Hänsel und Gretel

Hänsel und Gretel

Zusammenfassung: „Hänsel und Gretel“ in drei Sätzen

Hänsel und Gretel wurden von ihren armen Eltern im Wald ausgesetzt, fanden aber ein Haus aus Lebkuchen, das einer bösen Hexe gehörte.

Hänsel wurde in einem Käfig gefangen gehalten, um gemästet zu werden, während Gretel gezwungen wurde, für die Hexe zu arbeiten.

Mit List überwältigten die Geschwister die Hexe, indem sie sie in ihren eigenen Ofen stießen, befreiten sich, fanden Schätze im Hexenhaus und kehrten schließlich zu ihrem Vater zurück, dessen böse Frau in der Zwischenzeit gestorben war.

Hänsel und Gretel – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 7 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab 4 Jahren, zum Selberlesen ab etwa 7
  • Herkunft: Brüder Grimm, Kinder- und Hausmärchen (KHM 15), ab 1812
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
Es war einmal tief im Wald ein kleines Häuschen, in dem ein Bruder und eine Schwester namens Hänsel und Gretel mit ihrem armen Vater und ihrer Stiefmutter lebten. Die Familie hatte kaum genug zu essen und eines Tages, als die Not besonders groß war, überredete die Stiefmutter den Vater, die Kinder im Wald auszusetzen, damit sie und ihr Mann genug zu essen hätten. Der Vater stimmte schweren Herzens zu, doch Hänsel und Gretel, die ihr Gespräch belauscht hatten, beschlossen, sich mit einer Spur aus weißen Kieselsteinen zu retten, die im Mondlicht glänzten und ihnen den Weg nach Hause wiesen. Hänsel und Gretel Als jedoch ihre böse Stiefmutter sie erneut in den Wald führte und diesmal sicherstellte, dass sie den Weg nicht zurückfinden konnten, hinterließen die Kinder eine Spur aus Brotkrumen. Doch die Vögel des Waldes pickten die Krümel auf und die Geschwister verirrten sich hoffnungslos. Müde, hungrig und allein irrten sie umher, bis sie schließlich ein Haus entdeckten, das ganz aus Lebkuchen und köstlichen Süßigkeiten bestand. Überwältigt von Hunger begannen sie, von dem Häuschen zu essen, ohne zu wissen, dass es einer bösen Hexe gehörte, die Kinder mit ihrem Lebkuchenhaus anlockte, um sie zu fangen. Hänsel und Gretel Kaum hatten Hänsel und Gretel zu essen begonnen, trat die alte Hexe hervor, lockte sie ins Haus und sperrte Hänsel in einen Käfig, um ihn zu mästen. Gretel wurde als Sklavin ausgenutzt und musste harte Arbeit verrichten. Die Hexe hatte jedoch nicht mit der Klugheit und dem Mut der Geschwister gerechnet. Hänsel streckte der Hexe, die beinahe blind war, bei jeder Prüfung einen Knochen entgegen, sodass sie dachte, er würde nicht fett werden. Tage vergingen und als die Hexe beschloss, nicht länger zu warten und sie beide zu kochen, forderte sie Gretel auf, den Ofen zu überprüfen, in der Hoffnung, das Mädchen hineinzustoßen. Doch Gretel, die die böse Absicht der Hexe erkannte, tat so, als wüsste sie nicht, wie man den Ofen überprüft und als die Hexe sich vorbeugte, um es ihr zu zeigen, stieß Gretel sie mit aller Kraft hinein und verschloss die Tür. Hänsel und Gretel Gretel lief sofort zu Hänsel, schloss den Käfig auf und rief: „Hänsel, wir sind frei!“ Da sprang er heraus wie ein Vogel aus einem offenen Bauer, und die beiden fielen sich um den Hals und hüpften im Kreis herum.
Weil sie sich nun vor nichts mehr fürchten mussten, gingen sie in das Haus der Hexe hinein. In allen Ecken standen Kästen, und in den Kästen lagen Perlen und Edelsteine. „Die sind noch besser als Kieselsteine“, sagte Hänsel und steckte sich die Taschen voll. Gretel sagte: „Ich will auch etwas mit nach Haus bringen“, und füllte sich ihr Schürzchen.
„Und jetzt nichts wie fort“, sagte Hänsel, „damit wir aus dem Hexenwald herauskommen.“
Hänsel und Gretel Sie liefen und liefen. Doch nach ein paar Stunden standen sie vor einem großen Wasser. Es war breit wie ein See, und es gab keine Brücke und kein Boot.
„Wie kommen wir jetzt hinüber?“, fragte Hänsel. Da sah Gretel eine weiße Ente auf dem Wasser schwimmen. „Die hilft uns bestimmt“, sagte sie und rief:
„Entchen, Entchen,
da steht Gretel und Hänsel.
Kein Steg und keine Brücke,
nimm uns auf deinen weißen Rücken.“
Und wirklich: Die Ente kam angeschwommen. Hänsel setzte sich auf ihren Rücken und wollte seine Schwester zu sich ziehen. „Nein“, sagte Gretel, „das wird der Ente zu schwer. Sie soll uns nacheinander hinüberbringen.“ Und so machte es das gute Tierchen.
Hänsel und Gretel Als sie ans andere Ufer kamen, kannten sie den Wald wieder. Sie liefen los, immer schneller, und plötzlich stand vor ihnen das kleine Häuschen ihres Vaters.
Der Vater hatte seit dem Tag im Wald keine frohe Stunde mehr gehabt. Als die Tür aufging und seine beiden Kinder hereinliefen, konnte er zuerst gar nichts sagen. Dann nahm er sie in den Arm und ließ sie lange nicht mehr los. Die Stiefmutter war unterdessen fortgegangen und kam nicht wieder.
Gretel schüttelte ihr Schürzchen aus, und Hänsel leerte seine Taschen: Perlen und Edelsteine kullerten über den ganzen Fußboden. Von diesem Tag an hatten sie genug zu essen, und keiner musste mehr in den Wald.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Hinweis: Diese moderne Variante des Märchens „Hänsel und Gretel“ basiert auf der Erzählung von den Gebrüdern Grimm aus dem Jahr 1812. Sie wurde durch uns modernisiert, aber orientiert sich inhaltlich am Original und spiegelt in Teilen nicht die Wertvorstellungen des 21. Jahrhunderts wider.
Hänsel und Gretel Die Moral von „Hänsel und Gretel“

Die Geschichte von Hänsel und Gretel erzählt von Mut, Einfallsreichtum und der Stärke der Geschwisterliebe. Sie lehrt uns, dass selbst in ausweglos erscheinenden Situationen Klugheit und Zusammenhalt über Angst und Bosheit siegen können. Zudem erinnert uns das Märchen daran, dass Gier und Bösartigkeit letztlich zu Fall bringen, während Mut und Liebe belohnt werden. Es fördert den Gedanken, niemals die Hoffnung zu verlieren und immer füreinander da zu sein.

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