Daumesdick

Daumesdick

Zusammenfassung: „Daumesdick“ in drei Sätzen

Daumesdick, ein winziger Junge so groß wie ein Daumen, hatte große Abenteuerlust und zog in die Welt hinaus, um seiner Familie zu helfen. Er erlebte viele spannende Dinge, wie eine Fahrt mit einem Bauern und eine Flucht vor einem Räuber.

Auf einer Reise geriet Daumesdick sogar in den Magen eines Wolfes, überredete ihn aber, ihn nach Hause zu seinen Eltern zu bringen, anstatt ihn zu fressen. Mit einem Trick überlistete Daumesdick den Wolf und rettete so die Vorräte seiner Familie.

Nach vielen Abenteuern beschloss Daumesdick, bei seinen Eltern zu bleiben und half ihnen, wo er nur konnte. Er wurde im Dorf für seine Klugheit und seinen Mut geliebt und lehrte andere Kinder wertvolle Lebenslektionen.

Daumesdick – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 11 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab 4 Jahren, zum Selberlesen ab etwa 7
  • Herkunft: Brüder Grimm, Kinder- und Hausmärchen (KHM 37)
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
  • Zuletzt überarbeitet: 7. September 2026

Hier beginnt das Märchen

Es war ein armer Bauersmann, der saß eines Abends beim Herd und schürte das Feuer, und die Frau saß daneben und spann.

Da sagte er: „Wie ist es so traurig, dass wir keine Kinder haben. Es ist so still bei uns, und in den anderen Häusern ist es so laut und lustig.“

„Ja“, antwortete die Frau und seufzte, „wenn es nur ein einziges wäre, und wenn es auch ganz klein wäre, nur so groß wie ein Daumen — ich wollte es schon liebhaben.“

Nun geschah es, dass sie ein Kind bekam, und es war gesund an allen Gliedern, aber nicht länger als ein Daumen.

Da sagten sie: „Es ist, wie wir es uns gewünscht haben, und es soll unser liebes Kind sein.“ Und weil es so klein war, nannten sie es Daumesdick.

Sie ließen es an Essen nicht fehlen, aber das Kind wurde nicht größer, sondern blieb genau so, wie es in der ersten Stunde gewesen war.

Dabei schaute es klug aus den Augen und zeigte bald, dass es ein geschicktes und flinkes Ding war, dem alles glückte, was es anfing.

Eines Tages machte sich der Bauer fertig, um in den Wald zu fahren und Holz zu schlagen. Er sagte so vor sich hin: „Nun wollte ich, dass einer da wäre, der mir den Wagen nachbrächte.“

„Oh Vater“, rief Daumesdick, „den Wagen will ich schon bringen. Verlasst Euch drauf, er soll zur bestimmten Zeit im Walde sein.“

Da lachte der Mann und sagte: „Wie sollte das zugehen? Du bist viel zu klein, um das Pferd mit dem Zügel zu leiten.“

„Das ist einerlei, Vater. Wenn nur die Mutter anspannen will, setze ich mich dem Pferd ins Ohr und rufe ihm zu, wie es gehen soll.“

„Nun“, antwortete der Vater, „einmal wollen wir es versuchen.“
Daumesdick Als die Zeit kam, spannte die Mutter an und setzte Daumesdick dem Pferd ins Ohr. Und dann rief der Kleine, wie das Pferd gehen sollte: „Jo! Hott!“ und „Hü!“ und „Hott!“

Da ging es ganz ordentlich, als wäre ein richtiger Fuhrmann dabei, und der Wagen fuhr den rechten Weg nach dem Walde.

Nun trug es sich zu, dass gerade zwei fremde Männer am Weg standen, als der Wagen um die Ecke bog.

„Was ist das?“, sagte der eine. „Da fährt ein Wagen, und ein Fuhrmann ruft dem Pferd zu — und ist doch nicht zu sehen.“

„Das geht nicht mit rechten Dingen zu“, sagte der andere. „Wir wollen dem Wagen folgen und sehen, wo er hält.“

Der Wagen fuhr in den Wald hinein und richtig zu der Stelle, wo das Holz lag. Als Daumesdick seinen Vater erblickte, rief er ihm zu: „Siehst du, Vater, da bin ich mit dem Wagen. Nun hol mich herunter.“

Der Vater fasste das Pferd mit der Linken und holte mit der Rechten sein Söhnchen aus dem Ohr. Der setzte sich ganz vergnügt auf einen Strohhalm.

