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Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Weil sie alt geworden sind und niemand sie mehr brauchen kann. Der Esel trägt keine Säcke mehr, der Hund läuft auf der Jagd nicht mehr mit, die Katze fängt keine Mäuse, und der Hahn soll morgen in der Suppe landen.
„Etwas Besseres als den Tod findest du überall.“ Damit überredet er den Hund, die Katze und den Hahn, mit nach Bremen zu kommen und Stadtmusikanten zu werden.
Unten der Esel mit den Vorderfüßen am Fenster, darauf der Hund, darauf die Katze, ganz oben der Hahn. Dann fangen alle auf ein Zeichen zugleich an: schreien, bellen, miauen, krähen.
Der Esel draußen auf dem Misthaufen, der Hund hinter der Tür, die Katze auf dem warmen Herd, der Hahn oben auf dem Balken unter der Decke.
Von einer gräulichen Hexe, die ihn gekratzt habe, einem Mann mit einem Messer an der Tür, einem schwarzen Ungeheuer mit einer Keule auf dem Hof und einem Richter auf dem Dach, der rief: Bringt mir den Schelm her! In Wahrheit waren es Katze, Hund, Esel und Hahn.
Band 4 – Die Drachen von Quelinda
Emil und Henry finden ein Drachenei. Ein Drachenei ist kein Spielzeug: Es muss warm bleiben, es braucht Ruhe, und irgendwann schlüpft etwas daraus, das jemanden braucht.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €In einem Satz: Vier alt gewordene Tiere, die niemand mehr brauchen kann, ziehen los, um in Bremen Musikanten zu werden — vertreiben unterwegs mit ihrem Gesang eine Räuberbande aus deren Haus und bleiben dort einfach wohnen.
Ein Esel hat jahrelang Säcke zur Mühle getragen, und als seine Kräfte nachlassen, will sein Herr ihn aus dem Futter schaffen. Der Esel merkt, dass kein guter Wind weht, läuft fort und will in Bremen Stadtmusikant werden. Unterwegs trifft er einen Jagdhund, der zu alt zum Jagen ist und fortgejagt wurde; eine Katze, deren Zähne stumpf werden und die lieber hinter dem Ofen spinnt, als Mäuse zu fangen; und einen Hahn, der morgen in der Suppe landen soll und deshalb aus vollem Hals schreit. Jedem sagt der Esel dasselbe: Zieh mit. „Etwas Besseres als den Tod findest du überall.“ So gehen sie zu viert.
Bremen ist an einem Tag nicht zu schaffen. Im Wald legen sich Esel und Hund unter einen Baum, die Katze klettert auf einen Ast, der Hahn fliegt in den Wipfel — und sieht von dort in der Ferne ein Fünkchen brennen. Sie gehen hin und stehen vor einem hell erleuchteten Räuberhaus. Der Esel schaut als Größter durchs Fenster: ein gedeckter Tisch, gutes Essen, und Räuber, die es sich gutgehen lassen. Da bauen sie ihre Pyramide — der Hund auf den Esel, die Katze auf den Hund, der Hahn auf die Katze — und fangen auf ein Zeichen alle zugleich an: schreien, bellen, miauen, krähen. Dann stürzen sie durchs Fenster, dass die Scheiben klirren. Die Räuber halten es für ein Gespenst und fliehen in den Wald.
Die vier essen sich satt, löschen das Licht und suchen sich jeder nach seiner Art einen Schlafplatz: der Esel auf den Misthaufen, der Hund hinter die Tür, die Katze auf den Herd, der Hahn auf den Balken. Um Mitternacht schickt der Räuberhauptmann einen Mann zurück. Der hält die glühenden Augen der Katze für Kohlen — sie springt ihm ins Gesicht; an der Hintertür beißt ihn der Hund, auf dem Hof trifft ihn der Huf des Esels, und vom Balken ruft der Hahn sein „Kikeriki“. Außer Atem berichtet er von einer Hexe, einem Mann mit dem Messer, einem schwarzen Ungeheuer mit der Keule und einem Richter auf dem Dach. Von da an traut sich kein Räuber mehr in die Nähe. Nach Bremen sind die vier nie gekommen — gesungen haben sie trotzdem jeden Abend.
Unsere Fassung folgt der Erzählung der Brüder Grimm (1812) in moderner, vorlesefreundlicher Sprache.
Vier alte Tiere, die niemand mehr braucht, machen sich selbstständig – das ist die ganze Idee, und sie funktioniert bei Kindern sofort. Der Abend lebt von den Tierstimmen: Esel, Hund, Katze, Hahn. Wer mag, verteilt sie und lässt mitmachen. Der Höhepunkt ist der Moment, in dem die vier sich übereinanderstellen und ins Fenster schauen.
Das Märchen ist Nummer 27 in den „Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm. Das Bekannteste daran übersehen viele: Die vier Tiere kommen nie in Bremen an. Sie finden unterwegs das Räuberhaus, gefällt es ihnen dort, und sie bleiben.
In Bremen steht trotzdem seit 1953 ein Denkmal für sie – Esel, Hund, Katze und Hahn übereinander. Wer dem Esel die Vorderbeine hält, soll sich etwas wünschen dürfen.
Weiter mit Der gestiefelte Kater, Tischlein, deck dich und unseren Fabeln, in denen ebenfalls Tiere die Hauptrollen spielen. Alles Weitere: alle 274 Kindergeschichten. Für den Abend danach: Gute-Nacht-Geschichten.
Nein. Die vier Tiere finden unterwegs ein Haus, aus dem sie die Räuber vertreiben, und bleiben dort. Bremen sehen sie nie.
Ein Esel, ein Hund, eine Katze und ein Hahn – alle vier zu alt für ihre Arbeit und deshalb unterwegs.
Ab etwa drei bis vier Jahren. Es kommt ohne Hexe und ohne Wolf aus und lässt sich mit Tierstimmen sehr gut vorlesen.
Etwa neun Minuten.
Ja, unter der Geschichte, ohne Anmeldung zum Ausdrucken.
Dass man auch dann noch etwas wert ist, wenn andere einen abgeschrieben haben – und dass vier Schwache zusammen stärker sind als jeder allein.
Von den Brüdern Grimm, Kinder- und Hausmärchen Nummer 27. In der Sammlung steht es seit der zweiten Auflage von 1819; die Vorlagen kamen aus dem Paderborner Land.