Ben macht Kasse · Kinder und Geld

Taschengeld mit 13 Jahren: Wie viel – und darf man dazuverdienen?

Aktualisiert am 18.10.2026 · Quelle der Beträge: Deutsches Jugendinstitut (DJI), Expertise September 2025

Mit dreizehn bleibt die Empfehlung bei 20 bis 30 Euro im Monat. Neu ist etwas anderes: Ab 13 dürfen Kinder mit Erlaubnis der Eltern leichte Jobs übernehmen. Hier steht, was erlaubt ist und wie sich das mit dem Taschengeld verträgt.

Wie viel Taschengeld mit 13?

ca. 4,50–7,00 €pro Woche
20–30 €pro Monat
240–360 €im Jahr

Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) fasst zwölf und dreizehn Jahre zusammen und empfiehlt 20 bis 30 Euro im Monat. Viele Familien gehen mit dreizehn an den oberen Rand, weil Freizeit mit Freunden teurer wird: Kino, Döner nach dem Training, Bahnfahrten. Wenn Sie schon mit zwölf Budgetgeld eingeführt haben, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, einen zweiten Bereich dazuzunehmen.

Alter Empfehlung Auszahlung
6–7 Jahre 2–3 € pro Woche
8–9 Jahre 3–4 € pro Woche
10–11 Jahre 15–25 € pro Monat
12–13 Jahre 20–30 € pro Monat
14–15 Jahre 25–45 € pro Monat
16–17 Jahre* 40–60 € pro Monat

Ab 16: für Jugendliche, die wirtschaftlich noch von den Eltern abhängig sind. Quelle: Deutsches Jugendinstitut, Expertise „Taschengeld und Gelderziehung“, September 2025. Alle Altersstufen: Taschengeld-Tabelle 2026.

Nebenjob ab 13: was erlaubt ist

Unter 13 Jahren ist Kinderarbeit in Deutschland grundsätzlich verboten. Ab 13 dürfen Kinder mit Einverständnis der Eltern leichte und für Kinder geeignete Tätigkeiten übernehmen. Das regeln das Jugendarbeitsschutzgesetz (Paragraf 5) und die Kinderarbeitsschutzverordnung. Die wichtigsten Grenzen:

  • höchstens zwei Stunden am Tag
  • nur zwischen 8 und 18 Uhr
  • nicht vor dem Unterricht und nicht während der Schulzeit
  • die Arbeit darf Gesundheit, Schule und Entwicklung nicht beeinträchtigen

Typische erlaubte Tätigkeiten sind Zeitungen oder Prospekte austragen, Nachhilfe, Babysitten, Einkäufe und Botengänge für Nachbarn, Haustiere versorgen oder Hilfe im Garten. Der Flohmarktstand mit den eigenen alten Spielsachen ist übrigens keine Beschäftigung, sondern ein Verkauf von eigenen Sachen. Bei Unsicherheit hilft die für Jugendarbeitsschutz zuständige Aufsichtsbehörde Ihres Bundeslandes, je nach Land die Gewerbeaufsicht oder das Amt für Arbeitsschutz.

Ersetzt der Verdienst das Taschengeld?

Besser nicht. Das Taschengeld ist das Übungsgeld, das jedes Kind bekommt. Selbst verdientes Geld ist der Lohn für zusätzliche Arbeit. Wer das eine mit dem anderen verrechnet, nimmt dem Kind den Grund, sich etwas dazuzuverdienen. Viele Familien vereinbaren stattdessen, dass ein Teil des Verdienstes gespart wird, zum Beispiel die Hälfte.

Ben sagt

Mein großer Plan: Ich werde mit dreizehn Hundesitter. Zwei Hunde, je eine halbe Stunde, fünf Euro pro Runde. Ich hab es durchgerechnet: In einem Jahr ist das ein Fahrrad. In zwei Jahren ein sehr gutes Fahrrad. Ich muss nur noch Hunde finden, die mitmachen.

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Über Geld reden, ohne zu predigen

Mit dreizehn wollen Kinder vor allem nicht bevormundet werden. Die DJI-Expertise nennt offene Gespräche über Geld als das Wichtigste in der Gelderziehung. Gemeint sind keine Vorträge, sondern Alltagsfragen: Was kostet unser Wocheneinkauf? Lohnt sich das Abo noch? Was würdest du mit 100 Euro machen? Wer seine eigenen Entscheidungen erklärt, statt die des Kindes zu bewerten, wird eher gefragt, wenn es ernst wird.

Davor und danach

Mit zwölf: Taschengeld mit 12 Jahren, mit Budgetgeld-Beispiel. Mit vierzehn steigt die Empfehlung deutlich: Taschengeld mit 14 Jahren. Die ganze Übersicht: Taschengeld-Tabelle 2026.

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Häufige Fragen

Wie viel Taschengeld bekommt ein 13-jähriges Kind?

Das Deutsche Jugendinstitut empfiehlt für 12- und 13-Jährige 20 bis 30 Euro im Monat.

Darf man mit 13 Jahren arbeiten?

Ja, mit Einverständnis der Eltern, wenn die Arbeit leicht und für Kinder geeignet ist. Erlaubt sind höchstens zwei Stunden am Tag zwischen 8 und 18 Uhr, nicht vor und nicht während des Unterrichts (Paragraf 5 Jugendarbeitsschutzgesetz und Kinderarbeitsschutzverordnung).

Welche Jobs sind mit 13 erlaubt?

Zum Beispiel Zeitungen austragen, Nachhilfe geben, Babysitten, Einkäufe für Nachbarn erledigen, Haustiere versorgen oder im Garten helfen.

Sollte man das Taschengeld kürzen, wenn das Kind etwas verdient?

Besser nicht. Taschengeld ist Übungsgeld, der Verdienst ist Lohn für zusätzliche Arbeit. Sinnvoll ist eine Absprache, dass ein Teil davon gespart wird.

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