Als die beiden fremden Männer den Daumesdick erblickten, wussten sie vor Verwunderung nicht, was sie sagen sollten.

Da zog der eine den anderen beiseite und sprach: „Hör, der kleine Kerl könnte unser Glück machen, wenn wir ihn in einer großen Stadt für Geld sehen ließen. Wir wollen ihn kaufen.“

Sie gingen zu dem Bauern und sagten: „Verkauft uns den kleinen Mann, er soll es gut bei uns haben.“

„Nein“, antwortete der Vater, „es ist mein Herzblatt und ist mir für alles Gold in der Welt nicht feil.“

Daumesdick aber, als er von dem Handel hörte, war ganz anderer Meinung. Er kroch an den Rockfalten seines Vaters hinauf, stellte sich ihm auf die Schulter und flüsterte ihm ins Ohr: „Vater, gib mich nur hin. Ich will schon wieder zu dir kommen.“

Da gab ihn der Vater für ein schönes Stück Geld den beiden Männern mit.
Daumesdick „Wo willst du sitzen?“, fragten sie ihn.

„Ach, setzt mich nur auf den Rand eures Hutes, da kann ich auf und ab spazieren und die Gegend betrachten, und ich falle schon nicht herunter.“

Sie taten ihm den Willen, und als Daumesdick von seinem Vater Abschied genommen hatte, zogen sie mit ihm fort.

So gingen sie, bis es dämmerig wurde. Da sagte der Kleine: „Hebt mich einmal herunter, es ist nötig.“

„Bleib nur droben“, sagte der Mann, auf dessen Kopf er saß. „Ich will mir nichts daraus machen. Die Vögel lassen mir auch manchmal etwas fallen.“

„Nein“, sagte Daumesdick, „ich weiß auch, was sich schickt. Hebt mich nur geschwind herab.“

Der Mann nahm den Hut ab und setzte den Kleinen auf einen Acker am Weg. Da sprang und kroch Daumesdick ein wenig zwischen den Schollen hin und her, dann schlüpfte er plötzlich in ein Mauseloch, das er sich ausgesucht hatte.

„Guten Abend, ihr Herren“, rief er ihnen zu, „geht nur ohne mich nach Haus!“

Sie liefen herbei und stachen mit Stöcken in das Mauseloch hinein, aber es war umsonst. Daumesdick kroch immer weiter zurück, und da es bald ganz dunkel wurde, mussten sie mit Ärger und leerem Beutel wieder heim.

Als Daumesdick merkte, dass sie fort waren, kroch er wieder heraus. Es war gefährlich, in der Dunkelheit über den Acker zu gehen — man bricht so leicht ein Bein.

Zum Glück stieß er an ein leeres Schneckenhaus. Da kroch er hinein und wollte gerade einschlafen, als er zwei Männer draußen flüstern hörte. Sie hatten vor, dem Pfarrer sein Geld zu stehlen.

„Ich helfe euch“, rief Daumesdick aus dem Schneckenhaus. „Ich passe durch jedes Gitter.“

Die Diebe erschraken erst und staunten dann. Sie nahmen ihn mit und setzten ihn vor das Fenster der Schatzkammer.

Doch statt leise zu sein, schrie Daumesdick, so laut er konnte: „Wollt ihr alles haben? Wollt ihr wirklich alles haben?“

