Der Weihnachtsmann hat Schnupfen

Der Weihnachtsmann hat Schnupfen

Zusammenfassung: „Der Weihnachtsmann hat Schnupfen" in drei Sätzen

Am Morgen des 24. Dezember wacht der Weihnachtsmann mit einer verstopften Nase auf.

Die Wichtel beschließen, dass er im Bett bleibt, und übernehmen den Abend selbst.

Es geht fast alles gut — bis auf zwei Sachen, die bis heute niemand aufgeklärt hat.

Der Weihnachtsmann hat Schnupfen – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 3 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung

Hier beginnt die Geschichte

Am Morgen des vierundzwanzigsten Dezember machte der Weihnachtsmann die Augen auf und wusste sofort Bescheid.

Die Nase war zu. Der Kopf war dick. Und wenn er sprach, klang er wie jemand, der in einen Eimer spricht.

„Guden Borgen", sagte er.

Die Wichtel schauten sich an.

Es war der vierundzwanzigste. Das ist der einzige Tag im Jahr, an dem man in diesem Haushalt nicht krank sein darf, und alle im Raum wussten das.
Der Weihnachtsmann wacht mit Schnupfen auf Wichtel sind klein, aber sie sind sehr entschlossen.

Innerhalb von zehn Minuten stand fest: Der Weihnachtsmann blieb im Bett.

Er protestierte. Er sagte, es gehe schon. Er stand sogar einmal auf, was aber nicht überzeugend aussah, weil er sich dabei am Bettpfosten festhielt.

„Wir machen das", sagte die älteste Wichtelfrau.

„Ihr wart doch noch nie —"

„Wir haben zugeschaut. Vierhundert Jahre lang."

Dagegen ließ sich schwer etwas sagen.

Der Weihnachtsmann versuchte es trotzdem noch zweimal. Beim ersten Mal musste er mitten im Satz niesen. Beim zweiten Mal legte ihm jemand ein feuchtes Tuch auf die Stirn, und danach war er einverstanden.
Die älteste Wichtelfrau trifft die Entscheidung Also fuhren die Wichtel.

Sie waren zu zwölft auf dem Schlitten, was eng war, aber lustig. Die Rentiere fanden es merkwürdig, machten aber mit.

Es lief erstaunlich gut.

Sie schafften alle Häuser. Sie fanden alle Schornsteine. Sie legten alles hin, wo es hingehörte, und zweimal räumten sie sogar auf, was der Weihnachtsmann nie tut.

Nur zwei Sachen gingen schief.

In einem Haus in Bremen bekam ein Junge namens Tim ein Puppenhaus und ein Mädchen namens Marie einen Werkzeugkasten.

Beide waren begeistert. Es hat sich nie jemand beschwert.

Der Wichtel, dem das passiert war, hat es hinterher zugegeben und dafür einen Orden bekommen, weil die Wichtel fanden, dass Zugeben schwerer ist als Aufpassen.
Zwölf Wichtel auf dem Schlitten Und in einem Haus in Osnabrück lag am Morgen ein Wichtelmützchen unter dem Baum.

Rot, mit einer weißen Bommel, ungefähr so groß wie eine Faust.

Die Familie hat es aufgehoben. Es liegt bis heute in einer Schachtel im Schrank, und einmal im Jahr wird es herausgeholt und angeschaut, und jedes Mal sagt jemand: „Das muss doch irgendwoher gekommen sein."

Der Weihnachtsmann war übrigens am zweiten Feiertag wieder gesund.

Er hat sich alles erzählen lassen, genickt und danach beschlossen, dass die Wichtel ab jetzt jedes Jahr mitfahren dürfen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann fahren sie noch heute alle zusammen.
Tim mit dem Puppenhaus und Marie mit dem Werkzeugkasten Das Wichtelmützchen unter dem Baum Die Moral von „Der Weihnachtsmann hat Schnupfen"

Der Weihnachtsmann will aufstehen, obwohl es nicht geht. Das ist die eine Hälfte.

