Die Schneekönigin

Die Schneekönigin

Zusammenfassung: „Die Schneekönigin“ in vier Sätzen

Kay wird von Splittern des Zauberspiegels getroffen, die sein Herz vereisen und seine Sicht verzerren, woraufhin ihn die Schneekönigin in ihr Reich entführt.

Gerda macht sich auf eine lange, abenteuerliche Reise, um ihren Freund Kay zu finden und trifft dabei auf viele Helfer, aber auch Hindernisse.

Im Schloss der Schneekönigin findet Gerda den frierende Kay, dessen Herz und Verstand von den Spiegelsplittern und der Kälte der Schneekönigin eingefroren sind.

Gerdas Tränen der Liebe schmelzen die Splitter und Kays Herz und gemeinsam kehren sie als Erwachsene in ihre Heimat zurück.

Die Schneekönigin – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 12 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab 4 Jahren, zum Selberlesen ab etwa 7
  • Herkunft: Hans Christian Andersen, Dänemark 1844
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
  • Zuletzt überarbeitet: 7. September 2026

Hier beginnt das Märchen

Nun hört zu. Wir fangen an. Und wenn wir am Ende der Geschichte sind, wissen wir mehr als jetzt.

Es war einmal ein Troll, und der war der allerbösesten einer. Eines Tages baute er einen Spiegel, und der Spiegel hatte eine seltsame Eigenschaft: Alles Gute und Schöne, das sich darin spiegelte, schrumpfte zu fast nichts zusammen. Alles Hässliche und Schlechte aber trat hervor und wurde noch schlimmer.

Die schönste Landschaft sah darin aus wie gekochter Spinat, und die freundlichsten Menschen bekamen ein Gesicht zum Fürchten.

Der Troll fand das großartig.

Seine Schüler trugen den Spiegel durch die ganze Welt und wollten ihn zuletzt bis in den Himmel hinauftragen. Doch je höher sie flogen, desto stärker zitterte er in ihren Händen — und dann entglitt er ihnen und stürzte zur Erde, wo er in hundert Millionen Stücke zersprang.

Und nun kam das Schlimmste. Manche Splitter waren kaum größer als ein Sandkorn, und diese flogen in der ganzen Welt umher. Wem so ein Splitter ins Auge kam, der sah von da an alles verkehrt. Und wem einer ins Herz kam — das war das Schrecklichste —, dem wurde das Herz zu einem Klumpen Eis.

In einer großen Stadt wohnten in zwei kleinen Dachwohnungen zwei Kinder: Kay und Gerda. Sie waren nicht Bruder und Schwester, aber sie hatten sich so lieb, als wären sie es.

Auf der Dachrinne zwischen den beiden Häusern standen zwei Holzkisten mit Erde. Darin wuchs Gemüse — und in jeder Kiste ein Rosenstock. Die beiden Stöcke wuchsen aufeinander zu und bildeten über der Rinne einen Bogen. Darunter saßen die Kinder im Sommer auf ihren kleinen Bänken und waren so glücklich, wie man nur sein kann.
Die Schneekönigin Eines Tages, als sie so dasaßen, fuhr Kay plötzlich zusammen.

„Au!“, rief er. „Es hat mich ins Herz gestochen. Und jetzt ist mir etwas ins Auge gekommen.“

Gerda schaute nach, konnte aber nichts finden. „Es ist wohl wieder heraus“, sagte Kay. Es war nicht heraus.

Von diesem Tag an war er verändert.

Er sah die Rosen an und sagte: „Pfui, die eine hat einen Wurm. Und die andere hängt ganz schief.“ Dann trat er gegen die Kisten und riss beide Blumen ab.

Wenn Gerda ihm ihr Bilderbuch zeigte, sagte er, das sei etwas für Säuglinge. Wenn die Großmutter erzählte, ahmte er sie hinterher nach, setzte sich ihre Brille auf und sprach wie sie — und die Leute lachten, denn er machte es gut.

Nur Gerda lachte nicht.

Im Winter fing Kay an, mit den großen Jungen auf dem Marktplatz Schlitten zu fahren. Am liebsten band er seinen kleinen Schlitten an einen der großen Bauernschlitten und ließ sich mitziehen.

Eines Abends kam ein großer weißer Schlitten auf den Platz. Wer darin saß, war ganz in weißen Pelz gehüllt. Der Schlitten fuhr zweimal um den Platz herum, und Kay band seinen kleinen schnell hinten an.