Da wachte die Magd auf, die Diebe rannten davon, und Daumesdick blieb allein in der Nacht zurück.
Daumesdick Am Abend suchte sich Daumesdick ein Nachtlager im Heu einer Scheune. Er kroch tief hinein, machte es sich gemütlich und schlief ein.
Doch in der Frühe kam die Magd und holte einen Arm voll Heu für die Kuh – genau das Büschel, in dem Daumesdick lag. Ehe er auch nur piepsen konnte, hatte die Kuh ihn mitsamt dem Heu hinuntergeschluckt.
Im Kuhmagen war es dunkel, warm und ziemlich eng. „Hier ist ja gar kein Fenster“, sagte Daumesdick. „Und es kommt immer mehr Heu nach!“ Er musste aufpassen, dass er nicht unter den frischen Büscheln begraben wurde.
Als die Magd zum Melken kam, rief er aus dem Bauch der Kuh, so laut er konnte: „Ist bald genug Heu da?“ Die Magd erschrak so sehr, dass sie vom Schemel fiel und den Eimer umstoßen ließ.
Daumesdick Der Bauer, dem die Kuh gehörte, verstand die Stimme nicht und dachte, in seinem Stall sei ein Geist. Am nächsten Morgen wurde die Kuh geschlachtet, und der Magen mitsamt Daumesdick landete auf dem Misthaufen.
Kaum lag er dort, kam ein hungriger Wolf vorbei und verschluckte den ganzen Magen mit einem Happs. Nun saß Daumesdick im Wolfsbauch. Aber weil es dort dunkel und langweilig war, fing er an nachzudenken.
„Du“, rief er nach oben, „ich weiß einen Ort, wo es das beste Essen der ganzen Gegend gibt.“ Der Wolf spitzte die Ohren. „Wo denn?“ – „In dem Haus dort drüben. Durch das Loch neben dem Ausguss kommst du hinein, und dann findest du Kuchen, Speck und Würste, so viel du willst.“
Der Wolf ließ sich das nicht zweimal sagen. In der Nacht zwängte er sich durch das Loch in die Vorratskammer – und Daumesdick hatte ihm natürlich das Haus seiner eigenen Eltern beschrieben. Der Wolf fraß und fraß, bis nichts mehr übrig war.
Daumesdick Der Wolf war so voll, dass er sich kaum noch bewegen konnte. Als er durch das Loch zurück wollte, blieb er stecken. Genau darauf hatte Daumesdick gewartet. Er fing an zu schreien, so laut er nur konnte.
„Sei still“, zischte der Wolf, „du weckst die Leute auf!“ – „Du hast dich sattgefressen“, rief Daumesdick, „jetzt will ich auch meinen Spaß haben!“ Und er schrie weiter.
Davon wachten der Vater und die Mutter auf. Sie liefen mit einem Licht in die Kammer und sahen den Wolf. Der Vater holte die Axt, die Mutter die Sense. „Bleib hinter mir“, sagte der Vater. „Wir treiben ihn in die Ecke, dann kommt er nicht mehr an uns vorbei.“
Da hörte die Mutter eine ganz kleine Stimme aus dem Bauch des Wolfes rufen: „Liebe Eltern, ich bin hier drin!“ – „Ach Gott“, rief der Vater, „unser Kind lebt!“ Vorsichtig öffneten sie den Bauch, und Daumesdick kletterte heraus, staubig und zerzaust, aber gesund.
„Wo bist du überall gewesen?“, fragte die Mutter. „Ach“, sagte Daumesdick, „im Mausloch, im Schneckenhaus, im Kuhmagen und im Wolfsbauch. Jetzt bleibe ich bei euch.“ Dann bekam er zu essen und ein neues Hemd, denn das alte war auf der ganzen Reise ziemlich zerdrückt worden.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Hinweis: Diese moderne Variante des Märchens „Daumesdick“ basiert auf der Erzählung von den Gebrüdern Grimm aus dem Jahr 1812. Sie wurde durch uns modernisiert, aber orientiert sich inhaltlich am Original und spiegelt in Teilen nicht die Wertvorstellungen des 21. Jahrhunderts wider.
Daumesdick Die Moral von „Daumesdick“

Daumesdick ist der kleinste Held, den die Grimms haben, und er gewinnt kein einziges Mal durch Kraft. Er gewinnt, weil er sich an Stellen setzen kann, an denen ihn niemand vermutet: im Pferdeohr, im Schneckenhaus, im Mauseloch, zuletzt sogar im Bauch der Kuh und im Bauch des Wolfes.

Für Kinder ist das der eigentliche Reiz. Sie sind selbst die Kleinsten im Haus, und hier ist einmal einer, dem genau das nützt.

