Die Maus und die Eule

Die Maus und die Eule

Zusammenfassung: „Die Maus und die Eule“ in drei Stichpunkten:

Die schüchterne Maus Mia lebt in einem tiefen Wald. Nachts wagt sie sich aus ihrem Bau heraus, um einen hellen Stern am Himmel zu beobachten. Sie wünscht sich, so frei zu sein wie ihr Stern.

Eines Tages trifft sie die Eule Ophelia, die ihr rät, über ihren Ängsten zu stehen, um einen Ort zu finden, an dem Mia dem Himmel und ihrem Stern nahe sein kann, um die gleiche Freiheit zu spüren.

Mia überwindet ihre Angst und begibt sich auf den Weg. Sie findet einen Ort, an dem sie den Sternen näher ist als jemals zuvor. Sie stellt fest, dass man manchmal etwas wagen muss, um seine Wünsche zu erfüllen.

Die Maus und die Eule – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 5 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab 4 Jahren, zum Selberlesen ab etwa 7
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
  • Zuletzt überarbeitet: 7. September 2026

Hier beginnt die Fabel

In einem kleinen, gemütlichen Wald, der so dicht war, dass kaum ein Sonnenstrahl den Boden berührte, lebte eine kleine Maus namens Mia. Mia war eine sehr vorsichtige Maus, die nie weit von ihrem Zuhause wegging, aus Angst vor den Gefahren, die jenseits der bekannten Pfade lauerten. Doch jede Nacht, wenn sie aus der Sicherheit ihres Loches schaute, bewunderte Mia einen besonders hell leuchtenden Stern am Himmel. "Wie schön es sein muss, so frei zu sein", seufzte sie oft. Die Maus und die Eule Eines Sommernachts, als der Mond besonders hell und voll war, wagte sich Mia wie jede Nacht aus ihrem kleinen Mäusebau heraus. Ihr Blick wanderte zum Himme, auf der Suche nach ihrem liebsten Stern. Doch wegen der dichten Bäume, die im Sommer mehr Blätter trugen als zu den kalten Zeiten des Jahres, konnte sie jenen nicht erblicken. Traurig beschloss Mia, in ihren Bau zurückzukehren. Grade als sie sich auf den Rückweg machte, ertönte durch die Stille der Nacht das sanfte Rufen der Eule Ophelia. Die weise Eule saß seelenruhig auf dem dicken Ast einer starken Eiche und blickte auf die kleine Maus hinab. Ophelia war im ganzen Wald für ihre Kenntnisse des Waldes und der Sterne bekannt. Die Maus und die Eule „Guten Abend, Mia“, sprach die Eule ruhig. „Es ist solch eine dunkle Nacht, kein Stern lässt sich durch das dichte Laub der Bäume sehen. Wie kommt es, dass du dich in den tiefen Wald traust?“

Mia wackelte verunsichert mit den Ohren. „Hallo, Ophelia. Ich suche nach meinem Lieblingsstern, doch ich kann ihn nicht sehen. Er ist so frei, so hoch am Himmel und kann alles überblicken. Sag, glaubst du, ich kann so frei fliegen wie mein Stern?“

Ophelia drehte ihren Kopf, ehe sie von ihrem Ast flog und auf dem Boden neben Mia landete. "Fliegen kannst du vielleicht nicht, aber es gibt viele Wege, die Sterne zu erreichen. Der Schlüssel ist, den ersten Schritt zu wagen", antwortete Ophelia weise.

"Aber was, wenn ich scheitere? Was, wenn der Weg zu gefährlich ist und ich mich verliere?", gab Mia zu bedenken.

"Es stimmt, dass nicht jeder Versuch zum Erfolg führt, Mia. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Der Versuch selbst ist es, der zählt, um unseren Träumen einen Schritt näherzukommen", erklärte Ophelia.
Die Maus und die Eule Mia dachte kurz über die Worte Ophelias nach. Ein seltsames Gefühl aus Angst und Neugier wanderten durch ihren kleinen Körper. „Du meinst, ich soll einfach probieren, nach den Sternen zu greifen und über meine Angst vor dem Unbekannten zu stehen?“ Ophelia pfiff zustimmend. Sanft breitete die Eule ihre weiten Schwingen aus und legte einen Flügel schützend über Mia. „Genau. Wage deinen Schritt in das Ungewisse und du wirst belohnt werden.“ Mia sah dankend zu ihrer Freundin hinauf. „Ich danke dir für deine Worte, Ophelia.“

Inspiriert durch Ophelias Worte, entschied sich Mia, ihren Mut zusammenzunehmen. In der folgenden Nacht verließ sie ihr sicheres Zuhause und begab sich auf eine Reise durch den Wald. Sie überquerte rauschende Bäche, kletterte über moosbedeckte Baumstämme und fand schließlich einen hohen Hügel, der direkt unter dem sternenbedeckten Nachthimmel zu liegen schien. Von dort aus wirkten die Sterne zum Greifen nah. Klar und hell funkelte ihr Lieblingsstern am Himmel und Mia hatte das Gefühl, als würde sie genauso frei wie dieser am Himmel strahlen.

Während die Augen der kleinen Maus fasziniert den sternenklaren Himmel beobachteten, hörte sie den leisen Flügelschlag von Ophelia. Die große Eule landete beinahe lautlos neben ihr. „Wie ich sehe, hast du deinen Ort gefunden“, sagte Ophelia sanft. Mia antwortete, ohne den Blick von ihrem Stern abzuwenden: „Ja, ich bin da, wo mein Stern ist. Ich habe den Schritt gewagt, und das gefunden, was ich mir immer erträumt habe.“
Die Moral der Fabel „Die Maus und die Eule“:

Die Fabel zeigt, dass man über seine Ängste und Sorgen stehen muss. Wenn man trotz Unsicherheiten den ersten Schritt wagt, können wir wunderbare Dinge erleben und über uns hinauswachsen. Die kleine Maus Mia ist sehr schüchtern und begibt sich trotzdem auf die Reise, um ihren liebsten Stern nahe zu sein. Nur, wer etwas wagt, der wird auch gewinnen.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Warum geht die Maus Mia nie weit von ihrem Zuhause weg?

