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Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Eine wirkliche Prinzessin. Er trifft viele — eine mit sechs Pferden vor der Kutsche, eine, die drei Sprachen spricht, eine, die Harfe spielt —, aber jedes Mal stimmt etwas nicht. Betrübt kehrt er heim.
Bei einem Gewitter im Herbst klopft es am Stadttor. Das Wasser läuft ihm aus den Haaren und bei den Absätzen wieder aus den Schuhen heraus. Es sagt, es sei eine Prinzessin.
Sie nimmt es bis auf die nackten Bretter auseinander und legt eine einzige getrocknete Erbse hinein. Darüber kommen zwanzig Matratzen und darauf noch zwanzig Federbetten aus Eiderdaunen.
Entsetzlich schlecht. Sie habe die ganze Nacht kein Auge zugetan; irgendetwas Hartes habe gedrückt, und sie sei am ganzen Körper braun und blau.
Sie kommt in eine Vitrine in der Kunstkammer des Schlosses, wo man sie noch heute sehen kann — wenn sie niemand mitgenommen hat.
Band 2 – Die schwebende Stadt
Luna kommt in Band 2 dazu – sie kennt sich in der schwebenden Stadt aus, und ohne sie kämen Emil und Henry dort nicht weit. Kein Kleiderthema, sondern jemand, der weiß, was zu tun ist.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €In einem Satz: Ein Prinz sucht vergeblich eine echte Prinzessin, bis eine alte Königin die durchnässte Fremde mit einer einzigen Erbse unter vierzig Lagen prüft.
Ein Prinz will heiraten, aber es muss eine wirkliche Prinzessin sein. Er reist durch die ganze Welt und trifft viele: eine mit sechs Pferden vor der Kutsche, eine, die drei Sprachen spricht, eine, die Harfe spielt. Jedes Mal stimmt etwas nicht — die Art, wie eine über ihre Dienerschaft redet, oder dass der Vater einer anderen vor zwei Jahren noch Tuchhändler war. Betrübt kehrt er nach Hause zurück.
Im Herbst tobt eines Abends ein Gewitter, und es klopft am Stadttor. Draußen steht ein Mädchen, das Wasser läuft ihm aus den Haaren und bei den Absätzen wieder aus den Schuhen heraus. Es sagt, es sei eine Prinzessin. Die alte Königin sagt kein Wort, geht in die Schlafkammer und nimmt das Bett bis auf die nackten Bretter auseinander. Darauf legt sie eine einzige getrocknete Erbse, darüber zwanzig Matratzen und darauf noch zwanzig Federbetten aus Eiderdaunen.
Das Mädchen klettert hinauf und findet keinen Schlaf. Es dreht sich auf die eine Seite, auf die andere, auf den Rücken — irgendwo tief unten liegt etwas Kleines, Hartes. Am Morgen fragt die Königin beiläufig, wie sie geschlafen habe. „Entsetzlich schlecht", sagt die Prinzessin, sie sei am ganzen Körper braun und blau. Damit ist es bewiesen: So empfindlich kann nur eine wirkliche Prinzessin sein. Der Prinz heiratet sie, und die Erbse kommt in eine Vitrine in der Kunstkammer des Schlosses, wo man sie noch heute sehen kann — wenn sie niemand mitgenommen hat.
Diese Inhaltsangabe folgt unserer Fassung für Kinder ab vier Jahren, etwa sieben Minuten Vorlesezeit. Das Märchen schrieb Hans Christian Andersen 1835 in Dänemark; auch die Erbse in der Kunstkammer steht so bei ihm.
Mit sieben Minuten ist das eines der kürzesten Märchen hier – und eines der wenigen, die nur aus einer einzigen Idee bestehen. Zwanzig Matratzen, zwanzig Federbetten, darunter eine Erbse. Kinder wollen danach fast immer wissen, ob man das ausprobieren kann. Man kann: ein Erbsenkorn unter die Matratze, morgens nachfragen. Der Abend endet dann garantiert mit Gelächter.
Hans Christian Andersen veröffentlichte „Prinsessen på ærten" 1835 in Dänemark, in seinem allerersten Märchenband – zusammen mit dem Feuerzeug und Kleiner Klaus und großer Klaus.
Die Kritik der Zeit war nicht begeistert: zu kurz, zu wenig Moral, zu respektlos gegenüber dem Adel. Genau das macht die Geschichte heute charmant. Andersen erzählt sie mit einem Augenzwinkern, und sein letzter Satz – dass die Erbse ins Museum kam, wo sie noch liegt, wenn sie niemand mitgenommen hat – nimmt das ganze Märchen sanft auf die Schippe.
Weiter mit Das hässliche Entlein, Der standhafte Zinnsoldat und Dornröschen. Weitere kurze Geschichten: drei Minuten. Danach: Gute-Nacht-Geschichten.
Eine Königin legt eine Erbse unter zwanzig Matratzen, um herauszufinden, ob ihr nächtlicher Gast wirklich eine Prinzessin ist.
Zwanzig Matratzen und zwanzig Federbetten – und darunter eine einzige Erbse.
Ab etwa drei Jahren. Es ist kurz, freundlich und ohne jede Bedrohung.
Etwa sieben Minuten – eines der kürzesten Märchen hier.
Von Hans Christian Andersen, Dänemark 1835, aus seinem ersten Märchenband.
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