Die Schultüte, die zu schwer war

Die Schultüte, die zu schwer war

Zusammenfassung: „Die Schultüte, die zu schwer war" in drei Sätzen

Mattis bekommt zur Einschulung eine Schultüte, die er kaum tragen kann.

Auf dem Gruppenfoto hält er sie mit beiden Armen und schaut sehr angestrengt.

Was oben drin war, hat er vergessen — was ganz unten lag, weiß er bis heute.

Die Schultüte, die zu schwer war – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 3 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung

Hier beginnt die Geschichte

Schultüten sind unterschiedlich schwer.

Es gibt welche, in denen hauptsächlich Papier steckt, und es gibt welche, bei denen jemand es zu gut gemeint hat.

Mattis' Tüte war von der zweiten Sorte.

Seine Großmutter hatte sie gepackt, und seine Großmutter war der Meinung, dass eine Schultüte voll sein muss.

Sie war ein Meter zehn hoch und wog fast so viel wie ein voller Wassereimer.
Die viel zu große Schultüte Zum Vergleich: Ein voller Wassereimer wiegt zehn Kilo. Ein Erstklässler wiegt ungefähr zweiundzwanzig.

Auf dem Weg zur Schule trug sie sein Vater.

In der Aula musste Mattis sie selbst halten, weil das auf dem Foto so gehört.

Es gibt dieses Foto noch. Vierundzwanzig Kinder stehen in zwei Reihen, alle mit Tüten, und in der ersten Reihe steht ein Junge, der seine Tüte mit beiden Armen umklammert hat und dabei aussieht, als würde er gleich umkippen.

Er kippte nicht um.

Er hat später gesagt, das sei der schwerste Moment des ganzen Tages gewesen, schwerer als der Unterricht.
Das Gruppenfoto in der Aula Zu Hause wurde ausgepackt.

Ganz oben lag Süßigkeit. Dann kamen Stifte, ein Radiergummi in Form einer Erdbeere, ein Lineal, ein Spitzer, noch mehr Süßigkeit, ein Springseil und ein Rechenheft.

Alles davon hat Mattis vergessen.

Ganz unten, unter allem, lag etwas Schweres, in Zeitungspapier gewickelt.

Es war ein Stein.

Nicht als Scherz. Er war ordentlich eingewickelt, und außen klebte ein Zettel.

Ein flacher grauer Stein, ungefähr so groß wie eine Handfläche, mit einem weißen Streifen quer darüber.
Der Inhalt liegt auf dem Boden Auf dem Zeitungspapier hatte seine Großmutter geschrieben:

„Den habe ich an meinem ersten Schultag in der Tasche gehabt. Vom Strand in Zingst. Er hat mir nicht geholfen, aber ich hatte ihn dabei."

Mattis war sechs und hat den Satz nicht ganz verstanden.

Er hat den Stein trotzdem behalten.

Er hatte ihn in der ersten Klasse in der Hosentasche, in der zweiten meistens, in der dritten nicht mehr.

Dann lag er in einer Schublade.

Heute liegt er auf einem Regal, und wenn jemand fragt, sagt Mattis: „Der ist von meiner Oma."

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann liegt er noch heute da.
Der Stein im Zeitungspapier Der Stein auf dem Regal Die Moral von „Die Schultüte, die zu schwer war"

Die Tüte ist voll mit Sachen, die alle vergessen — Stifte, Süßigkeit, ein Radiergummi in Erdbeerform.

Was bleibt, ist ein grauer Stein vom Strand, der nichts kann und nichts kostet.

Und der Satz der Großmutter ist der Grund dafür: „Er hat mir nicht geholfen, aber ich hatte ihn dabei." Das ist ehrlicher als jeder Glücksbringer-Spruch, und Kinder merken solche Sätze sich lange, auch wenn sie sie mit sechs noch nicht ganz verstehen.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Warum ist Mattis' Schultüte so schwer?