    Sie hat Angst vor den Gefahren, die jenseits der bekannten Pfade lauern. Nur nachts schaut sie aus der Sicherheit ihres Loches zu ihrem hellen Stern hinauf.

  2. 2Warum kann Mia in dieser Sommernacht ihren Lieblingsstern nicht sehen?

    Die Bäume tragen im Sommer viel mehr Blätter als in den kalten Zeiten des Jahres. Durch das dichte Laub kommt kein Stern hindurch, und Mia will schon traurig zurück in ihren Bau.

  3. 3Was antwortet Ophelia, als Mia fragt, ob sie so frei fliegen kann wie ihr Stern?

    Fliegen könne Mia vielleicht nicht, aber es gebe viele Wege, die Sterne zu erreichen. Der Schlüssel sei, den ersten Schritt zu wagen.

  4. 4Was erlebt Mia auf ihrer Reise durch den Wald?

    Sie überquert rauschende Bäche und klettert über moosbedeckte Baumstämme. Schließlich findet sie einen hohen Hügel, der direkt unter dem sternenbedeckten Nachthimmel zu liegen scheint.

  5. 5Wer landet am Ende beinahe lautlos neben Mia auf dem Hügel?

    Die Eule Ophelia. Mia sagt ihr, ohne den Blick von ihrem Stern abzuwenden, dass sie den Schritt gewagt und gefunden hat, was sie sich immer erträumt hat.

Wörter aus der Geschichte

Mäusebau
die Höhle unter der Erde, in der eine Maus wohnt
Eiche
ein großer, kräftiger Baum mit dicken Ästen
seelenruhig
ganz gelassen und überhaupt nicht aufgeregt
Schwingen
die großen, weiten Flügel eines Vogels
Flügelschlag
das Auf und Ab der Flügel beim Fliegen und das Geräusch dabei

Zum Weitererzählen

  • Was macht den Stern für Mia so besonders, dass sie jede Nacht nach ihm schaut?
  • Warum hilft es Mia wohl, dass Ophelia einen Flügel schützend über sie legt?
  • Wie könnte sich der Weg über die Bäche und Baumstämme für eine so kleine Maus angefühlt haben?
  • Wovor bist du schon einmal mutiger gewesen, als du selbst gedacht hättest?
Wenn heute nach oben geschaut wurde

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Die Maus und die Eule vorlesen – worauf es ankommt

Eine Maus, die nachts allein losgeht, obwohl sie Angst hat – das ist für kleine Zuhörer aufregend und geht gut aus. Die Eule schickt Mia nicht los, sie sagt ihr nur, dass die Angst nicht verschwindet, wenn man wartet. Beim Vorlesen trägt vor allem der Schluss: Mia sitzt oben und schaut auf ihren Stern. Wer dort langsamer wird, hat eine sehr ruhige letzte Minute.

Die Moral von „Die Maus und die Eule"

„Wer wagt, gewinnt." Die Fabel behauptet dabei nicht, dass Mia keine Angst mehr hat – sie geht mit der Angst los. Das ist der genauere und für Kinder hilfreichere Begriff von Mut.

Die Eule bleibt bewusst zurückhaltend: Sie begleitet Mia nicht, sie ermutigt sie nur. Dass der letzte Schritt Mia allein gehört, ist der Grund, warum der Schluss so stark wirkt – und macht die Fabel zu einer der wenigen der Sammlung, die sich auch gut als Gute-Nacht-Geschichte liest.

Diese Fabel im Unterricht

Fünf Minuten und ein ruhiger, bildhafter Schluss – geeignet ab Klasse 2, zum Vorlesen ab etwa vier Jahren. Aufgabe: Aufschreiben, wovor man einmal Angst hatte und es trotzdem gemacht hat, und danach, was sich dadurch geändert hat.

Wenn „Die Maus und die Eule" gefallen hat

Weiter mit Der Dachs und die Ameisen, Die kleine Schildkröte und die Geige und Der Spatz und der Igel. Alle Fabeln zum Vorlesen: alle 30 Fabeln. Für den Abend danach: Gute-Nacht-Geschichten.

Häufige Fragen zu Die Maus und die Eule

Worum geht es in „Die Maus und die Eule"?

Die schüchterne Maus Mia beobachtet nachts einen hellen Stern und wünscht sich, so frei zu sein wie er. Die Eule Ophelia ermutigt sie, und Mia findet allein einen Ort, an dem sie den Sternen ganz nah ist.

Was ist die Moral der Fabel?

„Wer wagt, gewinnt." Mut heißt dabei nicht, keine Angst zu haben, sondern trotz der Angst loszugehen.

Wofür steht die Eule in Fabeln?

Für Weisheit und Bedachtsamkeit. In dieser Fabel gibt sie einen Rat, geht den Weg aber ausdrücklich nicht mit.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Etwa fünf Minuten.

Eignet sich die Fabel als Gute-Nacht-Geschichte?

Ja. Sie spielt nachts, endet sehr ruhig und ist eine der wenigen Fabeln, die sich gut zum Einschlafen vorlesen lassen.

Kann ich die Fabel kostenlos ausdrucken?

Ja, als PDF unter der Fabel, ohne Anmeldung.

Download als PDF

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