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Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Weil er als Letzter von fünfundzwanzig gegossen wurde und das Zinn nicht mehr reichte. Auf dem einen Bein steht er genauso fest wie die anderen auf ihren zweien.
Weil sie eine Tänzerin ist und das eine Bein so hoch gehoben hat, dass er es gar nicht sehen kann. Deshalb hält er sie für seinesgleichen.
Seinen Pass. „Hier kommt keiner ohne Pass vorbei!“ Doch die Strömung ist schneller als die Ratte, und sie schwimmt schimpfend hinterher.
Der Fisch wird gefangen und landet ausgerechnet in der Küche desselben Hauses. Als die Köchin ihn aufschneidet, liegt der Soldat heil darin.
Ein kleines Zinnherz in der Asche und daneben der schwarz gebrannte Paillettenstern der Tänzerin. Das Dienstmädchen legt beides nebeneinander auf die Fensterbank in die Morgensonne.
Band 1 – Die magische Rüstung der Drachenfelsen
Ritter Emil und Zauberer Henry sind Brüder: der eine geht voran, der andere denkt nach. In Band 1 finden sie an den Drachenfelsen eine Rüstung, die nur trägt, wer sie sich verdient hat. Der Einstieg in die Reihe.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €In einem Satz: Ein Zinnsoldat mit nur einem Bein verliebt sich in eine Papiertänzerin, wird aus dem Fenster geweht und treibt durch Rinnstein und Fischbauch nach Hause zurück — und hält auch im Kaminfeuer noch die Haltung.
Fünfundzwanzig Zinnsoldaten werden aus demselben alten Zinnlöffel gegossen und als Geburtstagsgeschenk auf den Tisch gestellt. Einer gleicht dem anderen aufs Haar — nur der letzte hat bloß ein Bein, weil das Zinn nicht mehr reichte. Er steht darauf so fest wie die anderen auf zweien. Auf dem Tisch steht ein Schloss aus Papier mit Bäumen, einem Spiegel als See und Schwänen aus Wachs. In der offenen Schlosstür steht eine kleine Papiertänzerin, die ein Bein so hoch gehoben hat, dass der Soldat glaubt, sie habe wie er nur eines. Er legt sich hinter eine Schnupftabaksdose, um sie im Blick zu behalten. Nachts spielt das Spielzeug, nur die beiden rühren sich nicht.
Am nächsten Morgen steht der Soldat am offenen Fenster — und ob es der Wind war oder der Kobold aus der Schnupftabaksdose: Er stürzt aus dem dritten Stock und landet kopfüber zwischen den Pflastersteinen. Rufen mag er nicht, das schickt sich in Uniform nicht. Es regnet, Straßenjungen finden ihn, und bald treibt er im Rinnstein. Im dunklen Tunnel unter dem Pflaster verlangt eine große Wasserratte seinen Pass und schwimmt schimpfend hinterher. Am Ende des Kanals stürzt das Wasser wie ein Wasserfall in einen Graben, das Papier wird weich — und ein gieriger Fisch verschluckt alles. Im Fischbauch wird der Soldat hin und her geworfen, hält aber sein Gewehr im Arm und denkt an die Tänzerin.
Der Fisch wird gefangen und landet ausgerechnet in der Küche desselben Hauses. Als die Köchin ihn aufschneidet, kommt der Zinnsoldat heil zum Vorschein und darf zurück auf den Tisch, neben seine Tänzerin. Doch der eifersüchtige Kobold in der Schnupftabaksdose zischt ihn an, er solle die Augen im Zaum halten — und stößt ihn in einem unbemerkten Moment mitten ins Kaminfeuer. Das Zinn glüht, die Farben verschwinden, aber der Soldat steht und schaut geradeaus zu ihr hinüber. Da geht die Tür auf, ein Luftzug trägt die Papiertänzerin über die Kaminkante zu ihm. Einen Augenblick stehen die beiden nebeneinander in den Flammen. Am Morgen findet das Dienstmädchen in der Asche ein kleines Zinnherz und daneben den schwarz gebrannten Paillettenstern und legt beides nebeneinander in die Morgensonne.
Unsere Fassung folgt dem Kunstmärchen von Hans Christian Andersen (1838) in moderner, vorlesefreundlicher Sprache.
Der Zinnsoldat tut fast nichts. Er fällt aus dem Fenster, treibt in einem Papierboot durch die Gosse, wird von einem Fisch verschluckt – und bleibt dabei aufrecht. Genau das ist die Geschichte. Kinder verstehen sie sofort, weil sie selbst oft in Lagen sind, in denen sie nichts entscheiden können. Das Ende ist traurig; erzählen Sie es ruhig und ohne Beschönigung, es hält stand.
Hans Christian Andersen veröffentlichte „Den standhaftige tinsoldat" 1838 in Dänemark. Es ist eines seiner Kunstmärchen: erfunden, nicht gesammelt, und mit einem Ende, das kein Volksmärchen so erzählt hätte.
Auffällig ist, wie wenig der Held handelt. Andersen erzählt von Haltung, nicht von Taten – und traut Kindern zu, dass sie den Unterschied verstehen. Unsere Fassung folgt ihm darin und erfindet kein Happy End dazu.
Weiter mit Das hässliche Entlein, Die kleine Meerjungfrau und Die Schneekönigin – alle von Andersen. Danach: Gute-Nacht-Geschichten oder alle 274 Kindergeschichten.
Weil beim Gießen das Zinn nicht mehr reichte – er war der letzte von fünfundzwanzig Soldaten.
Er landet im Feuer und schmilzt; übrig bleibt ein kleines Zinnherz. Das Ende ist traurig, aber ruhig erzählt.
Ab etwa fünf Jahren. Jüngere Kinder brauchen ein Gespräch danach – das traurige Ende beschäftigt sie.
Etwa neun Minuten.
Von Hans Christian Andersen, Dänemark 1838.
Aushalten, ohne umzufallen – im Wortsinn und im übertragenen Sinn. Der Soldat bleibt in jeder Lage aufrecht.