Der Dino, der zu groß für die Höhle war

Der Dino, der zu groß für die Höhle war

Zusammenfassung: „Der Dino, der zu groß für die Höhle war" in drei Sätzen

Der junge Langhals Bommel wächst schneller als alle anderen und passt eines Tages nicht mehr in die Familienhöhle.

Er versucht es mit Zusammenrollen, mit seitwärts Hineinschieben und mit Beinen anziehen, und nichts davon geht.

Am Ende schläft er draußen — und stellt fest, dass er von dort etwas sieht, das drinnen niemand sieht.

Der Dino, der zu groß für die Höhle war – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 5 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
Bommel war ein Langhals.

Nicht der größte, aber der, der am schnellsten wuchs. Seine Mutter maß ihn an einem Stein neben dem Eingang, und der Strich wanderte jeden Monat weiter nach oben.

Die Familie wohnte in einer Höhle am Hang.

Sie war groß genug für vier Langhälse, zwei kleine und zwei erwachsene, und das war jahrelang genau richtig.

Bis Bommel elf Monate alt war.

Langhälse wachsen in den ersten zwei Jahren sehr schnell. Bommel wuchs auch für einen Langhals schnell. Seine Mutter hatte irgendwann aufgehört, sich über den Strich am Stein zu freuen, und angefangen, ihn nachdenklich anzusehen.
Bommel wird am Stein neben dem Eingang gemessen An einem Abend kam er nach Hause und passte nicht mehr rein.

Er versuchte es zuerst normal, mit dem Kopf voran. Der Kopf ging. Der Hals ging. Die Schultern gingen nicht.

Dann versuchte er es seitwärts. Das ging bis zur Mitte.

Dann versuchte er es rückwärts, was bei einem Langhals immer eine schlechte Idee ist.

Dann rollte er sich draußen zusammen, so klein er konnte, und schob sich vorsichtig an — und der Fels über dem Eingang machte ein Geräusch, das alle drinnen sofort verstummen ließ.

„Bommel", sagte seine Mutter. „Lass das."

Bommel ließ es.

Er zog sich rückwärts wieder heraus, was ungefähr eine Minute dauerte, und stand dann davor.
Bommel passt nicht mehr in die Höhle Es war kein schöner Abend.

Die anderen drei lagen drinnen. Bommel lag draußen, unter dem Felsvorsprung, was trocken war, aber eben nicht dasselbe.

Er konnte den Atem seiner Schwester hören, wenn er still war.

Seine Mutter kam noch einmal heraus.

„Ich kann die Höhle nicht größer machen", sagte sie.

„Ich weiß."

„Und du hörst nicht auf zu wachsen."

„Ich weiß."

Sie legte ihren Kopf kurz neben seinen, was bei Langhälsen die längste Umarmung ist, die geht, und ging wieder hinein.
Bommel liegt allein unter dem Felsvorsprung Bommel lag lange wach.

Dann drehte er den Kopf.

Von hier draußen, unter dem Felsvorsprung, sah man den Hang hinunter und über die Ebene hinweg bis zum Fluss.

Und über der Ebene stand der Himmel.

Bommel hatte den Himmel schon oft gesehen, aber immer im Gehen, immer nebenbei. Jetzt lag er da und schaute ihn an, und der Himmel war voller Sterne, wie er es nachts eben ist, wenn man ihn anschaut.

Er suchte sich zuerst die hellsten heraus. Dann fiel ihm auf, dass zwischen den hellen überall kleine standen, und je länger er hinschaute, desto mehr wurden es.

Er zählte, bis er sich verzählte.

Dann schaute er noch eine Weile, ohne zu zählen.

Und irgendwann schlief er ein.
Der Himmel über der Ebene Die Moral von „Der Dino, der zu groß für die Höhle war"

Bommel verliert etwas. Das sagt die Geschichte auch so: Es ist kein schöner Abend, und seine Mutter kann nichts daran ändern.

Was danach kommt, ist kein Trick und kein Trost — es ist einfach etwas anderes, das er vorher nicht gesehen hat, weil er drinnen lag.

Für Kinder, die gerade aus etwas herauswachsen — aus dem Bettchen, aus der Kita, aus einer Gewohnheit —, ist das eine ehrliche Geschichte: Erst ist es traurig, und dann ist da etwas Neues, und beides stimmt.
Nach zwei Wochen liegen alle vier draußen Am nächsten Abend legte er sich wieder unter den Felsvorsprung.

Diesmal ohne zu maulen.

Am dritten Abend fragte seine Schwester von drinnen, was er da eigentlich mache.

„Gucken."

„Was denn?"

„Komm raus, dann siehst du's."

Nach vier Tagen kam seine Schwester heraus und legte sich dazu, was in der Höhle mehr Platz machte und draußen weniger, aber das störte niemanden.

Nach zwei Wochen lagen alle vier draußen.

Die Höhle brauchten sie nur noch bei Regen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann liegen sie noch heute unter dem Felsvorsprung und schauen in den Himmel.
Passend zu dieser Geschichte

Band 3 – Die Zeitreise zu den Dinosauriern

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Diese Geschichte vor dem Einschlafen vorlesen

Fünf Minuten ohne Gefahr. Es gibt eine traurige Stelle in der Mitte, die nicht weggeredet wird — und danach wird die Geschichte immer ruhiger und endet unter einem Sternenhimmel.

Schwierige Wörter kurz erklärt

  • Langhals – ein Dinosaurier mit sehr langem Hals, zum Beispiel ein Brachiosaurus
  • Felsvorsprung – ein Stück Fels, das übersteht und vor Regen schützt
  • Ebene – flaches Land ohne Berge
  • Hang – ein schräges Stück Gelände

Fragen zum Weitererzählen

  • Was probiert Bommel alles aus, um doch noch hineinzupassen?
  • Warum ist es zuerst traurig, draußen zu schlafen?
  • Was sieht er draußen, was er drinnen nie gesehen hat?

Warum „Der Dino, der zu groß für die Höhle war" zum Einschlafen passt

Die Geschichte eignet sich gut, wenn zu Hause gerade etwas endet — ein Bettchen wird zu klein, ein Kindergarten hört auf. Sie redet die Traurigkeit nicht weg.

Der Schluss ist als Einschlafbild gebaut: vier Dinos unter einem Felsvorsprung, Sterne darüber. Wer langsam liest, endet genau richtig.

Wenn „Der Dino, der zu groß für die Höhle war" gefallen hat

Mehr davon unter Naturgeschichten für Kinder und Sternen- und Mondgeschichten.

Und wenn ein Buch daraus werden soll: In Band 3 von Ritter Emil & Zauberer Henry geht es zu den Dinosauriern.

Häufige Fragen zu Der Dino, der zu groß für die Höhle war

Worum geht es in „Der Dino, der zu groß für die Höhle war"?

Der junge Langhals Bommel wächst so schnell, dass er eines Abends nicht mehr in die Familienhöhle passt. Er muss draußen schlafen – und entdeckt dabei etwas.

Für welches Alter ist die Geschichte gedacht?

Ab etwa drei Jahren.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Rund fünf Minuten.

Ist die Geschichte traurig?

Eine Weile ja. Sie endet aber ruhig und gut, mit der ganzen Familie draußen unter den Sternen.

Kommen gefährliche Dinos vor?

Nein. In dieser Geschichte gibt es keine Jagd und keine Fressfeinde.

Gibt es die Geschichte auch zum Anhören und als PDF?

Das PDF ja, kostenlos und ohne Anmeldung. Die Hörfassung entsteht gerade – bei den älteren Geschichten steht der Abspieler schon unter dem Text.

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