Und dann steht am Ende ein Satz, den man beim Vorlesen nicht überlesen sollte. Nach allem, was er erlebt hat, sagt Daumesdick, er sei in vielen Ländern gewesen — und er sei froh, dass er wieder frische Luft schöpfe. Nicht „ich bin jetzt reich“. Nicht „ich bin jetzt berühmt“. Nur: Ich bin wieder da.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Wie lenkt Daumesdick das Pferd?

    Er setzt sich ihm ins Ohr und ruft von dort, wie es gehen soll: „Jo! Hott!“ und „Hü!“. Der Wagen fährt ganz ordentlich den rechten Weg — nur ist von außen kein Fuhrmann zu sehen.

  2. 2Warum lässt sich Daumesdick von den beiden Männern kaufen?

    Weil er längst einen Plan hat. Er klettert dem Vater an den Rockfalten hinauf, stellt sich ihm auf die Schulter und flüstert ihm ins Ohr: Gib mich nur hin, ich komme schon wieder.

  3. 3Wie entwischt er den beiden Männern?

    Er lässt sich in der Dämmerung vom Hutrand heruntersetzen und schlüpft in ein Mauseloch, das er sich vorher ausgesucht hat. Die Männer stochern mit Stöcken hinein und müssen mit leerem Beutel heim.

  4. 4Wie landet Daumesdick im Kuhmagen?

    Er schläft im Heu einer Scheune, und die Magd holt am Morgen genau das Büschel für die Kuh. Beim Melken ruft er aus dem Bauch heraus — da erschrickt die Magd so, dass sie vom Schemel fällt.

  5. 5Wie kommt er aus dem Wolfsbauch wieder heraus?

    Er beschreibt dem Wolf eine Vorratskammer voller Kuchen, Speck und Würste — das Haus seiner eigenen Eltern. Der Wolf frisst sich so voll, dass er im Loch stecken bleibt. Dann schreit Daumesdick, bis die Eltern kommen und ihn vorsichtig befreien.

Wörter aus der Geschichte

Daumesdick
so dick wie ein Daumen — der Name beschreibt einfach die Größe
Fuhrmann
jemand, der früher mit Pferd und Wagen Waren transportierte
Schneckenhaus
das leere Gehäuse einer Schnecke — für Daumesdick ein Nachtlager
Schemel
ein kleiner Hocker ohne Lehne — darauf sitzt die Magd beim Melken
Misthaufen
der Haufen im Hof, auf dem Stallmist gesammelt wird

Zum Weitererzählen

  • Warum wünschen sich die Eltern am Anfang ein Kind, auch wenn es winzig ist?
  • Wie schafft Daumesdick es, ein Pferd zu lenken, ohne dass man ihn sieht?
  • Was ist der größte Vorteil daran, sehr klein zu sein?
  • Wo würdest du dich verstecken, wenn du so groß wärst wie ein Daumen?
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Inhaltsangabe: „Daumesdick“ kurz zusammengefasst

In einem Satz: Ein Bauernpaar bekommt einen Sohn, der nicht größer als ein Daumen wird — und der sich mit Witz statt Kraft durch Pferdeohr, Mauseloch, Kuhmagen und Wolfsbauch zurück nach Hause bringt.

Anfang

Ein armer Bauer und seine Frau wünschen sich ein Kind, und sei es nur so groß wie ein Daumen. Genau so kommt es: gesund an allen Gliedern, aber nicht länger als ein Daumen, und es wächst kein Stück mehr. Sie nennen es Daumesdick. Klug ist es und flink, und alles, was es anfängt, glückt ihm. Als der Vater in den Wald zum Holzschlagen will und sich jemanden wünscht, der ihm den Wagen nachbringt, setzt sich Daumesdick dem Pferd ins Ohr und ruft ihm zu, wie es gehen soll. Zwei fremde Männer sehen den Wagen fahren, hören den Fuhrmann rufen und sehen niemanden. Sie folgen ihm und wollen den kleinen Kerl kaufen, um ihn in der Stadt für Geld zu zeigen. Der Vater will nicht — bis Daumesdick ihm auf die Schulter klettert und flüstert: Gib mich nur hin, ich komme schon wieder.

