Vorlesen lassen
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Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Die älteste ein Seidenkleid, die zweite eine Perlenkette — und die Schöne nur eine Rose. Genau die wird dem Vater zum Verhängnis.
Weil der Kaufmann in seinem Hof eine Rose abbricht. Essen und Nachtlager hatte es ihm gegeben; die Rose nimmt er sich selbst. Der Vater darf gehen, muss aber in drei Monaten zurück — oder eine Tochter kommt an seiner Stelle.
Kein Kerker, sondern ein Zimmer mit ihrem Namen in goldenen Buchstaben über der Tür, ein Regal voller Bücher, ein Klavier und ein großer Spiegel.
Ob sie seine Frau werden will. Jeden Abend sagt sie nein, und jeden Abend antwortet es „Gute Nacht, Schöne“ und geht — ohne böse zu werden.
Dadurch, dass die Schöne am Bach sagt, sie wolle seine Frau werden. Eine Fee hatte den hochmütigen jungen Mann verwandelt; erlöst wird er erst, wenn ihn jemand um seiner selbst willen liebt.
Band 5 – Ein Erfinderprinz beim Drachenrennen
In Band 5 gewinnt beim großen Drachenrennen nicht der Schnellste, sondern der mit der besseren Idee. Ein Erfinder mischt sich ein – und baut etwas, mit dem niemand gerechnet hat.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €In einem Satz: Eine Kaufmannstochter geht freiwillig an Stelle ihres Vaters in das Schloss eines Ungeheuers, lehnt Abend für Abend seinen Antrag ab — und rettet es am Ende doch.
Ein reicher Kaufmann verliert seine Schiffe und muss mit seinen drei Töchtern aufs Land ziehen. Die beiden älteren jammern; die jüngste, die alle nur die Schöne nennen, macht Feuer, kocht und wäscht. Als ein Schiff doch zurückkehrt, fragt der Vater vor der Abreise nach Wünschen: ein Seidenkleid, eine Perlenkette — und eine Rose. In der Stadt ist nichts zu holen. Auf dem Heimweg verirrt er sich im Schneesturm, findet ein Schloss mit gedecktem Tisch und bricht am Morgen im Hof eine Rose ab. Da tritt das Biest hervor: Der Vater darf gehen, muss aber in drei Monaten zurückkehren — oder eine Tochter kommt freiwillig an seiner Stelle.
Die Schöne geht, obwohl die Schwestern ihr die Schuld geben. Im Schloss erwartet sie kein Kerker, sondern ein Zimmer mit ihrem Namen über der Tür, Büchern, einem Klavier und einem großen Spiegel. Jeden Abend um neun setzt sich das Biest zu ihr, fragt nach ihrem Tag, hört zu — und fragt am Schluss, ob sie seine Frau werden wolle. Jeden Abend sagt sie nein, und jeden Abend antwortet es „Gute Nacht, Schöne" und geht. Im Spiegel sieht sie eines Tages ihren kranken Vater. Das Biest lässt sie ziehen und gibt ihr einen Ring; acht Tage darf sie bleiben.
Die Schwestern reiben sich Zwiebeln in die Augen und halten sie länger fest. In der zehnten Nacht träumt die Schöne vom Biest, das reglos im Gras am Bach liegt. Sie legt den Ring ab, steht im Schloss und findet es genau so. Sie benetzt ihm die Stirn und sagt, sie wolle seine Frau werden. Da wird der Garten hell: Vor ihr steht ein junger Mann, den eine Fee verwandelt hatte, weil er hochmütig war — erlöst erst, wenn jemand ihn um seiner selbst willen liebt. Die beiden Schwestern werden zu Steinbildern am Tor, bis sie begreifen, was sie getan haben.
Diese Inhaltsangabe folgt unserer Fassung für Kinder ab vier Jahren, etwa zehn Minuten Vorlesezeit. Sie folgt der Kurzfassung von Jeanne-Marie Leprince de Beaumont aus dem Jahr 1756, die auf die längere Urfassung von Gabrielle-Suzanne de Villeneuve von 1740 zurückgeht.
Das Biest ist von der ersten Seite an keine Bedrohung, sondern jemand, der sich für sein Aussehen schämt. Wenn man das beim Vorlesen mitschwingen lässt – etwas leiser, etwas zögerlicher – nimmt man der Geschichte jede Schwere. Kinder fangen dann von selbst an, für das Biest zu sein, lange bevor die Verwandlung kommt.
Die heute bekannte Fassung stammt von Jeanne-Marie Leprince de Beaumont, die sie 1756 in Frankreich veröffentlichte – als kurze Erzählung für Kinder. Sie ist eine gestraffte Fassung eines viel längeren Romans von Gabrielle-Suzanne de Villeneuve aus dem Jahr 1740.
Beaumonts Kürzung ist der Grund, warum das Märchen bis heute funktioniert: Sie ließ die verwickelte Vorgeschichte weg und behielt den Kern – jemand lernt jemanden kennen, den alle anderen für ein Ungeheuer halten.
Weiter mit Der Froschkönig – auch dort steckt hinter einer unangenehmen Hülle jemand anderes –, Rapunzel und Dornröschen. Danach: Gute-Nacht-Geschichten oder alle 274 Kindergeschichten.
Die bekannte Fassung schrieb Jeanne-Marie Leprince de Beaumont 1756 in Frankreich. Sie kürzte einen längeren Roman von Gabrielle-Suzanne de Villeneuve aus dem Jahr 1740.
Ab etwa vier Jahren. Das Biest ist nie bedrohlich, sondern von Anfang an eine traurige Figur.
Etwa zehn Minuten.
Weil der Vater sie im Garten des Biests pflückt – ohne zu fragen. Aus dieser kleinen Unachtsamkeit entsteht die ganze Geschichte.
Dass man Menschen nicht nach ihrem Äußeren beurteilen sollte – und dass sich das erst zeigt, wenn man ihnen Zeit gibt.
Ja, unter der Geschichte, ohne Anmeldung.