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Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Er setzt sich ihm ins Ohr und ruft von dort, wie es gehen soll: „Jo! Hott!“ und „Hü!“. Der Wagen fährt ganz ordentlich den rechten Weg — nur ist von außen kein Fuhrmann zu sehen.
Weil er längst einen Plan hat. Er klettert dem Vater an den Rockfalten hinauf, stellt sich ihm auf die Schulter und flüstert ihm ins Ohr: Gib mich nur hin, ich komme schon wieder.
Er lässt sich in der Dämmerung vom Hutrand heruntersetzen und schlüpft in ein Mauseloch, das er sich vorher ausgesucht hat. Die Männer stochern mit Stöcken hinein und müssen mit leerem Beutel heim.
Er schläft im Heu einer Scheune, und die Magd holt am Morgen genau das Büschel für die Kuh. Beim Melken ruft er aus dem Bauch heraus — da erschrickt die Magd so, dass sie vom Schemel fällt.
Er beschreibt dem Wolf eine Vorratskammer voller Kuchen, Speck und Würste — das Haus seiner eigenen Eltern. Der Wolf frisst sich so voll, dass er im Loch stecken bleibt. Dann schreit Daumesdick, bis die Eltern kommen und ihn vorsichtig befreien.
Band 4 – Die Drachen von Quelinda
Füttern, warm halten, jeden Tag nachsehen – das kennt Ihr Kind vielleicht schon. In Band 4 ist es ein Drachenei, um das sich Emil und Henry kümmern müssen, lange bevor etwas daraus schlüpft.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €In einem Satz: Ein Bauernpaar bekommt einen Sohn, der nicht größer als ein Daumen wird — und der sich mit Witz statt Kraft durch Pferdeohr, Mauseloch, Kuhmagen und Wolfsbauch zurück nach Hause bringt.
Ein armer Bauer und seine Frau wünschen sich ein Kind, und sei es nur so groß wie ein Daumen. Genau so kommt es: gesund an allen Gliedern, aber nicht länger als ein Daumen, und es wächst kein Stück mehr. Sie nennen es Daumesdick. Klug ist es und flink, und alles, was es anfängt, glückt ihm. Als der Vater in den Wald zum Holzschlagen will und sich jemanden wünscht, der ihm den Wagen nachbringt, setzt sich Daumesdick dem Pferd ins Ohr und ruft ihm zu, wie es gehen soll. Zwei fremde Männer sehen den Wagen fahren, hören den Fuhrmann rufen und sehen niemanden. Sie folgen ihm und wollen den kleinen Kerl kaufen, um ihn in der Stadt für Geld zu zeigen. Der Vater will nicht — bis Daumesdick ihm auf die Schulter klettert und flüstert: Gib mich nur hin, ich komme schon wieder.
Auf dem Hutrand der Männer reist er mit, lässt sich in der Dämmerung herunterheben und schlüpft in ein Mauseloch, das er sich vorher ausgesucht hat. Die beiden stochern vergeblich mit Stöcken hinein und ziehen mit leerem Beutel ab. In einem leeren Schneckenhaus hört Daumesdick zwei Diebe, die dem Pfarrer das Geld stehlen wollen. Er bietet an mitzuhelfen, weil er durch jedes Gitter passt — und schreit dann vor der Schatzkammer so laut, dass die Magd aufwacht und die Diebe davonrennen. In der Scheune schläft er im Heu ein, das am Morgen die Kuh bekommt. Aus dem Kuhmagen ruft er beim Melken heraus, die Magd fällt vom Schemel, und der Bauer hält seinen Stall für verhext.
Die Kuh wird geschlachtet, der Magen landet auf dem Misthaufen, und ein hungriger Wolf verschluckt ihn mit einem Happs. Nun sitzt Daumesdick im Wolfsbauch — und denkt nach. Er lockt den Wolf mit der Beschreibung einer Vorratskammer voller Kuchen, Speck und Würste: dem Haus seiner eigenen Eltern. Der Wolf frisst sich so voll, dass er im Loch stecken bleibt, und genau darauf hat Daumesdick gewartet. Er schreit, bis die Eltern mit Licht, Axt und Sense in die Kammer kommen. Aus dem Bauch ruft eine ganz kleine Stimme: „Liebe Eltern, ich bin hier drin!“ Vorsichtig befreien sie ihn. Auf die Frage, wo er überall gewesen sei, zählt er auf: Mausloch, Schneckenhaus, Kuhmagen, Wolfsbauch — und bleibt von nun an zu Hause.
Unsere Fassung folgt der Erzählung der Brüder Grimm (1812) in moderner, vorlesefreundlicher Sprache.
Daumesdick ist so groß wie ein Daumen und ständig in Gefahr, verschluckt, verkauft oder verloren zu werden – und kommt trotzdem jedes Mal durch. Kinder lieben das, weil sie sich selbst so erleben: klein zwischen lauter Großen und trotzdem findig. Beim Vorlesen lohnt sich eine hohe, leise Stimme für Daumesdick; der Kontrast trägt die halbe Geschichte.
Daumesdick ist Nummer 37 in den „Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm. Er ist nicht zu verwechseln mit Der kleine Däumling von Charles Perrault: Dort geht es um sieben Brüder und einen Menschenfresser, hier um ein Einzelkind, das seine Größe zum Vorteil nutzt.
Der Stoff ist in ganz Europa verbreitet. Was ihn hält, ist eine einfache Umkehrung: Der Kleinste ist der Klügste – ein Gedanke, den Kinder zwischen vier und sieben sehr genau nachvollziehen können.
Weiter mit Der kleine Däumling, Rumpelstilzchen und Tischlein, deck dich. Danach: Gute-Nacht-Geschichten. Alles Weitere: alle 274 Kindergeschichten.
Daumesdick ist ein Grimm-Märchen (KHM 37) über ein Einzelkind. Der kleine Däumling stammt von Charles Perrault und handelt von sieben Brüdern und einem Menschenfresser.
So groß wie ein Daumen – daher der Name.
Ab etwa vier Jahren. Daumesdick gerät oft in Gefahr, kommt aber immer selbst wieder heraus.
Etwa elf Minuten.
Von den Brüdern Grimm, Kinder- und Hausmärchen Nummer 37.
Dass Größe nichts über Klugheit sagt – und dass man aus fast jeder Lage herauskommt, wenn man den Kopf behält.