    Seine Großmutter hat sie gepackt, und sie war der Meinung, dass eine Schultüte voll sein muss. Die Tüte ist einen Meter zehn hoch und wiegt fast so viel wie ein voller Wassereimer — also ungefähr zehn Kilo.

  2. 2Warum muss Mattis die Tüte in der Aula selbst halten?

    Weil das auf dem Foto so gehört. Den Weg zur Schule hat sein Vater sie noch getragen.

  3. 3Wie sieht Mattis auf dem Gruppenfoto aus?

    Vierundzwanzig Kinder stehen in zwei Reihen, und in der ersten Reihe umklammert ein Junge seine Tüte mit beiden Armen und sieht aus, als würde er gleich umkippen. Er kippte nicht um — später hat er gesagt, das sei der schwerste Moment des ganzen Tages gewesen.

  4. 4Was liegt ganz unten in der Schultüte, unter allem anderen?

    Etwas Schweres, ordentlich in Zeitungspapier gewickelt: ein flacher grauer Stein, ungefähr so groß wie eine Handfläche, mit einem weißen Streifen quer darüber.

  5. 5Was hat die Großmutter auf das Zeitungspapier geschrieben?

    „Den habe ich an meinem ersten Schultag in der Tasche gehabt. Vom Strand in Zingst. Er hat mir nicht geholfen, aber ich hatte ihn dabei.“ Mattis war sechs und hat den Satz nicht ganz verstanden — behalten hat er den Stein trotzdem.

Wörter aus der Geschichte

Schultüte
eine große bunte Tüte voller Überraschungen zum ersten Schultag
Aula
der große Saal in einer Schule, in dem alle zusammenkommen
Erstklässler
ein Kind, das gerade erst in die erste Klasse gekommen ist
Spitzer
das kleine Ding, mit dem man Buntstifte wieder spitz dreht
Zeitungspapier
das dünne graue Papier, aus dem Zeitungen gemacht sind

Zum Weitererzählen

  • Alle Stifte und Süßigkeiten hat Mattis vergessen, den Stein nicht. Woran liegt das wohl?
  • Warum packt die Großmutter ausgerechnet einen Stein ganz nach unten und nicht nach oben?
  • „Er hat mir nicht geholfen, aber ich hatte ihn dabei.“ Was meint die Großmutter damit?
  • Hast du etwas, das du gern in der Hosentasche dabeihast — und was ist es?
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Diese Geschichte vor dem Einschlafen vorlesen

Drei Minuten ohne Gefahr, mit einer lustigen Stelle in der Mitte und einem sehr ruhigen Schluss: ein Stein auf einem Regal.

Warum „Die Schultüte, die zu schwer war" zum Einschlafen passt

Die Geschichte ist eine gute Idee für alle, die selbst eine Schultüte packen: Ganz unten etwas hinzulegen, das nichts kostet und eine Geschichte hat, wirkt oft länger als der Rest.

Der Satz der Großmutter — „Er hat mir nicht geholfen, aber ich hatte ihn dabei" — ist bewusst nüchtern. Er verspricht nichts.

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Und wenn ein Buch daraus werden soll: Ritter Emil & Zauberer Henry passt gut in eine Schultüte.

Häufige Fragen zu Die Schultüte, die zu schwer war

Worum geht es in „Die Schultüte, die zu schwer war"?

Mattis bekommt zur Einschulung eine übervolle Schultüte. An den Inhalt erinnert er sich nicht mehr – bis auf das, was ganz unten lag.

Für welches Alter ist die Geschichte gedacht?

Ab etwa drei Jahren.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Rund drei Minuten.

Passt sie zur Einschulung?

Ja, und besonders gut für alle, die gerade eine Schultüte packen.

Ist die Geschichte traurig?

Nein. Sie ist ruhig und endet mit einem Stein auf einem Regal.

Gibt es die Geschichte auch zum Anhören und als PDF?

Ja, beides steht unter der Geschichte, kostenlos und ohne Anmeldung.

Download als PDF

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