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Zusammenfassung: „Rapunzel“ in drei Sätzen
Ein Ehepaar, das sich sehnlichst ein Kind wünscht, gerät in die Fänge einer Zauberin, die das Neugeborene als Gegenleistung für gestohlene Rapunzeln an sich nimmt und das Mädchen, Rapunzel genannt, in einen hohen Turm sperrt.
Jahre später verliebt sich ein Prinz in Rapunzel und plant mit ihr die Flucht, doch die Zauberin entdeckt sie, schneidet Rapunzels Haare ab und verbannt sie, während der Prinz erblindet.
Schließlich finden der Prinz und Rapunzel zueinander zurück, seine Sehkraft wird durch ihre Tränen geheilt und sie leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage.
Als das Kind, ein wunderschönes Mädchen, geboren wurde, nahm die Zauberin es an sich und nannte es Rapunzel. Sie sperrte Rapunzel in einen hohen Turm im Wald, der neben einem kleinen Fenster weder Türen noch Treppen hatte. Rapunzels Haare wuchsen lang und golden und wenn die Zauberin sie besuchen wollte, rief sie: „Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter!“ und stieg an ihnen hinauf.
Jahre vergingen, bis eines Tages ein Prinz durch den Wald ritt und Rapunzels Gesang hörte. Er verliebte sich auf der Stelle in die Stimme und suchte nach einem Weg, in den Turm zu gelangen. Als er sah, wie die Zauberin den Turm betrat, erkannte er den Trick mit dem Haar und beschloss, es selbst zu versuchen. „Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter!“, rief er, und Rapunzel, die noch nie zuvor einen Mann gesehen hatte, ließ ihr Haar hinunter und der Prinz stieg hinauf.
Die beiden verliebten sich und planten ihre Flucht. Jedes Mal, wenn der Prinz kam, brachte er einen Strang Seide mit, und Rapunzel flocht daraus heimlich eine Leiter. Bald, so dachten sie, würde sie lang genug sein, um bis hinunter auf den weichen Waldboden zu reichen.
Von diesem Tag an wanderte der Prinz blind durch die Welt. Er tastete sich an Baumstämmen entlang, schlief unter Hecken und aß, was gute Menschen ihm in die Hand legten. Jeden, dem er begegnete, fragte er dasselbe: „Habt ihr ein Mädchen gesehen mit Haaren wie Sonnenlicht?“ Doch niemand hatte sie gesehen.
Eines Abends trug der Wind eine Stimme über die Dünen. Der Prinz blieb stehen. Er kannte diese Stimme, auch nach all den Jahren, besser als jede andere auf der Welt. Er ging ihr nach, Schritt für Schritt, stolperte, stand wieder auf und ging weiter, bis ihn zwei Arme festhielten.
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