Der Stegosaurus und der Sonnenplatz

Der Stegosaurus und der Sonnenplatz

Zusammenfassung: „Der Stegosaurus und der Sonnenplatz" in drei Sätzen

Der Stegosaurus Platte braucht morgens Sonne auf seinen Rückenplatten, sonst wird er nicht richtig wach.

Sein Lieblingsplatz liegt seit einer Woche im Schatten, weil ein Baum umgefallen ist.

Wie er den Platz zurückbekommt, hat mit einer Herde Langhälsen und sehr viel Geduld zu tun.

Der Stegosaurus und der Sonnenplatz – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 4 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung

Hier beginnt die Geschichte

Ein Stegosaurus hat auf dem Rücken Platten.

Sie stehen in zwei Reihen hoch, sind ungefähr so groß wie Kuchenbleche, und sie sind gut durchblutet — was bedeutet, dass ein Stegosaurus sich damit aufwärmen kann.

Morgens stellt er sich in die Sonne, quer, damit möglichst viel Licht auf die Platten fällt.

Nach ungefähr zwanzig Minuten ist er warm.

Vorher ist er langsam, mürrisch und zu nichts zu gebrauchen. Wer schon einmal einen Stegosaurus vor dem Aufwärmen angesprochen hat, macht das kein zweites Mal.
Platte wärmt sich morgens in der Sonne auf Platte hatte einen Lieblingsplatz.

Es war eine flache Stelle am Rand der Lichtung, mit Sand, der die Wärme hält, und ohne Steine, die piksen.

Die Sonne kam dort morgens um kurz nach sieben an.

Seit einer Woche kam sie nicht mehr an.

Denn oben am Hang war eine große Araukarie umgefallen — nicht ganz, sondern schräg, gegen eine andere, und stand jetzt so, dass sie den ganzen Vormittag einen Schatten auf Plattes Platz warf.

Platte stand jeden Morgen davor und schaute den Schatten an.

Der Schatten schaute zurück.
Der Baum wirft Schatten auf den Lieblingsplatz Er versuchte, sich woanders hinzustellen.

Fünf Meter weiter war Sonne, aber auch Steine.

Zehn Meter weiter war Sonne und Sand, aber es war die Stelle, auf der die Ankylosaurier lagen, und mit Ankylosauriern diskutiert man nicht über Plätze.

Am fünften Tag versuchte Platte, den Baum umzuschieben.

Ein Stegosaurus wiegt zwei Tonnen. Ein umgefallener Araukarienstamm wiegt mehr. Nach zwanzig Minuten hatte Platte eine Schramme an der Schulter und der Baum stand exakt so wie vorher.

Am sechsten Tag setzte er sich hin und war sehr schlecht gelaunt, was bei einem kalten Stegosaurus der Normalzustand ist.
Platte versucht, den Stamm wegzuschieben Am siebten Tag kam die Herde.

Es waren Langhälse, elf Stück, auf dem Weg zum Fluss, und sie gingen am Hang entlang, weil dort das Gehen leichter ist.

Platte schaute hoch.

Dann stand er auf, ging ihnen entgegen und stellte sich in den Weg, was mutig ist, wenn das kleinste Tier der Herde viermal so groß ist wie man selbst.

„Entschuldigung", sagte er.

Die vorderste Langhalsdame blieb stehen.

„Der Baum da oben", sagte Platte. „Könnt ihr im Vorbeigehen dagegenstoßen?"

Sie schaute den Baum an. Dann schaute sie Platte an.

„Warum?"

„Der macht Schatten."

Sie dachte kurz nach und sagte: „Kostet ja nichts."
Platte stellt sich der Langhalsherde in den Weg Die Moral von „Der Stegosaurus und der Sonnenplatz"

Platte versucht sechs Tage lang, das Problem allein zu lösen, und schafft dabei genau eine Schramme an der Schulter.

Am siebten Tag fragt er. Für die Langhälse kostet es nichts — sie gehen sowieso da vorbei.

Für Kinder ist das ein sehr brauchbarer Gedanke: Sehr viele Sachen, die man selbst nicht schafft, sind für jemand anderen nur ein Schulterstoß im Vorbeigehen. Man muss allerdings fragen, und das ist der schwierige Teil.
Der elfte Langhals bringt den Stamm zu Fall Der Sonnenplatz ist wieder frei Elf Langhälse gingen am Hang vorbei.

Jeder stieß im Vorbeigehen mit der Schulter gegen den Stamm. Nicht doll — so, wie man im Vorbeigehen gegen etwas stößt.

Beim ersten passierte nichts.

Beim vierten knackte es.

Beim neunten rutschte der Stamm ein Stück.

Beim elften kippte er ganz durch und lag flach am Boden, und das Sonnenlicht kam über den Hang und fiel auf die flache Stelle am Rand der Lichtung, als wäre es nie weg gewesen.

Platte stellte sich quer hinein.

