Vorlesen lassen
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Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Weil der König nur zwölf goldene Teller hat. Eine musste zu Hause bleiben — und ausgerechnet sie kommt trotzdem und spricht den Fluch aus.
Mit fünfzehn soll sich die Königstochter an einer Spindel stechen und tot hinfallen. Die zwölfte weise Frau hat ihre Gabe noch übrig: Sie kann den Spruch nicht aufheben, nur mildern — aus dem Tod wird ein Schlaf von hundert Jahren.
In einem alten Turm. Sie steigt die enge Wendeltreppe hinauf und öffnet mit einem verrosteten Schlüssel eine kleine Tür. Drinnen sitzt eine alte Frau und spinnt Flachs.
Das ganze Schloss: der König und die Königin, der Hofstaat, die Pferde im Stall, die Tauben auf dem Dach, sogar die Fliegen an der Wand. Das Feuer hört auf zu flackern, und der Koch bleibt mit erhobener Hand stehen.
Weil an genau diesem Tag die hundert Jahre um sind. Vor ihm sind viele in den Dornen hängen geblieben; für ihn steht die Hecke in weißen Blüten und öffnet sich von selbst.
Band 2 – Die schwebende Stadt
Luna kommt in Band 2 dazu – sie kennt sich in der schwebenden Stadt aus, und ohne sie kämen Emil und Henry dort nicht weit. Kein Kleiderthema, sondern jemand, der weiß, was zu tun ist.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €In einem Satz: Eine Königstochter sticht sich an ihrem fünfzehnten Geburtstag an einer Spindel, fällt mit dem ganzen Schloss in einen hundertjährigen Schlaf und wird von einem Königssohn geweckt.
Ein Königspaar wünscht sich jahrelang vergeblich ein Kind. Ein Frosch sagt der Königin die Geburt einer Tochter voraus. Zum Fest lädt der König die weisen Frauen des Landes ein — aber er hat nur zwölf goldene Teller, und so bleibt die dreizehnte zu Hause. Elf haben ihre guten Gaben verschenkt, da tritt die Übergangene herein und verflucht das Kind: Mit fünfzehn soll es sich an einer Spindel stechen und tot hinfallen. Die zwölfte weise Frau kann den Spruch nicht aufheben, nur mildern — aus dem Tod wird ein Schlaf von hundert Jahren. Der König lässt jede Spindel im Land verbrennen.
An ihrem fünfzehnten Geburtstag ist Dornröschen allein im Schloss. Sie geht durch die Zimmer, findet einen alten Turm, steigt die Wendeltreppe hinauf und öffnet mit einem verrosteten Schlüssel eine kleine Tür. Drinnen sitzt eine alte Frau und spinnt. Dornröschen greift nach der Spindel, sticht sich und sinkt in den Schlaf — und mit ihr schläft das ganze Schloss ein: der Hofstaat, die Pferde, die Tauben auf dem Dach, sogar die Fliegen an der Wand. Der Koch bleibt mit erhobener Hand stehen. Um das Schloss wächst eine Dornenhecke, bis nicht einmal mehr die Fahne zu sehen ist. Viele Königssöhne versuchen hindurchzukommen und bleiben in den Dornen hängen.
Nach hundert Jahren kommt ein Königssohn ins Land. Ein alter Mann warnt ihn, doch er reitet los — und ausgerechnet an diesem Tag sind die hundert Jahre um. Die Hecke steht in weißen Blüten, öffnet sich von selbst und lässt ihn unverletzt hindurch. Er geht durch das schlafende Schloss bis in den Turm, findet Dornröschen und küsst sie. Sie schlägt die Augen auf, und im selben Augenblick erwacht alles: die Pferde schütteln die Mähnen, das Feuer flackert auf, der Koch gibt endlich die Ohrfeige, die hundert Jahre in der Luft hing. Die Hochzeit wird gefeiert.
Diese Inhaltsangabe folgt unserer Fassung für Kinder ab vier Jahren, etwa zehn Minuten Vorlesezeit. Sie geht auf die Brüder Grimm zurück (Kinder- und Hausmärchen Nr. 50, ab 1812); eine ältere französische Fassung schrieb Charles Perrault 1697 auf.
Dornröschen lebt vom Warten. Hundert Jahre lang passiert nichts, und genau das macht den Moment so groß, in dem die Hecke aufgeht. Beim Vorlesen lohnt es sich, an der Stelle mit dem Spinnrad langsamer zu werden und vor dem Kuss eine kleine Pause zu lassen – Kinder halten dort von selbst die Luft an. Für Kinder ab vier Jahren ist die Geschichte gut zu ertragen, weil die böse Fee schnell wieder verschwindet und danach nur noch geschlafen wird.
Dornröschen steht als Nummer 50 in den „Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm, die ab 1812 erschienen. Ältere Verwandte gibt es aber schon vorher: Charles Perrault erzählte 1697 „La Belle au bois dormant", und noch früher, 1634, schrieb Giambattista Basile eine deutlich rauere Fassung auf.
Bei Grimm sind es zwölf weise Frauen, weil der König nur zwölf goldene Teller hat – ein Detail, das Kinder oft besser behalten als den Fluch selbst. Unsere Fassung folgt den Brüdern Grimm, ist aber sprachlich für heutige Vorleseabende geglättet.
Weiter geht es mit Rapunzel, Schneewittchen und Aschenputtel – alle drei kostenlos zum Vorlesen und als PDF. Für den Abend danach: Gute-Nacht-Geschichten. Oder stöbere durch alle 274 Kindergeschichten.
An ihrem fünfzehnten Geburtstag sticht sie sich an der Spindel. Sie schläft dann hundert Jahre – aufwachen tut sie, ohne einen Tag älter geworden zu sein.
Ab etwa vier Jahren. Zum Selberlesen ist die Geschichte ab ungefähr sieben Jahren gut geeignet.
Unsere Fassung dauert vorgelesen etwa zehn Minuten. Mit Pausen für Fragen und die Bilder werden daraus schnell fünfzehn.
Ja. Unter der Geschichte findest du einen Button für das PDF – kostenlos, ohne Anmeldung, zum Ausdrucken oder Mitnehmen.
Dass sich Unglück nicht durch Verbote aus der Welt schaffen lässt: Der König lässt alle Spindeln im Land verbrennen – und trotzdem findet Dornröschen eine. Und dass manche Dinge einfach ihre Zeit brauchen.
Von den Brüdern Grimm, Kinder- und Hausmärchen Nummer 50, ab 1812. Eine ältere französische Fassung schrieb Charles Perrault 1697 auf.