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Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
In ihm schrumpft alles Gute und Schöne zu fast nichts zusammen, und alles Hässliche tritt hervor. Die schönste Landschaft sieht darin aus wie gekochter Spinat.
Wem ein Splitter ins Auge fliegt, der sieht von da an alles verkehrt. Wem einer ins Herz kommt, dem wird das Herz zu einem Klumpen Eis. Kay bekommt beides ab.
Er hängt seinen kleinen Schlitten an einen großen weißen, der zweimal über den Marktplatz fährt und dann zum Stadttor hinausjagt. Ihr Kuss auf die Stirn ist kälter als Eis — danach hat er Gerda und alles zu Hause vergessen.
Stärker, als sie schon ist, könne sie sie nicht machen — ihre Kraft sitze in ihrem Herzen. Deshalb geht Gerda ohne Zauberkraft, ohne Schuhe und ohne Handschuhe in die Schneewüste.
Durch Gerdas heiße Tränen. Sie fallen auf seine Brust, dringen bis ins Herz und schmelzen das Eis darin. Dann weint er selbst — und spült den Splitter aus dem Auge.
Band 2 – Die schwebende Stadt
Luna kommt in Band 2 dazu – sie kennt sich in der schwebenden Stadt aus, und ohne sie kämen Emil und Henry dort nicht weit. Kein Kleiderthema, sondern jemand, der weiß, was zu tun ist.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €In einem Satz: Ein Splitter aus dem Zauberspiegel eines Trolls macht Kay kalt und spöttisch, die Schneekönigin entführt ihn nach Norden — und Gerda geht ihm ohne Zauberkraft, zuletzt sogar ohne Schuhe, bis in ihr Eisschloss nach.
Ein böser Troll baut einen Spiegel, in dem alles Gute zu nichts zusammenschrumpft und alles Schlechte hervortritt. Als seine Schüler ihn bis in den Himmel tragen wollen, entgleitet er ihnen und zerspringt in hundert Millionen Stücke. Wem ein Splitter ins Auge kommt, der sieht von da an alles verkehrt; wem einer ins Herz kommt, dem wird es zu einem Klumpen Eis. In einer großen Stadt wohnen in zwei Dachwohnungen Kay und Gerda, die sich lieb haben, als wären sie Geschwister. Auf der Dachrinne zwischen den Häusern stehen zwei Rosenstöcke, die einen Bogen bilden. Dort sitzen sie im Sommer — bis Kay eines Tages auffährt: Etwas hat ihn ins Herz gestochen und ist ihm ins Auge gekommen. Gerda findet nichts. Heraus ist es nicht.
Von da an ist Kay verändert. Er reißt die Rosen ab, nennt Gerdas Bilderbuch etwas für Säuglinge und ahmt die Großmutter nach, bis die Leute lachen — nur Gerda nicht. Im Winter hängt er seinen Schlitten an einen großen weißen, der zweimal über den Marktplatz fährt und dann zum Stadttor hinausjagt. Darin sitzt die Schneekönigin. Ihr Kuss auf die Stirn ist kälter als Eis, und danach hat Kay Gerda, die Großmutter und alles zu Hause vergessen. Gerda gibt nicht auf. Sie bietet dem Fluss ihre roten Schuhe an, treibt in einem Boot davon und vergisst im Garten einer zaubernden alten Frau beinahe alles — bis sie eine gemalte Rose auf deren Hut entdeckt. Ein Rabe führt sie ins Schloss einer klugen Prinzessin, wo der Junge im Bett nicht Kay ist; Prinz und Prinzessin geben ihr warme Kleider und eine goldene Kutsche.
Die glänzende Kutsche lockt Räuber an. Die wilde Räubertochter erklärt Gerda kurzerhand zu ihrer Freundin — und ihre Tauben haben Kay im Schlitten der Schneekönigin gesehen, auf dem Weg nach Lappland. Am Morgen schneidet die Räubertochter dem Rentier die Fessel durch. Über Schnee und Moos geht es bis zu einer Lappländerin und einer weisen Finnin, die sagt, stärker als Gerda schon sei, könne sie sie nicht machen: Ihre Kraft sitze in ihrem Herzen. Allein und ohne Schuhe geht Gerda durch den Schneesturm, dessen Flocken zu Igeln, Schlangen und Bären werden. Im leeren Eisschloss sitzt Kay blau vor Kälte und schiebt Eisstücke hin und her, aus denen er das Wort „Ewigkeit“ legen soll. Er erkennt sie nicht — bis ihre heißen Tränen auf seine Brust fallen und das Eis in seinem Herzen schmelzen. Dann weint er selbst den Splitter aus dem Auge. Auf dem Heimweg schmilzt überall der Schnee, und zu Hause ist alles wie früher — nur sie selbst sind größer geworden.
Unsere Fassung folgt dem Kunstmärchen von Hans Christian Andersen (1844) in moderner, vorlesefreundlicher Sprache.
Die Schneekönigin ist Andersens längstes Märchen und in sieben Geschichten unterteilt – er hat sie selbst so genannt. Damit ist die Aufteilung schon vorgegeben: Ein Abschnitt pro Abend ergibt eine Woche. Wer sie am Stück liest, braucht zwölf Minuten. Die stärkste Stelle ist nicht das Eisschloss, sondern der Moment, in dem Gerda barfuß losgeht.
Hans Christian Andersen veröffentlichte „Snedronningen" 1844 in Dänemark. Es ist sein längstes und dichtestes Märchen, aufgebaut aus sieben einzelnen Geschichten, die zusammen eine Reise ergeben.
Ungewöhnlich für seine Zeit: Die Heldin ist ein Mädchen, das aus eigenem Antrieb loszieht und einen Jungen rettet – ohne Zauberwaffe, ohne Helfer, der ihr die Arbeit abnimmt. Unsere Fassung erzählt die Reise gestrafft, behält aber alle sieben Stationen.
Weiter mit Die kleine Meerjungfrau, Das hässliche Entlein und Der Nussknacker und der Mäusekönig. Passend zur Jahreszeit: Wintergeschichten. Danach: Gute-Nacht-Geschichten.
Kay wird von Splittern eines Zauberspiegels getroffen, die sein Herz kalt machen, und von der Schneekönigin fortgebracht. Seine Freundin Gerda zieht los, um ihn zurückzuholen.
Etwa zwölf Minuten. Andersen hat sie in sieben Geschichten geteilt – eine pro Abend ergibt eine ganze Woche.
Ab etwa fünf Jahren. Es ist lang und hat mehrere Stationen, aber keine bedrohlichen Szenen.
Von Hans Christian Andersen, Dänemark 1844.
Der Film ist lose davon inspiriert, erzählt aber eine eigene Geschichte. Bei Andersen gibt es keine zwei Schwestern.
Ja, kostenlos unter der Geschichte, mit allen Bildern.