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Zusammenfassung: „Der standhafte Zinnsoldat“ in drei Sätzen
Ein einbeiniger Zinnsoldat verliebt sich in eine Papiertänzerin.
Nach vielen Abenteuern, wie dem Sturz aus dem Fenster und einer Reise im Bauch eines Fisches, kehrt er zu ihr zurück.
Durch einen bösen Kobold landen beide im Kaminfeuer, wo die Tänzerin verbrennt und der Soldat zu einem Zinnherz schmilzt.
Unter dem vielen Spielzeug entdeckte der einbeinige Zinnsoldat eine wunderschöne Ballerina aus Papier. Sie trug ein weißes Kleid mit Rüschen, hatte lange dunkle Haare und stand, auf einem Bein, so anmutig und leicht, dass der Soldat dachte, sie wäre wie er. Er verliebte sich auf den ersten Blick in die schöne Tänzerin und konnte seine Augen nicht mehr von ihr abwenden. Am liebsten hätte er sie angesprochen, aber er war schüchtern und traute sich nicht.
Der Rinnstein führte in einen dunklen Tunnel unter dem Pflaster, und dort saß eine große Wasserratte. „Halt!", quiekte sie. „Zeig deinen Pass! Hier kommt keiner ohne Pass vorbei!" Doch die Strömung war schneller als die Ratte. Das Papierschiff schoss davon, und die Ratte schwamm hinterher und schimpfte und knirschte mit den Zähnen: „Haltet ihn auf! Haltet ihn auf! Er hat keinen Zoll bezahlt!" Der Zinnsoldat rührte sich nicht. Er stand fest, hielt sein Gewehr im Arm und schaute geradeaus.
Überglücklich stellte der Junge den Soldaten zurück auf den Tisch im Kinderzimmer, direkt neben seine geliebte Ballerina. Endlich waren sie wieder vereint! Der Zinnsoldat strahlte vor Freude, und die Tänzerin lächelte sanft und stand noch immer auf einem Bein, so leicht, als könnte der kleinste Windhauch sie forttragen.
Im Feuer war es heiß, heißer, als der Zinnsoldat es je erlebt hatte. Das Zinn begann zu glühen, erst dunkelrot, dann hell wie eine kleine Sonne. Ob die Hitze vom Feuer kam oder von seiner Liebe, das wusste er selbst nicht. Seine Farben waren fort, die rote Uniform war fort – aber er stand. Er stand auf seinem einen Bein, hielt sein Gewehr im Arm und schaute geradeaus zu seiner Tänzerin hinüber, so fest, wie er immer gestanden hatte.
Am nächsten Morgen holte das Dienstmädchen die Asche aus dem Kamin. Zwischen den grauen Flocken fand sie etwas Kleines, Blankes: ein Zinnherz. Das war alles, was von dem standhaften Zinnsoldaten übrig geblieben war. Und gleich daneben lag der Paillettenstern der Ballerina, schwarz gebrannt wie ein Stückchen Kohle.
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