Die Feuerwehr und die Katze, die gar nicht im Baum war

Die Feuerwehr und die Katze, die gar nicht im Baum war

Zusammenfassung: „Die Feuerwehr und die Katze, die gar nicht im Baum war" in drei Sätzen

Um 17 Uhr 40 ruft jemand die Feuerwehr, weil eine Katze auf einer Kastanie sitzt und nicht herunterkommt.

Als die Drehleiter oben ist, sitzt dort keine Katze, sondern eine Plastiktüte.

Was die Feuerwehr danach macht, ist der eigentliche Grund, warum sich in dieser Straße alle an diesen Abend erinnern.

Die Feuerwehr und die Katze, die gar nicht im Baum war – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 5 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
Die Freiwillige Feuerwehr von Ellerbach hatte zwei Fahrzeuge.

Ein rotes Löschfahrzeug und eine Drehleiter, auf die alle sehr stolz waren, weil sie zweiundzwanzig Meter weit nach oben kam und weil in Ellerbach kein Haus höher war als zwölf.

An einem Freitag im Oktober, um siebzehn Uhr vierzig, ging der Melder.

Katze auf Baum. Wilhelmstraße 8.

Sechs Leute ließen ihr Abendbrot stehen und fuhren los.

Das ist bei einer Freiwilligen Feuerwehr das Normalste der Welt und trotzdem jedes Mal beachtlich: Der Melder piept, und jemand steht mitten im Satz auf.
Die Nachbarn schauen in die Kastanie hinauf In der Wilhelmstraße stand schon ein kleiner Auflauf.

Frau Ehlert aus Nummer 8 zeigte nach oben. Ganz oben in der Kastanie, ungefähr in zehn Metern Höhe, saß etwas Helles.

„Seit heute Mittag", sagte Frau Ehlert. „Sie bewegt sich nicht mehr."

Der Gruppenführer schaute hoch, kniff die Augen zusammen und sagte: „Wir schauen mal."

Die Drehleiter wurde aufgestellt. Die Stützen fuhren aus. Der Korb ging hoch, langsam, so wie das bei Drehleitern ist, und die halbe Straße schaute zu, weil eine Drehleiter im Einsatz für ein Dorf wie Ellerbach durchaus ein Ereignis ist.

Oben angekommen streckte der Feuerwehrmann die Hand aus.

Dann sagte er in sein Funkgerät, ziemlich deutlich, weil er vergessen hatte, wie weit man das unten hört:

„Es ist eine Tüte."
Die Drehleiter fährt hoch Es war eine weiße Plastiktüte, die sich in einem Zweig verhakt hatte.

Von unten sah sie aus wie etwas Helles, das sich nicht bewegt. Von unten sieht eine Katze im Übrigen genauso aus.

Unten wurde es kurz sehr still.

Frau Ehlert wurde rot bis zu den Ohren. Sie fing an, sich zu entschuldigen, dreimal hintereinander, und sagte, sie zahle das selbstverständlich, und ob das jetzt sehr teuer werde.

Der Gruppenführer hieß Renke und war seit vierundzwanzig Jahren dabei.

Er machte eine Handbewegung, die alles Weitere abschnitt.

„Frau Ehlert. Es hätte eine Katze sein können. Dann wären wir jetzt genauso hier."

„Aber es war keine."

„Wusste vorher keiner", sagte Renke. „Wir sind lieber umsonst da als zu spät."
Oben hängt eine Plastiktüte Dann passierte das, was in dieser Straße hinterher alle erzählt haben.

Renke schaute sich um. Etwa fünfzehn Leute standen am Straßenrand, darunter sieben Kinder, die alle die Drehleiter anstarrten wie ein Weihnachtsgeschenk.

Er sagte: „Wenn wir schon mal hier sind."

Die Kinder durften der Reihe nach in den Korb.

Nicht hoch — nur ein Stück, drei, vier Meter, mit Helm und angeschnallt und einem Feuerwehrmann daneben, der bei jedem einzelnen dasselbe sagte: „Festhalten, hochschauen, nicht runter."

Ein Junge namens Bosse wollte danach nicht mehr aussteigen und musste überredet werden.

Ein Mädchen weinte oben, was normal ist, und wollte trotzdem sofort noch einmal.

