Der Kürbis, der nicht durch die Tür passte

Der Kürbis, der nicht durch die Tür passte

Zusammenfassung: „Der Kürbis, der nicht durch die Tür passte" in drei Sätzen

Für das Erntedankfest soll der größte Kürbis des Dorfes vorne in die Kirche.

Der größte Kürbis wiegt hundertvierzehn Kilo und gehört Herrn Bültmann.

Die Kirchentür ist einundneunzig Zentimeter breit.

Der Kürbis, der nicht durch die Tür passte – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 3 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung

Hier beginnt die Geschichte

Ein Kürbis wird nicht groß, weil er will.

Er wird groß, weil jemand ihm den ganzen Sommer lang alle anderen Kürbisse wegschneidet, damit die Pflanze ihre ganze Kraft in einen einzigen steckt.

Das hatte Herr Bültmann gemacht. Seit Mai. Mit Notizen.

Am Erntedanksonntag sollte der Kürbis vorne vor dem Altar liegen, zusammen mit Äpfeln, Brot, Getreide und einer sehr großen Zuckerrübe von Familie Kordes.

Um acht Uhr morgens fuhr ein Anhänger vor.

Auf dem Anhänger lag der Kürbis auf einer Palette, orange, breiter als hoch und leicht schief, weil so große Kürbisse immer schief werden.

Vier Männer hoben ihn ab.
Hundertvierzehn Kilo auf einer Palette Bis zur Kirchentür ging alles gut.

An der Kirchentür ging es nicht weiter.

Sie ist einundneunzig Zentimeter breit, was 1743 als großzügig galt, und der Kürbis war an seiner breitesten Stelle einen Meter und sechs.

Man versuchte es schräg.

Bei einem Kürbis hilft schräg nicht, weil er in alle Richtungen dick ist.

Man diskutierte fünfzehn Minuten. Es wurde vorgeschlagen: die Tür aushängen, ein Stück abschneiden, einen anderen Kürbis nehmen, den Gottesdienst nach draußen verlegen.

Gegen jeden Vorschlag sprach etwas, meistens Herr Bültmann.
Vier Männer heben ihn ab Die Lösung kam von Merle, die sieben war und die ganze Zeit danebenstand.

Sie sagte, man könne ihn doch draußen hinlegen.

Ein Erwachsener erklärte ihr, dass er in die Kirche solle.

Sie sagte, dann müsse die Kirche eben rausgehen.

Das ist der Satz, an den sich im Dorf alle erinnern, und er hat funktioniert: Der Kürbis blieb vor der Tür liegen, und der Pastor hielt den Teil des Gottesdienstes, in dem es um die Ernte geht, draußen auf der Treppe.

Die Leute standen halb drinnen und halb draußen.

Es war der einzige Erntedank seit Jahren, bei dem alle etwas gesehen haben.
Einundneunzig Zentimeter Tür, ein Meter sechs Kürbis Nach dem Gottesdienst wurde der Kürbis gewogen: hundertvierzehn Komma zwei Kilo.

Danach wurde er aufgeschnitten, was mit einer Säge gemacht wurde, und in Stücke verteilt.

Er schmeckte, ehrlich gesagt, nicht besonders. Sehr große Kürbisse sind wässrig; das weiß jeder, der schon mal einen hatte, und Herr Bültmann wusste es auch.

Es ging aber nie ums Essen.

Merle bekam die Kerne, weil sie die Idee gehabt hatte, und im nächsten Mai hat sie zwei davon eingepflanzt.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann liegt jedes Jahr im Oktober ein Kürbis vor der Kirchentür.
Merle steht die ganze Zeit daneben Der Gottesdienst findet auf der Treppe statt Die Kerne bekommt, wer die Idee hatte Die Moral von „Der Kürbis, der nicht durch die Tür passte"

Alle Erwachsenen haben versucht, den Kürbis zum Problem zu machen: zu breit, zu schwer, zu spät.

Merle hat als Einzige die Tür zum Problem gemacht.

