Vorlesen lassen
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Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Weil sein Vater Soldat gewesen war und weil das damals so lief. Er war achtzehn und ritt bei der Gardereiterei, was besser klingt, als es war: Meistens bedeutete es, im Regen an einem Tor zu stehen.
Einen Mann, der nicht neben dem Tor saß, sondern direkt im Durchgang, wo der Wind durchzieht wie durch ein Rohr. Er hatte nichts an — keinen Mantel, keine Decke, kein Tuch.
Ein Soldatenmantel gehörte damals nicht dem Soldaten allein: Die eine Hälfte hatte der Staat bezahlt, die andere der Mann selbst. Das war eine echte Regel. Geld hatte Martin auch nicht dabei, den Sold gab es erst am Monatsende, und das Essen wartete in der Kaserne.
Er steigt ab, zieht sein Schwert, legt den Mantel über den Arm und schneidet ihn der Länge nach durch. Die eine Hälfte gibt er dem Mann, die andere wirft er sich wieder um. Danach reitet er weiter, und es sieht lächerlich aus — ein halber Mantel flattert an einer Seite und lässt die Kälte an die Rippen.
Er sieht den Mann vom Tor wieder, aber es ist jemand anderes, und dieser Jemand trägt den halben Mantel herum und sagt: Das hat Martin mir gegeben. Am nächsten Morgen weiß Martin, dass er kein Soldat bleiben wird. Später wurde er Bischof von Tours, und weil er am 11. November begraben wurde, gehen die Kinder an diesem Tag mit Laternen durch die Straßen.
Band 5 – Ein Erfinderprinz beim Drachenrennen
Beim großen Drachenrennen gewinnt nicht der Schnellste, sondern der mit der besseren Idee. In Band 5 mischt sich ein Erfinder ein – für Kinder, die wissen wollen, wie Dinge funktionieren.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €Fünf Minuten, in denen erklärt wird, warum am 11. November überhaupt jemand mit einer Laterne losgeht. Es kommt kein Kampf vor und niemand friert am Ende.
Der historische Kern ist gut belegt: Martin von Tours hat wirklich gelebt, war römischer Soldat, wurde Bischof und starb 397. Dass ein Soldatenmantel zur Hälfte dem Staat gehörte, ist ebenfalls überliefert — das ist der Grund für das Halbieren.
Die Szene am Tor und der Traum stehen in einer Lebensbeschreibung, die kurz nach Martins Tod geschrieben wurde. Ob es genau so war, weiß niemand. Wir erzählen sie als das, was sie ist: die Geschichte, die seit sechzehnhundert Jahren weitergegeben wird.
Mehr davon unter Sankt-Martin-Geschichten und Laternengeschichten.
Und wenn ein Buch daraus werden soll: Ritter Emil & Zauberer Henry gibt es in sechs Bänden zum Vorlesen.
Der römische Soldat Martin trifft an einem Frostabend am Stadttor von Amiens einen Mann ohne Kleidung. Er hat nichts dabei außer seinem Mantel – und der gehört ihm nur zur Hälfte.
Ab etwa sechs Jahren.
Rund fünf Minuten.
Teilweise. Martin von Tours hat gelebt, war Soldat und wurde Bischof – das ist belegt. Die Szene am Stadttor stammt aus einer Lebensbeschreibung kurz nach seinem Tod und lässt sich nicht überprüfen.
Weil Martin an diesem Tag begraben wurde. Der Zug mit Licht durch die dunklen Straßen erinnert daran.
Ja, beides steht unter der Geschichte, kostenlos und ohne Anmeldung.