Nach zwanzig Minuten war er warm und deutlich freundlicher.

Er hat den Langhälsen nie richtig gedankt, weil sie schon am Fluss waren, als ihm einfiel, dass er das hätte tun sollen.

Und wenn er nicht gestorben ist, dann liegt er noch heute morgens quer in der Sonne.

Weißt du noch?

Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.

  1. 1Wofür braucht Platte morgens unbedingt die Sonne?

    Die Platten auf seinem Rücken sind gut durchblutet, damit wärmt er sich auf. Er stellt sich quer in die Sonne, und nach ungefähr zwanzig Minuten ist er warm — vorher ist er langsam, mürrisch und zu nichts zu gebrauchen.

  2. 2Warum kommt an seinem Lieblingsplatz seit einer Woche keine Sonne mehr an?

    Oben am Hang ist eine große Araukarie umgefallen, aber nicht ganz, sondern schräg gegen eine andere. So wirft sie den ganzen Vormittag ihren Schatten auf die flache Stelle mit dem warmen Sand.

  3. 3Warum stellt Platte sich nicht einfach woanders hin?

    Fünf Meter weiter ist zwar Sonne, aber auch Steine, die piksen. Zehn Meter weiter gibt es Sonne und Sand — dort liegen allerdings die Ankylosaurier, und mit Ankylosauriern diskutiert man nicht über Plätze.

  4. 4Was passiert, als Platte am fünften Tag versucht, den Baum allein wegzuschieben?

    Er wiegt zwei Tonnen, der Araukarienstamm wiegt mehr. Nach zwanzig Minuten hat Platte eine Schramme an der Schulter, und der Baum steht exakt so wie vorher.

  5. 5Wie kommt der Baum am siebten Tag doch noch weg?

    Platte stellt sich der Herde der Langhälse in den Weg und fragt, ob sie im Vorbeigehen dagegenstoßen können. „Kostet ja nichts“, sagt die vorderste Langhalsdame. Beim vierten knackt es, beim neunten rutscht der Stamm, beim elften kippt er ganz durch.

Wörter aus der Geschichte

Stegosaurus
ein Dinosaurier mit zwei Reihen großer Platten auf dem Rücken
Araukarie
ein sehr hoher Nadelbaum, wie er im Dinosaurierwald wächst
Lichtung
eine freie Stelle mitten im Wald, wo keine Bäume stehen
Ankylosaurier
gepanzerte Dinosaurier, mit denen man sich lieber nicht anlegt
Schramme
ein Kratzer auf der Haut, der ein bisschen wehtut

Zum Weitererzählen

  • Platte stellt sich einer ganzen Herde in den Weg, obwohl das kleinste Tier viermal so groß ist wie er. Wie fühlt sich das wohl an?
  • Sechs Tage lang probiert Platte es ganz allein. Warum fragt er wohl erst am siebten?
  • Er hat sich nie richtig bedankt, weil die Langhälse schon am Fluss waren. Wie könnte er das nachholen?
  • Wenn du jemanden um etwas bitten könntest, das für den anderen ganz leicht wäre — worum würdest du bitten?
Weil hier Dinosaurier vorkommen

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Diese Geschichte vor dem Einschlafen vorlesen

Vier Minuten ohne Gefahr und ohne Streit. Es wird niemand gejagt, niemand gefressen, und der Höhepunkt ist ein Baum, der umkippt.

Warum „Der Stegosaurus und der Sonnenplatz" zum Einschlafen passt

Die Geschichte erklärt nebenbei, wozu die Rückenplatten eines Stegosaurus vermutlich gut waren. Kinder, die Dinos mögen, merken sich das gern.

Es gibt keinen Schreckmoment. Der Schluss ist ein Dino, der in der Sonne liegt — ein gutes Bild für den Abend.

Wenn „Der Stegosaurus und der Sonnenplatz" gefallen hat

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Und wenn ein Buch daraus werden soll: In Band 3 von Ritter Emil & Zauberer Henry geht es zu den Dinosauriern.

Häufige Fragen zu Der Stegosaurus und der Sonnenplatz

Worum geht es in „Der Stegosaurus und der Sonnenplatz"?

Platte braucht morgens Sonne auf seinen Rückenplatten. Seit ein Baum schräg steht, liegt sein Lieblingsplatz im Schatten – und allein bekommt er den Baum nicht weg.

Für welches Alter ist die Geschichte gedacht?

Ab etwa drei Jahren.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Rund vier Minuten.

Kommen gefährliche Dinos vor?

Nein. Es wird niemand gejagt und niemand gefressen.

Stimmt das mit den Rückenplatten?

Forscher vermuten das schon lange – die Platten waren gut durchblutet und konnten beim Aufwärmen helfen.

Gibt es die Geschichte auch zum Anhören und als PDF?

Ja, beides steht unter der Geschichte, kostenlos und ohne Anmeldung.

Download als PDF

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