Mitte

Auf dem Hutrand der Männer reist er mit, lässt sich in der Dämmerung herunterheben und schlüpft in ein Mauseloch, das er sich vorher ausgesucht hat. Die beiden stochern vergeblich mit Stöcken hinein und ziehen mit leerem Beutel ab. In einem leeren Schneckenhaus hört Daumesdick zwei Diebe, die dem Pfarrer das Geld stehlen wollen. Er bietet an mitzuhelfen, weil er durch jedes Gitter passt — und schreit dann vor der Schatzkammer so laut, dass die Magd aufwacht und die Diebe davonrennen. In der Scheune schläft er im Heu ein, das am Morgen die Kuh bekommt. Aus dem Kuhmagen ruft er beim Melken heraus, die Magd fällt vom Schemel, und der Bauer hält seinen Stall für verhext.

Ende

Die Kuh wird geschlachtet, der Magen landet auf dem Misthaufen, und ein hungriger Wolf verschluckt ihn mit einem Happs. Nun sitzt Daumesdick im Wolfsbauch — und denkt nach. Er lockt den Wolf mit der Beschreibung einer Vorratskammer voller Kuchen, Speck und Würste: dem Haus seiner eigenen Eltern. Der Wolf frisst sich so voll, dass er im Loch stecken bleibt, und genau darauf hat Daumesdick gewartet. Er schreit, bis die Eltern mit Licht, Axt und Sense in die Kammer kommen. Aus dem Bauch ruft eine ganz kleine Stimme: „Liebe Eltern, ich bin hier drin!“ Vorsichtig befreien sie ihn. Auf die Frage, wo er überall gewesen sei, zählt er auf: Mausloch, Schneckenhaus, Kuhmagen, Wolfsbauch — und bleibt von nun an zu Hause.

Unsere Fassung folgt der Erzählung der Brüder Grimm (1812) in moderner, vorlesefreundlicher Sprache.

Daumesdick vorlesen – so wird der Abend rund

Daumesdick ist so groß wie ein Daumen und ständig in Gefahr, verschluckt, verkauft oder verloren zu werden – und kommt trotzdem jedes Mal durch. Kinder lieben das, weil sie sich selbst so erleben: klein zwischen lauter Großen und trotzdem findig. Beim Vorlesen lohnt sich eine hohe, leise Stimme für Daumesdick; der Kontrast trägt die halbe Geschichte.

Woher Daumesdick kommt

Daumesdick ist Nummer 37 in den „Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm. Er ist nicht zu verwechseln mit Der kleine Däumling von Charles Perrault: Dort geht es um sieben Brüder und einen Menschenfresser, hier um ein Einzelkind, das seine Größe zum Vorteil nutzt.

Der Stoff ist in ganz Europa verbreitet. Was ihn hält, ist eine einfache Umkehrung: Der Kleinste ist der Klügste – ein Gedanke, den Kinder zwischen vier und sieben sehr genau nachvollziehen können.

Wenn Daumesdick gefallen hat

Weiter mit Der kleine Däumling, Rumpelstilzchen und Tischlein, deck dich. Danach: Gute-Nacht-Geschichten. Alles Weitere: alle 274 Kindergeschichten.

Häufige Fragen zu Daumesdick

Was ist der Unterschied zwischen Daumesdick und dem kleinen Däumling?

Daumesdick ist ein Grimm-Märchen (KHM 37) über ein Einzelkind. Der kleine Däumling stammt von Charles Perrault und handelt von sieben Brüdern und einem Menschenfresser.

Wie groß ist Daumesdick?

So groß wie ein Daumen – daher der Name.

Ab welchem Alter eignet sich Daumesdick?

Ab etwa vier Jahren. Daumesdick gerät oft in Gefahr, kommt aber immer selbst wieder heraus.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Etwa elf Minuten.

Von wem stammt Daumesdick?

Von den Brüdern Grimm, Kinder- und Hausmärchen Nummer 37.

Was ist die Moral von Daumesdick?

Dass Größe nichts über Klugheit sagt – und dass man aus fast jeder Lage herauskommt, wenn man den Kopf behält.

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