Das ist derselbe Vorgang von der anderen Seite, und es ist meistens die brauchbarere Seite. Wenn etwas nicht passt, liegt es genauso oft an dem, wohinein es soll.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Warum ist Herrn Bültmanns Kürbis so riesig geworden?

    Weil er seit Mai jeden anderen Kürbis von der Pflanze weggeschnitten hat, damit sie ihre ganze Kraft in einen einzigen steckt. Er hat sich dabei sogar Notizen gemacht.

  2. 2Warum passt der Kürbis nicht in die Kirche?

    Die Kirchentür ist einundneunzig Zentimeter breit, was 1743 als großzügig galt. Der Kürbis war an seiner breitesten Stelle einen Meter und sechs. Schräg halten hilft bei einem Kürbis nicht, weil er in alle Richtungen dick ist.

  3. 3Was schlagen die Erwachsenen alles vor?

    Die Tür aushängen, ein Stück abschneiden, einen anderen Kürbis nehmen oder den Gottesdienst nach draußen verlegen. Gegen jeden Vorschlag sprach etwas — meistens Herr Bültmann.

  4. 4Was sagt Merle, und warum ist das die Lösung?

    Sie sagt, man könne ihn doch draußen hinlegen. Als ein Erwachsener ihr erklärt, er solle aber in die Kirche, sagt sie: dann müsse die Kirche eben rausgehen. An diesen Satz erinnern sich im Dorf alle.

  5. 5Wie endet der Erntedanksonntag?

    Der Pastor hält den Teil über die Ernte draußen auf der Treppe, die Leute stehen halb drinnen und halb draußen — es war der einzige Erntedank seit Jahren, bei dem alle etwas gesehen haben. Der Kürbis wog hundertvierzehn Komma zwei Kilo, wurde mit einer Säge aufgeschnitten und verteilt, und Merle bekam die Kerne.

Wörter aus der Geschichte

Erntedankfest
ein Fest im Herbst, an dem man Danke sagt für alles, was gewachsen ist
Zuckerrübe
eine dicke helle Rübe vom Feld, aus der Zucker gemacht wird
Palette
ein flaches Holzgestell, auf das man schwere Sachen zum Transport legt
Altar
der Tisch vorne in der Kirche
Pastor
der Mann, der in der Kirche vorne spricht

Zum Weitererzählen

  • Warum kommen die Erwachsenen nicht auf Merles Idee?
  • Wenn etwas nicht passt — woran könnte es außer an der Sache selbst noch liegen?
  • Der Kürbis hat gar nicht besonders geschmeckt. Warum war er den Leuten trotzdem wichtig?
  • Was würdest du pflanzen, wenn du einen ganzen Sommer Zeit hättest, um etwas ganz Großes wachsen zu lassen?
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Warum „Der Kürbis, der nicht durch die Tür passte" zum Einschlafen passt

Riesenkürbisse entstehen wirklich so: Alle weiteren Fruchtansätze werden entfernt, damit die Pflanze ihre gesamte Kraft in eine einzige Frucht steckt. Und sie schmecken tatsächlich schlechter als kleine — viel Wasser, wenig Aroma.

Eine gute Geschichte für Kinder, die bei Erwachsenengesprächen danebenstehen und selten gefragt werden. Hier hat das Zuhören einen Nutzen.

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Häufige Fragen zu Der Kürbis, der nicht durch die Tür passte

Worum geht es in „Der Kürbis, der nicht durch die Tür passte"?

Zum Erntedankfest soll der größte Kürbis des Dorfes in die Kirche. Er ist einen Meter sechs breit, die Kirchentür einundneunzig Zentimeter.

Für welches Alter ist die Geschichte gedacht?

Ab etwa drei Jahren.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Rund drei Minuten.

Wann ist Erntedank?

Meist am ersten Sonntag im Oktober, in manchen Gemeinden schon Ende September.

Wie werden Kürbisse so groß?

Indem man alle anderen Früchte der Pflanze entfernt, sodass die ganze Kraft in eine einzige geht. Schmecken tun sie dann allerdings kaum noch.

Gibt es die Geschichte auch zum Anhören und als PDF?

Ja, beides steht unter der Geschichte, kostenlos und ohne Anmeldung.

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