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Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Er liegt nachts wach und hört das Gespräch am letzten Rest Feuer mit. Er redet wenig und hört dafür sehr genau zu — deshalb hat er schon einen Plan, während die anderen noch schlafen.
Beim ersten Mal mit weißen Kieseln vom Bach, die im Mondlicht wie Silber glänzen. Beim zweiten Mal ist die Tür abgeschlossen — da muss er Brotkrumen streuen, und die picken die Vögel auf.
Die Kopfbedeckungen. Die sieben Töchter des Ogers tragen im Schlaf goldene Krönchen, die Brüder schlichte Zipfelmützen. Der Däumling tauscht beides — Krönchen für die Brüder, Mützen für die Mädchen.
Weil der Oger im Stockdunkeln nur nach den Köpfen tastet. Wo er Gold spürt, geht er weiter; wo er Wolle spürt, bleibt er stehen — und steht vor den Betten seiner eigenen Töchter.
Stiefel, mit denen man mit einem Schritt sieben Meilen weit kommt. Sie werden immer genau so groß wie der Fuß, der in ihnen steckt — deshalb passen sie auch dem Däumling.
Band 1 – Die magische Rüstung der Drachenfelsen
Ritter Emil und Zauberer Henry sind Brüder: der eine geht voran, der andere denkt nach. In Band 1 finden sie an den Drachenfelsen eine Rüstung, die nur trägt, wer sie sich verdient hat. Der Einstieg in die Reihe.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €In einem Satz: Der jüngste und kleinste von sieben Brüdern hört nachts, dass die Eltern die Kinder im Wald zurücklassen wollen — und rettet sie zweimal, überlistet einen Oger und stiehlt ihm zuletzt die Siebenmeilenstiefel.
Ein Holzfäller und seine Frau haben sieben Söhne und gerade genug zum Leben, solange nichts dazwischenkommt. Der Jüngste war bei der Geburt kaum größer als ein Daumen und wächst fast nicht — alle nennen ihn nur den Däumling, und er bekommt für alles die Schuld. Dabei ist er der Klügste: Er redet wenig und hört sehr genau zu. Dann kommt ein Jahr, in dem nichts wächst. Abends am letzten Rest Feuer sagt der Vater, es gehe nicht mehr, sie müssten die Kinder morgen im Wald lassen. Der Däumling liegt wach und hört jedes Wort. Nachts sammelt er am Bach weiße Kiesel, die im Mond wie Silber glänzen, und stopft sich beide Hosentaschen voll.
Am Morgen bleibt er unterwegs immer wieder ein wenig zurück und lässt jedes Mal einen Kiesel fallen. Als der Vater um einen Baum herumgeht und nicht wiederkommt, weinen die sechs Brüder — der Däumling nicht. Im Mondlicht liegen die Kiesel da wie eine Kette kleiner Lichter, und er führt alle nach Hause. Beim zweiten Mal gibt es keine Kiesel mehr, nur Brotkrumen, und die picken die Vögel auf. Nun sind die sieben wirklich verirrt. Sie finden ein großes Haus, in dem ein Oger wohnt, und der Däumling redet ihn dazu, sie für die Nacht aufzunehmen. Nebenan schlafen die sieben Töchter des Ogers mit goldenen Krönchen auf dem Kopf, die Brüder tragen schlichte Zipfelmützen.
Mitten in der Nacht schleicht der Däumling hinüber und tauscht: Krönchen für die Brüder, Zipfelmützen für die Mädchen. Noch vor Sonnenaufgang tastet der Oger im Dunkeln nach den Köpfen — wo er Gold spürt, geht er weiter, wo er Wolle spürt, bleibt er stehen. In diesem Augenblick sind die Brüder schon aus dem Fenster. Am Morgen holt der Oger seine Siebenmeilenstiefel, mit denen er sieben Meilen auf einen Schritt macht. Die Brüder verstecken sich unter einem hohlen Felsen, auf den sich der müde Oger setzt und einschläft. Der Däumling zieht ihm die Stiefel von den Füßen; sie schrumpfen, bis sie passen. Zwei Schritte, und er steht vor dem Elternhaus. Von da an ist er der schnellste Bote des Königreichs, der Vater muss nie wieder Holz schlagen — und die Stiefel stehen neben seinem Bett, für alle Fälle.
Unsere Fassung folgt dem Märchen von Charles Perrault (1697) in moderner, vorlesefreundlicher Sprache und ist an einigen Stellen behutsam entschärft.
Sieben Brüder werden im Wald ausgesetzt, und der Kleinste rettet alle. Das ist die kürzeste Zusammenfassung und zugleich der Grund, warum Kinder die Geschichte mögen. Die heikelste Stelle ist der Menschenfresser; er wird überlistet, nicht getötet, und unsere Fassung bleibt dabei knapp. Wer ein besonders empfindsames Kind hat, kündigt vorher an, dass alle sieben zurückkommen.
Charles Perrault veröffentlichte „Le Petit Poucet" 1697 in Frankreich, im selben Band wie Rotkäppchen, Aschenputtel und Der gestiefelte Kater. Er ist nicht zu verwechseln mit Daumesdick der Brüder Grimm – dort geht es um ein Einzelkind ohne Menschenfresser.
Auffällig ist die Ähnlichkeit zu Hänsel und Gretel: Kinder werden im Wald zurückgelassen, markieren den Weg, geraten an ein menschenfressendes Wesen und retten sich selbst. Beide Märchen entstanden in Zeiten, in denen Hunger für viele Familien Alltag war.
Weiter mit Hänsel und Gretel, Daumesdick und Der gestiefelte Kater. Für den Abend danach: Gute-Nacht-Geschichten. Alles Weitere: alle 274 Kindergeschichten.
Der kleine Däumling stammt von Charles Perrault und handelt von sieben Brüdern und einem Menschenfresser. Daumesdick ist ein Grimm-Märchen über ein Einzelkind.
Ab etwa fünf Jahren. Der Menschenfresser und das Aussetzen im Wald wiegen für jüngere Kinder oft schwer.
Etwa zehn Minuten.
Von Charles Perrault, Frankreich 1697.
Zauberstiefel, mit denen man bei jedem Schritt sieben Meilen zurücklegt. Däumling nimmt sie dem Menschenfresser ab.
Ja, kostenlos unter der Geschichte, ohne Anmeldung.