Der Drache, der nur pusten konnte

Der Drache, der nur pusten konnte

Zusammenfassung: „Der Drache, der nur pusten konnte" in drei Sätzen

Der kleine Drache Fusel kann noch kein Feuer spucken — bei ihm kommt nur Luft heraus.

Alle anderen Drachen üben Feuer, Fusel übt Pusten, und er wird sehr, sehr gut darin.

Am Ende ist er der Einzige, der eine Pusteblume so freundlich anpusten kann, dass alle Schirmchen gleichzeitig losfliegen.

Der Drache, der nur pusten konnte – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 4 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
Der kleine Drache Fusel war grün, ungefähr so groß wie ein Kissen, und er hatte ein Problem.

Alle Drachen in seinem Alter konnten schon Feuer.

Nicht viel Feuer. Kleine Flämmchen, so groß wie eine Kerze. Aber immerhin Feuer.

Fusel holte tief Luft, machte den Mund auf — und heraus kam Luft.

Nur Luft. Ganz normale, gewöhnliche Luft.
Der kleine Drache Fusel bekommt kein Feuer heraus „Üben", sagte seine Mutter. „Das kommt schon noch."

Also übte Fusel.

Er übte am Montag und pustete ein Blatt vom Stein.

Er übte am Dienstag und pustete die Federn aus einem alten Nest.

Am Mittwoch pustete er seiner Schwester die Frisur durcheinander, was Ärger gab.

Am Donnerstag pustete er einen ganzen Haufen trockener Blätter über den Weg, und am Freitag stellte er sich vor eine Löwenzahnwiese und pustete so lange, bis alle Halme in dieselbe Richtung zeigten.

Feuer kam immer noch keines.

Aber das Pusten wurde von Tag zu Tag besser. Fusel konnte inzwischen ganz sanft pusten, so leise wie ein Windhauch, und ganz kräftig, dass die Grashalme sich flach auf den Boden legten.
Fusel pustet ein Blatt vom Stein Im Frühling ging Fusel über die Wiese.

Dort stand eine Pusteblume. Eine einzige, mit einer Kugel aus lauter kleinen weißen Schirmchen.

Ein Kind hätte sie mit einem Schnaufer weggepustet, alles auf einmal, halb daneben.

Fusel setzte sich davor.

Er holte Luft, ganz wenig. Er machte den Mund ein kleines bisschen auf.

Und dann pustete er so vorsichtig, wie man nur pusten kann.

Die Schirmchen lösten sich alle gleichzeitig. Sie stiegen auf, alle zusammen, und schwebten über die Wiese wie ein kleiner weißer Schwarm.

Kein einziges Schirmchen blieb hängen. Kein einziges fiel einfach herunter.

Fusel schaute ihnen nach, bis das letzte weg war.

Dann merkte er, dass er die ganze Zeit den Atem angehalten hatte.
Fusel pustet die Pusteblume ganz vorsichtig an Am Abend erzählte er es zu Hause.

„Und Feuer?", fragte seine Schwester.

„Kein Feuer", sagte Fusel.

Seine Mutter schob ihn unter ihren Flügel, dahin, wo es am wärmsten ist.

„Feuer können viele", sagte sie. „Pusten wie du kann keiner."

Fusel machte die Augen zu.

Draußen flogen die letzten Schirmchen über die Wiese, und irgendwo ganz weit weg landete eines und wurde im nächsten Jahr eine neue Pusteblume.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann pustet Fusel noch heute.
Fusel schläft unter dem Flügel seiner Mutter ein Die Moral von „Der Drache, der nur pusten konnte"

Fusel kann etwas nicht, was alle anderen können. Er übt trotzdem weiter — nur eben das, was bei ihm herauskommt.

Am Ende bekommt er kein Feuer. Er bekommt etwas anderes, das niemand sonst hat.

Für kleine Kinder, die gerade an irgendetwas scheitern — Schuhe, Radfahren, Stillsitzen —, ist das ein sehr freundlicher Gedanke zum Einschlafen.
Passend zu dieser Geschichte

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Diese Geschichte vor dem Einschlafen vorlesen

Vier Minuten, keine Aufregung, kein Bösewicht. Die Geschichte endet damit, dass Fusel unter dem Flügel seiner Mutter die Augen zumacht — sie ist genau für die Abende gemacht, an denen nichts mehr passieren soll.

Schwierige Wörter kurz erklärt

  • Pusteblume – der Löwenzahn, wenn er verblüht ist und weiße Schirmchen hat
  • Schirmchen – die kleinen weißen Flugsamen der Pusteblume
  • Windhauch – ein ganz leichter Wind, den man kaum spürt

Fragen zum Weitererzählen

  • Was kann Fusel besser als alle anderen Drachen?
  • Was übst du gerade, das noch nicht klappt?
  • Wohin fliegen die Schirmchen wohl?

Warum „Der Drache, der nur pusten konnte" zum Einschlafen passt

Es gibt in dieser Geschichte nichts, wovor man sich erschrecken könnte. Kein Feuer, kein Fuchs, kein Streit — nur ein kleiner Drache, der etwas übt.

Der letzte Absatz ist absichtlich sehr ruhig geschrieben. Wer langsam liest, hat gute Chancen, dass das Licht danach ohne Diskussion ausgeht.

Wenn „Der Drache, der nur pusten konnte" gefallen hat

Mehr davon unter kurze Geschichten unter vier Minuten und Ritter- und Drachengeschichten.

Und wenn ein Buch daraus werden soll: In Band 4 von Ritter Emil & Zauberer Henry geht es um Dracheneier und darum, was daraus schlüpft.

Häufige Fragen zu Der Drache, der nur pusten konnte

Worum geht es in „Der Drache, der nur pusten konnte"?

Der kleine Drache Fusel bekommt kein Feuer heraus, nur Luft. Er übt trotzdem weiter — und wird der beste Puster weit und breit.

Für welches Alter ist die Geschichte gedacht?

Ab etwa drei Jahren.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Rund vier Minuten.

Ist die Geschichte aufregend?

Nein, bewusst nicht. Es gibt keinen Bösewicht und keinen Schreckmoment.

Gibt es die Geschichte auch zum Anhören?

Ja, unter der Geschichte steht ein Abspieler.

Kann ich sie ausdrucken?

Ja, als PDF mit allen Bildern, kostenlos und ohne Anmeldung.

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