Der große Schlitten fuhr an, erst langsam, dann schneller, dann geradewegs zum Stadttor hinaus.

Kay bekam Angst und wollte die Schnur losbinden, aber es ging nicht. Der Schnee fiel in dicken Flocken, sie fuhren wie im Sturm, und er schrie — aber niemand hörte ihn.

Dann hielt der Schlitten. Die Gestalt stand auf, warf den Pelz ab, und da stand eine Frau, hoch und schlank und blendend weiß. Es war die Schneekönigin.

Sie küsste Kay auf die Stirn. Der Kuss war kälter als Eis und ging ihm bis ins Herz. Einen Augenblick lang glaubte er zu sterben — dann tat es nicht mehr weh, und er fror auch nicht mehr.

„Nun bekommst du keinen Kuss mehr“, sagte sie, „sonst küsse ich dich tot.“

Und Kay hatte Gerda vergessen, und die Großmutter, und alles zu Hause.
Die Schneekönigin Als Kay nicht zurückkehrte, wurde Gerda sehr traurig. Doch sie gab nicht auf. Im Frühling zog sie ihre neuen roten Schuhe an, ging hinunter zum Fluss und rief: „Ich schenke dir meine roten Schuhe, wenn du mir Kay wiedergibst!" Sie warf die Schuhe ins Wasser, doch die Wellen trugen sie nur zurück ans Ufer. Da stieg Gerda in ein Boot, und der Fluss nahm es mit und trug sie fort.

Das Boot legte an einem Garten an, in dem eine alte Frau wohnte, die ein wenig zaubern konnte. Sie kämmte Gerdas Haar mit einem goldenen Kamm, und dabei vergaß Gerda alles: Kay, ihr Zuhause, sogar ihren eigenen Namen. Damit sie nicht an ihren Freund erinnert wurde, ließ die alte Frau alle Rosen im Garten in der Erde versinken. Doch eines Tages entdeckte Gerda eine gemalte Rose auf dem Hut der Alten. Da fiel ihr alles wieder ein, und sie lief weinend davon.

Draußen war es längst Herbst geworden. Ein Rabe kam ihr entgegen. „Ich weiß vielleicht, wo dein Kay ist", krächzte er. „Im Schloss hat eine kluge Prinzessin einen Jungen gefunden." Der Rabe führte Gerda in der Nacht durch die Hintertreppen des Schlosses bis an das Bett des Prinzen. Aber als sie die Lampe hob, war es nicht Kay. Der Prinz und die Prinzessin waren gute Menschen: Sie gaben Gerda warme Kleider, Stiefel, einen Muff und eine Kutsche ganz aus Gold.

Doch die goldene Kutsche glänzte im dunklen Wald wie ein Stück Sonne, und Räuber überfielen sie. Eine wilde Räubertochter, so groß wie Gerda, packte sie am Arm. „Die wird meine Freundin", sagte sie. In der Räuberburg zeigte sie Gerda ihre Tauben und ihr altes Rentier. Und die Tauben gurrten: „Wir haben Kay gesehen. Er saß im Schlitten der Schneekönigin, hoch oben über dem Wald, auf dem Weg nach Lappland."
Die Schneekönigin Am nächsten Morgen schnitt die Räubertochter dem Rentier die Fessel durch. „Lauf", sagte sie, „und bring das Mädchen zum Schloss der Schneekönigin." Gerda setzte sich auf den Rücken des Rentiers, und fort ging es über Schnee und Moos, Tag und Nacht, bis die Nordlichter grün und rot am Himmel brannten.

Bei einer alten Lappländerin machten sie halt, und danach bei einer weisen Finnin, die in einer winzigen, heißen Stube wohnte. „Kannst du Gerda nicht eine Zauberkraft geben?", bat das Rentier. Die Finnin schüttelte den Kopf. „Stärker, als sie schon ist, kann ich sie nicht machen. Ihre Kraft sitzt in ihrem Herzen."

Das Rentier trug Gerda bis zu einem großen roten Busch am Rand der weiten Schneewüste. Dort setzte es sie ab, denn weiter durfte es nicht. Gerda stand allein im Schnee, ohne Schuhe, ohne Handschuhe. Da kam ihr der Schneesturm der Königin entgegen: Schneeflocken, die zu Igeln, zu Schlangen und zu Bären wurden. Gerda blieb stehen und sprach leise ein Gebet vor sich hin. Ihr Atem stieg auf und wurde in der eisigen Luft zu kleinen leuchtenden Gestalten, die vor ihr hermarschierten und die Schneetiere zerstoben ließen. So kam Gerda durch.