Die andere ist, dass zwölf Wichtel sagen: Wir machen das. Sie haben es nie gemacht, sie haben nur vierhundert Jahre zugeschaut — und das reicht.

Kinder finden vor allem den Werkzeugkasten und das Puppenhaus lustig. Erwachsene hören eher den Satz davor: dass man Arbeit auch mal abgeben kann und die Welt trotzdem weiterläuft.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Woran merkt der Weihnachtsmann am Morgen des vierundzwanzigsten sofort, dass etwas nicht stimmt?

    Die Nase ist zu, der Kopf ist dick, und wenn er spricht, klingt er wie jemand, der in einen Eimer spricht. „Guden Borgen“, sagt er — und die Wichtel schauen sich an.

  2. 2Wie schaffen es die Wichtel, dass er im Bett bleibt?

    Nach zehn Minuten steht der Beschluss fest. Er protestiert und steht sogar einmal auf, hält sich dabei aber am Bettpfosten fest. Beim zweiten Versuch legt ihm jemand ein feuchtes Tuch auf die Stirn, und danach ist er einverstanden.

  3. 3Was antwortet die älteste Wichtelfrau, als er einwendet, sie hätten das doch noch nie gemacht?

    „Wir haben zugeschaut. Vierhundert Jahre lang.“ Dagegen ließ sich schwer etwas sagen. Also fuhren die Wichtel — zu zwölft auf dem Schlitten, was eng war, aber lustig.

  4. 4Welche zwei Sachen gehen in dieser Nacht schief?

    In einem Haus in Bremen bekommt ein Junge namens Tim ein Puppenhaus und ein Mädchen namens Marie einen Werkzeugkasten. Und in Osnabrück liegt am Morgen ein rotes Wichtelmützchen mit weißer Bommel unter dem Baum.

  5. 5Warum bekommt der Wichtel, dem die Vertauschung passiert ist, einen Orden?

    Weil er es hinterher zugegeben hat. Die Wichtel fanden, dass Zugeben schwerer ist als Aufpassen. Beschwert hat sich übrigens nie jemand, denn Tim und Marie waren beide begeistert.

Wörter aus der Geschichte

Wichtel
ein kleines Wesen, das dem Weihnachtsmann bei der Arbeit hilft
Bettpfosten
einer der Pfähle an den Ecken eines Betts, an denen man sich festhalten kann
Schornsteine
die Rohre auf dem Dach, durch die der Rauch vom Ofen nach draußen zieht
Bommel
eine dicke weiche Kugel aus Wolle, zum Beispiel oben auf einer Mütze
Orden
ein kleines Abzeichen, das man bekommt, wenn man etwas Besonderes getan hat

Zum Weitererzählen

  • Tim freut sich über das Puppenhaus und Marie über den Werkzeugkasten. Was hättest du an dem Morgen gern ausgepackt?
  • Die Familie in Osnabrück holt das Mützchen einmal im Jahr aus der Schachtel. Warum wirft sie es wohl nicht weg?
  • Die Wichtel haben vierhundert Jahre lang nur zugeschaut. Reicht Zuschauen, um etwas zu können?
  • Wenn du einen Tag lang alles übernehmen dürftest, was sonst die Großen machen — was würdest du zuerst tun?
Passend zu dieser Geschichte

Band 5 – Ein Erfinderprinz beim Drachenrennen

Beim großen Drachenrennen gewinnt nicht der Schnellste, sondern der mit der besseren Idee. In Band 5 mischt sich ein Erfinder ein – für Kinder, die wissen wollen, wie Dinge funktionieren.

Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €

Diese Geschichte vor dem Einschlafen vorlesen

Drei Minuten zum Schmunzeln, ohne jede Gefahr. Am Ende sind alle gesund, und unter einem Baum in Osnabrück liegt ein Mützchen, das niemand erklären kann.

Warum „Der Weihnachtsmann hat Schnupfen" zum Einschlafen passt

Die Geschichte ist harmlos und schnell erzählt. Sie eignet sich gut für den Abend des 23. Dezember, wenn die Aufregung ohnehin schon groß ist.

