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Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Ein fremder Jäger wagt sich mit einer Axt in den Wald, findet an einem tiefen See das Wesen ganz aus Eisen — mit Haar bis zu den Knien — und fesselt es. Im Schloss wird es in einen Käfig gesperrt.
Weil sein Ball in den Käfig gefallen ist und der Eisenhans ihn nur gegen den Schlüssel zurückgibt. Der Junge stiehlt den Schlüssel vom Gürtel seiner Mutter — und muss danach mit in den Wald.
Der Eisenhans hat gewarnt: Wer das Wasser berührt, über den kommt ein Unglück. Der Junge vergisst es, berührt das Wasser — und sein Haar wird golden. Aus Angst läuft er davon.
Er ruft im Wald dreimal „Eisenhans!“. Da bekommt er ein Pferd, das kaum zu halten ist, und eine schweigende Schar Krieger in eiserner Rüstung. Danach gibt er beides zurück und kommt auf seinem lahmen Gaul heim.
Beim dritten goldenen Apfel treffen ihn die Reiter des Königs am Bein, und im Gerüttel fällt ihm der Helm vom Kopf. Da sehen alle das lange goldene Haar.
Band 1 – Die magische Rüstung der Drachenfelsen
Wenn Ritter das Thema sind: In Band 1 findet Emil an den Drachenfelsen eine Rüstung, die sich nicht einfach anziehen lässt. Sein Bruder Henry löst das Rätsel dahinter. Der Einstieg in die Reihe.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €In einem Satz: Ein Königssohn befreit den wilden Mann aus dem Käfig seines Vaters, verliert im Wald sein Geheimnis an einen verzauberten Brunnen und gewinnt als Gärtnerjunge mit goldenem Haar eine Schlacht, drei goldene Äpfel und eine Königstochter.
An das Schloss eines Königs grenzt ein Wald, aus dem kein Jäger zurückkehrt. Erst ein fremder Jäger wagt sich mit einer Axt hinein, findet an einem tiefen See ein Wesen ganz aus Eisen, dessen Haar bis zu den Knien reicht, fesselt es und bringt es ins Schloss, wo es in einen Käfig gesperrt wird. Der Wald ist wieder sicher. Jahre später fällt dem kleinen Prinzen sein Ball in den Käfig. Der Eisenhans gibt ihn nur gegen den Schlüssel zurück. Der Junge stiehlt ihn vom Gürtel seiner Mutter, öffnet den Käfig — und muss mit, tief in den Wald.
Der Eisenhans zeigt ihm die Wunder des Waldes und warnt ihn vor dem Brunnen in der Mitte: Wer das Wasser berührt, über den kommt ein Unglück. Der Prinz vergisst die Warnung, und sein Haar wird golden. Aus Angst flieht er, versteckt das Haar unter einem Hut und findet in einer fernen Stadt Arbeit als Gärtnerjunge. Die Königstochter entdeckt sein goldenes Haar. Als ein feindliches Heer heranzieht, geben ihm die Knechte spöttisch einen lahmen Gaul. Im Wald ruft er dreimal „Eisenhans!“ — und bekommt ein schnaubendes Pferd und eine schweigende Schar Krieger in eiserner Rüstung. Mit ihnen gewinnt er die Schlacht, gibt Pferd und Krieger zurück und schaukelt auf dem lahmen Gaul nach Hause, wo die Knechte ihn wieder auslachen.
Zur Siegesfeier wirft die Königstochter an drei Tagen einen goldenen Apfel in die Menge. Ein Ritter in roter, dann in schwarzer, dann in weißer Rüstung fängt ihn jedes Mal und ist verschwunden, ehe jemand fragen kann. Der Gärtnerjunge legt die Äpfel abends unter sein Kopfkissen. Beim dritten Mal treffen ihn die Reiter des Königs am Bein, der Helm fällt, und alle sehen das goldene Haar. Vor dem König nimmt die Königstochter ihm selbst das Hütchen ab. „Ich bin ein Königssohn“, sagt er, „und ich habe die Schlacht gewonnen und die drei Äpfel gefangen.“ Beim Hochzeitsfest tritt ein stolzer König mit goldenem Haar herein: der Eisenhans, den ein Zauber in den wilden Mann verwandelt hatte — erlöst, und bereit, alles zu geben, was er besitzt.
Unsere Fassung folgt der Erzählung der Brüder Grimm in moderner, vorlesefreundlicher Sprache.
Der Eisenhans ist das Märchen, in dem ein Kind etwas falsch macht und trotzdem nicht bestraft wird. Der Königssohn lässt den wilden Mann frei, verliert den goldenen Ball, taucht den Finger ins Wasser – lauter Fehler, und jeder führt weiter statt ins Verderben. Für Kinder, die gerade lernen, dass Fehler nicht das Ende sind, ist das eine gute Geschichte.
Der Eisenhans steht als Nummer 136 in den „Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm. Er gehört zu den weniger bekannten Märchen der Sammlung, ist aber eines der wenigen, in denen ein Junge im Mittelpunkt steht und über die ganze Geschichte hinweg erwachsen wird.
Bekannt wurde er im zwanzigsten Jahrhundert noch einmal neu, weil der amerikanische Dichter Robert Bly ihn zum Ausgangspunkt eines vielgelesenen Buches über Männlichkeit machte. Für den Vorleseabend spielt das keine Rolle – dort ist es einfach ein gutes Abenteuer.
Weiter mit Der Froschkönig, Tischlein, deck dich und Das Märchen vom Schlaraffenland. Danach: Gute-Nacht-Geschichten oder alle 274 Kindergeschichten.
Ein wilder Mann, der auf dem Grund eines Waldsees lebt und braun wie rostiges Eisen ist. Er wird gefangen, von einem Königssohn befreit und wird dessen Beschützer.
Ab etwa fünf Jahren. Es ist eines der längeren Grimm-Märchen mit mehreren Stationen.
Etwa acht Minuten.
Von den Brüdern Grimm, Kinder- und Hausmärchen Nummer 136.
Dass Fehler weiterführen können, wenn man zu ihnen steht – und dass Hilfe oft von dem kommt, vor dem alle gewarnt haben.
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