Vorlesen lassen
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Fünf Fragen zum Vorlesen – Karte antippen, dann steht die Antwort da.
Er fährt die Strecke seit vierzehn Jahren. Das sind ungefähr siebentausend Abfahrten in Marlow, und bei sechstausendneunhundertachtundneunzig davon war er auf die Sekunde pünktlich. Zweimal kam er zu spät los, beide Male wegen einer Weiche.
Am hinteren Ende des Bahnsteigs kommt eine Frau angerannt: eine Tasche über der Schulter, einen Rucksack in der Hand und ein Kind, das sie halb zieht und halb trägt. Sie sind noch ungefähr sechzig Meter weg — das reicht nicht.
Er drückt den Knopf, der die Türen wieder öffnet. Die Frau braucht noch neunzehn Sekunden, schiebt das Kind vor sich her in den Wagen und bekommt eine ganze Weile keine Luft. Die Verspätung bei Abfahrt: eine Minute — in Wittenhorst ist er längst wieder pünktlich.
Herr Ruhnau sagt: „Das ist kein Grund.“ Kubiak antwortet: „Ich weiß.“ Er verteidigt sich nicht, obwohl er einiges hätte sagen können. Am Ende sagt Herr Ruhnau nur: „Machen Sie das nicht zur Gewohnheit.“ In die Akte kommt nichts.
Die Frau schreibt, sie habe an diesem Dienstag zu einem Termin gemusst, den man nicht verschieben kann, und der nächste Zug wäre erst um 7:52 gefahren. Und darunter: Ihr Sohn ist sechs und erzählt jedem, dass der Zug auf sie gewartet hat.
Band 5 – Ein Erfinderprinz beim Drachenrennen
In Band 5 gewinnt beim großen Drachenrennen nicht der Schnellste, sondern der mit der besseren Idee. Ein Erfinder mischt sich ein – und baut etwas, mit dem niemand gerechnet hat.
Oder gleich alle sechs Bände: 79,00 € statt 90,00 €Acht Minuten ohne Gefahr. Die einzige unangenehme Szene ist ein sachliches Gespräch in einem Büro, und die Geschichte endet mit einem Brief in einer Küchenschublade.
Die Geschichte spielt in der Erwachsenenwelt und eignet sich für Kinder, die anfangen, sich für Regeln und Ausnahmen zu interessieren. Sie liefert keine bequeme Auflösung: Kubiak bekommt keinen Applaus, sondern ein Gespräch.
Sie ist auch eine gute Gelegenheit, über eigene Regeln zu reden – welche gelten immer, und welche darf man in seltenen Fällen brechen?
Mehr davon unter Mutgeschichten für Kinder und Zehn-Minuten-Geschichten.
Und wenn ein Buch daraus werden soll: Ritter Emil & Zauberer Henry gibt es in sechs Bänden, alle zum Vorlesen gemacht.
Ein Lokführer öffnet die schon geschlossenen Türen noch einmal, weil eine Frau mit einem Kind über den Bahnsteig rennt. Zwei Wochen später muss er sich dafür erklären.
Ab etwa sechs Jahren. Sie spielt ganz in der Erwachsenenwelt.
Rund acht Minuten.
Ein Gespräch mit seinem Vorgesetzten, mehr nicht. In die Akte kommt nichts.
Nein. Sie schreibt es nicht, und das ist Absicht.
Ja, beides steht unter der Geschichte, kostenlos und ohne Anmeldung.