Ben macht Kasse · Kinder und Geld

Taschengeld mit 6 Jahren: Wie viel zum Schulstart?

Aktualisiert am 18.10.2026 · Quelle der Beträge: Deutsches Jugendinstitut (DJI), Expertise September 2025

Spätestens mit der Einschulung ist es Zeit für das erste eigene Geld. Das Deutsche Jugendinstitut empfiehlt für Sechs- und Siebenjährige 2 bis 3 Euro pro Woche, bar auf die Hand. Hier steht, wie der Einstieg gut gelingt.

Wie viel Taschengeld mit 6?

2–3 €pro Woche
ca. 8,50–13,00 €pro Monat
ca. 104–156 €im Jahr

Für Kinder von sechs und sieben Jahren empfiehlt das Deutsche Jugendinstitut (DJI) seit September 2025 zwei bis drei Euro pro Woche. Monats- und Jahreswerte oben sind nur zum Vergleich umgerechnet. Ausgezahlt wird in diesem Alter wöchentlich.

Alter Empfehlung Auszahlung
6–7 Jahre 2–3 € pro Woche
8–9 Jahre 3–4 € pro Woche
10–11 Jahre 15–25 € pro Monat
12–13 Jahre 20–30 € pro Monat
14–15 Jahre 25–45 € pro Monat
16–17 Jahre* 40–60 € pro Monat

Ab 16: für Jugendliche, die wirtschaftlich noch von den Eltern abhängig sind. Quelle: Deutsches Jugendinstitut, Expertise „Taschengeld und Gelderziehung“, September 2025. Alle Altersstufen: Taschengeld-Tabelle 2026.

Ab wann gibt es Taschengeld?

Die DJI-Expertise ist eindeutig: Spätestens mit dem Eintritt in die Schule sollte es Taschengeld geben. Viele Familien fangen früher an. Laut der Civey-Umfrage im Auftrag der DKB (Januar 2026) bekommen 28,9 Prozent der Kinder schon vor dem sechsten Geburtstag Taschengeld. Ein guter Zeitpunkt ist, wenn Ihr Kind Münzen unterscheiden kann und versteht, dass man Dinge gegen Geld tauscht.

Bar, wöchentlich, immer am selben Tag

In den ersten Schuljahren ist Bargeld besser als jede App. Das DJI begründet das so: Geld, das man sieht und anfassen kann, hilft beim Zählen, bei der Vorstellung von Mengen und beim Planen. Eine Geldbörse oder Spardose, in die das Kind selbst hineinschaut, ist deshalb das beste Werkzeug.

Auch der Rhythmus ist klar: Das Familienportal des Bundes rät, bis etwa zehn Jahre wöchentlich auszuzahlen, weil jüngere Kinder einen ganzen Monat selten überblicken. Legen Sie einen festen Zahltag fest, zum Beispiel den Samstag, und zahlen Sie ohne Erinnern. Verlässlichkeit ist in diesem Alter wichtiger als der Betrag.

Wofür ist das Geld gedacht?

Mit sechs ist Taschengeld Spielgeld: ein Eis, ein Überraschungsheft, Sticker, ein Päckchen Sammelkarten. Alles Notwendige bezahlen weiter die Eltern. Sagen Sie das einmal klar, dann muss nicht jeder Wunsch im Supermarkt verhandelt werden. Die Antwort heißt dann einfach: Das kannst du dir von deinem Geld kaufen, wenn du möchtest.

Die ersten Fehlkäufe gehören dazu. Wer am Samstag alles für Gummibärchen ausgibt und am Dienstag das Glitzerheft nicht kaufen kann, lernt mehr als aus jeder Erklärung. Nachschießen sollten Sie nicht, trösten schon.

Das erste Sparen

Das DJI empfiehlt, schon jüngere Kinder kleine Sparziele verfolgen zu lassen. Mit sechs funktioniert das nur, wenn das Ziel nah ist: zwei oder drei Wochen, nicht drei Monate. Malen Sie das Ziel auf einen Zettel und hängen Sie ihn neben die Spardose. Jeden Samstag wird gezählt, wie viel noch fehlt. Ein Spar-Thermometer zum Ausmalen steckt im kostenlosen Starterpaket.

Ben sagt

Mein erstes Taschengeld waren zwei Euro. Ich hab sie drei Tage lang in der Hand getragen, damit sie nicht weggehen. Dann hab ich mir ein Eis gekauft. Das war ein sehr gutes Eis.

Darf ein Sechsjähriger allein einkaufen?

Rechtlich sind Kinder unter sieben Jahren noch geschäftsunfähig (Paragraf 104 BGB). Der sogenannte Taschengeldparagraf gilt erst ab sieben: Dann ist ein Kauf wirksam, den das Kind vollständig mit seinem Taschengeld bezahlt. Für den Alltag heißt das: Mit sechs kauft Ihr Kind am besten im Beisein eines Erwachsenen ein und bezahlt selbst an der Kasse. Ab sieben darf es kleine Dinge auch allein kaufen.

Bekommt Ihr Kind weniger?

Dann ist es in großer Gesellschaft. Laut der DKB-Umfrage liegen bei den Sechs- und Siebenjährigen 74 Prozent unter der Empfehlung. Das ist kein Problem, solange das Kind regelmäßig etwas bekommt, über das es selbst entscheidet. Auf den Betrag kommt es in diesem Alter weniger an als auf das Ritual.

Wie geht es weiter?

Mit acht steigt der Betrag auf drei bis vier Euro pro Woche, und das erste größere Sparziel kommt dazu: Taschengeld mit 8 Jahren. Alle Altersstufen und den Rechner gibt es in der Taschengeld-Tabelle 2026. Und weil der Schulstart auch der Lesestart ist: Kostenlose Leseübungen für die erste Klasse gibt es in unserem Bereich „Lesen lernen“.

Das Taschengeld-Starterpaket – kostenlos

  • Die Taschengeld-Tabelle als Poster für den Kühlschrank
  • Budgetgeld ab 12 und die fünf wichtigsten Regeln
  • Eine Taschengeld-Vereinbarung zum gemeinsamen Ausfüllen
  • Bens Geld-Plan mit Spar-Thermometer für Kinder

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Vorschau: Bens Taschengeld-Starterpaket mit Tabelle und Vereinbarung

Häufige Fragen

Wie viel Taschengeld bekommt ein 6-jähriges Kind?

Das Deutsche Jugendinstitut empfiehlt für 6- und 7-Jährige 2 bis 3 Euro pro Woche. Das sind umgerechnet etwa 8,50 bis 13 Euro im Monat.

Ab wann sollte ein Kind Taschengeld bekommen?

Laut DJI-Expertise spätestens mit dem Eintritt in die Schule. Viele Familien beginnen schon mit fünf, sobald das Kind Münzen unterscheiden kann.

Sollte ein 6-Jähriger Taschengeld wöchentlich oder monatlich bekommen?

Wöchentlich und bar. Kinder in diesem Alter können einen Monat noch nicht überblicken, und Bargeld macht sichtbar, wie viel noch da ist.

Wie viel Taschengeld bekommt ein 7-jähriges Kind?

Ebenfalls 2 bis 3 Euro pro Woche. Das DJI fasst 6 und 7 Jahre zu einer Gruppe zusammen.

Darf ein 6-jähriges Kind allein etwas kaufen?

Rechtlich sind Kinder unter sieben noch geschäftsunfähig. Der Taschengeldparagraf (Paragraf 110 BGB) gilt erst ab sieben. Mit sechs kauft das Kind deshalb am besten im Beisein eines Erwachsenen ein und bezahlt selbst.

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