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Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Weil die Ziege ihn belügt. Auf der Weide sagt sie jedem Sohn: „Ich bin so satt, ich mag kein Blatt.“ Im Stall behauptet sie beim Vater, sie habe kein einziges Blättchen gefunden — und der Vater glaubt der Ziege statt seinen Söhnen.
Der jüngste lernt beim Tischler und bekommt ein Tischlein, das sich von selbst deckt. Der mittlere lernt beim Müller und bekommt einen Esel, der Goldstücke spuckt. Der älteste lernt beim Drechsler und bekommt einen Sack mit einem Knüppel darin.
Bricklebrit. Sagt man es, öffnet der Esel das Maul, und vorne wie hinten fallen Goldstücke heraus, bis der Boden voll ist.
Er erzählt dem Wirt beim Essen beiläufig, in seinem Sack liege ein Wunderding. Als der Wirt nachts danach greift, ruft er „Knüppel, aus dem Sack!“ — und der Wirt gibt Tischlein und Esel heraus, damit der Knüppel aufhört.
Er bringt sie selbst auf die Wiese und stellt ihr dieselbe Frage zweimal. Als sie ihn auch anlügt, schert er ihr den Kopf kahl und jagt sie vom Hof.
Band 4 – Die Drachen von Quelinda
Füttern, warm halten, jeden Tag nachsehen – das kennt Ihr Kind vielleicht schon. In Band 4 ist es ein Drachenei, um das sich Emil und Henry kümmern müssen, lange bevor etwas daraus schlüpft.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €In einem Satz: Drei Brüder werden wegen einer lügenden Ziege aus dem Haus gejagt, bringen drei Wundergaben von der Wanderschaft mit und decken den Betrug auf.
Ein Schneider hat drei Söhne und eine Ziege, die alle ernährt. Jeder Sohn führt sie abwechselnd auf die Weide. Draußen sagt die Ziege jedes Mal: „Ich bin so satt, ich mag kein Blatt, meh! meh!" — im Stall aber behauptet sie beim Vater das Gegenteil: „Wovon sollt ich satt sein? Ich sprang nur über Gräbelein und fand kein einzig Blättelein." Der Vater glaubt dem Tier mehr als seinen Kindern und jagt nacheinander alle drei fort.
Die Brüder gehen in die Lehre, jeder sieben Jahre. Der jüngste lernt beim Tischler und bekommt ein Tischlein, das sich auf den Ruf „Tischlein, deck dich!" von selbst mit Speisen füllt. Der mittlere lernt beim Müller und erhält einen Esel, der auf das Wort „Bricklebrit" Goldstücke ausspuckt. Der älteste lernt beim Drechsler und bekommt einen Sack mit einem Knüppel darin, der auf „Knüppel, aus dem Sack" jeden verprügelt, bis er das Gestohlene herausgibt. Die beiden jüngeren kehren auf dem Heimweg in derselben Herberge ein und zeigen dort ihre Gabe — und der Wirt tauscht sie nachts gegen gewöhnliche Stücke aus.
Zu Hause blamieren sich beide vor den eingeladenen Nachbarn: Das Tischlein deckt nicht, der Esel spuckt kein Gold. Der älteste Bruder aber erfährt unterwegs von einem Fuhrmann, was in der Herberge geschehen ist. Er kehrt dort ein, stellt den Sack neben sich und erzählt beiläufig von einem Wunderding, gegen das Tischlein und Goldesel nichts seien. Als der Wirt sich nachts daran zu schaffen macht, lässt der Knüppel ihn nicht los, bis er Tischlein und Goldesel herausgibt. Mit allen drei Gaben kommt der Bruder heim, die Familie hat genug — und der Schwindel der Ziege kommt ans Licht.
Diese Inhaltsangabe folgt unserer Fassung für Kinder ab vier Jahren, etwa neun Minuten Vorlesezeit. Sie geht auf die Brüder Grimm zurück (Kinder- und Hausmärchen Nr. 36).
Dieses Märchen hat einen eingebauten Rhythmus: dreimal derselbe Ablauf, dreimal derselbe Wirt, dreimal derselbe Betrug. Kinder erkennen das Muster nach dem zweiten Durchgang und rufen beim dritten von selbst mit. Die Zauberworte lohnt es sich laut und mit Betonung zu sprechen – „Tischlein, deck dich!", „Bricklebrit!", „Knüppel, aus dem Sack!". Am Ende darf gelacht werden, denn der Wirt bekommt genau das, was er verdient.
Das Märchen steht als Nummer 36 in den „Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm. Vollständig heißt es dort „Tischchen deck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack" – der lange Titel nennt gleich alle drei Zaubergaben.
Der Anfang mit der Ziege, die die Brüder ins Unglück lügt, wird heute oft weggelassen. Wir haben ihn behalten, weil ohne ihn nicht verständlich wird, warum der Vater seine Söhne fortschickt.
Weiter mit Die Bremer Stadtmusikanten, Das Märchen vom Schlaraffenland und Der gestiefelte Kater. Alles Weitere: alle 274 Kindergeschichten und Gute-Nacht-Geschichten.
Das Tischlein, das sich von selbst deckt, der Goldesel, der auf das Wort „Bricklebrit" Goldstücke fallen lässt, und der Knüppel im Sack, der auf Befehl losschlägt.
Aus dem Grimm-Märchen „Tischlein, deck dich". Die Ziege des Schneiders antwortet damit auf der Weide, wenn einer der Söhne sie fragt: „Ziege, bist du satt?" Der vollständige Vers lautet: „Ich bin so satt, ich mag kein Blatt, meh! meh!" — Im Stall behauptet dieselbe Ziege dann das Gegenteil: „Wovon sollt ich satt sein? Ich sprang nur über Gräbelein und fand kein einzig Blättelein, meh! meh!" Auf diese Lüge hin jagt der Schneider alle drei Söhne aus dem Haus.
Das Märchen erklärt es nicht — und genau das macht die Stelle für Kinder interessant. Erzählerisch ist die Lüge der Motor: Ohne sie ziehen die drei Söhne nicht in die Welt und bekommen nie das Tischlein, den Goldesel und den Knüppel. Der Schneider glaubt dem Tier mehr als seinen Kindern, und dafür verliert er sie. Das ist der eigentliche Kern der Geschichte.
Nichts – es ist ein reines Zauberwort aus dem Märchen. Genau deshalb macht es Kindern so viel Spaß, es laut zu rufen.
Ab etwa vier Jahren zum Vorlesen, ab sieben zum Selberlesen. Der Knüppel schlägt zwar zu, aber niemand wird ernsthaft verletzt.
Etwa neun Minuten. Durch die drei Wiederholungen lässt es sich gut auf zwei Abende aufteilen.
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Von den Brüdern Grimm, Kinder- und Hausmärchen Nummer 36, dort unter dem Titel „Tischchen deck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack".