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Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Weil ihr Vater vor dem König angeben wollte und behauptet hat, sie könne Stroh zu Gold spinnen. Der König stellt sie sofort auf die Probe.
In der ersten Nacht ihr Halsband, in der zweiten den Ring vom Finger. In der dritten hat sie nichts mehr — da verlangt es ihr erstes Kind, wenn sie Königin wird.
Alle Reichtümer des Königreichs: Gold, Land, alles, was ein Mensch sich vorstellen kann. Das Männchen lehnt ab: „Etwas Lebendiges ist mir lieber als alle Schätze der Welt.“
Ihr Bote sieht hinter einem hohen Berg, wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen, ein Männchen um ein Feuer springen. Es hüpft auf einem Bein und singt, wie gut es sei, dass niemand wisse, dass es Rumpelstilzchen heiße.
Das Männchen schreit, das habe ihr der Teufel gesagt, und stampft vor Wut mit dem rechten Fuß so fest auf, dass es bis zum Bauch in den Boden fährt. Beim Herausziehen verschwindet es mit einem Knall.
Band 4 – Die Drachen von Quelinda
Emil und Henry finden ein Drachenei. Ein Drachenei ist kein Spielzeug: Es muss warm bleiben, es braucht Ruhe, und irgendwann schlüpft etwas daraus, das jemanden braucht.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €In einem Satz: Weil ein Müller vor dem König angibt, seine Tochter könne Stroh zu Gold spinnen, muss sie drei Nächte lang um ihr Leben spinnen — und verspricht dem Männchen, das ihr hilft, ihr erstes Kind.
Ein armer Müller will vor dem König wichtig erscheinen und sagt einen Satz, den er besser nicht gesagt hätte: Seine Tochter könne Stroh zu Gold spinnen. Am nächsten Morgen wird das Mädchen ins Schloss gebracht, in eine Kammer voller Stroh gesperrt und vor die Wahl gestellt: bis zum Morgen Gold — oder sterben. Sie versteht nichts vom Goldspinnen, überhaupt nichts vom Spinnen, und fängt an zu weinen. Da geht die Tür auf, und ein kleines Männchen mit viel zu großem Hut tritt herein, als wäre es hier zu Hause. „Was gibst du mir, wenn ich es für dich spinne?“ Für ihr Halsband schnurrt es das ganze Stroh zu Gold.
Der König freut sich — und wird nur gieriger. In der zweiten, größeren Kammer kostet die Hilfe den Ring vom Finger. In der dritten verspricht er ihr sogar die Ehe, wenn sie es schafft. Diesmal hat das Mädchen nichts mehr zu geben. Das Männchen schweigt einen Augenblick und verlangt dann: ihr erstes Kind, wenn sie Königin wird. Wer weiß, wie das noch kommt, denkt sie in ihrer Not — und verspricht es. Am Morgen hält der König Hochzeit, und die Müllerstochter wird Königin. Ein Jahr später bringt sie ein Kind zur Welt und hat das Männchen längst vergessen. Da steht es plötzlich in ihrer Kammer und fordert, was versprochen wurde. Alle Reichtümer des Königreichs schlägt es aus: „Etwas Lebendiges ist mir lieber als alle Schätze der Welt.“ Erst als sie bitterlich weint, gewährt es ihr drei Tage — wenn sie seinen Namen errät.
Am ersten Tag zählt die Königin alle Namen auf, die sie kennt, am zweiten die seltsamsten, die ihr Bote im Land aufgetrieben hat: Rippenbiest, Hammelswade, Schnürbein. Jedes Mal dasselbe: „So heiß ich nicht.“ Am dritten Tag kommt der Bote ohne neue Namen zurück — dafür mit einer Beobachtung: Hinter einem hohen Berg, wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen, sprang vor einem kleinen Haus ein lächerliches Männchen um ein Feuer, hüpfte auf einem Bein und sang, wie gut es sei, dass niemand wisse, dass es Rumpelstilzchen heiße. Am Abend lässt sich die Königin Zeit: Kunz? Heinz? Und dann ganz ruhig: „Heißt du etwa — Rumpelstilzchen?“ Vor Wut stampft das Männchen bis zum Bauch in den Boden und verschwindet mit einem Knall, der die Fenster klirren lässt.
Unsere Fassung folgt der Erzählung der Brüder Grimm (1812) in moderner, vorlesefreundlicher Sprache.
Rumpelstilzchen ist ein Rätselmärchen, und Kinder lieben Rätsel. Wenn die Königin anfängt, Namen zu raten, lohnt es sich, kurz stehen zu bleiben und die eigenen Kinder raten zu lassen – „Kaspar? Melchior? Balzer?" Der Moment, in dem der Bote das Männlein am Feuer singen hört, ist der Höhepunkt; danach geht alles ganz schnell.
Rumpelstilzchen ist Nummer 55 in den „Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm, ab 1812. Der Name selbst ist älter: Ein „Rumpelstilt" war ein Poltergeist, der nachts Lärm macht.
Das Motiv – ein Wesen hilft und verlangt dafür etwas Unbezahlbares, verliert aber seine Macht, sobald man seinen Namen kennt – findet sich in vielen Ländern. Unsere Fassung behält das bekannte Ende, erzählt es aber ohne die drastische Selbstzerreißung des Männleins.
Weiter mit Daumesdick, Tischlein, deck dich und Der Eisenhans. Alles Weitere: alle 274 Kindergeschichten. Für den Abend danach: Gute-Nacht-Geschichten.
Rumpelstilzchen – genau das ist der Name, den die Königin erraten muss. Ihr Bote hört ihn, als das Männlein im Wald vor seinem Feuer tanzt und singt.
„Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen hol ich der Königin ihr Kind; ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß!"
Ab etwa vier Jahren. Das Rätsel um den Namen trägt die Geschichte, gruselig wird sie nicht.
Etwa neun Minuten – eines der kürzeren Grimm-Märchen.
Ja, direkt unter der Geschichte, ohne Anmeldung.
Dass große Versprechen gefährlich werden, wenn man sie in der Not gibt – und dass ein Name Macht hat.
Von den Brüdern Grimm, Kinder- und Hausmärchen Nummer 55, ab 1812. Geschichten, in denen ein Name erraten werden muss, kennt man aus vielen Ländern Europas.