Der Dino, der zu groß für die Höhle war

Der Dino, der zu groß für die Höhle war

Zusammenfassung: „Der Dino, der zu groß für die Höhle war" in drei Sätzen

Der junge Langhals Bommel wächst schneller als alle anderen und passt eines Tages nicht mehr in die Familienhöhle.

Er versucht es mit Zusammenrollen, mit seitwärts Hineinschieben und mit Beinen anziehen, und nichts davon geht.

Am Ende schläft er draußen — und stellt fest, dass er von dort etwas sieht, das drinnen niemand sieht.

Der Dino, der zu groß für die Höhle war – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 4 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung

Hier beginnt die Geschichte

Bommel war ein Langhals.

Nicht der größte, aber der, der am schnellsten wuchs. Seine Mutter maß ihn an einem Stein neben dem Eingang, und der Strich wanderte jeden Monat weiter nach oben.

Die Familie wohnte in einer Höhle am Hang.

Sie war groß genug für vier Langhälse, zwei kleine und zwei erwachsene, und das war jahrelang genau richtig.

Bis Bommel elf Monate alt war.

Langhälse wachsen in den ersten zwei Jahren sehr schnell. Bommel wuchs auch für einen Langhals schnell. Seine Mutter hatte irgendwann aufgehört, sich über den Strich am Stein zu freuen, und angefangen, ihn nachdenklich anzusehen.
Bommel wird am Stein neben dem Eingang gemessen An einem Abend kam er nach Hause und passte nicht mehr rein.

Er versuchte es zuerst normal, mit dem Kopf voran. Der Kopf ging. Der Hals ging. Die Schultern gingen nicht.

Dann versuchte er es seitwärts. Das ging bis zur Mitte.

Dann versuchte er es rückwärts, was bei einem Langhals immer eine schlechte Idee ist.

Dann rollte er sich draußen zusammen, so klein er konnte, und schob sich vorsichtig an — und der Fels über dem Eingang machte ein Geräusch, das alle drinnen sofort verstummen ließ.

„Bommel", sagte seine Mutter. „Lass das."

Bommel ließ es.

Er zog sich rückwärts wieder heraus, was ungefähr eine Minute dauerte, und stand dann davor.
Bommel passt nicht mehr in die Höhle Es war kein schöner Abend.

Die anderen drei lagen drinnen. Bommel lag draußen, unter dem Felsvorsprung, was trocken war, aber eben nicht dasselbe.

Er konnte den Atem seiner Schwester hören, wenn er still war.

Seine Mutter kam noch einmal heraus.

„Ich kann die Höhle nicht größer machen", sagte sie.

„Ich weiß."

„Und du hörst nicht auf zu wachsen."

„Ich weiß."

Sie legte ihren Kopf kurz neben seinen, was bei Langhälsen die längste Umarmung ist, die geht, und ging wieder hinein.
Bommel liegt allein unter dem Felsvorsprung Bommel lag lange wach.

Dann drehte er den Kopf.

Von hier draußen, unter dem Felsvorsprung, sah man den Hang hinunter und über die Ebene hinweg bis zum Fluss.

Und über der Ebene stand der Himmel.

Bommel hatte den Himmel schon oft gesehen, aber immer im Gehen, immer nebenbei. Jetzt lag er da und schaute ihn an, und der Himmel war voller Sterne, wie er es nachts eben ist, wenn man ihn anschaut.

Er suchte sich zuerst die hellsten heraus. Dann fiel ihm auf, dass zwischen den hellen überall kleine standen, und je länger er hinschaute, desto mehr wurden es.

Er zählte, bis er sich verzählte.

Dann schaute er noch eine Weile, ohne zu zählen.

Und irgendwann schlief er ein.
Der Himmel über der Ebene Die Moral von „Der Dino, der zu groß für die Höhle war"

Bommel verliert etwas. Das sagt die Geschichte auch so: Es ist kein schöner Abend, und seine Mutter kann nichts daran ändern.

Was danach kommt, ist kein Trick und kein Trost — es ist einfach etwas anderes, das er vorher nicht gesehen hat, weil er drinnen lag.

Für Kinder, die gerade aus etwas herauswachsen — aus dem Bettchen, aus der Kita, aus einer Gewohnheit —, ist das eine ehrliche Geschichte: Erst ist es traurig, und dann ist da etwas Neues, und beides stimmt.
Nach zwei Wochen liegen alle vier draußen Am nächsten Abend legte er sich wieder unter den Felsvorsprung.

Diesmal ohne zu maulen.

Am dritten Abend fragte seine Schwester von drinnen, was er da eigentlich mache.

„Gucken."

„Was denn?"

„Komm raus, dann siehst du's."

Nach vier Tagen kam seine Schwester heraus und legte sich dazu, was in der Höhle mehr Platz machte und draußen weniger, aber das störte niemanden.

