Der Drache, der nur pusten konnte

Der Drache, der nur pusten konnte

Zusammenfassung: „Der Drache, der nur pusten konnte" in drei Sätzen

Der kleine Drache Fusel kann noch kein Feuer spucken — bei ihm kommt nur Luft heraus.

Alle anderen Drachen üben Feuer, Fusel übt Pusten, und er wird sehr, sehr gut darin.

Am Ende ist er der Einzige, der eine Pusteblume so freundlich anpusten kann, dass alle Schirmchen gleichzeitig losfliegen.

Der Drache, der nur pusten konnte – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 3 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung

Hier beginnt die Geschichte

Der kleine Drache Fusel war grün, ungefähr so groß wie ein Kissen, und er hatte ein Problem.

Alle Drachen in seinem Alter konnten schon Feuer.

Nicht viel Feuer. Kleine Flämmchen, so groß wie eine Kerze. Aber immerhin Feuer.

Fusel holte tief Luft, machte den Mund auf — und heraus kam Luft.

Nur Luft. Ganz normale, gewöhnliche Luft.
Der kleine Drache Fusel bekommt kein Feuer heraus „Üben", sagte seine Mutter. „Das kommt schon noch."

Also übte Fusel.

Er übte am Montag und pustete ein Blatt vom Stein.

Er übte am Dienstag und pustete die Federn aus einem alten Nest.

Am Mittwoch pustete er seiner Schwester die Frisur durcheinander, was Ärger gab.

Am Donnerstag pustete er einen ganzen Haufen trockener Blätter über den Weg, und am Freitag stellte er sich vor eine Löwenzahnwiese und pustete so lange, bis alle Halme in dieselbe Richtung zeigten.

Feuer kam immer noch keines.

Aber das Pusten wurde von Tag zu Tag besser. Fusel konnte inzwischen ganz sanft pusten, so leise wie ein Windhauch, und ganz kräftig, dass die Grashalme sich flach auf den Boden legten.
Fusel pustet ein Blatt vom Stein Im Frühling ging Fusel über die Wiese.

Dort stand eine Pusteblume. Eine einzige, mit einer Kugel aus lauter kleinen weißen Schirmchen.

Ein Kind hätte sie mit einem Schnaufer weggepustet, alles auf einmal, halb daneben.

Fusel setzte sich davor.

Er holte Luft, ganz wenig. Er machte den Mund ein kleines bisschen auf.

Und dann pustete er so vorsichtig, wie man nur pusten kann.

Die Schirmchen lösten sich alle gleichzeitig. Sie stiegen auf, alle zusammen, und schwebten über die Wiese wie ein kleiner weißer Schwarm.

Kein einziges Schirmchen blieb hängen. Kein einziges fiel einfach herunter.

Fusel schaute ihnen nach, bis das letzte weg war.

Dann merkte er, dass er die ganze Zeit den Atem angehalten hatte.
Fusel pustet die Pusteblume ganz vorsichtig an Am Abend erzählte er es zu Hause.

„Und Feuer?", fragte seine Schwester.

„Kein Feuer", sagte Fusel.

Seine Mutter schob ihn unter ihren Flügel, dahin, wo es am wärmsten ist.

„Feuer können viele", sagte sie. „Pusten wie du kann keiner."

Fusel machte die Augen zu.

Draußen flogen die letzten Schirmchen über die Wiese, und irgendwo ganz weit weg landete eines und wurde im nächsten Jahr eine neue Pusteblume.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann pustet Fusel noch heute.
Fusel schläft unter dem Flügel seiner Mutter ein Die Moral von „Der Drache, der nur pusten konnte"

Fusel kann etwas nicht, was alle anderen können. Er übt trotzdem weiter — nur eben das, was bei ihm herauskommt.

Am Ende bekommt er kein Feuer. Er bekommt etwas anderes, das niemand sonst hat.

Für kleine Kinder, die gerade an irgendetwas scheitern — Schuhe, Radfahren, Stillsitzen —, ist das ein sehr freundlicher Gedanke zum Einschlafen.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Was kommt heraus, wenn Fusel den Mund aufmacht?

