Der Stiefel, der zu klein war

Der Stiefel, der zu klein war

Zusammenfassung: „Der Stiefel, der zu klein war" in drei Sätzen

Am Abend des 5. Dezember stellt Mattis seinen Stiefel vor die Tür, und sein großer Bruder stellt einen Gummistiefel dazu.

Mattis findet das unfair und stellt heimlich noch einen zweiten dazu.

Am Morgen sind vier Stiefel da und in allen vieren dasselbe.

Der Stiefel, der zu klein war – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 3 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
Mattis war vier und hatte einen Stiefel, der Größe 26 war.

Sein Bruder Jost war neun und hatte Größe 34, und weil das immer noch nicht reichte, hatte Jost nicht seinen Schuh genommen, sondern einen grünen Gummistiefel aus dem Keller, der irgendwem gehörte und in den ungefähr das Vierfache hineinpasst.

Mattis sah sich das an.

Dann ging er in den Keller und holte den zweiten grünen Gummistiefel.

Er stellte ihn dazu, ohne etwas zu sagen, und ging ins Bett.
Größe 26 neben einem grünen Gummistiefel Was Mattis nicht wusste: Es war schon alles gekauft.

Es lag in einer Tüte im Schrank, seit Dienstag, und es war für zwei Kinder abgezählt.

Seine Mutter stand um halb elf im Flur vor vier Stiefeln.

Sie hat ungefähr eine Minute nachgedacht.

Dann ist sie zurück in die Küche, hat den Korb mit Mandarinen genommen und die Tüte aufgemacht und alles neu aufgeteilt: in jeden Stiefel eine Mandarine, ein paar Nüsse, einen Schokoladenweihnachtsmann.

Es reichte gerade so, weil sie den vierten Schokoladenweihnachtsmann aus dem Adventskalender genommen hat, aus Türchen 22, und sich vorgenommen hat, das rechtzeitig zu ersetzen.
Der zweite Gummistiefel aus dem Keller Am Morgen standen beide Jungen im Flur.

In allen vier Stiefeln war dasselbe drin: eine Mandarine, ein paar Nüsse, ein Schokoladenweihnachtsmann.

Jost rechnete kurz und stellte fest, dass er jetzt genauso viel hatte wie sein Bruder, obwohl er einen viel größeren Stiefel genommen hatte.

Er hat das laut gesagt.

Seine Mutter hat gesagt, der Nikolaus gehe nach Kindern und nicht nach Litern.

Mattis hat nichts gesagt und seine zwei Mandarinen genommen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann stehen die grünen Gummistiefel noch heute jeden Dezember im Flur.
Um halb elf stehen vier Stiefel im Flur Die Moral von „Der Stiefel, der zu klein war"

Jost hat den größten Behälter genommen, den er finden konnte. Das ist naheliegend und funktioniert bei fast allem im Leben nicht.

Was ankommt, hängt selten davon ab, wie groß man den Beutel aufhält.

Und Mattis, der aus Ärger einen zweiten dazugestellt hat, hat am Ende genau dadurch mehr bekommen — was zeigt, dass Ärger manchmal auch gute Ideen hat.
Alles wird neu aufgeteilt In allen vieren dasselbe
Passend zu dieser Geschichte

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Diese Geschichte am 5. Dezember vorlesen

Drei Minuten ohne Gefahr. Es gibt einen kleinen Trick, er geht anders aus als gedacht, und niemand wird ausgeschimpft.

Schwierige Wörter kurz erklärt

  • Nikolaustag – der 6. Dezember
  • Gummistiefel – ein Stiefel aus Gummi für Regen und Matsch
  • Adventskalender – ein Kalender mit vierundzwanzig Türchen bis Weihnachten
  • abgezählt – genau so viel, wie gebraucht wird — nicht mehr
  • Flur – der Gang in der Wohnung, von dem die Zimmer abgehen

Fragen zum Weitererzählen

  • Warum nimmt Jost den größten Stiefel?
  • Warum bekommt am Ende trotzdem jeder gleich viel?
  • Was war bei euch schon mal zu wenig — und wie habt ihr es aufgeteilt?

Warum „Der Stiefel, der zu klein war" zum Einschlafen passt

Der Satz „der Nikolaus geht nach Kindern und nicht nach Litern" lässt sich gut wiederverwenden, wenn zu Hause über Stiefelgrößen verhandelt wird.

Für Familien mit mehreren Kindern: Die Geschichte macht keinen der beiden Jungen zum Schlaumeier oder zum Verlierer. Beide haben getrickst, beide bekommen dasselbe.

Wenn „Der Stiefel, der zu klein war" gefallen hat

Mehr davon unter Nikolausgeschichten und Weihnachtsgeschichten für Kinder.

Und wenn ein Buch daraus werden soll: Ritter Emil & Zauberer Henry gibt es in sechs Bänden zum Vorlesen.

Häufige Fragen zu Der Stiefel, der zu klein war

Worum geht es in „Der Stiefel, der zu klein war"?

Am 5. Dezember stellt der große Bruder einen riesigen Gummistiefel vor die Tür. Der kleine holt heimlich noch einen zweiten – und am Morgen stehen vier da.

Für welches Alter ist die Geschichte gedacht?

Ab etwa drei Jahren.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Rund drei Minuten.

Wann stellt man den Stiefel raus?

Am Abend des 5. Dezember. Am Morgen des 6. ist etwas drin.

Passt die Geschichte für Geschwister?

Ja, sie ist genau dafür gemacht. Keiner der beiden Brüder kommt schlecht weg.

Gibt es die Geschichte auch zum Anhören und als PDF?

Das PDF ja, kostenlos und ohne Anmeldung. Die Hörfassung entsteht gerade – bei den älteren Geschichten steht der Abspieler schon unter dem Text.

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