Nach zwei Wochen lagen alle vier draußen.

Die Höhle brauchten sie nur noch bei Regen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann liegen sie noch heute unter dem Felsvorsprung und schauen in den Himmel.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Woran merkt Bommels Mutter, wie schnell er wächst?

    Sie misst ihn an einem Stein neben dem Eingang, und der Strich wandert jeden Monat weiter nach oben. Irgendwann hört sie auf, sich über den Strich zu freuen, und fängt an, ihn nachdenklich anzusehen.

  2. 2Wie versucht Bommel, doch noch in die Höhle zu kommen?

    Zuerst normal, mit dem Kopf voran: Der Kopf geht, der Hals geht, die Schultern gehen nicht. Dann seitwärts, das geht bis zur Mitte. Dann rückwärts, was bei einem Langhals immer eine schlechte Idee ist. Und zuletzt zusammengerollt — bis der Fels über dem Eingang ein Geräusch macht, das alle drinnen verstummen lässt.

  3. 3Was sagt seine Mutter, als sie noch einmal herauskommt?

    „Ich kann die Höhle nicht größer machen“, sagt sie, und: „Und du hörst nicht auf zu wachsen.“ Dann legt sie ihren Kopf kurz neben seinen, was bei Langhälsen die längste Umarmung ist, die geht, und geht wieder hinein.

  4. 4Was entdeckt Bommel, als er draußen unter dem Felsvorsprung wach liegt?

    Er dreht den Kopf und sieht den Hang hinunter, über die Ebene bis zum Fluss — und darüber den Himmel voller Sterne. Erst sucht er sich die hellsten heraus, dann merkt er, dass zwischen den hellen überall kleine stehen. Er zählt, bis er sich verzählt, und schaut dann noch eine Weile ohne zu zählen.

  5. 5Wie endet der Abend für die ganze Familie?

    Am dritten Abend fragt seine Schwester, was er da mache, und er sagt nur: „Komm raus, dann siehst du's.“ Nach vier Tagen legt sie sich dazu, nach zwei Wochen liegen alle vier draußen. Die Höhle brauchen sie nur noch bei Regen.

Wörter aus der Geschichte

Langhals
ein Dinosaurier mit sehr langem Hals und langem Schwanz
Felsvorsprung
ein Stück Fels, das oben herausragt und wie ein Dach schützt
Hang
ein Stück Land, das schräg nach unten führt
Ebene
ein weites, ganz flaches Land
maulen
schlecht gelaunt vor sich hin schimpfen

Zum Weitererzählen

  • Bommel passt nicht mehr hinein und ist erst einmal traurig. Was hättest du an dem Abend zu ihm gesagt?
  • Seine Mutter kann das Problem nicht lösen. Hilft sie ihm trotzdem?
  • Warum sieht Bommel die vielen kleinen Sterne erst, als er draußen liegt?
  • Aus was bist du schon herausgewachsen — und was war danach neu?
Weil hier Dinosaurier vorkommen

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Diese Geschichte vor dem Einschlafen vorlesen

Vier Minuten ohne Gefahr. Es gibt eine traurige Stelle in der Mitte, die nicht weggeredet wird — und danach wird die Geschichte immer ruhiger und endet unter einem Sternenhimmel.

Warum „Der Dino, der zu groß für die Höhle war" zum Einschlafen passt

Die Geschichte eignet sich gut, wenn zu Hause gerade etwas endet — ein Bettchen wird zu klein, ein Kindergarten hört auf. Sie redet die Traurigkeit nicht weg.

Der Schluss ist als Einschlafbild gebaut: vier Dinos unter einem Felsvorsprung, Sterne darüber. Wer langsam liest, endet genau richtig.

Wenn „Der Dino, der zu groß für die Höhle war" gefallen hat

Mehr davon unter Naturgeschichten für Kinder und Sternen- und Mondgeschichten.

Und wenn ein Buch daraus werden soll: In Band 3 von Ritter Emil & Zauberer Henry geht es zu den Dinosauriern.

Häufige Fragen zu Der Dino, der zu groß für die Höhle war

Worum geht es in „Der Dino, der zu groß für die Höhle war"?

Der junge Langhals Bommel wächst so schnell, dass er eines Abends nicht mehr in die Familienhöhle passt. Er muss draußen schlafen – und entdeckt dabei etwas.

Für welches Alter ist die Geschichte gedacht?

Ab etwa drei Jahren.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Rund vier Minuten.

Ist die Geschichte traurig?

Eine Weile ja. Sie endet aber ruhig und gut, mit der ganzen Familie draußen unter den Sternen.

Kommen gefährliche Dinos vor?

Nein. In dieser Geschichte gibt es keine Jagd und keine Fressfeinde.

Gibt es die Geschichte auch zum Anhören und als PDF?

Ja, beides steht unter der Geschichte, kostenlos und ohne Anmeldung.

Download als PDF

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