Vorlesen lassen
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Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Sie fragt, wie viele Bäume im Schlosswald stehen. Niemand weiß es. Ihr Onkel sagt: „Viele.“ Das war die Art von Antwort, die Hedde nicht mochte — am nächsten Morgen ging sie los.
Sie nimmt ein Bündel Papierstreifen und ein Stück Kohle mit, teilt den Wald mit den Wegen in Stücke ein und macht für jeden Baum einen Strich. Ist ein Stück fertig, schreibt sie oben auf den Zettel, welches es war, faltet ihn und legt ihn zu Hause in eine Kiste.
Nur Bäume, die dicker sind als ihr Arm. Junge Bäume zählt sie nicht — sonst wäre sie nie fertig geworden, und irgendwo musste sie eine Grenze ziehen.
Im Norden des Schlosswalds soll gefällt werden, und es gibt Streit darüber, wie viel dort überhaupt steht. Der Förster behauptet das eine, ein Händler das andere, und niemand kann etwas beweisen. Da erinnert sich Hedde an ihre Zettel.
Der Förster geht mit zwei Männern in Stück vierzehn und zählt nach, anderthalb Tage lang. Sie kommen auf hundertsiebenundfünfzig — Heddes Zahl war hunderteinundfünfzig, sechzehn Jahre alt und lag nur um sechs Bäume daneben. Danach wurde nach ihren Zahlen verhandelt.
Band 2 – Die schwebende Stadt
Luna kommt in Band 2 dazu – sie kennt sich in der schwebenden Stadt aus, und ohne sie kämen Emil und Henry dort nicht weit. Kein Kleiderthema, sondern jemand, der weiß, was zu tun ist.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €Vier Minuten ohne Gefahr und ohne Aufregung. Es geht ums Zählen, ums Aufschreiben und darum, dass jemand mittendrin aufhört — und das ist ausdrücklich in Ordnung.
Die Geschichte lobt ausdrücklich nicht das Durchhalten. Für Kinder, die viel anfangen und wenig beenden, ist das eine ungewohnte und meistens willkommene Botschaft.
Sie eignet sich gut, um über Ordnung zu sprechen — nicht als Tugend, sondern als etwas, das sich irgendwann auszahlt.
Mehr davon unter Waldgeschichten für Kinder und Prinzessinnengeschichten.
Und wenn ein Buch daraus werden soll: Ritter Emil & Zauberer Henry gibt es in sechs Bänden zum Vorlesen.
Die neunjährige Hedde zählt vier Jahre lang die Bäume im Schlosswald und hört mit dreizehn auf. Sechzehn Jahre später sind ihre Zettel die genaueste Angabe, die es gibt.
Ab etwa vier Jahren.
Rund vier Minuten.
Nein. Acht von siebenundzwanzig Stücken bleiben ungezählt – auch als Erwachsene.
Nein, ausdrücklich nicht. Es geht um Sorgfalt, nicht ums Durchhalten.
Ja, beides steht unter der Geschichte, kostenlos und ohne Anmeldung.