Die Laterne aus einer Konservendose

Die Laterne aus einer Konservendose

Zusammenfassung: „Die Laterne aus einer Konservendose" in drei Sätzen

Wenke hat den Basteltag verpasst und steht am Nachmittag vor dem 11. November ohne Laterne da.

Ihr Onkel schlägt eine Konservendose vor, was sie zuerst für einen Scherz hält.

Am Abend wirft ihre Laterne Muster an Hauswände, die keine andere kann.

Die Laterne aus einer Konservendose – gut zu wissen

  • Vorlesedauer: etwa 4 Minuten
  • Zum Vorlesen: ab etwa 3 Jahren
  • Zum Ausdrucken: weiter unten kostenlos als PDF, ohne Anmeldung
Der Basteltag war am Dienstag gewesen, und am Dienstag hatte Wenke Fieber gehabt.

Am Donnerstag war sie wieder gesund und alle anderen hatten eine Laterne.

Ihre Mutter sagte, man könne noch schnell eine kaufen, und im Schreibwarenladen gab es tatsächlich noch drei: zwei Einhörner und einen Fußball.

Wenke wollte kein Einhorn und keinen Fußball.

Sie wollte die Laterne, die sie am Dienstag gebastelt hätte, und die gab es nicht mehr, weil der Dienstag vorbei war.

Ihr Onkel Bene saß in der Küche und aß Suppe aus einer Dose, was er oft tat.

Er sagte: „Nimm die hier."

Wenke sah ihn an und wartete auf den Rest vom Witz.
Zwei Einhörner und ein Fußball Es war kein Witz.

Er machte die Dose leer, wusch sie aus, zog den Rand um und füllte sie bis oben mit Wasser.

Dann stellte er sie in den Gefrierschrank.

„Warum?"

„Damit sie nicht eindrückt, wenn wir gleich draufhauen."

Nach drei Stunden war das Wasser ein Eisblock, und die Dose war hart wie ein Stein. Bene legte sie auf ein Handtuch, nahm einen Nagel und einen Hammer und schlug das erste Loch hinein.

Es machte ein sehr befriedigendes Geräusch.

Dann durfte Wenke.

Sie schlug siebenundvierzig Löcher in die Dose, in Reihen, die schief wurden, weil die Dose beim Hämmern wegrollte.

Zum Schluss zwei größere oben für den Draht.
Onkel Bene und die leere Dose Das Eis taute in der Spüle heraus, und übrig blieb eine Konservendose mit siebenundvierzig Löchern und einem Drahthenkel.

Am Abend stellten sie ein Teelicht hinein.

Von außen sah man erst mal nichts Besonderes: eine Dose, aus der Licht kommt.

Erst als sie draußen waren, sah man, was sie kann.

Eine Papierlaterne leuchtet. Eine Dose mit Löchern wirft.

Auf dem ganzen Weg lagen siebenundvierzig helle Punkte auf dem Boden, auf Hauswänden, auf Jacken, und wenn Wenke die Dose drehte, wanderten sie mit.

Ein Junge fragte, wo man die kaufen kann.

Wenke sagte, gar nicht.
Die Dose voll Wasser im Gefrierschrank Sie hat die Dose behalten.

Sie steht heute auf einem Regal, ein bisschen rostig an einer Stelle, weil Metall nun mal rostet, und im November kommt sie herunter.

Onkel Bene sagt bis heute, das sei die faulste Bastelidee seines Lebens gewesen.

Es hat trotzdem funktioniert.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann wandern die siebenundvierzig Punkte noch heute jeden November über die Hauswände.
Nagel, Hammer, siebenundvierzig Löcher Eine Papierlaterne leuchtet, eine Dose wirft Im November kommt sie vom Regal herunter Die Moral von „Die Laterne aus einer Konservendose"

Wenke hat nicht die Laterne bekommen, die sie wollte. Sie hat eine andere bekommen, und die konnte etwas, das keine Papierlaterne kann.

Das ist nicht immer so, und die Geschichte behauptet es auch nicht. Manchmal ist der Ersatz einfach schlechter.

Aber wenn etwas nicht mehr geht, lohnt sich vorher eine Runde Nachdenken, bevor man das Nächstbeste kauft.
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Diese Geschichte vor dem Einschlafen vorlesen

Vier Minuten ohne Gefahr. Etwas fällt aus, jemand hat eine schräge Idee, und am Ende wandern Lichtpunkte über eine Hauswand.

Schwierige Wörter kurz erklärt

  • Konservendose – die Blechdose, in der Suppe oder Gemüse verkauft wird
  • Teelicht – eine kleine flache Kerze in einem Aluminiumschälchen
  • Drahthenkel – ein Bügel aus Draht, an dem man etwas tragen kann
  • Gefrierschrank – der Schrank, in dem es so kalt ist, dass Wasser zu Eis wird
  • rosten – wenn Metall braun wird und langsam kaputtgeht

Fragen zum Weitererzählen

  • Warum will Wenke kein Einhorn und keinen Fußball?
  • Was kann die Dose, was Papier nicht kann?
  • Was habt ihr schon mal aus etwas gebaut, das eigentlich Müll war?

Warum „Die Laterne aus einer Konservendose" zum Einschlafen passt

Die Anleitung stimmt und ist mit Aufsicht gut machbar: Dose ausspülen, den Rand mit einer Zange umlegen, mit Wasser füllen, einfrieren. Das Eis verhindert, dass die Dose beim Hämmern eindrückt. Nagel und Hammer bleiben in Erwachsenenhand oder werden geführt — der umgelegte Rand ist wichtig, weil Blechkanten scharf sind.

Für Kinder geeignet, denen etwas entgangen ist, weil sie krank waren. Die Geschichte tröstet nicht mit Worten, sondern mit einer besseren Dose.

Wenn „Die Laterne aus einer Konservendose" gefallen hat

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Häufige Fragen zu Die Laterne aus einer Konservendose

Worum geht es in „Die Laterne aus einer Konservendose"?

Wenke war am Basteltag krank und hat keine Laterne. Ihr Onkel friert eine Konservendose ein und schlägt siebenundvierzig Löcher hinein.

Für welches Alter ist die Geschichte gedacht?

Ab etwa sechs Jahren.

Wie lange dauert das Vorlesen?

Rund vier Minuten.

Kann man die Dosenlaterne wirklich bauen?

Ja. Dose ausspülen, Rand umlegen, mit Wasser füllen, einfrieren – das Eis hält die Dose in Form. Hämmern gehört in Erwachsenenhand, Blechkanten sind scharf.

Passt die Geschichte zum Laternenumzug?

Ja, sie spielt am 11. November.

Gibt es die Geschichte auch zum Anhören und als PDF?

Das PDF ja, kostenlos und ohne Anmeldung. Die Hörfassung entsteht gerade – bei den älteren Geschichten steht der Abspieler schon unter dem Text.

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