Der Traktor, der im Matsch stecken blieb

Der Traktor, der im Matsch stecken blieb

Zusammenfassung: „Der Traktor, der im Matsch stecken blieb" in drei Sätzen

Der große Traktor Hanno bleibt im März auf dem nassen Acker stecken, bis zu den Achsen.

Ziehen hilft nicht, Gasgeben hilft erst recht nicht, und der zweite große Traktor bleibt beim Versuch ebenfalls stecken.

Am Ende zieht ein sehr alter, sehr kleiner Traktor beide heraus — mit einer Methode, die aus dem Jahr 1961 stammt.

Der Traktor, der im Matsch stecken blieb – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 4 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung

Hier beginnt die Geschichte

Auf dem Hof von Familie Deters standen drei Traktoren.

Hanno war der größte. Er war neu, hatte eine Klimaanlage in der Kabine und Reifen, die höher waren als ein Kind.

Robbe war der zweitgrößte und ungefähr acht Jahre alt.

Und dann gab es noch Fietje.

Fietje stand meistens hinten in der Scheune, war knallgrün, roch nach Öl und war Baujahr 1961. Er wurde eigentlich nur noch benutzt, um im Sommer Anhänger auf dem Hof umzustellen.
Hanno, Robbe und Fietje auf dem Hof Im März sollte der große Acker hinter dem Bach bearbeitet werden.

Der Bauer schaute sich den Boden an, machte ein Gesicht und sagte: „Geht schon."

Das ist ein Satz, nach dem in der Landwirtschaft oft Ärger kommt.

Hanno fuhr los. Die ersten hundert Meter liefen gut. Bei Meter hundertzwanzig wurde der Boden weicher, bei Meter hundertfünfzig sackte das linke Hinterrad ein, und bei Meter hundertsechzig stand Hanno bis zu den Achsen im Matsch.

Der Bauer gab Gas.

Das ist genau das Falsche, und jeder weiß das, und alle machen es trotzdem.

Hanno grub sich zwölf Zentimeter tiefer ein.
Hanno steckt bis zu den Achsen im Matsch Also holten sie Robbe.

Robbe fuhr an den Feldrand, ein Seil wurde gespannt, und Robbe zog.

Hanno bewegte sich nicht.

Robbe zog stärker. Seine Reifen drehten durch, warfen Erde nach hinten, gruben sich ein — und nach ungefähr einer Minute stand auch Robbe fest.

Jetzt standen zwei Traktoren im Matsch, hintereinander, mit einem Seil dazwischen.

Der Bauer stellte den Motor ab, stieg aus, sank bis zum Knöchel ein, sagte ein Wort, das hier nicht steht, und ging zum Hof zurück.

Auf dem Weg dachte er kurz an den Nachbarn, der einen Radlader hat. Dann dachte er daran, was der Nachbar dazu sagen würde, und verwarf die Idee.

In der Scheune stand Fietje.
Auch Robbe bleibt stecken Fietje war klein. Fietje hatte keine Klimaanlage, keine Kabine und keine Federung.

Was Fietje hatte, waren schmale hohe Räder.

Und das ist der Trick.

Ein breiter Reifen drückt sich in weichen Boden hinein wie ein Daumen in einen Kuchen. Ein schmaler Reifen schneidet durch und findet unten den festen Grund. Das wusste man 1961, und danach hat man es teilweise wieder vergessen.

Fietje fuhr auf den Acker.

Er fuhr langsam, in einem großen Bogen, immer da, wo der Boden am höchsten war, und er blieb nicht stecken.

Am Feldrand hängte der Bauer das lange Seil ein.

Dann zog Fietje.

Nicht mit einem Ruck — mit einem gleichmäßigen, geduldigen, tuckernden Zug, im ersten Gang, mit einer Umdrehung pro Sekunde.

Nach zwei Minuten kam Robbe frei.

Nach acht Minuten kam Hanno frei.

Es machte ein Geräusch, als würde der Acker etwas widerwillig herausgeben, was er schon für sich verbucht hatte.
Fietje fährt in einem Bogen über den Acker Die Moral von „Der Traktor, der im Matsch stecken blieb"

Zwei große Traktoren bleiben stecken, ein kleiner alter zieht sie heraus. Das klingt nach einer bequemen Moral — aber die Geschichte gibt auch den Grund an: schmale Räder finden im weichen Boden den festen Grund.

Es geht also nicht darum, dass Alte immer recht haben. Es geht darum, dass Fietje für genau dieses Problem gebaut ist und Hanno nicht.

Für Kinder, die Traktoren mögen, ist das eine handfeste Geschichte mit Matsch, Seilen und einem Happy End ohne Unfall.
Fietje zieht Hanno heraus Abends steht Fietje vorn in der Scheune Am Abend standen alle drei wieder auf dem Hof.

Hanno war über und über mit Erde bespritzt und sagte nichts.

Robbe sagte auch nichts, aber bei Robbe fiel es weniger auf.

Fietje wurde abgespritzt, bekam Öl nachgefüllt und fuhr zurück in die Scheune, aber diesmal nicht ganz nach hinten.