Im Schloss der Schneekönigin war es leer und still. Mitten in einem riesigen zugefrorenen See saß Kay. Er war blau vor Kälte und spürte es nicht. Vor ihm lagen flache Eisstücke, die schob er hin und her wie ein Puzzle. „Wenn ich daraus das Wort Ewigkeit lege", hatte die Schneekönigin gesagt, „dann bist du dein eigener Herr, und ich schenke dir die ganze Welt." Aber er schaffte es nicht. Und als Gerda vor ihm stand und seinen Namen rief, sah er sie nur an und erkannte sie nicht.
Die Schneekönigin Da weinte Gerda. Ihre heißen Tränen fielen auf Kays Brust, drangen bis in sein Herz und schmolzen das Eis darin. Kay sah sie an, und plötzlich erkannte er sie. „Gerda, liebe Gerda!", rief er. „Wo warst du nur so lange? Und wo bin ich gewesen?" Dann fing er selbst an zu weinen, und mit den Tränen spülte er den Spiegelsplitter aus seinem Auge.

Gerda küsste ihm die Wangen, und sie wurden wieder rot. Sie küsste ihm die Augen, und sie leuchteten wieder. Sie küsste ihm die Hände und die Füße, und er war wieder gesund und stark. Die beiden fassten sich an den Händen und liefen über den großen Eissee, und die flachen Eisstücke tanzten hinter ihnen her. Als sie liegen blieben, lagen sie so, dass sie das Wort bildeten, nach dem Kay so lange gesucht hatte: Ewigkeit.

Die Schneekönigin war weit fort in einem anderen Land. So gingen Kay und Gerda einfach zur Tür hinaus, und niemand hielt sie auf. Draußen wartete das Rentier und trug sie den ganzen langen Weg zurück bis an die Grenze des grünen Landes, wo die ersten Blätter sprossen.
Die Schneekönigin Unterwegs trafen sie die Räubertochter wieder, die inzwischen zu Pferd durch die Welt ritt. Sie erkannte Kay sofort. „Du bist mir ja ein schöner Herumtreiber", lachte sie und wollte alles wissen. Dann winkte sie ihnen nach und ritt weiter.

Hand in Hand gingen Kay und Gerda den letzten Weg nach Hause. Überall, wo sie vorbeikamen, schmolz der Schnee, Blumen sprossen aus der Erde und die Vögel begrüßten sie mit ihrem Gesang. Und als sie durch die vertraute Haustür traten und die Treppe hinaufstiegen, merkten sie, dass alles genau so war wie früher – nur sie selbst waren größer geworden.

Im warmen Sonnenschein saßen sie in ihrem Rosengarten, und die Rosen blühten bis ans offene Fenster hinauf. Es war Sommer, warmer, herrlicher Sommer. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann sitzen sie noch heute dort und lesen sich Geschichten vor.

Hinweis: Diese moderne Variante des Märchens „Die Schneekönigin" basiert auf dem Kunstmärchen von Hans Christian Andersen aus dem Jahr 1844. Sie wurde durch uns in eine zeitgemäße Sprache übertragen und kindgerecht angepasst, orientiert sich aber inhaltlich weitgehend am Original. Daher kann sie in Teilen Wertvorstellungen und Rollenbilder enthalten, die nicht mehr unserer heutigen Auffassung entsprechen.
Die Schneekönigin Die Moral von „Die Schneekönigin“

Kay wird nicht böse, weil er böse ist. Ihm kommt ein Splitter ins Auge, und von da an sieht er überall nur noch das Schiefe, den Wurm in der Rose, das Lächerliche an der Großmutter. Andersen beschreibt damit etwas, das jedes Kind schon einmal an jemandem beobachtet hat — und manchmal auch an sich selbst.

Gerda hat gegen all das nichts in der Hand. Sie hat keine Zauberkraft, keine Waffe, keinen Plan. Sie hat nicht einmal Schuhe, als sie am Ende in die Schneewüste läuft.

