebt. Hinein kommt man nur durch einen Berg aus Reisbrei. Als im Februar der Mehlsack leer ist, nimmt Hans drei Brotkrusten und geht los.
Nach neun Tagen steht er vor einem Berg, der nach Zimt riecht. Drei Tage isst er sich hindurch und purzelt auf eine Wiese, die nach Vanille duftet. Vor ihm liegt eine Stadt aus Pfefferkuchen mit Dachziegeln aus Schokolade und Fenstern aus Zuckerglas, ein Bach aus Milch, gebackene Fische, die von selbst ans Ufer hüpfen. Die Leute sind rund und fröhlich, niemand hat es eilig. Hans bleibt — aus Tagen werden Jahre, und er wird ein Schlaraffenländer, wie er im Buche steht.
Eines Morgens weiß er nicht mehr, wie seine Mutter aussieht, wenn sie lacht. Nichts hilft dagegen. Er geht zum König, der auf einem Thron aus Marzipan sitzt und König wurde, weil er am längsten geschlafen hat. Der nickt, als habe er darauf gewartet, und gibt ihm einen gewöhnlichen Weidenkorb mit: Er wird nie leer — solange Hans teilt, was er herausnimmt. Wieder muss Hans durch den Reisbrei-Berg. Drei Wochen wandert er heim, teilt jeden Abend etwas aus dem Korb und stellt ihn zu Hause mitten ins Dorf.
Diese Inhaltsangabe folgt unserer Fassung für Kinder ab vier Jahren, etwa neun Minuten Vorlesezeit. Der Stoff ist mittelalterlich, wurde 1530 von Hans Sachs in Versen aufgeschrieben und von den Brüdern Grimm als kurzes Lügenmärchen aufgenommen (KHM 158). Unsere Nacherzählung folgt keiner einzelnen Vorlage wörtlich.
Das Schlaraffenland ist weniger eine Geschichte als eine Aufzählung – und genau deshalb funktioniert es beim Vorlesen so gut. Häuser aus Kuchen, Zäune aus Würsten, gebratene Tauben, die einem in den Mund fliegen. Kinder ergänzen von selbst, was sie noch dort haben wollen. Lassen Sie sie: Das ist der eigentliche Zweck dieses Märchens.
Bei den Brüdern Grimm steht es als Nummer 158 in den „Kinder- und Hausmärchen", ab 1819. Die Idee ist aber viel älter: Vom Schlaraffenland erzählte man sich in Europa schon im Mittelalter, und 1530 schrieb Hans Sachs ein bekanntes Gedicht darüber.
Der Ursprung ist ernster, als es klingt. Vom Land, in dem das Essen von selbst kommt, träumten Menschen, die regelmäßig Hunger hatten. Beim Vorlesen muss man das nicht erklären – es erklärt aber, warum es in diesem Märchen fast nur ums Essen geht.
Weiter mit Tischlein, deck dich – dort deckt sich der Tisch auf Zuruf – sowie Daumesdick und Die Bremer Stadtmusikanten. Danach: Gute-Nacht-Geschichten oder alle 274 Kindergeschichten.
Ein erfundenes Land, in dem alles im Überfluss vorhanden ist: Häuser aus Kuchen, Zäune aus Würsten, gebratene Vögel, die einem in den Mund fliegen. Arbeiten muss dort niemand.
Im Märchen muss man sich durch einen Berg aus Brei hindurchessen – die einzige Anstrengung, die dort verlangt wird.
Von den Brüdern Grimm, Kinder- und Hausmärchen Nummer 158, ab 1819. Die Vorstellung selbst ist mittelalterlich; Hans Sachs schrieb 1530 ein Gedicht darüber.
Ab etwa drei bis vier Jahren. Es gibt keine Bedrohung, nur Aufzählungen – das versteht auch ein sehr kleines Kind.
Etwa neun Minuten, mit Mitraten deutlich länger.
Dass ein Leben ohne jede Anstrengung schnell langweilig wird – und dass Wünsche mehr Spaß machen, solange sie Wünsche sind.