Seitdem steht er vorn, gleich neben der Tür.

Der Bauer hat später zu jemandem gesagt, er würde den nie verkaufen, und dann etwas gemurmelt von wegen alte Sachen und dass die schon wissen, warum sie so gebaut sind.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann tuckert Fietje noch heute.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Welche drei Traktoren stehen auf dem Hof von Familie Deters?

    Hanno ist der größte und ganz neu, mit Klimaanlage in der Kabine und Reifen, die höher sind als ein Kind. Robbe ist der zweitgrößte und ungefähr acht Jahre alt. Und dann gibt es noch Fietje: knallgrün, Baujahr 1961, riecht nach Öl und steht meistens hinten in der Scheune.

  2. 2Was passiert, als Hanno im März auf den Acker hinter dem Bach fährt?

    Die ersten hundert Meter laufen gut. Bei Meter hundertzwanzig wird der Boden weicher, bei hundertfünfzig sackt das linke Hinterrad ein, und bei hundertsechzig steht Hanno bis zu den Achsen im Matsch.

  3. 3Warum wird die Sache danach noch schlimmer statt besser?

    Der Bauer gibt Gas — genau das Falsche, und Hanno gräbt sich zwölf Zentimeter tiefer ein. Dann soll Robbe ihn herausziehen, zieht immer stärker, gräbt sich dabei selbst ein und steht nach einer Minute ebenfalls fest.

  4. 4Was kann der kleine alte Fietje, was die beiden großen nicht können?

    Fietje hat schmale hohe Räder. Ein breiter Reifen drückt sich in weichen Boden hinein wie ein Daumen in einen Kuchen, ein schmaler schneidet durch und findet unten den festen Grund.

  5. 5Wie zieht Fietje die beiden am Ende heraus?

    Er fährt langsam in einem großen Bogen über den Acker, immer dort, wo der Boden am höchsten ist, und bleibt nicht stecken. Dann zieht er am langen Seil — nicht mit einem Ruck, sondern gleichmäßig und tuckernd im ersten Gang. Nach zwei Minuten ist Robbe frei, nach acht Minuten Hanno.

Wörter aus der Geschichte

Acker
ein großes Feld, auf dem der Bauer etwas anbaut
Achsen
die Stangen, auf denen die Räder eines Fahrzeugs sitzen
Scheune
ein großes Gebäude auf dem Hof für Maschinen, Stroh und Heu
Federung
die Technik, die das Rütteln beim Fahren weicher macht
Radlader
ein Fahrzeug mit einer großen Schaufel vorne, das schwere Sachen bewegt

Zum Weitererzählen

  • Der Bauer schaut sich den Boden an und sagt „Geht schon“. Woran hätte er vorher merken können, dass es nicht geht?
  • Fietje steht seitdem vorn neben der Tür statt hinten in der Scheune. Warum ist das dem Bauern wohl wichtig?
  • Hanno ist abends über und über mit Erde bespritzt und sagt nichts. Was denkt er sich wohl?
  • Wenn du dir auf dem Hof einen der drei Traktoren aussuchen dürftest — welchen und warum?
Für Kinder, die wissen wollen, wie etwas funktioniert

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Diese Geschichte vor dem Einschlafen vorlesen

Vier Minuten mit sehr viel Matsch und ohne jede Gefahr. Es geht nichts kaputt, niemand verletzt sich, und am Ende stehen alle drei sauber auf dem Hof.

Warum „Der Traktor, der im Matsch stecken blieb" zum Einschlafen passt

Die Geschichte erklärt nebenbei, warum schmale Reifen im weichen Boden besser sind. Kinder, die Fahrzeuge mögen, merken sich so etwas erstaunlich lange.

Der Schluss ist ruhig: drei saubere Traktoren auf einem Hof am Abend. Ein guter Punkt zum Aufhören.

Wenn „Der Traktor, der im Matsch stecken blieb" gefallen hat

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Und wenn ein Buch daraus werden soll: Ritter Emil & Zauberer Henry gibt es in sechs Bänden – auch dort löst nicht immer der Größte das Problem.

Häufige Fragen zu Der Traktor, der im Matsch stecken blieb

Worum geht es in „Der Traktor, der im Matsch stecken blieb"?

Der große Traktor Hanno bleibt im März auf dem nassen Acker stecken. Der zweite große Traktor auch. Herausgezogen werden beide von einem kleinen Traktor von 1961.

Für welches Alter ist die Geschichte gedacht?

Ab etwa drei Jahren.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Rund vier Minuten.

Geht etwas kaputt?

Nein. Es gibt keinen Unfall und keinen Schaden – nur sehr viel Matsch.

Erklärt die Geschichte, warum der kleine Traktor es schafft?

Ja, in zwei Sätzen: Schmale Reifen schneiden durch den weichen Boden und finden unten festen Grund.

Gibt es die Geschichte auch zum Anhören und als PDF?

Ja, beides steht unter der Geschichte, kostenlos und ohne Anmeldung.

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