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Zusammenfassung: „Der Rattenfänger von Hameln“ in drei Sätzen
Ein Rattenfänger versprach, Hameln von einer schlimmen Rattenplage zu befreien, indem er sie mit seiner Flöte in einen Fluss lockte, wo sie ertranken.
Nachdem er die Ratten entfernt hatte, weigerten sich die Stadtoberen, ihm den versprochenen Lohn zu zahlen, weil sie dachten, er könne ihnen nichts mehr tun.
Der Rattenfänger kehrte zurück und lockte mit seiner Flöte alle Kinder der Stadt in einen Berg, der sich hinter ihnen schloss, als Strafe dafür, dass er nicht bezahlt wurde.
Eines Tages kam ein geheimnisvoller Mann in die Stadt. Keiner der Bewohner von Hameln kannte ihn oder hatte ihn je zuvor gesehen. Er trug einen bunten Mantel und hatte eine Flöte bei sich. Er stellte sich den Stadtoberen als der Rattenfänger von Hameln vor und versprach, die Stadt gegen eine gewisse Bezahlung von allen Ratten zu befreien. Die Bürgermeister der Stadt, müde von dem Unheil, das die Ratten anrichteten, stimmten schnell zu und versprachen ihm eine große Summe Geld, wenn er sein Versprechen halten konnte. Seine geheimnisvolle Erscheinung und das Versprechen wirkten verlockend, und so weckte er die Hoffnung der geplagten Stadtbewohner auf Rettung.
Der Rattenfänger zog seine Flöte und begann eine süße, eingängige Melodie zu spielen. Wie durch Zauber angelockt, kamen die Ratten aus allen Ecken und Winkeln der Stadt und folgten dem Klang seiner Musik. Er führte sie aus der Stadt hinaus zum Fluss Weser, wo er weiterspielte, bis jede einzelne Ratte in den Fluss sprang und ertrank. Dieses seltsame Schauspiel zog die Aufmerksamkeit der Stadtbewohner an, die mit Erstaunen und Erleichterung zusahen, wie ihre Plage mit jeder Note, die der Rattenfänger spielte, weiter verschwand.
Wenige Tage später kehrte der Rattenfänger zurück. Es war der 26. Juni, ein Sonntagmorgen, und alle Erwachsenen saßen in der Kirche.
Zwei Kinder aber kamen zurück. Sie waren zurückgeblieben, weil sie nicht so schnell laufen konnten wie die anderen.
In Hameln gibt es bis heute eine Straße, durch die die Kinder damals gezogen sind. Sie heißt die Bungelosenstraße – die Straße ohne Trommel. Wer dort entlanggeht, darf nicht singen, nicht musizieren und nicht tanzen. Auch bei Hochzeiten wird der Zug still, wenn er diese Straße erreicht, und fängt erst dahinter wieder an zu spielen.
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