Der Schluss lädt zum Weiterspinnen ein: Wer war in Osnabrück? Manche Kinder erfinden dazu eine eigene Fortsetzung, was ausdrücklich erwünscht ist.

Wenn „Der Weihnachtsmann hat Schnupfen" gefallen hat

Mehr davon unter Weihnachtsgeschichten für Kinder und kurze Geschichten unter vier Minuten.

Und wenn ein Buch daraus werden soll: Ritter Emil & Zauberer Henry kommt aus Osnabrück – so wie das Mützchen.

Häufige Fragen zu Der Weihnachtsmann hat Schnupfen

Worum geht es in „Der Weihnachtsmann hat Schnupfen"?

Am 24. Dezember wacht der Weihnachtsmann krank auf. Die Wichtel schicken ihn ins Bett und übernehmen den Abend selbst – mit zwei kleinen Pannen.

Für welches Alter ist die Geschichte gedacht?

Ab etwa drei Jahren.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Rund drei Minuten.

Ist die Geschichte lustig oder ruhig?

Eher lustig. Für einen ganz ruhigen Abschluss passt danach noch eine leisere Geschichte.

Wird der Weihnachtsmann wieder gesund?

Ja, am zweiten Feiertag. Das steht ausdrücklich in der Geschichte.

Gibt es die Geschichte auch zum Anhören und als PDF?

Ja, beides steht unter der Geschichte, kostenlos und ohne Anmeldung.

Download als PDF

Morgen Abend weiterlesen? Ritter Emil und Zauberer Henry gibt es gedruckt – sechs Bände zum Vorlesen ab vier Jahren, alle sechs zusammen 79,00 € statt 90,00 €.

Noch mehr Geschichten für heute Abend

Diese Geschichte ist eine von 214 kostenlosen Gute-Nacht-Geschichten auf emhema.de – alle zum Vorlesen und als PDF zum Ausdrucken.

  • Den 23. mit Kugelschreiber eingetragen

    Der längste Dezember

    7 Minuten Vorlesezeit

    Im Jahr, in dem Mattea zwölf wird, dauert der Dezember gefühlt neun Wochen. Es liegt daran, dass ihr Vater seit August in einer anderen Stadt arbeitet und erst am 23. kommt. Die drei...

  • Drei Wochen alt und über der Heizung

    Der Kranz, der zu früh brannte

    4 Minuten Vorlesezeit

    Am vierten Advent brennen vier Kerzen auf einem Kranz, der seit drei Wochen auf der Heizung steht. Als alle kurz in der Küche sind, fängt er an zu brennen. Was dann passiert, dauert ...

  • Neunzig Minuten, immer gleich

    Der zweite Advent bei Frau Kroll

    4 Minuten Vorlesezeit

    Jedes Jahr am zweiten Advent besucht Familie Doric die Nachbarin von gegenüber, und jedes Jahr findet Elin das schrecklich. In diesem Jahr fällt der Besuch aus, weil Frau Kroll im Kr...

  • Der Dezember ist der längste Monat

    Warten ist ein Beruf

    4 Minuten Vorlesezeit

    Am 2. Dezember erklärt Jost, dass Warten das Schlimmste sei, was es gibt. Sein Onkel, der bei der Bahn arbeitet, widerspricht ihm. Er zeigt ihm etwas, das Jost danach vier Wochen lan...

  • Der Kranz steht in der Mitte

    Das Wachs auf dem Tisch

    3 Minuten Vorlesezeit

    Am dritten Advent kippt eine Kerze um, und auf dem Esstisch liegt ein Fleck aus rotem Wachs. Der Tisch gehört der Familie seit vier Generationen. Was danach passiert, ist deutlich we...

  • Sechs Sorten auf dem Tisch

    Die Plätzchen, die keiner mochte

    3 Minuten Vorlesezeit

    Jedes Jahr backt Oma Rethmeier Anisplätzchen, und jedes Jahr isst sie niemand. In diesem Jahr sagt es ihr jemand. Was dann passiert, hätte niemand vorhergesehen.