Zwei Erwachsene fragten vorsichtig, ob sie auch dürften. Sie durften.

Frau Ehlert durfte als Letzte und fuhr am höchsten, weil Renke fand, dass ihr das zusteht.

Es dauerte eine Dreiviertelstunde. Das Abendbrot der sechs Feuerwehrleute war zu diesem Zeitpunkt endgültig kalt.
Renke redet mit Frau Ehlert Die Moral von „Die Feuerwehr und die Katze, die gar nicht im Baum war"

Frau Ehlert hat sich geirrt und schämt sich dafür. Renkes Antwort ist der Kern der Geschichte: Vorher wusste es keiner, und lieber umsonst als zu spät.

Das ist keine erfundene Feuerwehr-Weisheit — so arbeiten Freiwillige Feuerwehren tatsächlich, und Kinder verstehen es sofort.

Der zweite Teil ist einfach schön: Sechs Erwachsene lassen ihr Abendbrot kalt werden, weil sieben Kinder eine Drehleiter anstarren. Manche Abende werden aus genau so etwas gemacht.
Die Kinder dürfen in den Korb Um kurz vor sieben fuhren sie wieder ab.

Frau Ehlert brachte am nächsten Tag zwei Bleche Kuchen ins Gerätehaus und stellte sie hin, ohne viel zu sagen, was Renke sehr angemessen fand.

Die Plastiktüte liegt übrigens im Gerätehaus in einem Regal, gefaltet, mit einem Zettel daran.

Auf dem Zettel steht das Datum.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann fahren sie noch heute lieber einmal zu viel raus als einmal zu wenig.
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Diese Geschichte vor dem Einschlafen vorlesen

Fünf Minuten mit Feuerwehr, aber ohne Feuer und ohne Unfall. Der peinlichste Moment gehört einer Nachbarin, und der wird freundlich aufgelöst.

Schwierige Wörter kurz erklärt

  • Freiwillige Feuerwehr – eine Feuerwehr aus Leuten, die das neben ihrem Beruf machen
  • Drehleiter – ein Feuerwehrfahrzeug mit einer langen Leiter und einem Korb oben
  • Melder – das kleine Gerät, das piept, wenn ein Einsatz kommt
  • Gruppenführer – derjenige, der den Einsatz leitet
  • Gerätehaus – das Haus, in dem die Feuerwehrfahrzeuge stehen

Fragen zum Weitererzählen

  • Warum ist Renke nicht sauer auf Frau Ehlert?
  • Was macht die Feuerwehr, als sich der Einsatz als Fehlalarm herausstellt?
  • Warum heben sie die Plastiktüte auf?

Warum „Die Feuerwehr und die Katze, die gar nicht im Baum war" zum Einschlafen passt

Die Geschichte eignet sich gut für Kinder, die Feuerwehr mögen — es kommt darin aber ausdrücklich kein Brand und kein Notfall vor.

Sie ist auch eine gute Gelegenheit, über Fehlalarme zu sprechen: Lieber einmal zu viel Bescheid sagen als einmal zu wenig.

Wenn „Die Feuerwehr und die Katze, die gar nicht im Baum war" gefallen hat

Mehr davon unter Tiergeschichten für Kinder und Fünf-Minuten-Geschichten.

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Häufige Fragen zu Die Feuerwehr und die Katze, die gar nicht im Baum war

Worum geht es in „Die Feuerwehr und die Katze, die gar nicht im Baum war"?

Die Feuerwehr rückt aus, um eine Katze aus einer Kastanie zu holen. Oben stellt sich heraus: Es ist eine Plastiktüte. Was danach passiert, macht den Abend für die ganze Straße besonders.

Für welches Alter ist die Geschichte gedacht?

Ab etwa vier Jahren.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Rund fünf Minuten.

Kommt ein Feuer vor?

Nein. Es gibt keinen Brand, keinen Notfall und keine Verletzten.

Wird die Nachbarin ausgelacht?

Nein. Der Gruppenführer nimmt ihr die Peinlichkeit in zwei Sätzen ab.

Gibt es die Geschichte auch zum Anhören und als PDF?

Ja, beides steht unter der Geschichte, kostenlos und ohne Anmeldung.

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