    Luft. Nur Luft, ganz normale, gewöhnliche Luft. Alle Drachen in seinem Alter können schon kleine Flämmchen, so groß wie eine Kerze — Fusel nicht.

  2. 2Was pustet Fusel in seiner Übungswoche alles?

    Am Montag ein Blatt vom Stein, am Dienstag die Federn aus einem alten Nest, am Mittwoch seiner Schwester die Frisur durcheinander, was Ärger gab. Am Donnerstag einen ganzen Haufen trockener Blätter über den Weg, und am Freitag pustet er eine Löwenzahnwiese so lange an, bis alle Halme in dieselbe Richtung zeigen.

  3. 3Worin wird Fusel dabei von Tag zu Tag besser?

    Im Pusten. Er kann inzwischen ganz sanft pusten, so leise wie ein Windhauch, und ganz kräftig, dass die Grashalme sich flach auf den Boden legen. Feuer kommt trotzdem keines.

  4. 4Was macht Fusel im Frühling mit der Pusteblume?

    Er setzt sich davor, holt ganz wenig Luft, macht den Mund ein kleines bisschen auf und pustet so vorsichtig, wie man nur pusten kann. Alle Schirmchen lösen sich gleichzeitig und schweben über die Wiese wie ein kleiner weißer Schwarm. Kein einziges bleibt hängen, kein einziges fällt einfach herunter.

  5. 5Was sagt seine Mutter am Abend?

    Sie schiebt ihn unter ihren Flügel, dahin, wo es am wärmsten ist, und sagt: „Feuer können viele. Pusten wie du kann keiner.“

Wörter aus der Geschichte

Pusteblume
die weiße Kugel, die aus einer Löwenzahnblüte wird
Schirmchen
die kleinen Flugsamen der Pusteblume mit ihren feinen Härchen
Löwenzahnwiese
eine Wiese voller Löwenzahn, dieser gelben Blume
Windhauch
ein ganz leichter Wind, den man kaum spürt
Grashalme
die einzelnen dünnen Stängel im Gras

Zum Weitererzählen

  • Fusel übt jeden Tag weiter, obwohl kein Feuer kommt. Was gibt ihm wohl die Lust dazu?
  • Warum ist es etwas Besonderes, dass kein einziges Schirmchen hängen bleibt?
  • Am Ende merkt Fusel, dass er die ganze Zeit die Luft angehalten hat. Wie fühlt sich so ein Moment an?
  • Was kannst du besonders vorsichtig machen, so dass nichts kaputtgeht?
Weil hier ein Drache vorkommt

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Diese Geschichte vor dem Einschlafen vorlesen

Drei Minuten, keine Aufregung, kein Bösewicht. Die Geschichte endet damit, dass Fusel unter dem Flügel seiner Mutter die Augen zumacht — sie ist genau für die Abende gemacht, an denen nichts mehr passieren soll.

Warum „Der Drache, der nur pusten konnte" zum Einschlafen passt

Es gibt in dieser Geschichte nichts, wovor man sich erschrecken könnte. Kein Feuer, kein Fuchs, kein Streit — nur ein kleiner Drache, der etwas übt.

Der letzte Absatz ist absichtlich sehr ruhig geschrieben. Wer langsam liest, hat gute Chancen, dass das Licht danach ohne Diskussion ausgeht.

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Häufige Fragen zu Der Drache, der nur pusten konnte

Worum geht es in „Der Drache, der nur pusten konnte"?

Der kleine Drache Fusel bekommt kein Feuer heraus, nur Luft. Er übt trotzdem weiter — und wird der beste Puster weit und breit.

Für welches Alter ist die Geschichte gedacht?

Ab etwa drei Jahren.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Rund drei Minuten.

Ist die Geschichte aufregend?

Nein, bewusst nicht. Es gibt keinen Bösewicht und keinen Schreckmoment.

Gibt es die Geschichte auch zum Anhören?

Ja, unter der Geschichte steht ein Abspieler.

Kann ich sie ausdrucken?

Ja, als PDF mit allen Bildern, kostenlos und ohne Anmeldung.

Download als PDF

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