Warum es vier Sonntage sind

Warum es vier Sonntage sind

Zusammenfassung: „Warum es vier Sonntage sind" in drei Sätzen

Beim Kranzbinden fragt Yannis, warum der Advent immer verschieden lang ist.

Seine Tante rechnet es ihm vor, und es dauert länger, als sie gedacht hat.

Am Ende weiß er, warum der erste Advent mal Ende November und mal erst im Dezember liegt.

Warum es vier Sonntage sind – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 4 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
Sie saßen am Küchentisch und banden einen Kranz, was bedeutet: Sie wickelten Draht um Tannenzweige und stachen sich dabei.

Yannis war neun und hatte gerade festgestellt, dass der erste Advent in diesem Jahr auf den 30. November fiel und im Jahr davor auf den 3. Dezember.

Er fragte, ob das jemand auswürfelt.

Seine Tante Bine sagte nein, das sei eine Regel, und die Regel sei ziemlich einfach.

Dann brauchte sie drei Anläufe, um sie zu erklären, was daran lag, dass einfache Regeln oft schwer zu sagen sind.
Kranzbinden heißt: sich stechen Der dritte Anlauf ging so:

Weihnachten ist immer am 25. Dezember. Das steht fest.

Der vierte Advent ist der letzte Sonntag davor.

Und dann geht man von diesem Sonntag drei Sonntage zurück. Der Sonntag, bei dem man dann landet, ist der erste Advent.

Weil der 25. Dezember jedes Jahr auf einen anderen Wochentag fällt, verschiebt sich alles mit.

„Und wie lang ist der Advent dann?"

Zwischen zweiundzwanzig und achtundzwanzig Tagen.

Yannis fand das ungerecht, und zwar in eine bestimmte Richtung: In manchen Jahren bekommt man fast eine ganze Woche mehr Advent als in anderen.

Bine sagte, dass das stimmt.
Draht um Tannenzweige wickeln Dann hat Yannis zwei Sachen gemerkt, die zusammenhängen.

Erstens: Der Adventskalender hat immer vierundzwanzig Türchen, egal wie lang der Advent ist. Er fängt am 1. Dezember an und hört am 24. auf, und mit dem ersten Advent hat er überhaupt nichts zu tun.

Das heißt: In manchen Jahren gibt es Adventssonntage, bevor der Kalender überhaupt losgeht.

Zweitens: Der Kranz und der Kalender messen zwei verschiedene Sachen. Der Kranz misst die Sonntage bis Weihnachten. Der Kalender misst die Tage im Dezember.

Sie sind nur beide in derselben Zeit da und werden deshalb dauernd verwechselt.

Bine sagte, dass sie das mit siebenunddreißig zum ersten Mal so gesehen habe.
Vom 25. Dezember rückwärts zählen Der Kranz war um halb sechs fertig und sah aus wie ein Kranz, den zwei Leute gebunden haben, die das einmal im Jahr machen.

An einer Stelle guckte Draht heraus.

Sie haben eine Kerze angezündet und die anderen drei stehen lassen, was der schwierigste Teil am ersten Advent ist, weil vier Kerzen dastehen und drei nicht dürfen.

Yannis hat gefragt, ob man nicht alle vier anzünden und dafür an den anderen Sonntagen keine machen könnte.

Bine hat gesagt, das sei theoretisch dasselbe und praktisch nicht.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann zählen sie noch heute jedes Jahr rückwärts.
Kalender und Kranz messen zwei verschiedene Sachen Ein Kranz, den zwei Leute einmal im Jahr binden Eine brennt, drei dürfen nicht Die Moral von „Warum es vier Sonntage sind"

Die Regel ist einfach, sobald man sie einmal richtig gesagt bekommt: vom 25. Dezember rückwärts.

Bine brauchte trotzdem drei Anläufe. Das ist kein Zeichen dafür, dass sie es nicht wusste — sie wusste es. Es ist ein Zeichen dafür, dass Wissen und Erklären zwei verschiedene Fähigkeiten sind.

Wer beim dritten Anlauf nicht aufgibt, kann beides.
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Diese Geschichte am ersten Advent vorlesen

Vier ruhige Minuten am Küchentisch. Es passiert nichts Aufregendes, und am Ende brennt eine Kerze.

Schwierige Wörter kurz erklärt

  • Advent – die Zeit der vier Sonntage vor Weihnachten
  • Adventskranz – ein Kranz aus Tannenzweigen mit vier Kerzen
  • Adventskalender – ein Kalender mit vierundzwanzig Türchen, vom 1. bis zum 24. Dezember
  • Draht – ein dünner, biegsamer Metallfaden
  • theoretisch – wenn man nur nachdenkt — praktisch ist, wie es wirklich läuft

Fragen zum Weitererzählen

  • Warum ist der Advent jedes Jahr verschieden lang?
  • Was messen Kranz und Kalender jeweils?
  • Würdest du lieber alle vier Kerzen am ersten Sonntag anzünden?

Warum „Warum es vier Sonntage sind" zum Einschlafen passt

Die Regel stimmt: Der vierte Advent ist der letzte Sonntag vor dem 25. Dezember, der erste liegt drei Sonntage davor. Damit dauert die Adventszeit zwischen 22 und 28 Tagen.

Der häufigste Denkfehler steckt in der Geschichte: Adventskalender und Adventskranz haben nichts miteinander zu tun. Der Kalender läuft immer vom 1. bis zum 24. Dezember, egal wann der erste Advent ist.

Wenn „Warum es vier Sonntage sind" gefallen hat

Mehr davon unter Adventsgeschichten und Weihnachtsgeschichten für Kinder.

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Häufige Fragen zu Warum es vier Sonntage sind

Worum geht es in „Warum es vier Sonntage sind"?

Yannis will beim Kranzbinden wissen, warum der Advent mal am 30. November und mal erst im Dezember anfängt. Seine Tante braucht drei Anläufe für die Erklärung.

Für welches Alter ist die Geschichte gedacht?

Ab etwa sechs Jahren.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Rund vier Minuten.

Wann ist der erste Advent?

Der vierte Advent ist der letzte Sonntag vor dem 25. Dezember; der erste liegt drei Sonntage davor. Deshalb verschiebt er sich jedes Jahr.

Wie lang ist die Adventszeit?

Zwischen 22 und 28 Tagen, je nachdem auf welchen Wochentag Weihnachten fällt.

Hat der Adventskalender damit zu tun?

Nein. Der Kalender läuft immer vom 1. bis zum 24. Dezember – unabhängig davon, wann der erste Advent ist.

Gibt es die Geschichte auch zum Anhören und als PDF?

Das PDF ja, kostenlos und ohne Anmeldung. Die Hörfassung entsteht gerade – bei den älteren Geschichten steht der Abspieler schon unter dem Text.

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