Vorlesen lassen
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Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Er findet einen großen Weinberg, dessen Reben sich schwer mit grünen Trauben biegen. Voller Begeisterung springt er sofort vor, um zu kosten.
Sauer und unausgereift. Der Geschmack bleibt ihm unangenehm im Maul, und aus der großen Freude wird eine ziemliche Enttäuschung.
Er kehrt immer wieder zum Weinberg zurück und hofft, die Trauben seien süßer geworden. Dabei beobachtet er, wie sie sich von blassem Grün zu tiefem Violett färben.
Aus der Ungeduld wird eine geduldige Erwartung. Er lernt, die kleinen Hinweise der Natur zu bemerken, und versteht, dass die Natur ihren eigenen Rhythmus hat, den man nicht schneller machen kann.
Als sich die Blätter färben und der Herbst beginnt, beißt Finley wieder hinein. Diesmal ist der Geschmack süß und erfüllend — eine perfekte Belohnung für sein langes Warten.
Band 4 – Die Drachen von Quelinda
Emil und Henry finden ein Drachenei. Ein Drachenei ist kein Spielzeug: Es muss warm bleiben, es braucht Ruhe, und irgendwann schlüpft etwas daraus, das jemanden braucht.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €Diese Fabel heißt fast wie die berühmteste Fabel der Welt – erzählt aber das Gegenteil. Bei Äsop gibt der Fuchs auf und redet sich die Trauben schlecht: „Sie sind mir zu sauer." Unser Finley gibt nicht auf, er wartet. Und wird belohnt, weil die Trauben reifen. Wenn Sie beide Fassungen kennen, lohnt es sich, das Kind nach dem Vorlesen zu fragen, welcher Fuchs klüger war – daraus wird schnell ein längeres Gespräch als die fünf Minuten Vorlesezeit.
„Gut Ding will Weile haben." Finley erreicht die Trauben von Anfang an, sie schmecken ihm nur nicht. Das Hindernis ist nicht die Höhe, sondern die Zeit – und Zeit lässt sich nicht überlisten, nur aushalten.
Interessant wird die Fabel im Vergleich: Äsops Fuchs kommt nicht an die Trauben heran und erklärt sie kurzerhand für sauer. Daher stammt die Redensart von den „sauren Trauben" – wenn jemand schlechtredet, was er nicht bekommen kann. Finley macht es anders herum: Er gibt zu, dass er sie will, und wartet.
Mit fünf Minuten ist das eine der kürzesten Fabeln auf der Seite und damit gut für eine Einzelstunde ab Klasse 2. Eine ergiebige Aufgabe: Beide Fassungen nebeneinander lesen und in zwei Sätzen aufschreiben, worin sich die Moral unterscheidet. Für jüngere Kinder reicht die Frage, was Finley anders macht als der Fuchs, den sie kennen.
Weiter mit Die kleine Schildkröte und die Geige, Die Krabben und der Fels und Der Dachs und der unerreichbare Honig – alle drei erzählen vom Durchhalten. Alle Tiergeschichten mit Lehre: alle 30 Fabeln. Für den Abend danach: Gute-Nacht-Geschichten.
Der junge Fuchs Finley findet einen Weinberg, doch die Trauben sind noch grün und sauer. Statt aufzugeben, kommt er jeden Tag wieder – bis sie reif und süß sind.
„Gut Ding will Weile haben." Manche Dinge lassen sich nicht beschleunigen, sondern nur abwarten – und schmecken danach umso besser.
Nein, es ist eine eigene Fassung mit umgekehrtem Ausgang. Bei Äsop gibt der Fuchs auf und erklärt die Trauben für sauer; hier wartet er, bis sie reif sind. Der Vergleich beider Fassungen ist eine gute Unterrichtsaufgabe.
Etwa fünf Minuten – eine der kürzesten Fabeln auf emhema.de.
Zum Vorlesen ab etwa vier Jahren, zum Selberlesen und Besprechen ab Klasse 2 der Grundschule.
Ja, als PDF unter der Fabel – ohne Anmeldung, mit allen Bildern, auch für eine ganze Klasse.