Die weise Finnin sagt den Satz, um den es geht: Stärker machen kann sie Gerda nicht — ihre Kraft sitzt in ihrem Herzen.

Und das Eis schmilzt am Ende nicht durch Feuer, sondern durch Gerdas heiße Tränen. Das ist kein Trick der Geschichte. Das ist ihr ganzer Punkt.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Was ist das Besondere an dem Spiegel des Trolls?

    In ihm schrumpft alles Gute und Schöne zu fast nichts zusammen, und alles Hässliche tritt hervor. Die schönste Landschaft sieht darin aus wie gekochter Spinat.

  2. 2Was passiert, wenn ein Splitter ins Auge oder ins Herz kommt?

    Wem ein Splitter ins Auge fliegt, der sieht von da an alles verkehrt. Wem einer ins Herz kommt, dem wird das Herz zu einem Klumpen Eis. Kay bekommt beides ab.

  3. 3Wie kommt Kay zur Schneekönigin?

    Er hängt seinen kleinen Schlitten an einen großen weißen, der zweimal über den Marktplatz fährt und dann zum Stadttor hinausjagt. Ihr Kuss auf die Stirn ist kälter als Eis — danach hat er Gerda und alles zu Hause vergessen.

  4. 4Was sagt die weise Finnin über Gerda?

    Stärker, als sie schon ist, könne sie sie nicht machen — ihre Kraft sitze in ihrem Herzen. Deshalb geht Gerda ohne Zauberkraft, ohne Schuhe und ohne Handschuhe in die Schneewüste.

  5. 5Wodurch wird Kay am Ende erlöst?

    Durch Gerdas heiße Tränen. Sie fallen auf seine Brust, dringen bis ins Herz und schmelzen das Eis darin. Dann weint er selbst — und spült den Splitter aus dem Auge.

Wörter aus der Geschichte

Troll
ein bösartiges Wesen aus dem Märchen des Nordens
Splitter
ein winziges Bruchstück — einer trifft Kays Auge, einer sein Herz
Rentier
ein Tier des Nordens mit großem Geweih; es trägt Gerda das letzte Stück
Lappland
eine sehr kalte Gegend ganz im Norden Europas
Nordlicht
grünes und rotes Leuchten am Nachthimmel des Nordens

Zum Weitererzählen

  • Warum wird Kay plötzlich böse zu Gerda?
  • Was gibt Gerda auf ihrer Reise alles her?
  • Warum schmilzt das Eis in Kays Herz ausgerechnet durch Tränen?
  • Wärst du losgegangen, um jemanden zu suchen – und wie weit?
Passend zu dieser Geschichte

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Inhaltsangabe: „Die Schneekönigin“ kurz zusammengefasst

In einem Satz: Ein Splitter aus dem Zauberspiegel eines Trolls macht Kay kalt und spöttisch, die Schneekönigin entführt ihn nach Norden — und Gerda geht ihm ohne Zauberkraft, zuletzt sogar ohne Schuhe, bis in ihr Eisschloss nach.

Anfang

Ein böser Troll baut einen Spiegel, in dem alles Gute zu nichts zusammenschrumpft und alles Schlechte hervortritt. Als seine Schüler ihn bis in den Himmel tragen wollen, entgleitet er ihnen und zerspringt in hundert Millionen Stücke. Wem ein Splitter ins Auge kommt, der sieht von da an alles verkehrt; wem einer ins Herz kommt, dem wird es zu einem Klumpen Eis. In einer großen Stadt wohnen in zwei Dachwohnungen Kay und Gerda, die sich lieb haben, als wären sie Geschwister. Auf der Dachrinne zwischen den Häusern stehen zwei Rosenstöcke, die einen Bogen bilden. Dort sitzen sie im Sommer — bis Kay eines Tages auffährt: Etwas hat ihn ins Herz gestochen und ist ihm ins Auge gekommen. Gerda findet nichts. Heraus ist es nicht.

Mitte

Von da an ist Kay verändert. Er reißt die Rosen ab, nennt Gerdas Bilderbuch etwas für Säuglinge und ahmt die Großmutter nach, bis die Leute lachen — nur Gerda nicht. Im Winter hängt er seinen Schlitten an einen großen weißen, der zweimal über den Marktplatz fährt und dann zum Stadttor hinausjagt. Darin sitzt die Schneekönigin. Ihr Kuss auf die Stirn ist kälter als Eis, und danach hat Kay Gerda, die Großmutter und alles zu Hause vergessen. Gerda gibt nicht auf. Sie bietet dem Fluss ihre roten Schuhe an, treibt in einem Boot davon und vergisst im Garten einer zaubernden alten Frau beinahe alles — bis sie eine gemalte Rose auf deren Hut entdeckt. Ein Rabe führt sie ins Schloss einer klugen Prinzessin, wo der Junge im Bett nicht Kay ist; Prinz und Prinzessin geben ihr warme Kleider und eine goldene Kutsche.

