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Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Der älteste die Mühle, der zweite den Esel, der jüngste den Kater. Der Jüngste rechnet laut vor, dass er den Kater wohl essen und sich aus dem Fell Handschuhe machen muss.
Einen Sack und ein Paar Stiefel, damit er durch das Gestrüpp gehen kann. Mit dem Sack fängt er Kaninchen und Rebhühner, die er dem König bringt.
Den hat sich der Kater selbst ausgedacht — genau in dem Moment, als er dem König das erste Kaninchen überreicht. Sein Herr weiß davon zunächst gar nichts.
Der Kater schickt ihn im Fluss baden, versteckt seine alten Kleider unter einem Stein und ruft dann, der Marquis ertrinke und Diebe hätten ihm die Kleider gestohlen. Der König lässt einen prächtigen Anzug bringen.
Er lobt dessen Verwandlungskunst und behauptet, in etwas ganz Kleines — eine Maus zum Beispiel — könne sich sicher niemand verwandeln. Der beleidigte Zauberer tut es sofort. Ein Satz des Katers genügt.
Band 2 – Die schwebende Stadt
Luna kommt in Band 2 dazu – sie kennt sich in der schwebenden Stadt aus, und ohne sie kämen Emil und Henry dort nicht weit. Kein Kleiderthema, sondern jemand, der weiß, was zu tun ist.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €In einem Satz: Der jüngste Müllerssohn erbt nichts als einen Kater — der sich Stiefel machen lässt, einen Marquis von Carabas erfindet und seinen Herrn mit List und Frechheit bis zur Königstochter bringt.
Ein Müller hinterlässt drei Söhnen eine Mühle, einen Esel und einen Kater. Der Jüngste bekommt den Kater und rechnet laut vor, dass er ihn wohl essen und sich aus dem Fell Handschuhe machen muss. Der Kater hört alles mit, putzt sich in Ruhe eine Pfote und bittet nur um zwei Dinge: einen Sack und ein Paar Stiefel, um durchs Gestrüpp gehen zu können. Der junge Mann besorgt beides. Der Kater legt Kleie und Kräuter in den Sack, stellt sich tot und fängt ein Kaninchen. Damit geht er zum König und überbringt es im Namen seines Herrn, des Marquis von Carabas — ein Name, den er sich gerade eben ausgedacht hat.
Zwei, drei Monate lang bringt er immer wieder Wild, und der König gewöhnt sich an den Namen und stellt sich einen Mann mit großen Gehegen und guten Manieren dazu vor. Als der Kater hört, dass der König mit seiner Tochter am Fluss entlangfahren wird, schickt er seinen Herrn dort baden und versteckt dessen alte Kleider unter einem Stein. Dann ruft er die Kutsche an: Der Marquis von Carabas ertrinke, und Diebe hätten ihm die Kleider gestohlen. Der König lässt einen prächtigen Anzug bringen, und plötzlich sieht der Müllerssohn gar nicht mehr wie ein Müllerssohn aus. Die Prinzessin schaut ihn zweimal an, beim zweiten Mal etwas länger. Der Kater läuft der Kutsche voraus und bringt Mäher, Schnitter und Hirten dazu, Wiese, Kornfeld, Obstgarten und Wäldchen dem Marquis zuzuschreiben.
Zuletzt erreicht der Kater das Schloss eines Zauberers, dem all dieses Land wirklich gehört. Höflich lässt er sich melden und lobt dessen Verwandlungskunst: In einen Löwen, ja — aber etwas ganz Kleines, eine Maus zum Beispiel, das schaffe sicher niemand. Der beleidigte Zauberer huscht als graue Maus über den Boden, und ein Satz des Katers genügt. Als die Kutsche über die Brücke rollt, steht der Kater im Tor und heißt den König im Schloss des Marquis von Carabas willkommen. Drinnen wartet das Festessen, das der Zauberer für Gäste hatte richten lassen. Beim fünften Glas Wein bietet der König dem jungen Mann seine Tochter an. Der Kater wird ein großer Herr, bekommt ein Kissen am Kamin und fängt Mäuse nur noch zum Vergnügen — und das auch nur sonntags.
Unsere Fassung folgt dem Märchen von Charles Perrault (1697) in moderner, vorlesefreundlicher Sprache.
Der Kater lügt die ganze Geschichte hindurch – und gewinnt. Das ist beim Vorlesen der interessanteste Punkt, und man muss ihn nicht wegerklären. Kinder merken es selbst und fragen nach. Die dankbarste Stelle ist der Zauberer, der sich in eine Maus verwandelt: Das kommt jedes Kind vorher kommen und ruft es mit.
Charles Perrault veröffentlichte „Le Maître chat ou le Chat botté" 1697 in Frankreich. Bei den Brüdern Grimm stand das Märchen nur in der Erstausgabe von 1812 – sie nahmen es später wieder heraus, weil sie es als französisch und nicht als deutsches Volksgut ansahen.
Noch älter ist eine italienische Fassung von Giovanni Francesco Straparola aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Der Kern ist überall gleich: Ein Tier ohne Besitz verschafft seinem armen Herrn ein Königreich – allein mit Frechheit und Geistesgegenwart.
Weiter mit Die Bremer Stadtmusikanten, Der kleine Däumling und Tischlein, deck dich. Für den Abend danach: Gute-Nacht-Geschichten. Alles Weitere: alle 274 Kindergeschichten.
Von Charles Perrault, Frankreich 1697. Bei den Brüdern Grimm stand er nur in der Erstausgabe von 1812.
Weil er damit auftreten kann wie ein Mensch – die Stiefel sind sein Auftritt, nicht sein Werkzeug.
Ab etwa vier Jahren. Es kommt ohne bedrohliche Szenen aus; der Menschenfresser wird überlistet, nicht bekämpft.
Etwa neun Minuten.
Das ist die beste Frage nach dem Vorlesen. Im Märchen wird er belohnt – ob das gerecht ist, darf jedes Kind selbst entscheiden.
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