Ende

Die glänzende Kutsche lockt Räuber an. Die wilde Räubertochter erklärt Gerda kurzerhand zu ihrer Freundin — und ihre Tauben haben Kay im Schlitten der Schneekönigin gesehen, auf dem Weg nach Lappland. Am Morgen schneidet die Räubertochter dem Rentier die Fessel durch. Über Schnee und Moos geht es bis zu einer Lappländerin und einer weisen Finnin, die sagt, stärker als Gerda schon sei, könne sie sie nicht machen: Ihre Kraft sitze in ihrem Herzen. Allein und ohne Schuhe geht Gerda durch den Schneesturm, dessen Flocken zu Igeln, Schlangen und Bären werden. Im leeren Eisschloss sitzt Kay blau vor Kälte und schiebt Eisstücke hin und her, aus denen er das Wort „Ewigkeit“ legen soll. Er erkennt sie nicht — bis ihre heißen Tränen auf seine Brust fallen und das Eis in seinem Herzen schmelzen. Dann weint er selbst den Splitter aus dem Auge. Auf dem Heimweg schmilzt überall der Schnee, und zu Hause ist alles wie früher — nur sie selbst sind größer geworden.

Unsere Fassung folgt dem Kunstmärchen von Hans Christian Andersen (1844) in moderner, vorlesefreundlicher Sprache.

Die Schneekönigin vorlesen – so wird der Abend rund

Die Schneekönigin ist Andersens längstes Märchen und in sieben Geschichten unterteilt – er hat sie selbst so genannt. Damit ist die Aufteilung schon vorgegeben: Ein Abschnitt pro Abend ergibt eine Woche. Wer sie am Stück liest, braucht zwölf Minuten. Die stärkste Stelle ist nicht das Eisschloss, sondern der Moment, in dem Gerda barfuß losgeht.

Woher Die Schneekönigin kommt

Hans Christian Andersen veröffentlichte „Snedronningen" 1844 in Dänemark. Es ist sein längstes und dichtestes Märchen, aufgebaut aus sieben einzelnen Geschichten, die zusammen eine Reise ergeben.

Ungewöhnlich für seine Zeit: Die Heldin ist ein Mädchen, das aus eigenem Antrieb loszieht und einen Jungen rettet – ohne Zauberwaffe, ohne Helfer, der ihr die Arbeit abnimmt. Unsere Fassung erzählt die Reise gestrafft, behält aber alle sieben Stationen.

Wenn Die Schneekönigin gefallen hat

Weiter mit Die kleine Meerjungfrau, Das hässliche Entlein und Der Nussknacker und der Mäusekönig. Passend zur Jahreszeit: Wintergeschichten. Danach: Gute-Nacht-Geschichten.

Häufige Fragen zu Die Schneekönigin

Worum geht es in Die Schneekönigin?

Kay wird von Splittern eines Zauberspiegels getroffen, die sein Herz kalt machen, und von der Schneekönigin fortgebracht. Seine Freundin Gerda zieht los, um ihn zurückzuholen.

Wie lange dauert Die Schneekönigin zum Vorlesen?

Etwa zwölf Minuten. Andersen hat sie in sieben Geschichten geteilt – eine pro Abend ergibt eine ganze Woche.

Ab welchem Alter eignet sich das Märchen?

Ab etwa fünf Jahren. Es ist lang und hat mehrere Stationen, aber keine bedrohlichen Szenen.

Von wem stammt Die Schneekönigin?

Von Hans Christian Andersen, Dänemark 1844.

Hat Die Schneekönigin etwas mit dem Film „Die Eiskönigin" zu tun?

Der Film ist lose davon inspiriert, erzählt aber eine eigene Geschichte. Bei Andersen gibt es keine zwei Schwestern.

Gibt es das Märchen als PDF?

Ja, kostenlos unter der Geschichte, mit allen Bildern.

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